lintschis filosofium

oder – die wichtigkeit des seins

Beginn der Lesungssaison

und ihr seid alle herzlichst eingeladen!

lesung hainburg

 

Ich wünsche uns allen ein

 

happy new year

 

Weihnachtslesungspodcast

 
Liebe Freunde!

Wie schon voriges Jahr, fällt in diesem Jahr die Lintschi-Weihnachtslesung ebenfalls aus.
Auch heuer werde ich keinen Weihnachtslesungspodcast betreiben.
Die Ereignisse der letzten Monate lassen in mir einfach keine Weihnachtsstimmung aufkommen. Und das Umfeld, das ich erlebe, wenn ich aus dem Haus gehe, trägt auch nicht dazu bei, mir dabei behilflich zu sein, mich in Stimmung dafür zu bringen.
Dieses furchtbar hysterische Getue geht mir ja schon seit Jahren auf den Keks, wie aufmerksame Begleiter wissen, aber heuer bekommt es zusätzlich einen höchst bitteren Geschmack des puren Hohns.

Dieser Überfluss der Unnötigkeiten, der zelebriert wird und Unmengen an Geld verschlingt, das derzeit tatsächlich wesentlich sinnvoller und weihnachtsentsprechender angelegt werden könnte.
Diese Weihnachts- und Christkindlmärkte an jeder Ecke – etwas das an sich schon vollkommen anachronistisch ist und mit Weihnachten absolut nichts zu tun hat – mit ihrem Kitschgeblühe, Alkoholgepöble und X-Mas-Rock-Gedröhne.
Die Vergeudung der elektrischen Energie für schauerliches Lichtergeschrei, wo gerade die Einsparung im Energiebereich von vielseitigster Effizienz und deshalb höchst angebracht wäre.
Der religiöse Hintergrund, der einerseits den meisten Leuten gar nicht mehr geläufig ist, aber andererseits genau von diesen eingefordert wird, indem sie auf Werte pochen, deren Ursprung sie gar nicht kennen und selber schon seit Jahrzehnten nicht danach leben.
Eine Forderung, die verschärfend und äußerst verhängnisvoll dafür verwendet wird, Religionen, die man noch weniger kennt, einfach abzulehnen und Menschen pauschalen Vorurteilen und enormer Hetze auszusetzen.

Ich gehe da nicht mit.
Ich will mich dieser Scheinheiligkeit nicht nur nicht anschließen, sondern ich möchte auch keine Texte liefern, die den falschen Leuten die Möglichkeit geben könnten, sich in Heuchelei und Selbstlüge einzugaukeln.

Ich habe jahrzehntelang versucht aufzuzeigen, was Weihnachtsfrieden ist und wie wir ihn erreichen können. Wie wir ihn in die Welt tragen können.
Und muss nun mitansehen, dass ich in der Epoche meines Lebens angelangt bin, wo viel mehr Hass in die Welt getragen wird, als Liebe.
Da gibt es diesen Rückzug in mich und Erreichung meines persönlichen Friedens, auf Art und Weise des Schreibens davon, nicht mehr. Es wäre Verdrängung des Leids, das ich rund um mich in diesen letzten Monaten erkennen muss.

Ich brauche meine Kraft, um bei mir bleiben und dadurch versuchen zu können, dieses Leid zu lindern. Und dabei helfen mir weder anklagende, noch scheinschöne Texte etwas.

Ich bitte um Verständnis und wünsche euch einen besinnlichen Advent,
der von Menschenliebe getragen ist.
Und wie immer – Alles Liebe!

Eure Lintschi

advent

 

Meine neue Homepage

Ich habe mir eine neue Homepage gebastelt.
Auf der alten war so vieles schon nur mehr ein Fleckerlteppich.

Ich würde mich sehr freuen, wenn mir jemand Feedback gibt 😉
Danke im voraus!

www.evelyne-weissenbach.at

hp2

 

Da gher i hin!

Da bin i zwar net her, aber DA GHER I HIN!
Goldener Okotober im Burgenland

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HIER Fotos größer anschauen

2016

 
Ein friedvolles Miteinander ist mein größter Wunsch für 2016.
Dann haben auch unsere persönlichen Wünsche die beste Grundlage
und größte Chance auf Erfüllung.
Ich wünsche euch allen ein gutes Ankommen im neuen Jahr!
 

lovieheart neujahr

 

Fotos der Veranstaltung
„Nie wieder!“

nie wieder!

