meins!

ich hab zwei versionen. aber f├╝r mich gehts nicht um entweder/oder. sondern ich mag beide und zeig sie euch deshalb auch beide ­čśÇ

 

 

meins!

da wo ich lebe
liegt das gl├╝ck
offen in der flur

ich hebe es auf
f├╝lle es in mich

meins

tanze
lache
singe

ich schreie
es in die welt:

meins!

 

* * *

 

meins!

da wo ich lebe
liegt das gl├╝ck
offen in der flur

ich hebe es auf
f├╝lle es in mich

tanze
auf den gr├Ąsern

singe
zwischen den rieden

lache
in unendliche weite

und schreie
in die welt:

meins!

 

┬ę evelyne w.

 

Auf der Suche nach der Freiheit
II. Machtlosigkeit
II.3 ÔÇôFreiheit ist machtlos

Was ich bisher ├╝ber die Machtaus├╝bung geschrieben habe, ist wohl den meisten ziemlich logisch erschienen. So gut wie niemand m├Âchte sich erkl├Ąrterma├čen irgendeiner Macht beugen. Allerdings haben viele die Ansicht, dass es nicht anders geht. Aber das stimmt so nicht, wie aufgezeigt.

Doch der wesentliche Teil meiner Machtlosigkeits-Trilogie ist nun dieser letzte.
Denn f├╝r mich geht es ja um die Suche nach der Freiheit und auch darum, wie man sich bei St├Ârf├Ąllen in der Befindlichkeit durch Einsichten selbst aus misslichen Stimmungslagen und Situationen befreien kann.

Es war aber wichtig, diese „Einleitungen“ zu schreiben, weil das Machtwesen an sich aufgedeckt werden musste. Sonst w├╝rde das Verbindungsglied fehlen.

Bisher haben wir uns also mit der Machtaus├╝bung anderer besch├Ąftigt. Wie diese wirkt und vor allem auf uns einwirkt. Wir konnten aufdecken, wie wir besser aus Machtgef├╝gen heraustreten k├Ânnen, die uns Beschwerden machen oder denen wir vermeintlich nicht freiwillig folgen.
Weiters, wo unsere wahre Positionierung im Leben sein sollte, und dass diese wesentlich mehr Sinn macht, als die von der Gesellschaft praktizierte.

Um frei werden zu k├Ânnen, bedarf es jedoch einer ganz besonderen Befreiung vom Machtstreben. N├Ąmlich vom eigenen!

freiheit ist machtlos

 

Wir alle wollen Macht aus├╝ben! Ja, ja, auch wir!

Wir bilden uns eine Meinung, ein Lebenskonzept, setzen uns Ziele f├╝r die Verbesserung unserer Lebensqualit├Ąt – und offiziell auch f├╝r die der anderen. Und schwupps, schon wollen wir Verb├╝ndete daf├╝r rekrutieren.

Wir sind nicht frei genug, uns zu vertrauen. Nicht unseren Wahrnehmungen, nicht unseren Entscheidungen, nicht unserem Geschmack, nicht unseren Ideen und Ansinnen, einfach nicht uns selbst.
Wir orientieren uns an den anderen, anstatt an uns selbst und m├Âchten deshalb nat├╝rlich, dass die anderen, das was wir machen guthei├čen und mittragen.

W├╝rden wir uns an uns orientieren, k├Ânnten wir frei agieren. Schielen wir nach den anderen, ist die Freiheit futsch. Wir geben die Macht an sie ab, indem wir Macht ├╝ber sie aus├╝ben wollen, bzw. die Macht an uns rei├čen wollen.


Unser eigenes Machtstreben tritt mit gut ausgebildeter Familie auf.

Fast unerkannt ist die dicht verschleierte Tochter Erwartungshaltung!

Sie ist diejenige, die Kommunikation erschwert, Frust aufbaut, Streit und Hader erzeugt, auch Gewalt hervorrufen kann und die Menschen oft sehr ungl├╝cklich macht.

Wie man sofort erkennen kann, ist die Erwartungshaltung wieder etwas, wozu wir uns selbst entscheiden!

Ein paar Beispiele:

Wir wollen das Beste f├╝r unsere Kinder, eh klar, aber wir erwarten, dass sie das erkennen, annehmen und sich danach verhalten. Die Nachkommenden wollen aber oft ganz etwas anderes. Da wir nicht gelernt haben, auf die Bed├╝rfnisse unserer Kinder einzugehen, sondern sie mit unseren Ideen zu erziehen versuchen, bringt uns diese Erwartungshaltung dann tiefe Konflikte.

Wir geben das Beste in unserem Job, und erwarten, dass der Chef das zumindest erkennt, uns vielleicht sogar lobt, bef├Ârdert usw. Doch wir haben ein grindiges Arschloch als Chef und der meckert nur an uns herum. Da wir nicht gelernt haben, das was wir tun einfach einzubringen, den Typen zu durchschauen und loszulassen, werden wir mit Krampf in die Arbeit gehen und wom├Âglich ein Magengeschw├╝r aufbauen.

Beispiel aus einem Autorinnenleben gef├Ąllig?
Man schreibt ein tolles Manuskript und h├Ąngt viele Erwartungshaltungen daran. Verlagsver├Âffentlichung, Publikumserfolg, Pressejubel uvm.
Dann liegts zu Hause herum und keiner will es haben. Verlage antworten nicht einmal, Lesungsangebote werden ebenfalls einfach ignoriert. Die Medien? Die interessiert ganz was anderes. Das Publikum muss man sich m├╝hsam zusammennetzwerken, usw.
Wenn man da nicht geschrieben hat, um sich selbst zu erkennen, zu unterhalten, seine grauen Zellen zu besch├Ąftigen, na, dann k├Ânnen die Frustbeulen leicht bis in den Himmel wachsen.

