Ich bin nicht hilflos

Des öfteren bereits wurde ich in den letzten Tagen auf meine Abhandlungen über Hilf- und Machtlosigkeit angesprochen.
„Na, was machst jetzt mit deiner Theorie? Jetzt fühlst dich aber schon auch hilflos, oder?“
Meine Antwort:
Nein! Ich fühle mich auch jetzt nicht hilflos und da ich keine Macht ausüben will, ist die Machtlosigkeit eigentlich gewollt.

Wenn ich Macht ausüben wollte, dann wäre es selbstverständlich, um Frieden in der Welt und Gesundheit für die Menschen zu etablieren. Aber ehrlich, diese Macht ist utopisch, und mit dem Streben danach werde ich mit Sicherheit nicht meine Energie vergeuden.
Auch nicht, wenn es als Aussage dann so schön klingt, wie man oft in diesen wunderbaren Spruchbildern lesen kann, die dann von einem sensiblen, mitfühlenden Gemüt zeugen sollen.

Nein, nicht ich, bitte!

Eigentlich ist es eher so, dass meine damalige ja-nur-Theorie nun auch in der Praxis Bestätigung erfährt.

Was war mein Ausgangpunkt, als es um die Abstraktheit der Hilflosigkeit ging?
Das grundsätzliche Ja zum Leben, zu meinem und zum Lebendingen an sich.
Ereignisse sind davon nicht betroffen. Die Ereignisse bestimmen nicht meine Einstellung, meinen Zugang zum Leben.
Sie bilden den Rahmen. Der Rahmen wiederum stellt Herausforderungen an mich. Die ich dann einzig mit meinen eigenen Entscheidungen bewältige.

Wie schon auch seinerzeit geschrieben, sind meine Entscheidungen nicht so zu fällen, dass sie nur mein eigenes Wohl im Blickpunkt haben, sondern sie müssen mein Wohl und das Wohl der Gemeinschaft auf einer Achse bedienen.

Nun gibt es derzeit Vorgaben für die Allgemeinheit, deren Richtigkeit ich in keinem Fall verifizieren kann. Deshalb ist es für mich logisch, mich den gemeinschaftlichen Forderungen anzuschließen, weil ich eben nicht entscheiden kann, ob sie richtig oder falsch sind.
Experten gibt es für eh alles (wie Günther Paal so schön sagt) und deshalb für alle Richtungen. Denen ist also nicht zu vertrauen.

Zu vertrauen ist mir und meinem eigenen Wollen. Dieses wird nach meinem Ansatz, und deshalb auch nach meiner Einstellung, davon bestimmt, nicht nur mir sondern auch der Gemeinschaft nicht zu schaden. Also bleibt doch eindeutig nur eine einzige Entscheidungsmöglichkeit übrig.
Ich trage die Entscheidung für die Allgemeinheit mit.

Meine Gedanken sind frei und sie bringen einiges an Zweifel und Kritik mit sich. Für mich ist das, was passiert, nicht wirklich denkfähig. Ich kann an dem Virus, mit dem sich Millionen anstecken, die dann leichte Beschwerden haben, das aber für eine bestimmte Gruppe, nämlich für die „Alten und Kranken“ tödliche Auswirkungen haben kann, nichts Ungewöhnliches erkennen. Das ist sogar bei Erkältungen so.

Dass sich irgendein Staatschef nun auf einmal für die Alten und Kranken einsetzt, und dafür sogar die Wirtschaft, das goldene Kalb, schlachtet, ist allerdings absolut absurd für mich. Das haben die alle miteinander bisher nicht einmal nur ansatzweise getan. Also muss was anderes dahinterstehen. Was auch immer. Ich werde mich nicht in Verschwörungstheorien ergehen.

Denn wie ich schrieb:
Zum Unterschied von ich glaube, es besser zu wissen, folge ich meinem Wissen, dass ich es eben NICHT weiß.

 

nicht hilflos

 

Da es mir logisch erscheint, dass in der Distanzhaltung der größte Schutz für mich liegt – ich bin auch nicht an anderen Infektionen interessiert -, ist es ein Leichtes für mich, den entsprechenden Anordnungen zu folgen und die dadurch entstehenden Beschwerlichkeiten mitzutragen.

Über sonstige Gründe zum Auseinanderdividieren der Gesellschaft möchte ich aber lieber nicht nachdenken. Weil sie eben aufgrund meines „Nichtbesserwissens“ in Verschwörungstheorien münden würden. Doch die Auswirkungen zeigen sich ja bereits.

Meine Gefühle sind frei und ich fühle mit den Menschen an die ich denke und trage sie in mir. Egal ob Alte oder Kranke, aber auch nach wie vor Flüchtlinge und alle, die leiden, mit und ohne Zutun anderer. Sie gehören zu mir, zu meinem Menschsein, sie machen mich zu „meinem Ganzen“.

Deshalb sehe ich auch darin eine Verpflichtung mein Leben anzunehmen, und angstfrei und mit Freude zu gestalten.
Weil ich die Möglichkeit dazu habe!

Ich sprach in diesen Tagen schon mehrmals von Gnade und Demut. Denn es gibt viele Menschen, die nicht die Möglichkeit vorfinden, in dieser Situation so dazustehen wie ich.
Und dennoch sind auch all diese Menschen, die es nun so viel schwerer haben als ich, keineswegs hilflos. Ihre Entscheidungen, wie sie mit den Bedingungen umgehen und ihr Leben weiter gestalten, bleiben trotzdem ihre eigenen.

Sie alle haben in meinen Gedanken und meinem Gefühl eine Heimat, aber ich kann ihnen nicht helfen. Das liegt in der Natur der Sache, nicht am Prinzip der Hilflosigkeit. Wir können nicht ALLEN helfen. Dem Menschen sind nun einmal Grenzen gesetzt. Er ist nicht Gott und nicht allmächtig und er tut gut daran, dies anzuerkennen.

Indem ich mein Leben annehme und so gut wie möglich gestalte, schaffe ich Raum und Kraft in mir, um die Anderen nicht aus mir hinausdrängen zu müssen, ihr Leid, ihre Sorgen usw.

Und es gibt mir auch freie Sicht und dadurch Möglichkeiten zu erkennen, die ich vielleicht umsetzen kann. Weil mein Blick nicht von Angst, Hilflosigkeit oder Ohnmacht, Verdrängung oder Abstumpfung getrübt wird.

Viele Menschen die ich kenne, fühlen sich zwar als Opfer der Maßnahmen, lassen sich aber gerne von den öffentlichen Vorgaben einlullen. Sie glauben, wenn sie diese brav umsetzen, wird die Welt oder die Situation sich als Lohn darstellen und alles wieder gut werden.
Sie folgen dem Gehorsam!
Und kaum tritt jemand aus diesem Muster heraus, wird Sanktion gefordert.

Der Ruf nach Strafen, Blockwartmentaliät und Naderei sind die Begleiter dieser ach so wohlmeinenden Mitbürger.