 

Miteinander-Abend

so, ich hab mich bisher – außer in meinen schnipseln – zurückgehalten, etwas über flüchtlinge, asylanten und dgl. abzusondern. das tun eh alle anderen. und meine einstellung ist hinlänglich bekannt.
heute jedoch möchte ich eine kleine ausnahme machen. aber ich möchte nicht von not und tod, angst und krieg schreiben, oder mich mit unhaltbaren lösungsansätzen wichtig machen.
sondern darüber, was ich gestern erleben durfte.

in unserer nachbargemeinde gibt es ein flüchtlingshaus mit 80 männlichen bewohnern.
ein unglaublich engagierter betreuer versucht, nicht nur im haus für betreuung zu sorgen, sondern auch kommunikation mit der bevölkerung herzustellen.
er hat ein „cafe intercult“ eingerichtet. also im haus, nicht als lokal und gestern gab es einen miteinander-abend im seerestaurant. jeder teilnehmer lud einen flüchtling zum gemeinsamen essen ein.
erfreulicherweise kamen sogar mehr eingesessene, als zuwanderer.

hier aber nun meine ganz persönlichen eindrücke.

selten habe ich in dieser größenordnung eine ansammlung von derart freundlichen, netten, höflichen, respektvollen und sogar glücklichen männern erlebt. und durchwegs alle höchst gepflegt – mit wunderschönen zähnen, z.b.

das abschütteln der anspannung der flucht und auch des lagers traiskirchen haben die jungen männer jetzt erstmals mit entspannung und glück erfüllt.
es ist ihnen deutlich anzumerken, wie sehr sie es genießen, wieder mit menschen in berührung zu kommen, akzeptiert zu werden. sie freuen sich, deutsch lernen zu können. sie möchten kommunizieren.
sie sind offen, nicht verschlagenes ist an ihnen, und – meine damen! – den frauen absolut nicht abwertend oder despektierlich gegenüber. es ist auch so, dass viel der ehrenamtlichen betreuung von frauen bewerkstelligt wird. man merkt sofort, wie gut der emotionale draht funktioniert.
naturgemäß sind es ältere damen, aber diese werden nahezu vergöttert von ihren schützlingen.
aber auch am umgang mit den jüngeren frauen konnte ich nichts auffälliges entdecken. gerade bei uns am tisch waren welche zugegen.

selbstverständlich ist klar, SO kann es nicht bleiben. auf dauer können wir erwachsene männer nicht einfach wie kinder betüteln. wenn die erste entspannung abflaut, werden die traumata hervorkommen. die untätigkeit zu der sie verdammt sind, wird ebenfalls ihr scherflein beitragen.
aber der weg muss eindeutig auf dieser linie basieren!
so funktioniert integration und – prävention!

wir müssen dafür sorgen, dass diese menschen sich integrieren können, nicht umgekehrt!
wir können den politischen weg nur durch wahlen beeinflussen und behördenwege nicht beschleunigen, aber wir können den unterstützung suchenden dabei helfen, die zeit nicht untätig zu verbringen. unsere sprache, etwas über uns und unsere lebensweise zu lernen.
ihnen werte, wie akzeptanz und interesse am miteinander vermitteln.

denn in diesem zusammenspiel wird bald erkennbar, wer nicht lernen will, wer sich mit den gegebenheiten nicht anfreunden will. und ich glaube, dass diese zuwanderer dann selber eine distanzierung zu ihren schwarzen schafen herstellen werden.
zu gern möchten diese männer ihr leben in die hand nehmen, es auf positive beine stellen, eine perspektive haben.

