Die Jungen, die Alten und die dazwischen

Dass in unserer Welt nicht alles so läuft, wie es laufen sollte, ist wohl allgemein bekannt.

Doch es sind äußerst gefährliche Phänomene, die von vielen Leuten aufgrund ihrer Wohlstandssucht noch immer nicht wahrgenommen werden:

Die Welt wird ausgebeutet, die Menschen werden ausgebeutet und beides scheint nur mehr Beute für einige Jahre zu ergeben. Dann wird etliches erschöpft sein, anderes unwiederbringlich vernichtet, und werden die Reste der Menschheit deshalb zerstörerischen Krankheiten, der bitteren Armut und totaler Unterdrückung ausgesetzt sein.

 

Wen interessierts? Man hat das Gefühl: Niemanden!

Es wird weiter Raubbau betrieben, der Tanz um das goldene Kalb der Wirtschaft befeuert, und die Rufer in der Wüste in dieselbe geschickt.

 

Und doch! Es gibt Gruppen, die es interessiert! Die aufstehen und sagen: So nicht!

Es sind die Jungen und die Alten.

Ist euch das schon einmal aufgefallen?

 

fridays for future

 

Kinder und Jugendliche gehen auf die Straße und demonstrieren für Einhalt in der Verwrackung unserer Erde. Sie wurden von anderen Kindern und Jugendlichen darauf aufmerksam gemacht, dass ihre Zukunft in Gefahr ist. Und da Kinder bekanntlich oft in ihrer Logik und geradlinigen Denkungsweise unterschätzt werden, waren und sind die Erwachsenen davon überrascht.

Nein, noch vielmehr, sie gehen gegen diese Kinder vor. Unsere aufgehetzte, vom Konsum gesteuerte Gesellschaft macht sie zu hassenswerten Gestalten, die aufs Grausigste abgewertet und zutiefst in ihren Persönlichkeiten angegriffen angreifen.

Dabei fordern sie nur, dass das umgesetzt wird, was die Erwachsenen ja eigentlich fordern.

Doch bei denen scheint nur der Gipfeltourismus zu blühen. Die PolitikerInnen und KapazunderInnen reisen von einem Gipfel zum anderen. Verblasen dabei nicht nur heiße Luft, sondern verbrauchen dabei Unmengen an Kraftstoffen und müssen sich bei dieser verantwortungsvollen Tätigkeit natürlich an erstklassigen Banketten laben. Mit wieder von irgendwoher eingeflogenen Lebensmitteln und teuer importierten Wässern.

Ergebnisse?

ja natürlich. Von nahezu 200 Staaten, die ein Klimaschutzabkommen unterzeichnet haben, setzen nicht einmal 10 % es auch wirklich um.

Weiter reisen und diskutieren ist angesagt. Ansonsten passiert  – NIX!

 

fridays for future

 

Und nun stehen da Kinder, die keineswegs zu irgendetwas Bösem auffordern, sondern nur dazu, dass all die Lippenbekenntnisse für reinere Luft und sauberes Wasser, für verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen usw. endlich eingehalten (!) werden. Dass endlich DARAN und DAFÜR gearbeitet wird. Wissenschaftliche Grundlagen wurden ja schon längst erarbeitet und so gut wie niemand, der sich einigermaßen zivilisiert nennt, wird die Notwendigkeit in Abrede stellen. 

Und die Kinder? Werden deshalb angegriffen!

Sie werden als blauäugige unterbelichtete Närrchen hingestellt, die keine Ahnung von … ja genau, von WIRTSCHAFT haben, die nicht wissen, dass es Arbeitsplätze braucht, damit ihre Eltern ihnen Handys und sonstiges Hightech-Glumpert kaufen können.

Die dafür angegriffen werden, dass sie es verwenden! Dass sie Burgers essen oder aus Plastikflaschen trinken.

Es ist zu obskur.

 

Diese Kinder und Jugendlichen haben dies alles nicht geschaffen! Sollten nur das, was ihnen umgehängt wurde, nun nicht benützen. Sollten Lösungen aus dem Ärmel schütteln.