Wie man sofort sieht, wollen sie nur Verantwortung abgeben und folgen ihrer Angst – und in ihrer Angst einem Führer – und nicht der eigenen freien Entscheidung zum Wohle der Gemeinschaft. Was dann auch zu ihrem eigenen Wohle wäre.

Aber das kennen wir ja auch aus anderen Situationen sehr gut. Da hat sich nur das Erscheinungsbild geändert. Die Einstellung der Leute ist ja immer dieselbe. Diese Ansinnen richten sich nun halt gegen „unsere eigenen Leut“.

Was sich nicht geändert hat ist, dass wir nach wie vor eigene Entscheidungen treffen und deshalb keinerlei Hilflosigkeit auftritt.

Wer sich hilflos oder als Opfer fühlt, täte meiner Meinung nach gut daran, dies nicht auf die Gesellschaft abwälzen zu wollen. Es wäre weitaus gesünder, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen, um erkennen zu können, warum man Verantwortung abgeben will. Das würde nämlich auch das Immunsystem stärken.

Kommt gut durch diese herausfordernde Zeit!

Auf der Suche nach der Freiheit
II. Machtlosigkeit
II.3 –Freiheit ist machtlos

Was ich bisher über die Machtausübung geschrieben habe, ist wohl den meisten ziemlich logisch erschienen. So gut wie niemand möchte sich erklärtermaßen irgendeiner Macht beugen. Allerdings haben viele die Ansicht, dass es nicht anders geht. Aber das stimmt so nicht, wie aufgezeigt.

Doch der wesentliche Teil meiner Machtlosigkeits-Trilogie ist nun dieser letzte.
Denn für mich geht es ja um die Suche nach der Freiheit und auch darum, wie man sich bei Störfällen in der Befindlichkeit durch Einsichten selbst aus misslichen Stimmungslagen und Situationen befreien kann.

Es war aber wichtig, diese „Einleitungen“ zu schreiben, weil das Machtwesen an sich aufgedeckt werden musste. Sonst würde das Verbindungsglied fehlen.

Bisher haben wir uns also mit der Machtausübung anderer beschäftigt. Wie diese wirkt und vor allem auf uns einwirkt. Wir konnten aufdecken, wie wir besser aus Machtgefügen heraustreten können, die uns Beschwerden machen oder denen wir vermeintlich nicht freiwillig folgen.
Weiters, wo unsere wahre Positionierung im Leben sein sollte, und dass diese wesentlich mehr Sinn macht, als die von der Gesellschaft praktizierte.

Um frei werden zu können, bedarf es jedoch einer ganz besonderen Befreiung vom Machtstreben. Nämlich vom eigenen!

freiheit ist machtlos

 

Wir alle wollen Macht ausüben! Ja, ja, auch wir!

Wir bilden uns eine Meinung, ein Lebenskonzept, setzen uns Ziele für die Verbesserung unserer Lebensqualität – und offiziell auch für die der anderen. Und schwupps, schon wollen wir Verbündete dafür rekrutieren.

Wir sind nicht frei genug, uns zu vertrauen. Nicht unseren Wahrnehmungen, nicht unseren Entscheidungen, nicht unserem Geschmack, nicht unseren Ideen und Ansinnen, einfach nicht uns selbst.
Wir orientieren uns an den anderen, anstatt an uns selbst und möchten deshalb natürlich, dass die anderen, das was wir machen gutheißen und mittragen.

Würden wir uns an uns orientieren, könnten wir frei agieren. Schielen wir nach den anderen, ist die Freiheit futsch. Wir geben die Macht an sie ab, indem wir Macht über sie ausüben wollen, bzw. die Macht an uns reißen wollen.


Unser eigenes Machtstreben tritt mit gut ausgebildeter Familie auf.

Fast unerkannt ist die dicht verschleierte Tochter Erwartungshaltung!

Sie ist diejenige, die Kommunikation erschwert, Frust aufbaut, Streit und Hader erzeugt, auch Gewalt hervorrufen kann und die Menschen oft sehr unglücklich macht.

Wie man sofort erkennen kann, ist die Erwartungshaltung wieder etwas, wozu wir uns selbst entscheiden!

Ein paar Beispiele:

Wir wollen das Beste für unsere Kinder, eh klar, aber wir erwarten, dass sie das erkennen, annehmen und sich danach verhalten. Die Nachkommenden wollen aber oft ganz etwas anderes. Da wir nicht gelernt haben, auf die Bedürfnisse unserer Kinder einzugehen, sondern sie mit unseren Ideen zu erziehen versuchen, bringt uns diese Erwartungshaltung dann tiefe Konflikte.

Wir geben das Beste in unserem Job, und erwarten, dass der Chef das zumindest erkennt, uns vielleicht sogar lobt, befördert usw. Doch wir haben ein grindiges Arschloch als Chef und der meckert nur an uns herum. Da wir nicht gelernt haben, das was wir tun einfach einzubringen, den Typen zu durchschauen und loszulassen, werden wir mit Krampf in die Arbeit gehen und womöglich ein Magengeschwür aufbauen.

Beispiel aus einem Autorinnenleben gefällig?
Man schreibt ein tolles Manuskript und hängt viele Erwartungshaltungen daran. Verlagsveröffentlichung, Publikumserfolg, Pressejubel uvm.
Dann liegts zu Hause herum und keiner will es haben. Verlage antworten nicht einmal, Lesungsangebote werden ebenfalls einfach ignoriert. Die Medien? Die interessiert ganz was anderes. Das Publikum muss man sich mühsam zusammennetzwerken, usw.
Wenn man da nicht geschrieben hat, um sich selbst zu erkennen, zu unterhalten, seine grauen Zellen zu beschäftigen, na, dann können die Frustbeulen leicht bis in den Himmel wachsen.

Das alles sind Beispiele, wo wir Macht über andere ausüben wollen! Wir wollen sie auf unsere Seite ziehen, um von ihnen Bestätigung für unser Tun zu erhalten, oder dass sie sich dafür stark machen, unsere Projekte zu verwirklichen.

Wie wir schon gelesen haben, ist der Einfluss auf andere meistens sehr gering und diesen anzustreben äußerst energieraubend.

Also gibt es nur einen Weg in die Freiheit: Die Aufgabe der Erwartungshaltung.

Wir können in jeder Situation unseres Lebens die Perspektive ändern! Das ist unsere Entscheidung! Umso öfter wir das Machtstreben aus unseren Entscheidungen entfernen (egal ob das anderer oder das eigene), desto freier werden wir logischerweise werden.


Es gibt aber noch einen ganz besonderen Faktor: Die Machtausübung über uns selbst!

So hat das Machststreben z.B. noch eine wesentlich sympathischer erscheinende Tochter: Die Disziplin!

So gut wie jeder glaubt, Disziplin ist das Allheilmittel für den Ablauf des Lebens. Vergessen wird dabei jedoch, dass jeder Zwang, auch der den wir auf uns selbst ausüben, eben Zwang bleibt und sich mit Freiheit deshalb nicht verträgt.

Wir glauben, wenn wir uns der Freiheit ergeben, bricht das Chaos in unserem Leben aus. Wir wachsen wie die Rüben auf und es gibt keine Ordnung, und deshalb keinen Halt.
Das ist aber nur bei Menschen so, die in sich keinen Halt finden.