man muss ihnen zeigen, wie es bei uns läuft, wie die gesellschaft funktioniert.
wie bei kindern darf man nicht davon ausgehen, dass sie es einfach von selbst wissen. sie kommen aus einem anderen kulturkreis. aber sie sind nicht gekommen, um uns hier ihren stempel aufzudrücken, sondern um mit uns zu leben. sie wollen perspektiven!
keineswegs möchte ich erwachsene männer auf kinderniveau pressen, doch das prinzip ist einfach das gleiche:
antiautoritäre erziehung ist genauso schlecht wie streng autoritäre.
forderung führt leicht zu überforderung und wird zu abwehr und aggression.
je empathischer wir vorgehen, desto besser wird das problem bewältigt werden können – das unser aller ist. DAGEGEN werden wir absolut NICHTS tun können.
aber dass wir es bewältigen, DAFÜR können wir sehr viel tun.

und noch etwas: wir in unserer übersättigten gesellschaft kennen dieses tolle gefühl ja gar nicht mehr, wie es ist, wenn sich jemand über das, was man ihm gibt, freut. unsere kinder und enkel nehmen ihre geschenke und nach minimalster zeit sind sie uninteressant. meistens wissen wir gar nicht mehr, was man ihnen schenken soll und es werden nur mehr geldbeträge abgegeben.

hier haben menschen an gebrauchten dingen freude, an einem glas cola, auf das man sie einlädt, kinder freuen sich über ein bisschen schokolade oder zuckerl. wo gibt es das bei uns denn noch?
alle sind so überfressen, dass sie nur mehr diätcola trinken und die so toll beworbene schokolade (weil konsum ja funktionieren muss) nur mehr im geheimen fressen. von freude weit und breit keine spur.

ach ja: ihre vielzitierten smartphones verwenden sie, um zu übersetzen …

ich jedenfalls bin sehr dankbar für diesen tollen abend, den ich miterleben durfte. SPÜREN durfte, wie es läuft und deshalb in zukunft nicht erst meine gedanken vom müll trennen muss, der mir täglich über den kopf geleert wird.
ich bin froh, in solcher nachbarschaft zu leben und und ich kann euch sagen, es gibt einen haufen leute in meinem umfeld, von denen ich das absolut nicht sagen kann. und das sind keine zuwanderer …

 

Lesung

Ja, ich schreibe noch immer an meinen Krimis.
Zwei habe ich schon. Bin also schon beim dritten.
Deshalb gibt es nicht viel von mir zu berichten.
Dazwischen mache ich hin und wieder eine Lesung.
Und bei der letzten wurde ein Mitschnitt gemacht und den will ich euch natürlich gerne zeigen.
Es kommt übrigens auch noch der 2. Teil!

Ich liebe es, bei der Offenen Bühne Burgenland aufzutreten.
Ich begebe mich dann quasi auf das Kleinkünstler-Territorium, also wieder einmal etwas ganz anderes.
Jeder der Teilnehmer kriegt 2x 10 Minuten und kann dort machen, was er will.
Meistens sind es Musiker und Kabarettisten.
Diesmal waren es nur Musiker und ich die einzige Frau dabei.
Aber es hat riesigen Spaß gemacht. Die jungen Kollegen haben mich irgendwie als Maskottchen herzlichst in ihrer Mitte aufgenommen und die Darbietungen waren wirklich vom Feinsten.

obb_schattendorf

 

Ihr Lieben!

 

Dass es hier so ruhig geworden ist, hat keinen besorgniserregenden Grund!
Das möchte ich vermelden, nachdem mich einige besorgte Zuschriften erreicht haben.
Ich schreibe nur derzeit keine Gedichte und auch keine Kurzprosa. Nicht einmal „Abhandlungen“.

Ich schreibe … tatata … an einer Serie von Neusiedlersee-Krimis!

Keine Thriller, sondern just for fun.
Denn ich habe nicht vor, sie zu veröffentlichen.

Wie ich schon öfter geschrieben habe, bin ich ein Blockmensch.
Wenn ich also Romane schreibe, blockiert mich das für alle anderen Texte.
Weil ich mich gedanklich natürlich im Fluss halten muss.
Und da es gerade fließt, muss ich das ausnützen.
Ich habe viel Spaß damit und es geht mir ausgezeichnet.

Und so danke ich für Euer Interesse und hoffe, dass ihr mich nicht ganz vergesst, wenn da mal ein bisschen Ruhe im Blog-Karton ist.

Ich kenne meine Blöcke. Die ändern sich immer wieder.
Es wird also wieder anders kommen …

Alles Liebe!
Eure lintschi

 

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