Doch sie sensibiliseren einander nun dafür, nach Lösungen zu suchen, wie sie aus den vorgefertigten und zerstörerischen Prozessen, die ihre Eltern angeleiert haben, aussteigen können. Und fordern „nur“ von den Altvorderen, sich ihren Anliegen anzuschließen und entsprechende Weichen zu stellen, dass ihre Zukunft auch eine Zukunft hat.

 

march for future

 

 

Und dann am anderen Ende:
Die Omas gegen rechts! Flankiert von vielen Opas.

 

omas gegen rechts

 

Die wissen ganz genau, was es heißt, wenn der Rechtsradikalismus um sich greift. Wenn Hass gesät und die Gesellschaft auseinandergetrieben wird. Sie haben das schon einmal erlebt.

Die wissen darüber hinaus aber auch, was es heißt, aus dem Nichts etwas aufzubauen. Das haben sie nach dem Krieg nämlich gemacht. Die hart für eine Wohlstandsgesellschaft gearbeitet haben.

Wie es aber nun aussieht, anscheinend dafür, dass ihre Nachkommen das alles wieder zerstören. Und zwar nachhaltiger als es der Krieg konnte.

Mag sein, weil sie selber zu wenig Zeit hatten, um ihre Kinder beizeiten auf die Gefahren hinzuweisen, die zuviel vom Guten beinhalten (wie man schon bei Watzlawick nachlesen konnte). Weil sie ja aufbauen wollten, um ihren Kindern und Enkeln eine bessere Welt bieten zu können.

 

Und jetzt? Stehen die EnkelInnen und die Omas/Opas gemeinsam auf, um dem bösen Spiel des Zauberlehrlings Einhalt gebieten zu wollen. Diesem Spiel, das schon lang keines mehr ist und das von den Generationen zwischen jung und alt irgendwie in eine falsche Richtung gelenkt wird. Wo es eben nichts mehr aufzubauen gibt, und die Erhaltung des Vorhandenen anscheinend zu wenig kreative Strahlkraft als Aufgabe für die derzeitigen Machthaber – und auch ihrer Wähler – hat.

Hören wir doch endlich auf die noch nicht durch Lobbys verseuchten Forderungen der jungen Menschen!

Hören wir doch endlich auf die Erfahrungen der Altvorderen!

Die „Weisheiten“ der Generationen dazwischen haben uns an einen Punkt gebracht, der sich für den eigenen Nachwuchs mehr als rächen wird. Und wenn es so rasant weitergeht, auch noch für deren Eltern, die in ihrer Kurzsichtigkeit und Fokussiertheit auf Konsum gerade dabei sind, die Welt aus ihren Angeln zu heben.

 

Gestern haben sie miteinander demonstriert. Die Jungen und die Alten.

 

Also, Eltern der Kinder und Kinder der Omas, vielleicht denkt ihr endlich einmal darüber nach, dass ihr das Verbindungsglied zwischen den Generationen seid und dafür Verantwortung trägt, was ihr euren Kindern (für die ihr angeblichnur das Beste wollt) und Eltern (die für euch etwas aufgebaut haben, das sich zu erhalten lohnt!), aber auch euch selbst antut.

Die Zeit dafür ist höchst reif!

 

opas for future

 

Kinder an die Macht

Es ist wie immer.
Anstatt sich dafür zu interessieren, was denn mit den fridays for future bezweckt werden soll, wird das Augenmerk darauf gelegt, wer von wem „instrumentiert“ ist, was Greta Thurnberg isst, wie sie reist, oder was die Kinder und Jugendlichen denn davon verstehen und selber umsetzen.

 

fridays for future

 

 

Eines ist klar:

DASS da viele jetzt auf den Zug aufspringen. Aber vor allem die ewigen Kritikaster und Sich-in-den-Vordergrund-Dränger, die als Einzige den total Durchblick haben.

Ich verstehe nicht, warum man nicht einfach akzeptieren kann, dass sich Kinder und Jugendliche für ihre Zukunft einsetzen. Egal, ob sie genau verstehen, was jetzt läuft oder nicht.

Dass es mit unserem Umweltverhalten so nicht weitergehen kann, sollte uns allen klar sein! Das ist ihre Botschaft. Wieso müssten sie jetzt Wissenschafter sein, um dies bis ins Detail belegen zu können? Wieso müssten sie jetzt die von ihren Altvorderen anerzogenen Muster mit einem einzigen Schnitt, samit ihren Handys abwerfen?

