Die Freiheit des Menschen III

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Ich glaube, dass ein großes Missverständnis rund um die Freiheit besteht. Immer wieder werde ich mit diesen konfrontiert.

Die Freiheit wird mit verschiedensten Komponenten gekoppelt oder an sie.

Das geht aber nicht. Freiheit ist Freiheit und sonst nix. In dem Augenblick, wo sie an etwas gebunden wird, ist es keine Freiheit mehr. Das ist doch logisch, oder?

Ich sprach in meinen ersten beiden Beiträgen von der Freiheit des Menschen!

Nicht von der Freiheit des Menschenwesens. Ich glaube dort entstehen diese Missverständnisse.

Der Mensch ist ein Gemeinschaftswesen und als solches selbstverständlich von seiner Gemeinschaft abhängig! Wie ich geschrieben habe: ein Mensch allein ist nicht überlebensfähig. Ja, er könnte nicht einmal geboren werden!

Deshalb ist es selbstverständlich vonnöten, dass er sich den Bedingungen der Gemeinschaft aussetzt, wenn er auf dieser Erde verweilen und leben will. Aber dann – hat er die Möglichkeit sich frei zu entscheiden! Was er mit diesen Bedingungen macht. ER entscheidet! Was er annimmt, was er übernimmt, was er mit dem Angenommenen tut. Was er ablehnt und was er damit tut.

Ein Mensch kann sich voll in Abhängigkeit seiner Gemeinschaft begeben und dennoch frei sein!

Er kann sämtliche Annehmlichkeiten annehmen, wie ein von anderen gebautes Haus, ein von jemandem geliefertes warmes Bett, oder seine Morgendusche, die er sicher auch nicht selbst angefertigt hat. Er kann in Flugzeuge steigen, oder auf Autobahnen fahren. Er kann das Angebot von Ärzten und Spitälern annehmen, von weither importiertes Gemüse oder Obst essen, oder sich von der Großmutter einen warmen Schal für den Winter stricken lassen.

Zu all dem entscheidet er sich selbst! Es ist eine Entscheidung seines freien Willens.  Vornehmlich selbstverständlich beim erwachsenen Menschen.

Aber auch Babys treffen bereits ihre eigenen Entscheidungen. Leider werden diese von den Erwachsenen dann konditioniert. Und oft ergibt das eben leider eine enorme Ambivalenz, die dazu führt, dass diese Erwachsenen vieles nicht mehr so erkennen können, wie es ihrem Wesen eigentlich entspricht.

Wie z.B. die persönliche Freiheit. Die wird als erstes aberzogen.

Doch als Erwachsener hat man immer die Möglichkeit, sich auf den Weg der Freiheit zu begeben. Natürlich muss man ihn suchen, ihn erkennen und das könnte mühsam sein.

Für viele erscheint es einfacher, irgendjemandem zu folgen: Eltern, Wissenschaftern, Ärzten, Politikern, Idolen, Parolen.

Viele beugen sich freudig einer Mehrheit, doch was viele meinen, muss noch lange nicht richtig sein. Und führt oft in Unmenschlichkeit, Krankheit oder Tod. Oder zu Hass, wie wir derzeit sehr gut erkennen können.

Und Hass ist mit Freiheit absolut nicht kompatibel.

Deshalb ist es so wichtig, die individuelle Freiheit zu erkennen. Sie ist die einzige perfekte Freiheit! Denn in der Abhängigkeit von der Gemeinschaft gibt es sie nicht, wie vorher angeführt.

Aber jeder Mensch hat in jedem Augenblick seines Lebens die Freiheit, seinen nächsten Schritt zu wählen. Ob er jemandem folgt oder nicht. Und wem er folgt, ist dabei von großer Bedeutung, wie man wohl nun leicht erkennen kann.

Doch Vorsicht, auch Opposition ist keine Freiheit. Das Gegenteil ist immer an den Ausgangspunkt gebunden. Doch auch das kollektive Unbewusste tut hier sein verhängnisvolles Werk.

