im frühlingskleid

 
weinberg
 
 
der frühling
trägt ein seltsames gewand
in diesem jahr

nicht unter weißen
blütendecken
räkelt sich sein leib

die schneedecke
ist es
die seine nacktheit
hüllt in sehnendes
verharren

und doch
es ist nur draußen so
hier drinnen ist es warm
und blüht

die liebe
die das herbsterleben
uns
auch im frühling
schenkt

© evelyne w.

 

19 thoughts to “im frühlingskleid”

  1. Was haben wir ihm angetan,
    dass er sich so versteckt?
    Ein jeder sehnt ihn doch herbei
    und ruft nach ihm,
    fast schon als Schrei.
    Ich hoffe, dass ein Sonnenstrahl
    an seiner Nase kitzelt
    und ihn aus langem Winterschlaf
    alsbald mit Macht erweckt.

    c/ G.B. 4/13

    1. danke lieber markus!

      und herzlich willkommen hier!
      ironie mag ich auch sehr, solange sie ironie bleibt und nicht in zynismus ausartet … und das ist bei deinen zeilen ja nicht der fall.

      grinsenden gruß
      lintschi

  2. gefällt mir sehr gut, liebe lintschi, ja, was kann einem der winter schon anhaben (selbst im frühling, seufz ;)), wenn es im innern warm ist!

    ein winziges problem hab /ich/ mit dem „herbsterleben“ – für mich wäre hier ein „sommer-erleben“ treffender. 🙂
    aber ich denke mal, du spielst auf die weinberge an, die ja dann im herbst so richtig „in flammen stehen“.

    sehr gern gelesen!

    liebe grüße zu dir,
    deine diana

    1. danke, liebe diana,

      das herbsterleben bezieht sich auf den lebensherbst, in dem wir uns befinden
      und der noch immer so viele warme tage hat *ggg*

      inwendig-warm-grüße zu dir
      lintschi

      1. oh, verstehe, liebe lintschi, hatte den bezug anders gelesen, nämlich, dass „die liebe“ „herbsterleben“ schenkt. gemeint ist es aber wohl anders herum.
        liebe erleuchtete grüße 😉
        diana

  3. Also wenn das nicht endlich die Schmelze einläutet, dann weiß ich auch nicht … wunderschön, liebe lintschi, ein ganz Besonderes! Wär mir das nur eingefallen… 😡 Elsie

  4. Tja. Möge uns der Frühling auch draußen erhören, aber heute wieder dichte Nebelschwaden das Frühlingserwachen direkt erschweren. Vermutlich muss es so sein. Dann schätzen wir das Frühlingstreiben draußen, wenn es denn endlich einzieht, heuer gewiss noch wertvoller ein.:-)))
    Dein Gedicht ist fantastisch.
    Liebe Grüße
    Fini

    1. na heut schaut der weinberg schon freundlicher aus. grad kommt sogar die sonne raus. mal sehen ob sie bleibt.
      aber deshalb kann ich dir im-augenblick-sonnengrüße schicken, liebe fini

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