Jeder kennt den Spruch „Wenn du etwas wirklich willst, dann kannst du es auch erreichen“. Und die Idole, die wir bewundern, zeigen das höchst eindrucksvoll.
Doch niemand sieht, was in deren Leben alles auf der Strecke bleibt, weil sie sich nur einem Ziel verschrieben haben.

Im Außenbereich kann man den Prozess leicht erkennen. Wenn ein Politiker etwas erreichen will und sich diesem Ziel verschreibt, dann wird das wichtigste sein, andere zu beherrschen.
Wenn ein Sportler oder ein Künstler tolle Erfolge erzielen will, dann wird er viele Menschen brauchen, die ihn unterstützen. Nun würde sicher niemand sagen wollen, dass er diese beherrschen will. Und dennoch ist das Prinzip dasselbe. Er braucht diese Leute, also muss er sie auf seine Seite ziehen.

Ich will das jetzt nicht abwerten! Nein, wir sind eben keine Einzelwesen und wie wir bereits wissen, können sich alle zu ihrer Beteiligung frei entscheiden.

Doch das Machtgefüge wird transparent.

Mir geht es aber hier um eine noch einmal andere Ebene. Nämlich um die persönliche. Dort läuft das nämlich ganz genauso.

Wir wollen etwas erreichen, das nur uns betrifft. Abnehmen, fit sein, gesund sein oder werden usw.

Wir wollen aber Schokolade essen, oder auf dem Sofa lümmeln, oder sonstwas, das nach gängiger Meinung nicht zu dem gewünschten Ergebnis führen kann.
Wir lassen jetzt einmal die Unfreiheit durch die Manipulation der Werbung oder Gesellschaft beiseite. Die ist eh so weit klar. Die Motivation zu unseren Ansinnen zu beleuchten, wäre ein eigenes Thema und würde dieses nur verbreitern.

Wir steigen direkt in die vorgegebene Situation ein.

Was werden die meisten Leute machen, um an ihr vorgefasstes Ziel zu kommen?
Sie werden sich eine Diät, ein Fitnessprogramm, Therapien oder ähnliches suchen.
Und für diese dann die hochangesehene Machttochter Disziplin anwenden wollen.

Wie wir alle wissen, sind diese Aktionen äußerst selten von bleibenden Erfolgen gekrönt.

Es ist nun nicht so, dass es etwas Negatives ist, sich ein Ziel zu setzen. Nur der Weg dahin kann leicht nach hinten führen, wenn wir nicht erkennen, dass Ziele nicht nur auf einem vorgefassten – und womöglich noch von anderen vorgefertigten – Weg erreichbar sind und vor allem, dass sie sich während des Weges ändern können!

Auch hier ein Beispiel, und zwar ein ziemlich gängiges:

Ein Mensch ist Single und plant eine große Karriere. Er arbeitet konzentriert und diszipliniert fast ausschließlich darauf hin, weil er zu wissen glaubt, dass dies zum Erreichen seines Zieles notwendig ist.
Dann trifft er jemanden und verliebt sich. Oj oj oj oj, nun wird’s ein bissl stressig. Konzentration und Disziplin werden wahrscheinlich etwas löchrig werden.
Womöglich kommt auch noch ein Kind. Ach, noch einmal passt da was so absolut gar nicht zu seinem ersten Ziel.

Was wäre denn nun wohl der dem Menschsein entsprechendere Weg?

Der, den so viele gehen, und wo versucht wird, die anderen auf die Karriere einzuschwören, die Familienaktivitäten minimalst zu halten und die Verantwortung an den Partner oder sonstjemanden – Kindergarten, Schule usw. – zu übergeben?
Oder sein Ziel unterwegs zu ändern? Die Karriere an die Familie anzupassen, sie vielleicht nicht in ganz so lichten Höhen anzusetzen?

Wie wir schon gehört haben, sollen unsere persönlichen, wie auch unsere gemeinschaftlichen Ziele immer im Einklang mit uns, aber auch mit unserem Umfeld getroffen werden.

Das heißt, dass die Wege dorthin jeden Augenblick neu erarbeitet werden müssen, weil sich die Situation ja dauernd ändert. Sich also mit Disziplin auf nur einen Weg zu machen, lässt sofort die Starre in dem Ansinnen erkennen. Das Leben am Wegrand bleibt unbeachtet und wir können nicht rechtzeitig darauf reagieren, wenn etwas aus dem Ruder läuft! Und mit Starre wird man niemals frei, auch klar.


Und noch ein fast unerkanntes Töchterlein gibt es: Die Selbstermächtigung!

Wenn Leute sagen: „Ich will die Macht über mich behalten“, oder „nur ich habe die Macht über mich“, dann haben sie die Macht bereits abgegeben. Denn sie orientieren sich an dem Machtstreben anderer und setzen das eigene Machtstreben nur dagegen!

Doch In der Machtlosigkeit liegt die wahre Freiheit!

Das wars.
Für jetzt ist hier wieder einmal Schluss mit Hilf- und Machtlosigkeit
😉

 

 

Doch noch ein paar Worte zum Abschluss:

Mir haben all diese Erkenntnisse viel gebracht. Und ich habe mir das deshalb alles aufgeschrieben und in Zusammenhänge zueinander gebracht, damit ich mich immer wieder daran orientieren kann, wenn es grad wo bei mir hakt und ich mich unfrei oder nicht ganz in meinem Leben zu Hause fühle.

Es wäre schön für mich, wenn ich auch anderen damit Denkanstöße für ein freieres persönliches Leben geben könnte. Aber Macht will ich keine ausüben. Wer mir nicht folgen will oder kann, ist dennoch immer gern auf meinem Blog oder auch sonstwo gesehen!

 

Auf der Suche nach der Freiheit
II. Machtlosigkeit
II.2 – Wer hat die Macht

Das Gefühl der Machtlosigkeit befällt uns wohl alle täglich mehr oder weniger oft. Wir schauen in die Welt und sehen Krieg, Unterdrückung, Hungersnot, Eingriffe in Umwelt und Klima, Manipulationen an Lebensmitteln, bei Krankheitsbildern, u.v.m.

Man steht und denkt, was soll ich kleines Würschtel dagegen nur unternehmen?
Und das stimmt. Jede unserer persönlichen Anstrengungen verdunstet als Tropfen bereits beim Hinunterfallen auf den heißen Stein.

Man muss sich das einmal vor Augen führen, wieviele Milliarden täglich gespendet werden, wieviele Hilfsgüter jeder Art durch die Welt transportiert werden, wieviel freiweillige Helfer unter oft lebensbedrohlichen Bedingungen Hilfe leisten – das tägliche Erscheinungsbild ändert sich dadurch in keinster Weise. Die Not wird nicht weniger auf der Welt. Verlagert sich nur manches Mal in andere Gebiete.
Denn die Machthaber stecken noch mehr Geld und Energie in die Gegenseite. Die Wirtschaft ist der moderne Götze und diesem wird alles Menschliche untergeordnet oder geopfert. Da kann einen schon das Gefühl der Machtlosigkeit überfallen.