Das alles sind Beispiele, wo wir Macht ├╝ber andere aus├╝ben wollen! Wir wollen sie auf unsere Seite ziehen, um von ihnen Best├Ątigung f├╝r unser Tun zu erhalten, oder dass sie sich daf├╝r stark machen, unsere Projekte zu verwirklichen.

Wie wir schon gelesen haben, ist der Einfluss auf andere meistens sehr gering und diesen anzustreben ├Ąu├čerst energieraubend.

Also gibt es nur einen Weg in die Freiheit: Die Aufgabe der Erwartungshaltung.

Wir k├Ânnen in jeder Situation unseres Lebens die Perspektive ├Ąndern! Das ist unsere Entscheidung! Umso ├Âfter wir das Machtstreben aus unseren Entscheidungen entfernen (egal ob das anderer oder das eigene), desto freier werden wir logischerweise werden.


Es gibt aber noch einen ganz besonderen Faktor: Die Machtaus├╝bung ├╝ber uns selbst!

So hat das Machststreben z.B. noch eine wesentlich sympathischer erscheinende Tochter: Die Disziplin!

So gut wie jeder glaubt, Disziplin ist das Allheilmittel f├╝r den Ablauf des Lebens. Vergessen wird dabei jedoch, dass jeder Zwang, auch der den wir auf uns selbst aus├╝ben, eben Zwang bleibt und sich mit Freiheit deshalb nicht vertr├Ągt.

Wir glauben, wenn wir uns der Freiheit ergeben, bricht das Chaos in unserem Leben aus. Wir wachsen wie die R├╝ben auf und es gibt keine Ordnung, und deshalb keinen Halt.
Das ist aber nur bei Menschen so, die in sich keinen Halt finden.

Jeder kennt den Spruch „Wenn du etwas wirklich willst, dann kannst du es auch erreichen“. Und die Idole, die wir bewundern, zeigen das h├Âchst eindrucksvoll.
Doch niemand sieht, was in deren Leben alles auf der Strecke bleibt, weil sie sich nur einem Ziel verschrieben haben.

Im Au├čenbereich kann man den Prozess leicht erkennen. Wenn ein Politiker etwas erreichen will und sich diesem Ziel verschreibt, dann wird das wichtigste sein, andere zu beherrschen.
Wenn ein Sportler oder ein K├╝nstler tolle Erfolge erzielen will, dann wird er viele Menschen brauchen, die ihn unterst├╝tzen. Nun w├╝rde sicher niemand sagen wollen, dass er diese beherrschen will. Und dennoch ist das Prinzip dasselbe. Er braucht diese Leute, also muss er sie auf seine Seite ziehen.

Ich will das jetzt nicht abwerten! Nein, wir sind eben keine Einzelwesen und wie wir bereits wissen, k├Ânnen sich alle zu ihrer Beteiligung frei entscheiden.

Doch das Machtgef├╝ge wird transparent.

Mir geht es aber hier um eine noch einmal andere Ebene. N├Ąmlich um die pers├Ânliche. Dort l├Ąuft das n├Ąmlich ganz genauso.

Wir wollen etwas erreichen, das nur uns betrifft. Abnehmen, fit sein, gesund sein oder werden usw.

Wir wollen aber Schokolade essen, oder auf dem Sofa l├╝mmeln, oder sonstwas, das nach g├Ąngiger Meinung nicht zu dem gew├╝nschten Ergebnis f├╝hren kann.
Wir lassen jetzt einmal die Unfreiheit durch die Manipulation der Werbung oder Gesellschaft beiseite. Die ist eh so weit klar. Die Motivation zu unseren Ansinnen zu beleuchten, w├Ąre ein eigenes Thema und w├╝rde dieses nur verbreitern.

Wir steigen direkt in die vorgegebene Situation ein.

Was werden die meisten Leute machen, um an ihr vorgefasstes Ziel zu kommen?
Sie werden sich eine Di├Ąt, ein Fitnessprogramm, Therapien oder ├Ąhnliches suchen.
Und f├╝r diese dann die hochangesehene Machttochter Disziplin anwenden wollen.

Wie wir alle wissen, sind diese Aktionen ├Ąu├čerst selten von bleibenden Erfolgen gekr├Ânt.

Es ist nun nicht so, dass es etwas Negatives ist, sich ein Ziel zu setzen. Nur der Weg dahin kann leicht nach hinten f├╝hren, wenn wir nicht erkennen, dass Ziele nicht nur auf einem vorgefassten – und wom├Âglich noch von anderen vorgefertigten – Weg erreichbar sind und vor allem, dass sie sich w├Ąhrend des Weges ├Ąndern k├Ânnen!

Auch hier ein Beispiel, und zwar ein ziemlich g├Ąngiges:

Ein Mensch ist Single und plant eine gro├če Karriere. Er arbeitet konzentriert und diszipliniert fast ausschlie├člich darauf hin, weil er zu wissen glaubt, dass dies zum Erreichen seines Zieles notwendig ist.
Dann trifft er jemanden und verliebt sich. Oj oj oj oj, nun wirdÔÇÖs ein bissl stressig. Konzentration und Disziplin werden wahrscheinlich etwas l├Âchrig werden.
Wom├Âglich kommt auch noch ein Kind. Ach, noch einmal passt da was so absolut gar nicht zu seinem ersten Ziel.

