Gedanken über . . . die dumme Gewalt

 
Sie sind Mörder. Nichts anderes.
Es geht nicht um Islamisten, Christen, Männer oder Frauen, Dunkel- oder Hellhäutige, Europäer, Orientalen, Burgenländer oder Ostfriesen. Sie sind Mörder!

Personen (es widerstrebt mir in diesem Zusammenhang von Menschen zu sprechen) die Andere bewusst töten, egal aus welchen wie immer gearteten Gründen, sind Mörder. Kriminelle Elemente, wie sie in jeder menschlichen Gesellschaft zu finden sind. Leider.

Doch genauso wie es egal ist, weshalb ein Mann seine Frau umbringt, oder eine Frau ihren Mann, ob er/sie sie/ihn betrogen hat, oder verspottet, oder einfach nur nicht richtig versteht, genauso ist es auch egal, welcher Anschauung, Religion, oder ethnologischen Herkunft diejenigen sind, die Andersenkende umbringen. Sie sind Mörder und können nur dieser Gruppe zugeordnet werden.

Wie an dieser Einleitung bereits zu erkennen ist, nervt mich die allgemeine mediale Berichterstattung beinahe noch mehr als das Bewusstsein, dass Menschen Lebewesen sind, die andere um der reinen Macht willen töten. Genau damit wird nämlich wieder Macht über das Bewusstsein vieler Menschen ausgeübt. Es wird suggeriert, dass bestimmte Menschengruppen böse sind. Aber es wird die falsche Gruppe aufgezeigt. Denn es sind nicht die Islamisten, Christen, Frauen oder Männer, usw. die böse sind, sondern die kriminellen Elemente jeder Gemeinschaft. Und die sind immer böse! Und überall.

Die Gefahr geht auch nicht von den Bösen aus. Die größte Gefahr für den Menschen sind die Dummen.
Menschen, die entweder ihr Herz oder ihr Hirn nicht gebrauchen, sind der Boden, aus dem die Pflanze der Gewalt unermessliche Höhen erreichen kann. Und sie ist eine menschenfressende Pflanze, eine, die ihre eigenen Knospen und Früchte frisst. Weil sie dumm ist.

Sie kann also nicht nur nicht denken, sondern auch nicht hören und spüren, kennt deshalb nichts anderes als die Angst, ihrer Existenz beraubt zu werden und entwickelt sich infolgedessen in die Richtung, die ihr jemand anderer in den Stamm ritzt.

Und solange wir nicht lernen, uns gegen die Kriminalität als solche zu verbünden und nicht ihre Auswüchse bestimmten Gesellschaftsgruppen zuzuordnen, damit wir mit dem Finger auf andere zeigen können, wird es immer wieder zu solchen Auswüchsen kommen.

Gegendarstellungen, Gegendemonstrationen und dgl. stärken immer nur die Urwüchse und erreichen genau deshalb nie ihr eigenes Ziel. Man muss FÜR etwas auftreten und nicht GEGEN etwas, um sich davon zu lösen, um andere Perspektiven aufzeigen zu können. Konfrontation ist keine Perspektive.

© evelyne w.

 

5 thoughts to “Gedanken über . . . die dumme Gewalt”

  1. ja, liebe lintschi, da kann ich dir nur zustimmen!
    genau so ist es, und genau da liegt die gefahr.
    (und das gibt bspw. pegida leider auftrieb!)
    sehr schön mal wieder den „schreibefinger“ auf einen springenden punkt gelegt.
    mit lieben grüßen,
    diana

    1. liebe diana,

      wie freu ich mich doch, dich wieder hier zu sehen!
      und natürlich über deine zustimmung.

      das problem ist, dass sich die menschheit in drei gruppen spaltet
      – die machtgierigen
      – die intellektuellen und
      – die mitläufer.

      die machtgierigen haben keinen intellekt (höchstens intelligenz – und die kann ja, wie man weiß, ganz schön kriminell sein)
      die intellektuellen haben keine macht
      und die mitläufer haben weder das eine noch das andere,
      aber sie bestimmen den lauf der geschichte!

      ein gutes neues jahr dir und den deinen!
      alles liebe!
      lintschi

      1. japp, lintschi, so kann man das sehen ……

        ich schau doch gern immer mal wieder hier vorbei 🙂

        auch dir noch ein rundum gutes und hoffentlich friedvolles neues jahr & alles liebe,
        diana

  2. Es tut meiner Seele gut, aus deiner Feder meine´
    Gedanken fließen zu sehen.
    Du hast dir viel Mühe gemacht, die Geschehnisse zu
    analysieren und das Ergebnis zu artikulieren. Ich wünschte, viel mehr Menschen würden diesen Artikel von
    Dir lesen können …
    Herzlich Danke für diesen Beitrag zum gegenseitigen
    besseren Verständnis und Wachrütteln!
    Liebe Grüße aus NÖ, Edith

    1. liebe edith,

      herzlichen dank für deinen besuch und deine zustimmung.
      ach weißt du, wenn meinen beitrag mehr menschen lesen würden, würde sich auch nichts ändern. die, die ihn verstehen, „brauchen“ ihn nicht und die anderen, wollen ihn sowieso nicht verstehen.

      ich schreibe solche beiträge im prinzip, um meine gedanken für mich auf einen punkt zu bringen. das ist für mich sehr wichtig. ich mag nicht, wenn meine gedanken in mir so schwammig herumkurven und dadurch vielleicht unheil anrichten.
      und dann freue ich mich natürlich, wenn ich dadurch an menschen gelange, mit denen ich gleichdenke. das gibt zuversicht. es ist gut, wenn man weiß, dass nicht alle lemminge sind 😉

      in diesem sinne wünsche ich dir ein wunderschönes wochenende!
      ganz lieben gruß
      lintschi

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