erhört


und niemand sieht dich
du hebst die arme
winkst
doch keiner gibt den gruß zurück

bindest ein rotes tuch
um deinen kopf
doch kannst du keinen blick
einfangen

du rufst
du schreist
du drohst
bleibst dennoch unhörbar

erschöpft legst du
die wange an die wand
kühlst deine angst
und

gehst endlich
auf dich selber zu

© evelyne w.

 

6 thoughts to “erhört”

    1. ja wolfgang, wir werden ihn sehr vermissen!
      einstweilen ist der schock dafür noch zu groß … zu unfassbar ist allein die vorstellung, dass er nicht mehr dort ist, wo wir ihn immer wussten.
      der einzige trost – er ging aus einem erfüllten leben und er ging mitten aus seinem leben, aus dem wie er es lebte, was es für ihn war. ging an dem ort, an dem er so viel hinterlässt.

      aber ich würde ihm gerne einen anderen text von mir widmen, als dieses „erhört“: Erinnerung

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