Was w├Ąre denn nun wohl der dem Menschsein entsprechendere Weg?

Der, den so viele gehen, und wo versucht wird, die anderen auf die Karriere einzuschw├Âren, die Familienaktivit├Ąten minimalst zu halten und die Verantwortung an den Partner oder sonstjemanden – Kindergarten, Schule usw. – zu ├╝bergeben?
Oder sein Ziel unterwegs zu ├Ąndern? Die Karriere an die Familie anzupassen, sie vielleicht nicht in ganz so lichten H├Âhen anzusetzen?

Wie wir schon geh├Ârt haben, sollen unsere pers├Ânlichen, wie auch unsere gemeinschaftlichen Ziele immer im Einklang mit uns, aber auch mit unserem Umfeld getroffen werden.

Das hei├čt, dass die Wege dorthin jeden Augenblick neu erarbeitet werden m├╝ssen, weil sich die Situation ja dauernd ├Ąndert. Sich also mit Disziplin auf nur einen Weg zu machen, l├Ąsst sofort die Starre in dem Ansinnen erkennen. Das Leben am Wegrand bleibt unbeachtet und wir k├Ânnen nicht rechtzeitig darauf reagieren, wenn etwas aus dem Ruder l├Ąuft! Und mit Starre wird man niemals frei, auch klar.


Und noch ein fast unerkanntes T├Âchterlein gibt es: Die Selbsterm├Ąchtigung!

Wenn Leute sagen: „Ich will die Macht ├╝ber mich behalten“, oder „nur ich habe die Macht ├╝ber mich“, dann haben sie die Macht bereits abgegeben. Denn sie orientieren sich an dem Machtstreben anderer und setzen das eigene Machtstreben nur dagegen!

Doch In der Machtlosigkeit liegt die wahre Freiheit!

Das wars.
F├╝r jetzt ist hier wieder einmal Schluss mit Hilf- und Machtlosigkeit
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Doch noch ein paar Worte zum Abschluss:

Mir haben all diese Erkenntnisse viel gebracht. Und ich habe mir das deshalb alles aufgeschrieben und in Zusammenh├Ąnge zueinander gebracht, damit ich mich immer wieder daran orientieren kann, wenn es grad wo bei mir hakt und ich mich unfrei oder nicht ganz in meinem Leben zu Hause f├╝hle.

Es w├Ąre sch├Ân f├╝r mich, wenn ich auch anderen damit Denkanst├Â├če f├╝r ein freieres pers├Ânliches Leben geben k├Ânnte. Aber Macht will ich keine aus├╝ben. Wer mir nicht folgen will oder kann, ist dennoch immer gern auf meinem Blog oder auch sonstwo gesehen!

 

Auf der Suche nach der Freiheit
II. Machtlosigkeit
II.2 ÔÇô Wer hat die Macht

Das Gef├╝hl der Machtlosigkeit bef├Ąllt uns wohl alle t├Ąglich mehr oder weniger oft. Wir schauen in die Welt und sehen Krieg, Unterdr├╝ckung, Hungersnot, Eingriffe in Umwelt und Klima, Manipulationen an Lebensmitteln, bei Krankheitsbildern, u.v.m.

Man steht und denkt, was soll ich kleines W├╝rschtel dagegen nur unternehmen?
Und das stimmt. Jede unserer pers├Ânlichen Anstrengungen verdunstet als Tropfen bereits beim Hinunterfallen auf den hei├čen Stein.

Man muss sich das einmal vor Augen f├╝hren, wieviele Milliarden t├Ąglich gespendet werden, wieviele Hilfsg├╝ter jeder Art durch die Welt transportiert werden, wieviel freiweillige Helfer unter oft lebensbedrohlichen Bedingungen Hilfe leisten – das t├Ągliche Erscheinungsbild ├Ąndert sich dadurch in keinster Weise. Die Not wird nicht weniger auf der Welt. Verlagert sich nur manches Mal in andere Gebiete.
Denn die Machthaber stecken noch mehr Geld und Energie in die Gegenseite. Die Wirtschaft ist der moderne G├Âtze und diesem wird alles Menschliche untergeordnet oder geopfert. Da kann einen schon das Gef├╝hl der Machtlosigkeit ├╝berfallen.

Und nicht zu vergessen: Wir alle finanzieren all das mit. D.h. wir werden auf der einen Seite zur Kasse gebeten, um Gro├čm├Ąchte zu unterst├╝tzen, Waffen zu kaufen, die unn├Âtigsten und gef├Ąhrlichsten Aktionen zu sponsern und dgl.
Und werden dann zur Kasse gebeten, um freiwillig genau dagegen zu wirken.

Sehen wir uns nur um. Wie s├Ąhe es allein in unserem Land aus, wenn es die Unmengen an ehrenamtlichen Helfern und freiwilligen Unterst├╝tzern nicht g├Ąbe?

Das bedeutet, Eigeninitiativen werden daf├╝r verwendet, um den Machthabern noch mehr Macht zu erm├Âglichen! Aber ├Ąndern tut sich nichts.

Dem Einwirken von M├Ąchten auf uns geben wir selbst Raum.