Die haben das alles nicht erfunden. Sie wurden in ein Konsummodell hineinkonditioniert, das ihnen mit Sicherheit in allen Einzelheiten nicht klar sein KANN.

Einerseits wird den Jugendlichen vorgeworfen, dass sie sich um nichts kümmern, andererseits, wenn sie es tun, dass sie das falsche tun. Nämlich nicht das, was die Erwachsenen von ihnen wollen. Und dann gelten sie als instrumentiert. Dabei sind es die Erwachsenen, die instrumentiert sind!
Was sich am besten daran zeigt, dass sie sich nicht damit beschäftigen, was die Jungen aufzeigen, sondern damit, wie sie ihre Aktion nieder machen können, um sich selbst zu überhöhen.

Ich finde es wesentlich fataler, dass die ganzen Verpöbelungsdummies sich dafür instrumentieren lassen, um unreflektiert hinter ihren rechten Vorbildern nachzurennen. Als wenn nun die nächste Generation sich dafür instrumentieren lässt, die Verantwortlichen dazu aufzufordern, sich um die Thematik des Klimawandels zu kümmern, der ihre Zukunft weitgehendst gefährdet. Und der von diesen herbeigeführt wurde, nicht zu vergessen!

SIE sollten jetzt Lösungen anbieten? SIE sollten jetzt den totalen Durchblick haben? Wieso? Es reicht, mit offenen Augen in die Welt zu sehen, um zu erkennen, was läuft. Auch für Kinder.

Manche Zusammenhänge können sie halt noch nicht herstellen. Wie sollten sie auch, bei diesen Erwachsenenvorbildern? Aber dass sie eine lebbare Zukunft wollen, das können sie sehr wohl wissen.

Und warum sollten sie nun einfach still in ihren Schulen sitzen, weiteren Konsumblödsinn lernen, und stumm zusehen, wie ihnen die Erwachsenen die Welt ruinieren?

Warum sollen sie nun ihren Protest wohlgeordnet und im stillen Kämmerlein praktizieren? Damit man sie nicht sieht und hört.

Nein, genau so gehörts. Dort wo’s wehtut, ohne jemandem anderen wehzutun. Am äußeren Erscheinungsbild kratzen, dass angeblich eh alles in Ordnung ist …

Aber es ist wie immer. Anstatt das Augenmerk darauf zu legen, was Sache ist und die Jugend zu unterstützen, ihre Meinungen und Ideen umzusetzen, oder zumindest diskutieren zu können, werden sie behandelt, als wären SIE diejenigen, die die Welt in diesen Zustand gebracht haben und noch bringen. Dabei wäre der einzige richtige Weg, MIT ihnen daran zu arbeiten, ihre Zukunft zu sichern.
Es jetzt endlich zu beginnen. Dann könnten sie auch von uns wieder lernen.

Ich bin ein sehr interessierter Mensch, aber ehrlich, ICH durchblicke die Klimapolitik auch nicht. Aber was interessieren mich die vermeintlichen Hintergründe? Der sichtbare Vordergrund ist brisant genug.
DAMIT sollte man sich beschäftigen.
Dass es Trittbrettfahrer gibt, ist klar. Die Erwachsenen sind sooo gescheit, aber manipulierbar bis ins Klopapier. Aber von den jungen Leuten verlangen sie Differenziertheit.

Es braucht keine Differenziertheit!
Es braucht die klare Aussage unserer Jugend: Wir wollen eine Änderung, um unsere Zukunft noch erleben und dann auch selbst gestalten zu können!

Danke an diese Jugend! Sie gibt Hoffnung. Nicht diese ganzen Gipfeltager, die Millionen dafür ausgeben, um an ihren fruchtlosen Gipfeln teilnehmen zu können, sich dort nur an Banketts vollfressen und niedersaufen, während sie anderen das Wasser abgraben und sie in den sicheren Tod schicken.

 

 

Für Leben oder Tod?

Also ehrlich, mir geht diese ewige Nazikeule echt auf den Socken. Ich hab Verständnis dafür, wenn viele Leute sagen, was geht das mich an, das ist so lang her und bei den meisten war es sogar vor ihrer Geburt. Es ist auch wirklich unerheblich, finde ich. Denn – das IST VERGANGENHEIT!