Wo liegt also die Freiheit des Menschen in seiner Gemeinschaft?

Im WOLLEN, ein Mensch zu sein! In der Entscheidung zur Menschlichkeit.

Da kann man alles selbst spüren, was man zum Leben braucht und muss niemandem folgen, sondern kann sich immer und überall für sich und sein Menschsein entscheiden. Und alle Einflüsse von außen verlieren ihre Macht!

 

Die Freiheit des Menschen I

Die Freiheit des Menschen II

Die Freiheit des Menschen II

 

Nehmen wir nun einmal das gängigste Beispiel für unerkannte Unfreiheit in unseren Gesellschaftsformen: Die Gesundheit – und als erstes Unterbeispiel:

 

Der Ernährungszwang

Es gibt wohl so gut wie niemanden mehr in unserer Gesellschaft, der wirklich so isst, wie er es tatsächlich selber will.

 

 

Rund um die Ernährung wurde ein derartiger Zwangsballon aufgeblasen, dem sich die meisten höchst freiwillig unterordnen. Und im selben Augenblick ihre Freiheit vollkommen untergraben.

Denn das besonders traurige daran: Diese Menschen werden sich in nichts und nirgends frei fühlen können!

Die Freiheit ist unteilbar! Es ist so, dass man sich vielleicht zeitweise eben nicht frei fühlen kann – und es dann auch tatsächlich nicht ist. Aber es gibt keine Möglichkeit, in einem Bereich nicht frei zu sein und in anderen doch. Dann hat man nur das Wesen der Freiheit nicht verstanden.

Wenn man sich sogenannten wissenschaftlichen Egebnissen unterwirft, und sich dadurch unter Zwang und Disziplin setzen lässt, steigt die Unlogik, die Freiheit betreffend, doch sofort aus den Zeilen. Man unterwirft sich einer Macht, die von außen auf einen einwirkt und die leider, bei genauem Hinsehen klar erkennbar, dem Marketing des Konsumszwangs entspringt.

Diese dauernde Regelung unseres Essverhaltens durch täglich abgeänderte „wissenschaftliche Erkenntnisse“ zielt doch auf nichts anderes ab, als uns in Abhängigkeiten zu halten. Unsere eigene gesunde Wahrnehmung als unzureichend hinzustellen und uns deshalb vorgefertigte Programme und Erfahrungswerte vorzusetzen.

Aber bitte warum vertrauen wir denn nicht unseren eigenen Erfahrungswerten? Jeder Mensch hat diese Möglichkeit!

Über dieses Warum könnte man nun natürlich meterlange Abhandlungen schreiben. Menschen in Abhängigkeit zu bringen und halten, bringt natürlich sehr viel Macht und sehr viel Geld.

Mir geht es aber derzeit mehr darum, einfach die Unfreiheit aufzuzeigen. In Bereichen, wo sie als selbstverständlich angenommen und nicht einmal mehr erkannt wird.

Ich möchte euch bitten, euch eine ganz einfache Frage ehrlich zu beantworten: Fühlt ihr euch frei, zu essen, wann ihr wollt und was ihr wollt?

Macht einmal den Versuch, aufzustehen, tief einzuatmen, den Rücken durchzustrecken und laut zu sagen:

Ich esse wann ich will, ich esse was ich will und ich hab Freude daran.

Was löst das in euch aus?

Ihr müsst das nicht mir beantworten. Aber für euch im stillen Kämmerlein könnte es euch viel bringen. Auf jeden Fall würde es euch den ersten Schritt in die Freiheit zeigen und sie wohl auch für diesen Augenblick fühlen lassen. Und dann gibt es die freie Entscheidung: Wie sieht mein nächster Schritt aus? Wieder in Abhängigkeit, oder weiter auf dem Weg in die Freiheit?

Die Freiheit des Menschen

wird von diesem meistens nicht erkannt.
Der Mensch denkt, er ist nicht frei. Und das stimmt absolut nicht.