 

Eines Tages stand ich vor diesen t├Ąglich auf mich einst├╝rmenden Informationen und dem Gef├╝hl , nichts aber auch schon gar nichts ver├Ąndern zu k├Ânnen und dachte, da kann etwas nicht stimmen.
Der Mensch ist ein Entscheidungswesen und lebt seine Entscheidungspflicht am besten, wenn er sie in Aktionen ausdr├╝ckt.
Wie wir im ersten Teil nachlesen k├Ânnen, gibt es die Hilflosigkeit nicht. Nun aber sto├čen wir an Au├čengrenzen und glauben, wir m├╝ssen uns einer Macht beugen, weil wir am Ganzen nichts bewirken k├Ânnen.

Doch dann erkannte ich, dass es nur die falsche Perspektive ist, die uns bereits das Machtwesen mit ihrem Machtstreben diktiert.

Der Fokus wird von der Allgemeinheit auf die Herde gelenkt! An der wir, wie vorher erkl├Ąrt, nur ├Ąu├čerst schwer und z├Ąh etwas ver├Ąndern k├Ânnen.
Selbstverst├Ąndlich k├Ânnen wir uns Verb├╝ndete suchen, die dem g├Ąngigen Modell entgegen wirken wollen und mit ihren Handlungen auch tun, und dennoch wird sich die Menschheit im ganzen dadurch nicht ver├Ąndern. Zu sehr sind diese Prozesse in ihren Bahnen verankert.

Was also kann der Einzelne tun?

wer hat die macht

 

Er muss sich auf seine Individualit├Ąt besinnen! Das ist die richtige Perspektive!
Sich darauf zu besinnen, WAS ein Mensch tats├Ąchlich ist, WAS deshalb Menschsein bedeutet, und WAS uns die Menschlichkeit daf├╝r vorgibt.

Und das ist nicht das Streben, Macht ├╝ber andere aus├╝ben zu wollen. Sich auf diese Weise mit ihnen verbinden zu wollen. Dieses Vorgehen dient immer nur dem Machthaber! Niemals der Gemeinschaft. Machthaber scharen ihre Anh├Ąnger und Truppen um sich, um einen Wall zwischen sich und ihre Angst zu bauen.
Doch wie wir vorher aufgezeigt haben, n├╝tzt ihnen das gar nichts. Auch Hitlers Bunker gab ihm keinen Schutz vor seiner Angst und seinem psychischen Desaster. Er konnte sich niemals sicher und schon gar nicht jemals frei f├╝hlen!

Deshalb ist es wichtig, Machtstreben richtig zu erkennen und Macht nicht zu geben!Andere k├Ânnen nur die Macht ├╝ber uns aus├╝ben, die wir ihnen einr├Ąumen!

Dort haben wir auch wieder die Verbindung zur Hilflosigkeit. Es ist unsere eigene Entscheidung! Und die f├Ąllen IMMER wir!

Die Machtstrebenden sind interessiert daran, uns in Abh├Ąngigkeit zu halten. Am besten gelingt das, indem sie unsere Energie auf etwas lenken, das diese nur vergeudet. Umso mehr wir unsere Energie daf├╝r verwenden, unabh├Ąngig oder gar frei sein zu wollen, desto mehr verlieren sie an Macht.

Wie vorher aufgezeigt, ist es die gr├Â├čte Energieverschwendung, sich auf die Rettung der Welt zu konzentrieren. Dort rennen wir wie die Hamster im Rad und betreiben damit lediglich die Windmaschine der Propaganda und bringen sonst nichts, aber auch schon gar nichts zustande.

Die Energie auf die pers├Ânliche Freiheit zu lenken, und diese daf├╝r zu verwenden, die eigene Menschlichkeit zu leben, w├╝rde bedeuten, dass wir nichts Trennendes zwischen uns und die Gemeinschaft stellen wollten. Das hei├čt, alles was wir f├╝r uns erarbeiten und leben, muss als Positivum in die Gemeinschaft eingebracht werden k├Ânnen.
Es kann also nicht sein, dass ich einem anderen etwas wegnehme, damit es mir gut geht! Dass ich einen anderen bek├Ąmpfe, dass es mir gut geht. Dass ich gar jemanden umbringe, dass es mir gut geht.

Egoismus kann sich also niemals gegen die Gemeinschaft richten!
Wer nur auf sein eigenes Wohl bedacht ist und dieses ohne R├╝cksicht auf Verluste durchsetzen will, handelt niemals egoistisch, sondern zentriert alles auf sein Ego, und sein Handeln ist deshalb egozentrisch. Und ben├Âtigt daf├╝r Macht!

Dasselbe Prinzip gilt aber auch f├╝r eine Gemeinschaft! Wer das Wohl einer Gruppe ├╝ber das Wohl des Einzelnen stellt, kann dies ohne Machtaus├╝bung nicht bewerkstelligen.

Selbst wenn ich Vereinigungen gr├╝nde, die anderen helfen sollen und sich die Humanit├Ąt gro├č auf ihre Banner malen, so wird es niemals m├Âglich sein, sicher sein zu k├Ânnen, dass ihre Mitglieder auch tats├Ąchlich der Humanit├Ąt folgen. Wie oft haben wir schon davon gelesen, dass humanit├Ąre Projekte und auch Gesellschaften, missbr├Ąuchlich verwendet wurden?

Dass kein Missverst├Ąndnis entsteht: Ich finde es unbedingt gut und wichtig, dass es Menschen gibt, die solche Gruppen gr├╝nden, betreuen und auch sich solchen anschlie├čen.

Aber das f├Ąllt eindeutig unter pers├Ânlicher Lebenssinn und menschliche Gesinnung. Folgt also dem vorher aufgezeigten menschlichen Streben, bei pers├Ânlichen Einstellungen und Entscheidungen das Wohl der Gemeinschaft im Auge halten zu m├╝ssen, weil es mit trennenden Ansinnen keine individuelle Freiheit geben kann.