Und nicht zu vergessen: Wir alle finanzieren all das mit. D.h. wir werden auf der einen Seite zur Kasse gebeten, um Großmächte zu unterstützen, Waffen zu kaufen, die unnötigsten und gefährlichsten Aktionen zu sponsern und dgl.
Und werden dann zur Kasse gebeten, um freiwillig genau dagegen zu wirken.

Sehen wir uns nur um. Wie sähe es allein in unserem Land aus, wenn es die Unmengen an ehrenamtlichen Helfern und freiwilligen Unterstützern nicht gäbe?

Das bedeutet, Eigeninitiativen werden dafür verwendet, um den Machthabern noch mehr Macht zu ermöglichen! Aber ändern tut sich nichts.

Dem Einwirken von Mächten auf uns geben wir selbst Raum.

 

Eines Tages stand ich vor diesen täglich auf mich einstürmenden Informationen und dem Gefühl , nichts aber auch schon gar nichts verändern zu können und dachte, da kann etwas nicht stimmen.
Der Mensch ist ein Entscheidungswesen und lebt seine Entscheidungspflicht am besten, wenn er sie in Aktionen ausdrückt.
Wie wir im ersten Teil nachlesen können, gibt es die Hilflosigkeit nicht. Nun aber stoßen wir an Außengrenzen und glauben, wir müssen uns einer Macht beugen, weil wir am Ganzen nichts bewirken können.

Doch dann erkannte ich, dass es nur die falsche Perspektive ist, die uns bereits das Machtwesen mit ihrem Machtstreben diktiert.

Der Fokus wird von der Allgemeinheit auf die Herde gelenkt! An der wir, wie vorher erklärt, nur äußerst schwer und zäh etwas verändern können.
Selbstverständlich können wir uns Verbündete suchen, die dem gängigen Modell entgegen wirken wollen und mit ihren Handlungen auch tun, und dennoch wird sich die Menschheit im ganzen dadurch nicht verändern. Zu sehr sind diese Prozesse in ihren Bahnen verankert.

Was also kann der Einzelne tun?

wer hat die macht

 

Er muss sich auf seine Individualität besinnen! Das ist die richtige Perspektive!
Sich darauf zu besinnen, WAS ein Mensch tatsächlich ist, WAS deshalb Menschsein bedeutet, und WAS uns die Menschlichkeit dafür vorgibt.

Und das ist nicht das Streben, Macht über andere ausüben zu wollen. Sich auf diese Weise mit ihnen verbinden zu wollen. Dieses Vorgehen dient immer nur dem Machthaber! Niemals der Gemeinschaft. Machthaber scharen ihre Anhänger und Truppen um sich, um einen Wall zwischen sich und ihre Angst zu bauen.
Doch wie wir vorher aufgezeigt haben, nützt ihnen das gar nichts. Auch Hitlers Bunker gab ihm keinen Schutz vor seiner Angst und seinem psychischen Desaster. Er konnte sich niemals sicher und schon gar nicht jemals frei fühlen!

Deshalb ist es wichtig, Machtstreben richtig zu erkennen und Macht nicht zu geben!Andere können nur die Macht über uns ausüben, die wir ihnen einräumen!

Dort haben wir auch wieder die Verbindung zur Hilflosigkeit. Es ist unsere eigene Entscheidung! Und die fällen IMMER wir!

Die Machtstrebenden sind interessiert daran, uns in Abhängigkeit zu halten. Am besten gelingt das, indem sie unsere Energie auf etwas lenken, das diese nur vergeudet. Umso mehr wir unsere Energie dafür verwenden, unabhängig oder gar frei sein zu wollen, desto mehr verlieren sie an Macht.

Wie vorher aufgezeigt, ist es die größte Energieverschwendung, sich auf die Rettung der Welt zu konzentrieren. Dort rennen wir wie die Hamster im Rad und betreiben damit lediglich die Windmaschine der Propaganda und bringen sonst nichts, aber auch schon gar nichts zustande.

Die Energie auf die persönliche Freiheit zu lenken, und diese dafür zu verwenden, die eigene Menschlichkeit zu leben, würde bedeuten, dass wir nichts Trennendes zwischen uns und die Gemeinschaft stellen wollten. Das heißt, alles was wir für uns erarbeiten und leben, muss als Positivum in die Gemeinschaft eingebracht werden können.
Es kann also nicht sein, dass ich einem anderen etwas wegnehme, damit es mir gut geht! Dass ich einen anderen bekämpfe, dass es mir gut geht. Dass ich gar jemanden umbringe, dass es mir gut geht.

Egoismus kann sich also niemals gegen die Gemeinschaft richten!
Wer nur auf sein eigenes Wohl bedacht ist und dieses ohne Rücksicht auf Verluste durchsetzen will, handelt niemals egoistisch, sondern zentriert alles auf sein Ego, und sein Handeln ist deshalb egozentrisch. Und benötigt dafür Macht!

Dasselbe Prinzip gilt aber auch für eine Gemeinschaft! Wer das Wohl einer Gruppe über das Wohl des Einzelnen stellt, kann dies ohne Machtausübung nicht bewerkstelligen.

Selbst wenn ich Vereinigungen gründe, die anderen helfen sollen und sich die Humanität groß auf ihre Banner malen, so wird es niemals möglich sein, sicher sein zu können, dass ihre Mitglieder auch tatsächlich der Humanität folgen. Wie oft haben wir schon davon gelesen, dass humanitäre Projekte und auch Gesellschaften, missbräuchlich verwendet wurden?

Dass kein Missverständnis entsteht: Ich finde es unbedingt gut und wichtig, dass es Menschen gibt, die solche Gruppen gründen, betreuen und auch sich solchen anschließen.

Aber das fällt eindeutig unter persönlicher Lebenssinn und menschliche Gesinnung. Folgt also dem vorher aufgezeigten menschlichen Streben, bei persönlichen Einstellungen und Entscheidungen das Wohl der Gemeinschaft im Auge halten zu müssen, weil es mit trennenden Ansinnen keine individuelle Freiheit geben kann.

Und bewirkt natürlich auch im tatsächlichen Aktionsbereich Gutes und das ist enorm wichtig! Keine Frage. Aber immer nur im persönlichen Sinn, sei es für denjenigen, der tut, und natürlich auch für den, dem dadurch geholfen wird.
Aber im Gesamtgefüge ist es nicht von Bedeutung!
Wenn also jemand die Anliegen der Gemeinschaft über seine eigenen Bedürfnisse stellt, dann folgt er dem Machtstreben. Dem anderer, aber auch seinem eigenen!

Das größte Verhängnis dabei ist aber überhaupt, dass diese Richtung als die richtige propagiert wird – und ich verwende mit Absicht die Ableitung von Propaganda. Denn das ist nichts anderes!
Und Propaganda ist eines der beliebtesten Machtmittel, weil sie vom Großteil der Menschen nicht als solches erkannt wird!