Ich glaube, die meisten verwechseln die Freiheit mit der Unabhängigkeit in gesellschaftlichen Belangen. 
Von der Gesellschaft kann sich das Gemeinschaftswesen Mensch nicht unabhängig machen. Ein Mensch allein kann im Prinzip gar nichts. Er kann sich ja nicht einmal fortpflanzen. 

Aber er ist frei, dieses Nichts zu zelebrieren!
Er kann sich entscheiden, sich mitten in eine Wiese zu setzen und nichts zu tun. Alles geschieht weiterhin von allein. 

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Vielleicht hat er Glück und es bringt ihm jemand was zu essen vorbei, oder zu trinken. Vielleicht wachsen gerade auf seiner Wiese wohlschmeckende Früchte, oder es regnet in ein gewölbtes Blatt und er hat was zu trinken. 
Oder er entscheidet sich, zu sterben.

Aber all das unterliegt seinem eigenen Wollen, und seiner persönlichen Freiheit. Niemand kann diese Entscheidung fällen, außer ihm selbst.
Und letztendlich ist dies mit allen seinen Entscheidungen so. Mit seinen bewussten und unbewussten. Er trifft sie immer selbst. Es gibt niemanden,d er Entscheidungen für einen anderen treffen kann.
Wenn einer sagt “ ich nehm dir die Entscheidung ab …“, dann bleibt die letzte Entscheidung doch bei dem, der sie sich abehmen lässt.

Wenn ein Mensch Schnitzel essen will, wird’s schwieriger. Da muss er die Leistungen der Gemeinschaft in Anspruch nehmen. Einige. Von der Pfanne bis zum Fleisch. Er wird Geld dafür verdienen müssen, dass er sich die Leistungen der anderen leisten kann. Und schon ist er abhängig.
Aber unfrei ist er nicht! Denn er hat immer die Möglichkeit, seinen nächsten Schritt frei zu wählen.
Und selbst, wenn ihm einer die Pistole an den Kopf setzt, hat er die freie Entscheidung, wie er damit umgeht.

Dieses Prinzip ist für viele leider absolut unverständlich. 
Aber es ist oft die einzige Perspektive, die das Leben zum Positiven verändern kann.

Es ist nicht der Zwang, die Disziplin, das Folgen wissenschaftlicher Ergebnisse.
All das führt nur in den ewigen Kreislauf des Zwangs, aber nicht in die Freiheit!

Es klingt so einfach und – ich kann aus Erfahrung sagen, wenn man dies verinnerlichen kann, ist es auch so einfach.
Wenn Entscheidungen, die man dann trifft, dem eigenen Wollen entsprechen, geht alles andere von allein. Das Unbewusste spielt dann nämlich auch mit.

Es ist einzig diese Entscheidung zu treffen, selbst für seine Freiheit verantwortlich zu sein und dafür wie man seine Schritte setzt. Immer und überall und in allen Bereichen.
Aber natürlich darf es kein Lippenbekenntnis sein. Man muss diese Entscheidung verinnerlichen und immer wieder überprüfen, ob man diesem Grundsatz auch tatsächlich folgt. Vornehmlich dann, wenn etwas im Leben nicht so läuft, wie man es sich grade vorstellt.
Es läuft dann nämlich dennoch so, wie man selber WILL.

Jeder Mensch kann das. Doch in unserer Gesellschaft wurden wir schon vor sehr sehr langer Zeit in eine ganz andere Richtung manipuliert. Nämlich in die Abhängigkeit von der Gesellschaft, über das Prinzip der gesellschafltichen Norm.

Doch auch wenn viele Menschen das Prinzip der Freiheit nicht anerkennen (können), kann es nicht ausgehebelt werden. Es ist eben nicht so, dass die Mehrheit immer Recht hat, bzw. die Wahrheit bestimmt.
Es gibt Prozesse in der Ewigkeit des Universums, die können nicht verändert werden. Das Prinzip der Freiheit ist ein solcher und auch die menschliche Freiheit macht da keine Ausnahme.