Und bewirkt nat├╝rlich auch im tats├Ąchlichen Aktionsbereich Gutes und das ist enorm wichtig! Keine Frage. Aber immer nur im pers├Ânlichen Sinn, sei es f├╝r denjenigen, der tut, und nat├╝rlich auch f├╝r den, dem dadurch geholfen wird.
Aber im Gesamtgef├╝ge ist es nicht von Bedeutung!
Wenn also jemand die Anliegen der Gemeinschaft ├╝ber seine eigenen Bed├╝rfnisse stellt, dann folgt er dem Machtstreben. Dem anderer, aber auch seinem eigenen!

Das gr├Â├čte Verh├Ąngnis dabei ist aber ├╝berhaupt, dass diese Richtung als die richtige propagiert wird – und ich verwende mit Absicht die Ableitung von Propaganda. Denn das ist nichts anderes!
Und Propaganda ist eines der beliebtesten Machtmittel, weil sie vom Gro├čteil der Menschen nicht als solches erkannt wird!

Das hei├čt, die Machtstrebenden stellen an die oberste Stelle des kollektiven Unbewussten eine unl├Âsbare Aufgabe f├╝r den Einzelnen und halten ihn in durch die Unwahrheit in Abh├Ąngigkeit, dass er durch sein pers├Ânliches Verhalten die WELT und die GEMEINSCHAFT ├Ąndern kann. Und dass dies die nobelste und deshalb oberste Aufgabe f├╝r den Menschen ist.

Dadurch wird sein Ich in die Bedeutungslosigkeit verschoben und damit selbstverst├Ąndlich enorme Angst gesch├╝rt.

Denn ein Mensch allein IST ein Nichts, wenn man ihn aus der Perspektive der Gemeinschaft ansieht. Er kann jederzeit ersetzt werden, bzw. hinterl├Ąsst sein Wegfall wahrscheinlich nicht einmal eine kleine L├╝cke.

Doch der Mensch ist das Wesen, das selbst entscheidet, wer er ist und welche Bedeutung er in der Welt hat! N├Ąmlich das, was er in die Gemeinschaft einbringt. Auf diese Weise Bausteine f├╝r Welt und Gesellschaft beitr├Ągt und damit sehr wohl an der Gesamtheit zu Ver├Ąnderungen beitragen kann und wird.
Aber in einem Ausma├č, das mit freiem Auge nicht erkennbar ist. Wird nun aber von dieser Seite Ausschau danach gehalten, dann wird die B├╝rde unermesslich gro├č und die Machtstrebenden haben leichtes Spiel, weil die Energie in die falsche Richtung l├Ąuft und f├╝r das Wesentliche ungenutzt verpufft.

 

Ein Teil kommt noch ÔÇŽ

Auf der Suche nach der Freiheit
II. Machtlosigkeit
II.1 – Wer braucht die Macht

Die Machtlosigkeit wird sehr oft mit Hilflosigkeit gleichgesetzt oder verwechselt.
Doch die Machtlosigkeit folgt ganz anderen Grundlagen.
Wie im ersten Teil beschrieben, wird uns die Hilflosigkeit anerzogen und wird durch die pers├Ânliche Entscheidungspflicht aufgehoben.

Die Machtlosigkeit wird uns nicht anerzogen, sondern erw├Ąchst aus dem Gef├╝ge des Machtwesens, welches keineswegs anerzogen ist, jedoch als Bestandteil unserer Gesellschaft unwidersprochen anerkannt und dadurch auch immer wieder weiter ├╝bernommen wird.

Die Machtlosigkeit ist ein Produkt des Machtstrebens. Deshalb ist es wichtig, sich zuerst dem Machtwesen und dem damit verbundenen Machtstreben zuzuwenden.

 

II.1 – Wer braucht Macht?

 

macht II

 

Wie schon oft von mir, auch in anderen Artikeln erw├Ąhnt, ist der Mensch ein Zwitterwesen. Einerseits ein Herdenwesen, das sich jedoch nicht auf intuitive, instinktive oder rein emotionale Weise mit seiner Herde verbunden f├╝hlen kann, sondern sich durch sein Bewusstsein als getrennt von dieser Herde wahrnimmt.
Andererseits kann er sich aber nur ├╝ber seine Individualit├Ąt in das Ganze der Sch├Âpfung wieder einf├╝gen, ist f├╝r die Qualit├Ąt, die er einbringt, absolut selbst verantwortlich.

Deshalb ist die Individualit├Ąt die wahre Grundlage f├╝r den Sinn des Lebens. Und nicht das Herdenwesen.

Und es ist wesensentsprechend, dass dieses Einzelwesen seine Menschlichkeit hegt und pflegt, um einerseits seinem Leben Sinn zu geben und andererseits das Bestm├Âgliche zum Ganzen beizutragen.

Die Herde hat eine eigene Dynamik, f├╝r den Einzelnen ist sie nicht zust├Ąndig. Sie ist f├╝r das ├ťberleben der Herde zust├Ąndig, kann also jederzeit einzelne Bestandteile opfern.
Der Einzelne wiederum kann die Dynamik der Herde nur gering beeinflussen.

Die Herde kann den Einzelnen verrecken lassen und wird trotzdem weiter bestehen.
Und wer sich umsieht, wird dies an dem Umgang mit den Fl├╝chtlingen sehr gut nachvollziehen k├Ânnen.