Es geht um unsere GEGENWART, um die ZUKUNFT unserer Kinder.

Es ist wichtig, dass man den Lauf der Geschichte kennt, ein entsprechender Geschichtsunterricht ist höchst angebracht. Denn selbstverständlich kann man aus Erfahrung lernen.

Aber diese ewige Schwingerei ist einfach kontraproduktiv. Weil so viele Leute sich nicht in dieser Rolle sehen wollen und einfach drüberlesen, wenn schon wieder in diese Kerbe geschlagen wird.

Viel wesentlicher wäre es, die Menschen zu fragen, was für sie ihr Menschsein ausmacht? Wofür sie sich in ihrem Leben entscheiden: für Liebe oder Hass, für Miteinander oder Gegeneinander, für Humanität oder Verrohung, für Unterstützung oder Ausbeutung, für Unterdrückung oder Freiheit, für Hilfe oder Neid und Gier, für Mut oder Feigheit.

Und die zentrale Frage an den Menschen muss lauten:
Wofür bin ich? Wofür bist du? Für Leben oder Tod?

All diese Menschen, die in dieser Zeit so gegen Andere arbeiten, würden die meisten der Fragen mit dem positiven beantworten! Allerdings mit dem kleinen Zusatz ABER. Doch dort würde es unweigerlich in das nächste Gegensatzpaar führen, und irgendwann gäbe es keine Ausrede mehr.

Und vielleicht würde dann so Mancher erkennen, wie er sich selber in die Tasche lügt, wie er selber glaubt, dass er eh nur das Beste will und dabei vollkommen konträr zu seinen Vorstellungen und Wünschen denkt und agiert.

Aber mit dem ewigen Vorhalten der Taten der Vergangenheit, wird er sich immer aus der Zuweisung einer Gesamtschuld herauswinden wollen. Zu Recht! Es gibt keine kollektive Schuld!

Jeder trägt die Verantwortung für sich selbst und deshalb wäre es gut, wenn er sich die Fragen nach seiner Menschlichkeit beantworten würde, bevor er sich ebenfalls kollektiven Schuldzuweisungen anschließt.

Aus diesem Grund wäre es viel zielführender, sich und anderen immer wieder diese Fragen zu stellen, anstatt Antworten aus der Vergangenheit auf die Gegenwart projizieren zu wollen. Dadurch wird lediglich die persönliche Identifikation untergraben, weil es zur Hauptauseinandersetzung wird, die Anschuldigungen abzuwehren.
Auf diese Weise wird dem Populismus Tür und Tor geöffnet.

 

 

PS: Mein Blog heißt ja filosofium – oder die Wichtigkeit des Seins. Und deshalb gibt es hier nicht nur Lyrik …

 

ausgrenzung

skulptur von michael hermann

 

dann ziehst du mich
in deine alabasterarme

mein traum
wird blendendweiß

doch dann
entdecke ich das kind

schutzsuchend
seitlich an uns gedrückt
im schmerz gefangen

schält es sich ungesehen
aus der blendung

mein herz wird blind
mag dich nicht teilen

mir nicht beflecken lassen
unsere zweisamkeit

© evelyne w.

 

 

diesmal möchte ich die geschichte zu diesem gedicht erzählen.
zuerst sah ich diese wunderbare skulptur von michael hermann. ich war begeistert. und fragte, ob ich mich davon inspirieren lassen dürfte, wofür ich die genehmigung erhielt.
also ließ ich die bilder auf mich wirken. und ich wartete und wartete auf eine eingebung, die der schönheit des anblicks entsprechen sollte. doch … die skulptur erzählte mir etwas ganz anderes, als ich mir gewünscht hatte.

fliegen tu

hoehenflug wenn wir
nur sind
und nicht das tun
was wir sein wollen

dann fallen fragen
aus den nestern
unseres seins
und antworten

die das leben sendet
um unser wir
auszubrüten
zu füttern
und es zu lehren

wie man
immer höher und höher
fliegen kann

 

© evelyne w.

 

Die Freiheit des Menschen III

freiheit 3

 

Ich glaube, dass ein großes Missverständnis rund um die Freiheit besteht. Immer wieder werde ich mit diesen konfrontiert.