Das heißt, die Machtstrebenden stellen an die oberste Stelle des kollektiven Unbewussten eine unlösbare Aufgabe für den Einzelnen und halten ihn in durch die Unwahrheit in Abhängigkeit, dass er durch sein persönliches Verhalten die WELT und die GEMEINSCHAFT ändern kann. Und dass dies die nobelste und deshalb oberste Aufgabe für den Menschen ist.

Dadurch wird sein Ich in die Bedeutungslosigkeit verschoben und damit selbstverständlich enorme Angst geschürt.

Denn ein Mensch allein IST ein Nichts, wenn man ihn aus der Perspektive der Gemeinschaft ansieht. Er kann jederzeit ersetzt werden, bzw. hinterlässt sein Wegfall wahrscheinlich nicht einmal eine kleine Lücke.

Doch der Mensch ist das Wesen, das selbst entscheidet, wer er ist und welche Bedeutung er in der Welt hat! Nämlich das, was er in die Gemeinschaft einbringt. Auf diese Weise Bausteine für Welt und Gesellschaft beiträgt und damit sehr wohl an der Gesamtheit zu Veränderungen beitragen kann und wird.
Aber in einem Ausmaß, das mit freiem Auge nicht erkennbar ist. Wird nun aber von dieser Seite Ausschau danach gehalten, dann wird die Bürde unermesslich groß und die Machtstrebenden haben leichtes Spiel, weil die Energie in die falsche Richtung läuft und für das Wesentliche ungenutzt verpufft.

 

Ein Teil kommt noch …

Auf der Suche nach der Freiheit
II. Machtlosigkeit
II.1 – Wer braucht die Macht

Die Machtlosigkeit wird sehr oft mit Hilflosigkeit gleichgesetzt oder verwechselt.
Doch die Machtlosigkeit folgt ganz anderen Grundlagen.
Wie im ersten Teil beschrieben, wird uns die Hilflosigkeit anerzogen und wird durch die persönliche Entscheidungspflicht aufgehoben.

Die Machtlosigkeit wird uns nicht anerzogen, sondern erwächst aus dem Gefüge des Machtwesens, welches keineswegs anerzogen ist, jedoch als Bestandteil unserer Gesellschaft unwidersprochen anerkannt und dadurch auch immer wieder weiter übernommen wird.

Die Machtlosigkeit ist ein Produkt des Machtstrebens. Deshalb ist es wichtig, sich zuerst dem Machtwesen und dem damit verbundenen Machtstreben zuzuwenden.

 

II.1 – Wer braucht Macht?

 

macht II

 

Wie schon oft von mir, auch in anderen Artikeln erwähnt, ist der Mensch ein Zwitterwesen. Einerseits ein Herdenwesen, das sich jedoch nicht auf intuitive, instinktive oder rein emotionale Weise mit seiner Herde verbunden fühlen kann, sondern sich durch sein Bewusstsein als getrennt von dieser Herde wahrnimmt.
Andererseits kann er sich aber nur über seine Individualität in das Ganze der Schöpfung wieder einfügen, ist für die Qualität, die er einbringt, absolut selbst verantwortlich.

Deshalb ist die Individualität die wahre Grundlage für den Sinn des Lebens. Und nicht das Herdenwesen.

Und es ist wesensentsprechend, dass dieses Einzelwesen seine Menschlichkeit hegt und pflegt, um einerseits seinem Leben Sinn zu geben und andererseits das Bestmögliche zum Ganzen beizutragen.

Die Herde hat eine eigene Dynamik, für den Einzelnen ist sie nicht zuständig. Sie ist für das Überleben der Herde zuständig, kann also jederzeit einzelne Bestandteile opfern.
Der Einzelne wiederum kann die Dynamik der Herde nur gering beeinflussen.

Die Herde kann den Einzelnen verrecken lassen und wird trotzdem weiter bestehen.
Und wer sich umsieht, wird dies an dem Umgang mit den Flüchtlingen sehr gut nachvollziehen können.

Für den Einzelnen allerdings ist es wichtig, einen Weg IN die Herde zu suchen. Er benötigt die Verbindung mit der Herde, ohne sie ist er absolut schutzlos. Denn nicht nur die Herde kann ihn abwerfen, sondern auch die Welt!

Der dafür vom Universum (oder von Gott) geplante ideale Weg wäre natürlich die Liebe. Aber leider hat das Bewusstsein des Menschen ihn dazu verleitet, sich als Gottes Ebenbild zu fühlen und diese Anmaßung hat ihn vom Idealweg abgebracht. Er kreiert täglich neue, eigene Wege.

Und da er ein kleines ängstliches Armleuchterchen ist, versucht er sich stark zu machen, anstatt sein Bestes einzubringen. Dabei kann er sich gar nicht so stark machen, dass er die Herde beherrschen kann oder ihre Dynamik großartig verändert.

Er strebt also die Eingliederung mit seiner Herde nicht durch Liebe an, die die einzig mögliche und auch für ihn persönlich sinnbringende Vereinigung überhaupt ist. Er will Macht über andere andere ausüben, um Verbündete für seine Lebensweise zu finden, um sich vorgaukeln zu können, dass er nicht allein ist.

Man kann dies auch sehr leicht an den Machthabern erkennen. Die Gemeinschaft, also die Menschheit würde ohne Donald Trump sehr gut weiterexistieren können, aber Trump ohne die Gemeinschaft würde als das armselige Würschtel, das er tatsächlich ist, durch den Rost in den Kanal von Abrahams Wurschtkessel fallen können und dafür müsste nicht einmal der Deckel geöffnet werden.

Es gab schon so viele Machthaber und die Welt dreht sich immer noch und die Menschheit ist immer noch nicht ausgestorben. Obwohl so viele von ihnen schon sehr viele Menschen ermordet haben und es noch immer tun.
Vielleicht wird so einem Typen einmal ein Machtmittel in die Hand gespielt, das die Welt und die Menschheit mit ihr auslöscht. Das kann passieren. Aber so lange die Menschheit und ihre weltliche Grundlage besteht, kann auch ein Trump oder Erdogan locker aus der Herde entfernt werden, ohne dass in China oder sonstwo auch nur ein Sack Reis umfällt.

Man sieht also auf den ersten Blick sofort die Ungleichgewichtung der Macht.
Und auch die Richtung, auf die wir unser Augenmerk legen müssen, um an unsere Freiheit zu gelangen.

Wir müssen unser Augenmerk auf unsere persönliche Freiheit legen und nicht auf die Freiheit der Gesellschaft! Nach diesem Prinzip ergibt sich die Freiheit der Gesellschaft von selbst!
Aber wenn wir unser Augenmerk auf die Freiheit der Gesellschaft legen, sind wir selbst logischerweise unfrei.

In unserem Leben sind nun einmal wir das wichtigste. Wenn wir sterben, ist für uns die weltliche Existenz und somit das menschliche Leben zu Ende. Aber die Herde wird weiter existieren. Wenn wir also das Wohl der Herde über unser eigenes stellen, ergibt unser Leben keinen Sinn.