F├╝r den Einzelnen allerdings ist es wichtig, einen Weg IN die Herde zu suchen. Er ben├Âtigt die Verbindung mit der Herde, ohne sie ist er absolut schutzlos. Denn nicht nur die Herde kann ihn abwerfen, sondern auch die Welt!

Der daf├╝r vom Universum (oder von Gott) geplante ideale Weg w├Ąre nat├╝rlich die Liebe. Aber leider hat das Bewusstsein des Menschen ihn dazu verleitet, sich als Gottes Ebenbild zu f├╝hlen und diese Anma├čung hat ihn vom Idealweg abgebracht. Er kreiert t├Ąglich neue, eigene Wege.

Und da er ein kleines ├Ąngstliches Armleuchterchen ist, versucht er sich stark zu machen, anstatt sein Bestes einzubringen. Dabei kann er sich gar nicht so stark machen, dass er die Herde beherrschen kann oder ihre Dynamik gro├čartig ver├Ąndert.

Er strebt also die Eingliederung mit seiner Herde nicht durch Liebe an, die die einzig m├Âgliche und auch f├╝r ihn pers├Ânlich sinnbringende Vereinigung ├╝berhaupt ist. Er will Macht ├╝ber andere andere aus├╝ben, um Verb├╝ndete f├╝r seine Lebensweise zu finden, um sich vorgaukeln zu k├Ânnen, dass er nicht allein ist.

Man kann dies auch sehr leicht an den Machthabern erkennen. Die Gemeinschaft, also die Menschheit w├╝rde ohne Donald Trump sehr gut weiterexistieren k├Ânnen, aber Trump ohne die Gemeinschaft w├╝rde als das armselige W├╝rschtel, das er tats├Ąchlich ist, durch den Rost in den Kanal von Abrahams Wurschtkessel fallen k├Ânnen und daf├╝r m├╝sste nicht einmal der Deckel ge├Âffnet werden.

Es gab schon so viele Machthaber und die Welt dreht sich immer noch und die Menschheit ist immer noch nicht ausgestorben. Obwohl so viele von ihnen schon sehr viele Menschen ermordet haben und es noch immer tun.
Vielleicht wird so einem Typen einmal ein Machtmittel in die Hand gespielt, das die Welt und die Menschheit mit ihr ausl├Âscht. Das kann passieren. Aber so lange die Menschheit und ihre weltliche Grundlage besteht, kann auch ein Trump oder Erdogan locker aus der Herde entfernt werden, ohne dass in China oder sonstwo auch nur ein Sack Reis umf├Ąllt.

Man sieht also auf den ersten Blick sofort die Ungleichgewichtung der Macht.
Und auch die Richtung, auf die wir unser Augenmerk legen m├╝ssen, um an unsere Freiheit zu gelangen.

Wir m├╝ssen unser Augenmerk auf unsere pers├Ânliche Freiheit legen und nicht auf die Freiheit der Gesellschaft! Nach diesem Prinzip ergibt sich die Freiheit der Gesellschaft von selbst!
Aber wenn wir unser Augenmerk auf die Freiheit der Gesellschaft legen, sind wir selbst logischerweise unfrei.

In unserem Leben sind nun einmal wir das wichtigste. Wenn wir sterben, ist f├╝r uns die weltliche Existenz und somit das menschliche Leben zu Ende. Aber die Herde wird weiter existieren. Wenn wir also das Wohl der Herde ├╝ber unser eigenes stellen, ergibt unser Leben keinen Sinn.

Das Verh├Ąngnis dabei ist, dass sich so viele Menschen diese Richtung gar nicht zu denken trauen. So viel Egoismus und wenn jeder so egoistisch ist, dann gibt es in ihren Augen keinen Zusammenhalt und kein Gemeinschaftswesen.

Doch das stimmt so nicht!
Egoismus ist das ges├╝ndeste f├╝r den Menschen. Doch m├╝ssen wir ihn von der Egozentrik unterscheiden, denn die wiederum ist das verh├Ąngnisvollste.

Denn zum Wohle des Einzelnen geh├Ârt es einfach, dass er nichts Trennendes zur Herde lebt. Also Hass oder Ausgrenzung haben da keinen Platz. Es KANN einem Menschen einfach nicht gutgehen, wenn er einen anderen verhungern oder ermorden l├Ąsst! Das entspricht nicht seiner Menschlichkeit.
Deshalb erzeugen diese Vorg├Ąnge Angst in ihm, die alles andere ├╝berlagert.

Da es sich um ein gemeinschaftliches Ph├Ąnomen handelt, wird das meistens gar nicht wahrgenommen, die ├ängste werden verdr├Ąngt und Rationalisierungen treten an ihre Stelle, die das alles als vollkommen normal erscheinen lassen.
Doch die Empathie ist ein wesentlicher Bestandteil des Menschsein. Nur leider meistens sehr verk├╝mmert und muss deshalb auf irgendeine Weise kompensiert werden.

Parolen von Machthabern bieten daf├╝r die besten M├Âglichkeiten an.

 

 

Fortsetzung folgt

Auf der Suche nach der Freiheit
I. Hilflosigkeit

Ich glaube, die meisten Menschen tr├Ąumen davon, ihr Leben selbstbestimmt und frei zu leben. Die wenigsten k├Ânnen es. Unter diesen befand auch ich mich.


Die „Kunst des Liebens“ und die Anerkennung der Selbstverantwortung hatten mich schon sehr weit gebracht. Auf jeden Fall so weit, dass ich meinem Leben eine andere emotionale Qualit├Ąt geben konnte, als ich sie bei den meisten meiner Mitmenschen erkannte.