Die Freiheit wird mit verschiedensten Komponenten gekoppelt oder an sie.

Das geht aber nicht. Freiheit ist Freiheit und sonst nix. In dem Augenblick, wo sie an etwas gebunden wird, ist es keine Freiheit mehr. Das ist doch logisch, oder?

Ich sprach in meinen ersten beiden Beiträgen von der Freiheit des Menschen!

Nicht von der Freiheit des Menschenwesens. Ich glaube dort entstehen diese Missverständnisse.

Der Mensch ist ein Gemeinschaftswesen und als solches selbstverständlich von seiner Gemeinschaft abhängig! Wie ich geschrieben habe: ein Mensch allein ist nicht überlebensfähig. Ja, er könnte nicht einmal geboren werden!

Deshalb ist es selbstverständlich vonnöten, dass er sich den Bedingungen der Gemeinschaft aussetzt, wenn er auf dieser Erde verweilen und leben will. Aber dann – hat er die Möglichkeit sich frei zu entscheiden! Was er mit diesen Bedingungen macht. ER entscheidet! Was er annimmt, was er übernimmt, was er mit dem Angenommenen tut. Was er ablehnt und was er damit tut.

Ein Mensch kann sich voll in Abhängigkeit seiner Gemeinschaft begeben und dennoch frei sein!

Er kann sämtliche Annehmlichkeiten annehmen, wie ein von anderen gebautes Haus, ein von jemandem geliefertes warmes Bett, oder seine Morgendusche, die er sicher auch nicht selbst angefertigt hat. Er kann in Flugzeuge steigen, oder auf Autobahnen fahren. Er kann das Angebot von Ärzten und Spitälern annehmen, von weither importiertes Gemüse oder Obst essen, oder sich von der Großmutter einen warmen Schal für den Winter stricken lassen.

Zu all dem entscheidet er sich selbst! Es ist eine Entscheidung seines freien Willens.  Vornehmlich selbstverständlich beim erwachsenen Menschen.

Aber auch Babys treffen bereits ihre eigenen Entscheidungen. Leider werden diese von den Erwachsenen dann konditioniert. Und oft ergibt das eben leider eine enorme Ambivalenz, die dazu führt, dass diese Erwachsenen vieles nicht mehr so erkennen können, wie es ihrem Wesen eigentlich entspricht.

Wie z.B. die persönliche Freiheit. Die wird als erstes aberzogen.

Doch als Erwachsener hat man immer die Möglichkeit, sich auf den Weg der Freiheit zu begeben. Natürlich muss man ihn suchen, ihn erkennen und das könnte mühsam sein.

Für viele erscheint es einfacher, irgendjemandem zu folgen: Eltern, Wissenschaftern, Ärzten, Politikern, Idolen, Parolen.

Viele beugen sich freudig einer Mehrheit, doch was viele meinen, muss noch lange nicht richtig sein. Und führt oft in Unmenschlichkeit, Krankheit oder Tod. Oder zu Hass, wie wir derzeit sehr gut erkennen können.

Und Hass ist mit Freiheit absolut nicht kompatibel.

Deshalb ist es so wichtig, die individuelle Freiheit zu erkennen. Sie ist die einzige perfekte Freiheit! Denn in der Abhängigkeit von der Gemeinschaft gibt es sie nicht, wie vorher angeführt.

Aber jeder Mensch hat in jedem Augenblick seines Lebens die Freiheit, seinen nächsten Schritt zu wählen. Ob er jemandem folgt oder nicht. Und wem er folgt, ist dabei von großer Bedeutung, wie man wohl nun leicht erkennen kann.

Doch Vorsicht, auch Opposition ist keine Freiheit. Das Gegenteil ist immer an den Ausgangspunkt gebunden. Doch auch das kollektive Unbewusste tut hier sein verhängnisvolles Werk.

Wo liegt also die Freiheit des Menschen in seiner Gemeinschaft?

Im WOLLEN, ein Mensch zu sein! In der Entscheidung zur Menschlichkeit.

Da kann man alles selbst spüren, was man zum Leben braucht und muss niemandem folgen, sondern kann sich immer und überall für sich und sein Menschsein entscheiden. Und alle Einflüsse von außen verlieren ihre Macht!

