lintschis filosofium

oder – die wichtigkeit des seins

Meine neue Homepage

Ich habe mir eine neue Homepage gebastelt.
Auf der alten war so vieles schon nur mehr ein Fleckerlteppich.

Ich w├╝rde mich sehr freuen, wenn mir jemand Feedback gibt ­čśë
Danke im voraus!

www.evelyne-weissenbach.at

hp2

 

Da gher i hin!

Da bin i zwar net her, aber DA GHER I HIN!
Goldener Okotober im Burgenland

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HIER Fotos gr├Â├čer anschauen

Fremde N├Ąhe

 
Die Musikerin Mirjam Mikacs lud Autorinnen des Burgenlandes ein, f├╝r ihre neue CD  „Fremde N├Ąhe – Stimmen zu Grenzen, Flucht und Krieg“ Texte beizusteuern. Ich bin sehr dankbar daf├╝r, dass ich an diesem Projekt beteiligt sein darf.
Am 13. Oktober 2016 fand in der NN-Fabrik in Oslip die sehr ber├╝hrende Pr├Ąsentation statt.
 
filo1

Hier nun mein Beitragstext:
 
zufluchten

und dann kommt sie.
angst kriecht aus meinen zufluchten. krieg tritt in mein blickfeld. l├Ącheln, wie geht das? zufriedenheit sp├╝re ich als hohn. gl├╝ck als naivit├Ąt. freude erfriert an meinem gesicht.

und dann kommen sie.
aus den tr├╝mmern ihrer gegenwart. auf den nackten f├╝├čen der hoffnung. vorurteile fluten den menschenstrom. im schlamm der unbarmherzigkeit ertrinken ideale.

und dann sind sie da.
in den gehirnen hitzt die angst. die d├╝rftigkeit der not lockt die notdurft der dummheit aus den ├Ąrschen des volkes. die unsicherheit bricht zacken aus der krone der menschlichkeit. wellen der unwissenheit st├╝rzen als l├╝ge und hatz ├╝ber diffuse bedrohlichkeit. abwehr bl├Ąst zum angriff des p├Âbels. der ├╝berfluss regiert den wert.
mensch, wohin tr├Ągt dich die gier?

und dann sind sie da.
menschen erkennen menschen. nachbarn treten aus ihren schatten. springen ├╝ber die z├Ąune der feigheit in die pferche der ignoranz. rei├čen der oberfl├Ąchlichkeit die masken vom gesicht. lichterketten zeigen den weg in eine kriegslose zukunft. schulter an schulter pfl├╝ckt sich die blume der zuversicht leichter. h├Ąnde ├Âffnen sich zum geben. umarmungen legen sich um zitterndes erwachen. belohnung f├Ąllt aus augen. gl├╝ck f├Ąllt aus gemeinsamkeit. angst kehrt sich zum mut.

und dann ist sie da.
leben ist entscheidung. nur dinge haben zwei seiten. eine lebenseinstellung ist kein ding. ich wei├č mich zu entscheiden.

und dann bist du da.
du l├Ąchelst. wie gehtÔÇÖs? fragst du. und ich denke: mir geht es gut. aber wie geht es wohl dir? denn du kannst es mir nicht sagen. dein deutsch ist noch nicht gut genug daf├╝r. doch du l├Ąchelst. mir freude ins gesicht.

 
┬ę evelyne w.

lintschi liest

 

herbstahnung

herbstahnung
 
der herbst tr├Ągt
noch ein sommerkleid

gr├╝n schwingt es in den reben
die trauben schmiegen
ihre wangen an sonnenfinger

zwischen die rieden
kn├╝pft die malve
ihre teppiche

nur leicht der wind
doch w├╝hlt im see
er hoch den schlamm

weht seine w├╝rze
├╝ber die h├Ąnge

der fr├╝he abend
legt sich als ahnung
auf das land

 

┬ę evelyne w.

 

Kleinkunstmix vom Feinsten

 
Hab wieder mitmachen d├╝rfen bei der Offenen B├╝hne Burgenland.
20. August 2016 beim KUKULA Lackenbach.
Und es war ein total geiler Abend ­čÖé

kukula

 

schmerznah

 
will nah mir sein
mich sp├╝ren
ertragen

mich bewegen
ohne angst

vom schmerz mir
nicht die freiheit
engen lassen

jahrzehntelange
starre aufzubrechen
kann sehr weh tun

doch
die belohnung ist

leben.

 

┬ę evelyne w.

 

new wave

 
auf der welle meines lebens
liege ich

manchmal ganz hoch oben
greife nach der sonne
und trinke die gischt der freude

manchmal ganz tief unten
umsp├╝lt vom schlamm des grundes
und trinke vom vertrauen in den sog

der mich nach oben ziehen wird

 

┬ę evelyne w.

 

ich schwinge

 
in der schwingung meines ichs
will ich schwimmen
im strome der erkenntnis.
vom morgen zum abend. durch die nacht. hin
zum erwachen

in der schwingung meines ichs
will ich tanzen
durch die pforte der beschr├Ąnkung.
von mir zu dir. mit dir. hinein
ins uns.

in der schwingung meines ichs
lasse ich mich fallen
weil ich wei├č
dass du mich auff├Ąngst.
in deinem ich. in meinem du.
in unserem wir.

 

┬ę evelyne w.

 

der mandel gru├č

mandelbaum im weinberg 
die mandel bl├╝ht
ihr wei├čer gru├č
f├Ąrbt meine sinne

um sie herum
versuchen nackte nachbarn
ihre bl├Â├če zu begr├╝nen

sie wissen
um die erotik
schimmernd bedeckter zweige

 

┬ę evelyne w.

 

winterblick

 

5w_2608

 

herbstaugen
tr├Ągt dieser winter
orange und gelb
legt er mit seinen blicken
auf die nackten h├Ąnge
lockt ein viel zu fr├╝hes
blinzeln aus den nestern

 

┬ę evelyne w.

 

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