Und doch – etwas fehlte. Frei und selbstbestimmt f├╝hlte ich mich dennoch nicht.


Und auf einmal machte es mir sogar Beschwerden. Die Situationen, die ich au├čerhalb meines schon recht wohlsortierten Ichs vorfand, begannen mich zu ├Ąngstigen. Die politische Entwicklung in meinem Heimatland, das Erkennen der mangelnden Empathie und Menschlichkeit bei vielen meiner Mitb├╝rger, die unmenschlichen Ausw├╝chse der Konsumgesellschaft und des damit einhergehenden Erkennens der zunehmenden Sinnentleerung des Lebens, die Weltlage an sich, die von Kriegen, Hungersn├Âten und Umweltkatastrophen gepr├Ągt wurde.


hilflosigkeit

 

Mit meiner Selbstverantwortung, die ich ja schon gut gelernt hatte, kam ich da nicht wirklich weiter. Die ├ängste wuchsen. Ich f├╝hlte mich wie eine Trauminsel, die von au├čen bedroht wurde.


Und wieder war es Erich Fromm, der mich auf die richtige Spur brachte. Diesmal mit „Furcht vor der Freiheit“. Ich erkannte die fatale Manipulation, durch die allgemeine Auslegung von Hilflosigkeit und Machtlosigkeit, die keinerlei Freiheit zul├Ąsst.


Denn – Wir k├Ânnen nicht frei sein, wenn wir uns hilflos f├╝hlen.
Wir k├Ânnen nicht frei sein, wenn wir uns der Macht beugen.
Hilflosigkeit und Machtlosigkeit ins Leben einzubinden, bringt Unfreiheit.


Und wir selbst sind es, die diese beiden Kr├Ąfte in unser Leben einbringen! Diese sind n├Ąmlich keineswegs unbedingt zur menschlichen Ausstattung geh├Ârig und deshalb ganz und gar nicht „gottgegeben“. Sich in diesem Zustand zu f├╝hlen, ist uns schlicht und einfach anerzogen.


Die Erkenntnis dieser Wesensgrundlagen erm├Âglichte es mir, sie weitgehendst aus meinem Leben zu entfernen. Und sofort winkte mir die Selbstbestimmung zu, die uns die gr├Â├čte Grundlage zur Freiheit bietet.


 

I. Hilflosigkeit

 

Der wache erwachsene Mensch ist niemals hilflos. Er kann gar nicht hilflos sein, weil er immer die Entscheidung f├╝r sich und sein Leben trifft. Die kann ihm niemand abnehmen und deshalb gibt es auch keine Hilflosigkeit, weil wer entscheidet, ist nicht hilflos.
Dabei ist zu ber├╝cksichtigen, dass auch die Bitte um Hilfe oder Hilfe anzunehmen, keinerlei Hilflosigkeit beinhaltet. Weil auch dies wieder die eigene Entscheidung ist.

Und da erkennt man doch sofort: Auf diese Art zu denken, wurden wir nicht erzogen!


Wir kommen aus der Hilfsbed├╝rftigkeit des Kindes in eine Erziehung, die nicht darauf ausgerichtet ist, Entwicklung zu f├Ârdern. Kinder werden erzogen und zwar mit den endlos ├╝berlieferten Gedanken und Ritualen ihrer Altvorderen.
Je weiter ein Kind ins Bewusstsein schreitet, desto weniger wird es jedoch hilfsbed├╝rftig. Die Hilflosigkeit wird ihm also erst danach anerzogen.

Es wird ihm anerzogen, dass es dieses und jenes nicht kann und deshalb auf Hilfe angewiesen ist. Anstatt die Kreativit├Ąt zu f├Ârdern, diese scheinbar hilfebed├╝rftigen Situationen meistern zu k├Ânnen. Mit Hilfestellung, das ist etwas anderes als einem Kind Hilflosigkeit anzuerziehen.
Wir sollten Kindern Hilfestellung geben, damit sie sich selbst erfahren k├Ânnen, um ihre M├Âglichkeiten und F├Ąhigkeiten entwickeln und ausbauen zu k├Ânnen. Da ist kein Funken Hilflosigkeit drinnen und ein Kind, das dieserart unterst├╝tzt w├╝rde, m├╝sste die vermeintliche Hilflosigkeit auch nicht in sein weiteres Leben mitnehmen.


Die Hilflosigkeit ist ein Status, dem die meisten Menschen ihr ganzes Leben lang ausgesetzt sind. Weil es so konditioniert ist, aber nicht weil es so der Wahrheit des Menschen entspricht.


Die Wahrheitsgrundlage des Menschen ist sein Leben.
Und wie anfangs beschrieben, ist der Mensch derjenige, der immer seine eigenen Entscheidungen trifft.
Es erscheint sofort ├╝berhaupt nicht logisch, warum ein Mensch nicht Entscheidungen aufgrund seiner Daseinsgrundlage f├Ąllt, sondern aufgrund dessen, was ihm irgendjemand vorgibt.


Eigentlich ist es ja so, dass bereits Babys und Kleinkinder ihre eigenen Entscheidungen treffen. Nur funktioniert es dort nicht auf bewusster und selbstbestimmter Ebene, sondern geschieht auf intuitiver und emotionaler Ebene. Aber auch ein Baby entscheidet bereits, wie es mit den ├Ąu├čeren Bedingungen umgeht.

Freud baute sein Lust-Unlust-Prinzip genau darauf auf.