 

Die Freiheit des Menschen I

Die Freiheit des Menschen II

Die Freiheit des Menschen II

 

Nehmen wir nun einmal das gängigste Beispiel für unerkannte Unfreiheit in unseren Gesellschaftsformen: Die Gesundheit – und als erstes Unterbeispiel:

 

Der Ernährungszwang

Es gibt wohl so gut wie niemanden mehr in unserer Gesellschaft, der wirklich so isst, wie er es tatsächlich selber will.

 

 

Rund um die Ernährung wurde ein derartiger Zwangsballon aufgeblasen, dem sich die meisten höchst freiwillig unterordnen. Und im selben Augenblick ihre Freiheit vollkommen untergraben.

Denn das besonders traurige daran: Diese Menschen werden sich in nichts und nirgends frei fühlen können!

Die Freiheit ist unteilbar! Es ist so, dass man sich vielleicht zeitweise eben nicht frei fühlen kann – und es dann auch tatsächlich nicht ist. Aber es gibt keine Möglichkeit, in einem Bereich nicht frei zu sein und in anderen doch. Dann hat man nur das Wesen der Freiheit nicht verstanden.

Wenn man sich sogenannten wissenschaftlichen Egebnissen unterwirft, und sich dadurch unter Zwang und Disziplin setzen lässt, steigt die Unlogik, die Freiheit betreffend, doch sofort aus den Zeilen. Man unterwirft sich einer Macht, die von außen auf einen einwirkt und die leider, bei genauem Hinsehen klar erkennbar, dem Marketing des Konsumszwangs entspringt.

Diese dauernde Regelung unseres Essverhaltens durch täglich abgeänderte „wissenschaftliche Erkenntnisse“ zielt doch auf nichts anderes ab, als uns in Abhängigkeiten zu halten. Unsere eigene gesunde Wahrnehmung als unzureichend hinzustellen und uns deshalb vorgefertigte Programme und Erfahrungswerte vorzusetzen.

Aber bitte warum vertrauen wir denn nicht unseren eigenen Erfahrungswerten? Jeder Mensch hat diese Möglichkeit!

Über dieses Warum könnte man nun natürlich meterlange Abhandlungen schreiben. Menschen in Abhängigkeit zu bringen und halten, bringt natürlich sehr viel Macht und sehr viel Geld.

Mir geht es aber derzeit mehr darum, einfach die Unfreiheit aufzuzeigen. In Bereichen, wo sie als selbstverständlich angenommen und nicht einmal mehr erkannt wird.

Ich möchte euch bitten, euch eine ganz einfache Frage ehrlich zu beantworten: Fühlt ihr euch frei, zu essen, wann ihr wollt und was ihr wollt?

Macht einmal den Versuch, aufzustehen, tief einzuatmen, den Rücken durchzustrecken und laut zu sagen:

Ich esse wann ich will, ich esse was ich will und ich hab Freude daran.

Was löst das in euch aus?

Ihr müsst das nicht mir beantworten. Aber für euch im stillen Kämmerlein könnte es euch viel bringen. Auf jeden Fall würde es euch den ersten Schritt in die Freiheit zeigen und sie wohl auch für diesen Augenblick fühlen lassen. Und dann gibt es die freie Entscheidung: Wie sieht mein nächster Schritt aus? Wieder in Abhängigkeit, oder weiter auf dem Weg in die Freiheit?

Die Freiheit des Menschen

wird von diesem meistens nicht erkannt.
Der Mensch denkt, er ist nicht frei. Und das stimmt absolut nicht.

Ich glaube, die meisten verwechseln die Freiheit mit der Unabhängigkeit in gesellschaftlichen Belangen. 
Von der Gesellschaft kann sich das Gemeinschaftswesen Mensch nicht unabhängig machen. Ein Mensch allein kann im Prinzip gar nichts. Er kann sich ja nicht einmal fortpflanzen. 

Aber er ist frei, dieses Nichts zu zelebrieren!
Er kann sich entscheiden, sich mitten in eine Wiese zu setzen und nichts zu tun. Alles geschieht weiterhin von allein. 

freiheit


Vielleicht hat er Glück und es bringt ihm jemand was zu essen vorbei, oder zu trinken. Vielleicht wachsen gerade auf seiner Wiese wohlschmeckende Früchte, oder es regnet in ein gewölbtes Blatt und er hat was zu trinken. 
Oder er entscheidet sich, zu sterben.