Das Verhängnis dabei ist, dass sich so viele Menschen diese Richtung gar nicht zu denken trauen. So viel Egoismus und wenn jeder so egoistisch ist, dann gibt es in ihren Augen keinen Zusammenhalt und kein Gemeinschaftswesen.

Doch das stimmt so nicht!
Egoismus ist das gesündeste für den Menschen. Doch müssen wir ihn von der Egozentrik unterscheiden, denn die wiederum ist das verhängnisvollste.

Denn zum Wohle des Einzelnen gehört es einfach, dass er nichts Trennendes zur Herde lebt. Also Hass oder Ausgrenzung haben da keinen Platz. Es KANN einem Menschen einfach nicht gutgehen, wenn er einen anderen verhungern oder ermorden lässt! Das entspricht nicht seiner Menschlichkeit.
Deshalb erzeugen diese Vorgänge Angst in ihm, die alles andere überlagert.

Da es sich um ein gemeinschaftliches Phänomen handelt, wird das meistens gar nicht wahrgenommen, die Ängste werden verdrängt und Rationalisierungen treten an ihre Stelle, die das alles als vollkommen normal erscheinen lassen.
Doch die Empathie ist ein wesentlicher Bestandteil des Menschsein. Nur leider meistens sehr verkümmert und muss deshalb auf irgendeine Weise kompensiert werden.

Parolen von Machthabern bieten dafür die besten Möglichkeiten an.

 

 

Fortsetzung folgt

Nach der Wahl

nach der wahl

 

Ich sags wies ist, ich habe derzeit ein Problem mit meinen Mitmenschen. Genauer gesagt, mit meinen Mitleuten …

Es geht mir nicht um Schwarz oder Rot, Blau oder Grün und wie sich die Protagonisten im Wahlkampf verhalten haben. Ich bin weder sehr leicht manipulierbar, noch bin ich eine eingeschworene Rote, Grüne, Pinke, Jetztige. Schon gar keine Sympathiewählerin. Mir ist egal, ob der Bub so herzig, die Frau so dünn ist, und einer zu viel oder zu wenig trinkt, solange er trotzdem noch weiß, was er tut und sagt.

Ich achte darauf, was die Leute tatsächlich vorhaben, wie sie über menschliche Belange sprechen. Da kann man viel erkennen! Und nichts anderes ist von größerer Wichtigkeit.
Überall gibt es natürlich einiges, das mir nicht gefallen hat oder gefällt.

Aber manche sagten es ganz deutlich und einige davon haben es ja sogar schon gezeigt, dass die Menschen für sie nur „Masse“ sind in ihrem Spiel um Masse und Macht.

Mir geht es darum, dass es doch Parteien und ihre Vordermänner gibt, die eindeutig und offenkundig gegen die Menschlichkeit verstoßen, gegen gemeinschaftliche Standards, oder offensichtlich korrumpierbar sind und dies bereits belegt wurde. Dass sie überwiesenermaßen (unterstellen tut mans ja allen PolitikerInnen) lügen, bis sich die Balken biegen. Sich selber und ihren Gefolgsleuten die Taschen vollstopfen, mit dem ihnen von den WählerInnen anvertrauten Geld sehr sorglos umgehen und es in obskure Projekte investieren, die nur einer bestimmten Bevölkerungsschicht zugute kommen. Denen, die Hilfe durch den Staat brauchen, diese verweigern und sie aus der Gesellschaft hinaus- und in die Armut hineindrängen wollen, Hass säen, die Gesellschaft entzweien.

Und dann komme ich drauf, dass in meinem Bekanntenkreis sich einige genau dafür entschieden haben, obwohl ich in Gesprächen mit ihnen glaubte, dass sie offene, hilfsbereite, redliche Menschen sind. Die sich sogar an Aktionen mit mir beteiligten und Projekte unterstützten, die diesen Programmen zuwiderlaufen.

Ich kanns nicht verstehen und bin von so manchem/r zutiefst enttäuscht und ich gebs zu, ich kann schlecht damit umgehen. Für mich ist die Welt nicht mehr wie vor der Wahl!

Ich akzeptiere, dass ich in einer Demokratie lebe, ich akzeptiere, dass es unterschiedliche Meinungen gibt, aber ICH ganz persönlich habe ein Problem damit, dass es so viele Leute gibt, die nicht mehr wissen, was gut oder böse ist. Die Eitelkeit nicht von Empathie unterscheiden können und um ein goldenes Kalb tanzen, das sie selber – so gar nicht gülden – permanent anscheißt.

Die ihr eigenes kleines Mütchen kühlen und ihre eigenen kleinen Lebchen über die Gemeinschaft stellen, andere dafür in den Dreck stoßen, damit sie auf ihrer Wolke der Selbstsicht als liebende Menschen weiterschweben können.
Ich lasse Euch gern weiterschweben, ich glaube nicht, dass ich dazu berufen bin, irgendjemanden zu bekehren oder ihm die Maske vom Gesicht zu reißen, aber ich muss mit meinen Problemen umgehen, wie ich glaube, dass es für mich gut ist.

Ich ertrage es an sich schon nur sehr schlecht, dass Unanständigkeit und Menschenverachtung den größten Platz in unserer Gesellschaft zu haben scheint, aber dass diese sich nun sogar in mein direktes Umfeld einschleichen, das schlägt mir eindeutig aufs Gemüt.

Wenn ich also in Zukunft zu und mit dem einen oder anderen meine Kontakte ausdünne, dann ist das meinem Wohlbefinden geschuldet.

 

Die Freiheit des Menschen III

freiheit 3

 

Ich glaube, dass ein großes Missverständnis rund um die Freiheit besteht. Immer wieder werde ich mit diesen konfrontiert.

Die Freiheit wird mit verschiedensten Komponenten gekoppelt oder an sie.

Das geht aber nicht. Freiheit ist Freiheit und sonst nix. In dem Augenblick, wo sie an etwas gebunden wird, ist es keine Freiheit mehr. Das ist doch logisch, oder?

Ich sprach in meinen ersten beiden Beiträgen von der Freiheit des Menschen!

Nicht von der Freiheit des Menschenwesens. Ich glaube dort entstehen diese Missverständnisse.

Der Mensch ist ein Gemeinschaftswesen und als solches selbstverständlich von seiner Gemeinschaft abhängig! Wie ich geschrieben habe: ein Mensch allein ist nicht überlebensfähig. Ja, er könnte nicht einmal geboren werden!

Deshalb ist es selbstverständlich vonnöten, dass er sich den Bedingungen der Gemeinschaft aussetzt, wenn er auf dieser Erde verweilen und leben will. Aber dann – hat er die Möglichkeit sich frei zu entscheiden! Was er mit diesen Bedingungen macht. ER entscheidet! Was er annimmt, was er übernimmt, was er mit dem Angenommenen tut. Was er ablehnt und was er damit tut.

Ein Mensch kann sich voll in Abhängigkeit seiner Gemeinschaft begeben und dennoch frei sein!