Leider benutzen die Menschen ihre Entscheidungspflicht nur selten dazu, sich zur Aktion zu entscheiden. Die meisten entscheiden sich zur Passivit├Ąt, bzw. gar Unterordnung. Und die meisten merken nicht einmal, dass sie es tun


Dort kommen wir dann zum Machtstreben. Aber jetzt sind wir noch bei der Hilflosigkeit. Wer sich hilflos f├╝hlt und eine Aktion setzt, wird sofort merken, dass die Hilflosigkeit verschwindet. Auch wenn man dies jetzt als These liest, ist das doch sofort vollkommen logisch. Das hei├čt nichts anderes, als dass die Hilflosigkeit eine Folge der passiven Haltung ist. Viele glauben jedoch, es l├Ąuft umgekehrt. Sie verhalten sich passiv, weil sie sich hilflos f├╝hlen. Aber das stimmt so nicht, weil – ja, nun schon bekannt – die Entscheidung immer bei uns liegt.


Selbstverst├Ąndlich kann jeder Mensch in Situationen geraten, wo er einer gr├Â├čeren Hilfsbed├╝rftigkeit ausgesetzt ist.


Doch k├Ânnen wir in der Zwischenzeit wohl schon unterscheiden, dass Hilflosigkeit und Hilfsbed├╝rftigkeit zwei verschiedene Paar Schuhe sind.
Das ist deshalb wichtig, weil sich viele Menschen in allt├Ąglichen Situationen hilflos f├╝hlen, wo weit und breit keinerlei Hilfsbed├╝rftigkeit in Sicht ist.
Und diese Hilflosigkeit verstellt ihnen das Leben, verk├╝rzt ihnen die Freiheit, macht ihnen Beschwerden, bringt ihnen Probleme und Krankheiten.


Da ich wei├č, dass diese meine Sicht viele Einw├Ąnde hervorbringen wird, m├Âchte ich auf einige gleich vorweg eingehen.

F├╝r mich ist es immer wichtig, ein Prinzip zu erkennen, das selbstverst├Ąndlich Gegenargumente zur Reflexion zul├Ąsst, um das Prinzip als Wahrheit zu erkennen. Erst wenn man es von allen Seiten hinterfragen kann, und es sich nicht ver├Ąndert, ist dies der Fall. Also muss es auch f├╝r Extremsituationen G├╝ltigkeit haben.


Andererseits bedeutet dies aber selbstverst├Ąndlich nicht, dass man denjenigen, die nicht danach handeln (k├Ânnen) nun abwertend gegen├╝berstehen darf. Und schon gar nicht entspricht es dem Wesen des Menschsein, Hilfsbed├╝rftige nicht zu unterst├╝tzen!


Hier geht es darum, denjenigen, die sich gern selbst helfen wollen, eventuell eine Perspektive aufzuzeigen, woran es im Leben manchmal hapert.
Da es mir immer wieder gelingt, durch Erkenntnisse mein Leben wesentlich leichter zu bew├Ąltigen und eine h├Âhere emotionale Qualit├Ąt einbringen zu k├Ânnen, besch├Ąftige ich mich gern damit und w├╝rde es nat├╝rlich auch gern an andere weitergeben.


Nun aber zu den Einw├Ąnden, die selbstverst├Ąndlich sehr leicht auftauchen k├Ânnen. Es gibt ja viele Menschen auf der Welt, die nicht in derart privilegierten Verh├Ąltnissen leben, wie wir. Die Gewalt, Unterdr├╝ckungen, Hungersn├Âten und noch viel mehr ausgesetzt sind.
Selbstverst├Ąndlich kann man sich da hilflos f├╝hlen.
Weil man sich die Situation, in der man sich befindet, nicht selber ausgesucht hat – was halt bei den meisten Menschen in der westlichen Welt doch weitgehendst nicht so ist. Wenn einem die Bomben um die Ohren fliegen, kann man leicht glauben, dass man nicht mehr selbst entscheidet. Und doch – das stimmt letztendlich vom im Menschen angelegten Prinzip her nicht! Immer noch liegt die Entscheidung, wie jemand mit einer solchen Situation umgeht, bei ihm selbst.
Die Situation konnte er nicht bestimmen, aber seinen Umgang damit sehr wohl. Und wahrscheinlich werden in solchen F├Ąllen auch meistens Intuition und ├ťberlebenstrieb die Entscheidung ├╝bernehmen. Aber von au├čen wird sie nicht gef├Ąllt.


Viktor Frankl schreibt in seinem Buch „ÔÇŽ trotzdem ja zum Leben sagen“:

Wer von denen, die das Konzentrationslager erlebt haben, w├╝├čte nicht von jenen Menschengestalten zu erz├Ąhlen, die da ├╝ber die Appellpl├Ątze oder durch die Baracken des Lagers gewandelt sind, hier ein gutes Wort, dort den letzten Bissen Brot spendend? Und m├Âgen es auch nur wenige gewesen sein – sie haben Beweiskraft daf├╝r, da├č man dem Menschen alles nehmen kann, nur nicht, die letzte menschliche Freiheit, sich zu den gegebenen Verh├Ąltnissen so oder so einzustellen. Und es gab ein „So oder so“!


Doch mir geht es sowieso um Hilfestellung f├╝r Menschen in unseren Lebensbereichen. Die sich oft hilflos f├╝hlen und es tats├Ąchlich aber ├╝berhaupt nicht sind. Und durch genau diese Erkenntnis ihr Leben ungemein erleichtern k├Ânnen.

 

 

Die „Machtlosigkeit“ folgt … demn├Ąchst … (wahrscheinlich ­čśë )