Aber all das unterliegt seinem eigenen Wollen, und seiner persönlichen Freiheit. Niemand kann diese Entscheidung fällen, außer ihm selbst.
Und letztendlich ist dies mit allen seinen Entscheidungen so. Mit seinen bewussten und unbewussten. Er trifft sie immer selbst. Es gibt niemanden,d er Entscheidungen für einen anderen treffen kann.
Wenn einer sagt “ ich nehm dir die Entscheidung ab …“, dann bleibt die letzte Entscheidung doch bei dem, der sie sich abehmen lässt.

Wenn ein Mensch Schnitzel essen will, wird’s schwieriger. Da muss er die Leistungen der Gemeinschaft in Anspruch nehmen. Einige. Von der Pfanne bis zum Fleisch. Er wird Geld dafür verdienen müssen, dass er sich die Leistungen der anderen leisten kann. Und schon ist er abhängig.
Aber unfrei ist er nicht! Denn er hat immer die Möglichkeit, seinen nächsten Schritt frei zu wählen.
Und selbst, wenn ihm einer die Pistole an den Kopf setzt, hat er die freie Entscheidung, wie er damit umgeht.

Dieses Prinzip ist für viele leider absolut unverständlich. 
Aber es ist oft die einzige Perspektive, die das Leben zum Positiven verändern kann.

Es ist nicht der Zwang, die Disziplin, das Folgen wissenschaftlicher Ergebnisse.
All das führt nur in den ewigen Kreislauf des Zwangs, aber nicht in die Freiheit!

Es klingt so einfach und – ich kann aus Erfahrung sagen, wenn man dies verinnerlichen kann, ist es auch so einfach.
Wenn Entscheidungen, die man dann trifft, dem eigenen Wollen entsprechen, geht alles andere von allein. Das Unbewusste spielt dann nämlich auch mit.

Es ist einzig diese Entscheidung zu treffen, selbst für seine Freiheit verantwortlich zu sein und dafür wie man seine Schritte setzt. Immer und überall und in allen Bereichen.
Aber natürlich darf es kein Lippenbekenntnis sein. Man muss diese Entscheidung verinnerlichen und immer wieder überprüfen, ob man diesem Grundsatz auch tatsächlich folgt. Vornehmlich dann, wenn etwas im Leben nicht so läuft, wie man es sich grade vorstellt.
Es läuft dann nämlich dennoch so, wie man selber WILL.

Jeder Mensch kann das. Doch in unserer Gesellschaft wurden wir schon vor sehr sehr langer Zeit in eine ganz andere Richtung manipuliert. Nämlich in die Abhängigkeit von der Gesellschaft, über das Prinzip der gesellschafltichen Norm.

Doch auch wenn viele Menschen das Prinzip der Freiheit nicht anerkennen (können), kann es nicht ausgehebelt werden. Es ist eben nicht so, dass die Mehrheit immer Recht hat, bzw. die Wahrheit bestimmt.
Es gibt Prozesse in der Ewigkeit des Universums, die können nicht verändert werden. Das Prinzip der Freiheit ist ein solcher und auch die menschliche Freiheit macht da keine Ausnahme.

Gespräch unter Freundinnen VI

Eigentlich dachte ich bisher, mein Freundeskreis sei doch mit mir eher gleichdenkend, was menschliche Belange angeht. Und ich hab das auch richtig gefunden, dass sich in meinem direkten Umfeld keine menschenverachtenden Leute befanden. Es gehörte für mich zu meiner Authentizität. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass ich Menschen „mögen“ könnte, die das blau/braune Gedankengut vertreten. Ich gehe viel vom Spüren aus und die Leute, die ich kenne, die sich dieser Richtung verschrieben haben, spüren sich ja auch tatsächlich ganz anders an, als meine Freunde und engen Bekannten.

Es gibt zwei, drei Männer von Freundinnen, die dem Sozialstaat skeptisch gegenüberstehen und auch schon manchmal in Diskussionen ziemlich unreflektiert darüber aushauen. Aber alles was ich dazu dachte war, dass ICH so einen Mann wohl nicht aushalten würde, aber meine Freundinnen waren davon nicht nicht betroffen und meine Freundschaft sowieso nicht.