Er kann sämtliche Annehmlichkeiten annehmen, wie ein von anderen gebautes Haus, ein von jemandem geliefertes warmes Bett, oder seine Morgendusche, die er sicher auch nicht selbst angefertigt hat. Er kann in Flugzeuge steigen, oder auf Autobahnen fahren. Er kann das Angebot von Ärzten und Spitälern annehmen, von weither importiertes Gemüse oder Obst essen, oder sich von der Großmutter einen warmen Schal für den Winter stricken lassen.

Zu all dem entscheidet er sich selbst! Es ist eine Entscheidung seines freien Willens.  Vornehmlich selbstverständlich beim erwachsenen Menschen.

Aber auch Babys treffen bereits ihre eigenen Entscheidungen. Leider werden diese von den Erwachsenen dann konditioniert. Und oft ergibt das eben leider eine enorme Ambivalenz, die dazu führt, dass diese Erwachsenen vieles nicht mehr so erkennen können, wie es ihrem Wesen eigentlich entspricht.

Wie z.B. die persönliche Freiheit. Die wird als erstes aberzogen.

Doch als Erwachsener hat man immer die Möglichkeit, sich auf den Weg der Freiheit zu begeben. Natürlich muss man ihn suchen, ihn erkennen und das könnte mühsam sein.

Für viele erscheint es einfacher, irgendjemandem zu folgen: Eltern, Wissenschaftern, Ärzten, Politikern, Idolen, Parolen.

Viele beugen sich freudig einer Mehrheit, doch was viele meinen, muss noch lange nicht richtig sein. Und führt oft in Unmenschlichkeit, Krankheit oder Tod. Oder zu Hass, wie wir derzeit sehr gut erkennen können.

Und Hass ist mit Freiheit absolut nicht kompatibel.

Deshalb ist es so wichtig, die individuelle Freiheit zu erkennen. Sie ist die einzige perfekte Freiheit! Denn in der Abhängigkeit von der Gemeinschaft gibt es sie nicht, wie vorher angeführt.

Aber jeder Mensch hat in jedem Augenblick seines Lebens die Freiheit, seinen nächsten Schritt zu wählen. Ob er jemandem folgt oder nicht. Und wem er folgt, ist dabei von großer Bedeutung, wie man wohl nun leicht erkennen kann.

Doch Vorsicht, auch Opposition ist keine Freiheit. Das Gegenteil ist immer an den Ausgangspunkt gebunden. Doch auch das kollektive Unbewusste tut hier sein verhängnisvolles Werk.

Wo liegt also die Freiheit des Menschen in seiner Gemeinschaft?

Im WOLLEN, ein Mensch zu sein! In der Entscheidung zur Menschlichkeit.

Da kann man alles selbst spüren, was man zum Leben braucht und muss niemandem folgen, sondern kann sich immer und überall für sich und sein Menschsein entscheiden. Und alle Einflüsse von außen verlieren ihre Macht!

 

Die Freiheit des Menschen I

Die Freiheit des Menschen II

Die Freiheit des Menschen II

 

Nehmen wir nun einmal das gängigste Beispiel für unerkannte Unfreiheit in unseren Gesellschaftsformen: Die Gesundheit – und als erstes Unterbeispiel:

 

Der Ernährungszwang

Es gibt wohl so gut wie niemanden mehr in unserer Gesellschaft, der wirklich so isst, wie er es tatsächlich selber will.

 

 

Rund um die Ernährung wurde ein derartiger Zwangsballon aufgeblasen, dem sich die meisten höchst freiwillig unterordnen. Und im selben Augenblick ihre Freiheit vollkommen untergraben.

Denn das besonders traurige daran: Diese Menschen werden sich in nichts und nirgends frei fühlen können!

Die Freiheit ist unteilbar! Es ist so, dass man sich vielleicht zeitweise eben nicht frei fühlen kann – und es dann auch tatsächlich nicht ist. Aber es gibt keine Möglichkeit, in einem Bereich nicht frei zu sein und in anderen doch. Dann hat man nur das Wesen der Freiheit nicht verstanden.

Wenn man sich sogenannten wissenschaftlichen Egebnissen unterwirft, und sich dadurch unter Zwang und Disziplin setzen lässt, steigt die Unlogik, die Freiheit betreffend, doch sofort aus den Zeilen. Man unterwirft sich einer Macht, die von außen auf einen einwirkt und die leider, bei genauem Hinsehen klar erkennbar, dem Marketing des Konsumszwangs entspringt.

Diese dauernde Regelung unseres Essverhaltens durch täglich abgeänderte „wissenschaftliche Erkenntnisse“ zielt doch auf nichts anderes ab, als uns in Abhängigkeiten zu halten. Unsere eigene gesunde Wahrnehmung als unzureichend hinzustellen und uns deshalb vorgefertigte Programme und Erfahrungswerte vorzusetzen.

Aber bitte warum vertrauen wir denn nicht unseren eigenen Erfahrungswerten? Jeder Mensch hat diese Möglichkeit!

Über dieses Warum könnte man nun natürlich meterlange Abhandlungen schreiben. Menschen in Abhängigkeit zu bringen und halten, bringt natürlich sehr viel Macht und sehr viel Geld.

Mir geht es aber derzeit mehr darum, einfach die Unfreiheit aufzuzeigen. In Bereichen, wo sie als selbstverständlich angenommen und nicht einmal mehr erkannt wird.

Ich möchte euch bitten, euch eine ganz einfache Frage ehrlich zu beantworten: Fühlt ihr euch frei, zu essen, wann ihr wollt und was ihr wollt?

Macht einmal den Versuch, aufzustehen, tief einzuatmen, den Rücken durchzustrecken und laut zu sagen:

Ich esse wann ich will, ich esse was ich will und ich hab Freude daran.

Was löst das in euch aus?

Ihr müsst das nicht mir beantworten. Aber für euch im stillen Kämmerlein könnte es euch viel bringen. Auf jeden Fall würde es euch den ersten Schritt in die Freiheit zeigen und sie wohl auch für diesen Augenblick fühlen lassen. Und dann gibt es die freie Entscheidung: Wie sieht mein nächster Schritt aus? Wieder in Abhängigkeit, oder weiter auf dem Weg in die Freiheit?

Die Freiheit des Menschen

wird von diesem meistens nicht erkannt.
Der Mensch denkt, er ist nicht frei. Und das stimmt absolut nicht.

Ich glaube, die meisten verwechseln die Freiheit mit der Unabhängigkeit in gesellschaftlichen Belangen. 
Von der Gesellschaft kann sich das Gemeinschaftswesen Mensch nicht unabhängig machen. Ein Mensch allein kann im Prinzip gar nichts. Er kann sich ja nicht einmal fortpflanzen. 

Aber er ist frei, dieses Nichts zu zelebrieren!
Er kann sich entscheiden, sich mitten in eine Wiese zu setzen und nichts zu tun. Alles geschieht weiterhin von allein. 

freiheit


Vielleicht hat er Glück und es bringt ihm jemand was zu essen vorbei, oder zu trinken. Vielleicht wachsen gerade auf seiner Wiese wohlschmeckende Früchte, oder es regnet in ein gewölbtes Blatt und er hat was zu trinken. 
Oder er entscheidet sich, zu sterben.

Aber all das unterliegt seinem eigenen Wollen, und seiner persönlichen Freiheit. Niemand kann diese Entscheidung fällen, außer ihm selbst.
Und letztendlich ist dies mit allen seinen Entscheidungen so. Mit seinen bewussten und unbewussten. Er trifft sie immer selbst. Es gibt niemanden,d er Entscheidungen für einen anderen treffen kann.
Wenn einer sagt “ ich nehm dir die Entscheidung ab …“, dann bleibt die letzte Entscheidung doch bei dem, der sie sich abehmen lässt.

Wenn ein Mensch Schnitzel essen will, wird’s schwieriger. Da muss er die Leistungen der Gemeinschaft in Anspruch nehmen. Einige. Von der Pfanne bis zum Fleisch. Er wird Geld dafür verdienen müssen, dass er sich die Leistungen der anderen leisten kann. Und schon ist er abhängig.
Aber unfrei ist er nicht! Denn er hat immer die Möglichkeit, seinen nächsten Schritt frei zu wählen.
Und selbst, wenn ihm einer die Pistole an den Kopf setzt, hat er die freie Entscheidung, wie er damit umgeht.

Dieses Prinzip ist für viele leider absolut unverständlich. 
Aber es ist oft die einzige Perspektive, die das Leben zum Positiven verändern kann.

Es ist nicht der Zwang, die Disziplin, das Folgen wissenschaftlicher Ergebnisse.
All das führt nur in den ewigen Kreislauf des Zwangs, aber nicht in die Freiheit!

Es klingt so einfach und – ich kann aus Erfahrung sagen, wenn man dies verinnerlichen kann, ist es auch so einfach.
Wenn Entscheidungen, die man dann trifft, dem eigenen Wollen entsprechen, geht alles andere von allein. Das Unbewusste spielt dann nämlich auch mit.

Es ist einzig diese Entscheidung zu treffen, selbst für seine Freiheit verantwortlich zu sein und dafür wie man seine Schritte setzt. Immer und überall und in allen Bereichen.
Aber natürlich darf es kein Lippenbekenntnis sein. Man muss diese Entscheidung verinnerlichen und immer wieder überprüfen, ob man diesem Grundsatz auch tatsächlich folgt. Vornehmlich dann, wenn etwas im Leben nicht so läuft, wie man es sich grade vorstellt.
Es läuft dann nämlich dennoch so, wie man selber WILL.

Jeder Mensch kann das. Doch in unserer Gesellschaft wurden wir schon vor sehr sehr langer Zeit in eine ganz andere Richtung manipuliert. Nämlich in die Abhängigkeit von der Gesellschaft, über das Prinzip der gesellschafltichen Norm.

Doch auch wenn viele Menschen das Prinzip der Freiheit nicht anerkennen (können), kann es nicht ausgehebelt werden. Es ist eben nicht so, dass die Mehrheit immer Recht hat, bzw. die Wahrheit bestimmt.
Es gibt Prozesse in der Ewigkeit des Universums, die können nicht verändert werden. Das Prinzip der Freiheit ist ein solcher und auch die menschliche Freiheit macht da keine Ausnahme.

Von der Freiheit I. – Toleranz

 
Du musst toleranter werden. Sie kann es nicht mehr hören.
Sie ist nicht tolerant. Sie weiß es. Sie will es auch nicht sein. Toleranz hat sie vor vielen Jahren aus ihrem Leben gestrichen. Toleranz ist für sie der Kuhhandel der persönlichen Grenzen. Wer nicht über seinen Schatten springen kann, springt über den eines anderen, um seinen eigenen nicht mehr sehen zu müssen. Ich gebe dir Verständnis, um von dir ein Zugeständnis zu bekommen, für das, was ich mir selbst nicht zugestehe. Für das, wovon ich mich nicht selbst befreie.
Sie sucht die Freiheit. Die Freiheit ist nicht tolerant. Die Freiheit liegt in der Akzeptanz. In der eigenen, nicht in der, die wir von anderen fordern.

Das ist doch Wortklauberei. Toleranz, Akzeptanz … da ist doch fast kein Unterschied.
Doch, sagt sie. Die Toleranz ist das Lächeln über die Verbrüderung der Schwächen. Wer toleriert übernimmt keine Verantwortung.
Akzeptanz heißt, das Tun eines Anderen für diesen zu akzeptieren, aber für sich selbst eine Entscheidung zu treffen, was man mit dem Wissen des Akzeptierten macht. Da kann man über nichts hinweglächeln, worüber andere vielleicht weinen.
Ihre Verantwortungswelt ist schwarz oder weiß. Die Farben findet sie anderswo im Leben. Auch das Lächeln.

© evelyne w.

 

Machtspiele

 
Sie sagte kein Wort. Doch jeder der sie kannte, hätte sofort an der Art, wie sie die Augen niederschlug erkannt, dass ihr die Hitze unters Herz gestiegen war. Bevor das Feuer sich in seinen Kammern breit machen konnte und Flammen aus ihrer Spucke sprühten, tötete sie die Wut mit kalten Gedanken ab.
Ihr Gegenüber schien es ihr nicht Wert, ihm Macht – und sei es auch nur in Form von Ärger – zu geben. Was heißt eigentlich „auch nur“? War das nicht eine der größten Mächte, die sie einräumen konnte?
Nur die Gewalt schien noch größere Macht über sie erreichen zu können. Aber mit dieser wollte sie nicht experimentieren. Sie schätzte ihre glückliche Lage sehr, die sie nicht in die Nähe von Gewalt brachte. Sie wollte sie keineswegs heranziehen, um ausloten zu können, wie sie damit umgehen würde. Ob es ihr möglich wäre, ihr die Macht über sie zu entziehen, und sei es in ihrem Inneren.
Sie wollte eigentlich auch nicht mit dem Ärger experimentieren. Aber es gelang natürlich des öfteren, dass jemand diese Macht für sich beanspruchen wollte. Dem Ärger war nicht so leicht auszuweichen. Nicht, dass sie der Gewalt bewusst auswich. Wie gesagt, sie schätzte die Gnade ihrer Geburt hoch, in ein Leben hineingeboren geworden zu sein, das sie ihre Zeit in einem Land verbringen ließ, das über Jahrzehnte nicht an Kriegshandlungen beteiligt war. Wo physische Gewalt nicht direkt auf sie einwirkte.
Psychische Gewalt, von der hatte sie sich weitgehend befreit. Vor Jahren schon. Es war sehr schwer gewesen, ihre Körperbühne von den Krankheiten zu säubern, welche die Grausamkeiten ihrer Kinderjahre in ihr abgelegt hatten.
Nein, sie würde dem Ärger keinen Raum geben. Sie wusste Bescheid.Über sich und über die Anderen. Über die Scharmützel, die jeder für eigene Überhebung oder Unterwerfung brauchte. Sie wollte sich nur sich selbst unterwerfen. Auch wenn das sehr schwer war. Weil die Wut einfach kam, wenn jemand auf sie einwirken wollte. Aber nur kurz. Denn auch die Macht ihrer Gedanken hatte sie in der Zwischenzeit gut erkannt.

© evelyne w.