In den letzten Tagen wurde ich zweimal überrascht. Sehr gute Freundinnen von mir outeten sich als Basti-Fans und dadurch natürlich auch als seine Wählerinnen. Ich verstand die Welt nicht mehr.

Und immer, wenn ich etwas nicht verstehe, und es mir überdies enormes Unbehagen bereitet … schreibe ich. Ich muss meine Gedanken sortieren, muss überprüfen, wo ICH vielleicht etwas (an Basti) übersehen habe.
Erfreulicherweise geht’s wenigstens nicht um den Bumsti. Also natürlich dann in weiterer Folge auch, aber den und die FPÖ mag wirklich in meinem engen Umfeld niemand. Nicht einmal die oben erwähnten Männer.

Diese beiden Freundinnen leben in sehr angenehmen Verhältnissen. Eine ist Pensionistin, und hat einen sehr begüterten Lebenspartner, die andere ist Teilzeitsekretärin mit Kindern, die vom Sozialsystem einige Förderungen erfahren. Sie leben in eigenen Häusern, haben mehrere Autos, es gibt schöne Urlaube …

Natürlich fragte ich nach Argumenten. Und es kristallisierte sich ein eigenartiges Phänomen heraus.
 
Es muss etwas verändert werden!
 
Aha. Und was?
Ich interessiere mich nicht für Politik, aber so geht’s nicht weiter.
Ja, aber was? Dir geht’s doch gut.
Mir schon, aber es gibt sehr viele Leute, denen es nicht so gut geht.
Und für die muss sich was verändern?
Ja.
Und was wird der Basti tun, dass es denen besser geht?
Er wird das System verändern.
Aber wir haben ein gutes System, ein demokratisches, ein Sozialsystem … also für Leute, die Unterstützung brauchen.
Ja, das wird er ja auch nicht verändern.
Also was wird er verändern?
Die Politik halt. Ich interessiere mich ja nicht dafür, aber da muss einiges verändert werden.
Und der Kern hätt das nicht gemacht?
Nein, der hätte nur wieder Unsummen für irgendwelche Sozialleistungen oder Förderungen an irgendwelche Leute ausgegeben.
Und das ist nicht sozial?
Schon, aber so geht’s nicht weiter. Das können wir uns nicht leisten. Es müssen die gefördert werden, die der Wirtschaft etwas bringen, nicht die, die sie was kosten.
Dafür braucht man doch kein Sozialsystem. Das wird immer kosten.
Schon. Aber es muss verändert werden.
Er hat Arbeitsplätze gefördert. Basti hat die Förderung zurückgenommen.
Weil wir sie uns nicht leisten können.
Wer genau jetzt nicht? Du? Ich?
Der Staat! Der geht so bankrott.
Was soll also gefördert werden?
No ja, das was der Staat braucht.
Also nicht die sozialen Belange, nicht die Kultur und Bildung.
O ja natürlich, das braucht der Staat ja auch.
Aber die will er doch kürzen.
Nein, die nicht.
Aber er hat ja schon begonnen.
Na, jetzt lass ihn doch einmal arbeiten.
Aber er kürzt bereits die Sozialleistungen. Er setzt eine große Gruppe unserer Bevölkerung größerer Armut aus.
Das gilt ja nur für die Ausländer.
Wie bitte? Seit wann bist du gegen Ausländer?
Natürlich bin ich nicht gegen Ausländer, aber so geht das auch nicht, dass wir alles für irgendwelche Leute zahlen, wir haben selber genug Arme.
Ja, aber denen nimmt er ja jetzt was weg.
Ich kenn mich da nicht so aus, aber es muss einfach was verändert werden. Lass ihn doch arbeiten.
Und da darf es Bauernopfer geben?
Nein, natürlich nicht. Aber allen kann man eben nicht helfen.
Wem wird aber jetzt geholfen?
Na, dem Staat.
Aha, und wer ist der Staat?
Na wir.
Und wie wird dir jetzt geholfen?
Mir braucht keiner helfen. Ich bin davon ja nicht betroffen.
Also weshalb bist du dann dafür?
Weil etwas verändert werden muss.

 

Fazit: Wahlwerbung offensichtlich geglückt …