der einsame weg

der einsame weg

 

einsam. ist mein weg. ich bin es nicht. meine gedanken. meine gefühle. dicht bevölkert. nicht nur von den liebsten. auch von jenen. deren dasein so beschwert. in dieser zeit. ich trage sie. durch meine welt. in der die gnade mir ermöglicht. frieden. freiheit. freude. zu erfahren. für mich gibt es. zu euch keine grenze. keine abwehr. meine gedanken. meine gefühle. sorge und liebe. schicke ich zu euch. auch materielles. wo es mir möglich. ich lasse euch nicht. einsam. auf meinem wege liegen.

 

Ich bin nicht hilflos

Des öfteren bereits wurde ich in den letzten Tagen auf meine Abhandlungen über Hilf- und Machtlosigkeit angesprochen.
„Na, was machst jetzt mit deiner Theorie? Jetzt fühlst dich aber schon auch hilflos, oder?“
Meine Antwort:
Nein! Ich fühle mich auch jetzt nicht hilflos und da ich keine Macht ausüben will, ist die Machtlosigkeit eigentlich gewollt.

Wenn ich Macht ausüben wollte, dann wäre es selbstverständlich, um Frieden in der Welt und Gesundheit für die Menschen zu etablieren. Aber ehrlich, diese Macht ist utopisch, und mit dem Streben danach werde ich mit Sicherheit nicht meine Energie vergeuden.
Auch nicht, wenn es als Aussage dann so schön klingt, wie man oft in diesen wunderbaren Spruchbildern lesen kann, die dann von einem sensiblen, mitfühlenden Gemüt zeugen sollen.

Nein, nicht ich, bitte!

Eigentlich ist es eher so, dass meine damalige ja-nur-Theorie nun auch in der Praxis Bestätigung erfährt.

Was war mein Ausgangpunkt, als es um die Abstraktheit der Hilflosigkeit ging?
Das grundsätzliche Ja zum Leben, zu meinem und zum Lebendingen an sich.
Ereignisse sind davon nicht betroffen. Die Ereignisse bestimmen nicht meine Einstellung, meinen Zugang zum Leben.
Sie bilden den Rahmen. Der Rahmen wiederum stellt Herausforderungen an mich. Die ich dann einzig mit meinen eigenen Entscheidungen bewältige.

Wie schon auch seinerzeit geschrieben, sind meine Entscheidungen nicht so zu fällen, dass sie nur mein eigenes Wohl im Blickpunkt haben, sondern sie müssen mein Wohl und das Wohl der Gemeinschaft auf einer Achse bedienen.

Nun gibt es derzeit Vorgaben für die Allgemeinheit, deren Richtigkeit ich in keinem Fall verifizieren kann. Deshalb ist es für mich logisch, mich den gemeinschaftlichen Forderungen anzuschließen, weil ich eben nicht entscheiden kann, ob sie richtig oder falsch sind.
Experten gibt es für eh alles (wie Günther Paal so schön sagt) und deshalb für alle Richtungen. Denen ist also nicht zu vertrauen.

Zu vertrauen ist mir und meinem eigenen Wollen. Dieses wird nach meinem Ansatz, und deshalb auch nach meiner Einstellung, davon bestimmt, nicht nur mir sondern auch der Gemeinschaft nicht zu schaden. Also bleibt doch eindeutig nur eine einzige Entscheidungsmöglichkeit übrig.
Ich trage die Entscheidung für die Allgemeinheit mit.

Meine Gedanken sind frei und sie bringen einiges an Zweifel und Kritik mit sich. Für mich ist das, was passiert, nicht wirklich denkfähig. Ich kann an dem Virus, mit dem sich Millionen anstecken, die dann leichte Beschwerden haben, das aber für eine bestimmte Gruppe, nämlich für die „Alten und Kranken“ tödliche Auswirkungen haben kann, nichts Ungewöhnliches erkennen. Das ist sogar bei Erkältungen so.

Dass sich irgendein Staatschef nun auf einmal für die Alten und Kranken einsetzt, und dafür sogar die Wirtschaft, das goldene Kalb, schlachtet, ist allerdings absolut absurd für mich. Das haben die alle miteinander bisher nicht einmal nur ansatzweise getan. Also muss was anderes dahinterstehen. Was auch immer. Ich werde mich nicht in Verschwörungstheorien ergehen.

Denn wie ich schrieb:
Zum Unterschied von ich glaube, es besser zu wissen, folge ich meinem Wissen, dass ich es eben NICHT weiß.

 

nicht hilflos

 

Da es mir logisch erscheint, dass in der Distanzhaltung der größte Schutz für mich liegt – ich bin auch nicht an anderen Infektionen interessiert -, ist es ein Leichtes für mich, den entsprechenden Anordnungen zu folgen und die dadurch entstehenden Beschwerlichkeiten mitzutragen.

Über sonstige Gründe zum Auseinanderdividieren der Gesellschaft möchte ich aber lieber nicht nachdenken. Weil sie eben aufgrund meines „Nichtbesserwissens“ in Verschwörungstheorien münden würden. Doch die Auswirkungen zeigen sich ja bereits.

Meine Gefühle sind frei und ich fühle mit den Menschen an die ich denke und trage sie in mir. Egal ob Alte oder Kranke, aber auch nach wie vor Flüchtlinge und alle, die leiden, mit und ohne Zutun anderer. Sie gehören zu mir, zu meinem Menschsein, sie machen mich zu „meinem Ganzen“.

Deshalb sehe ich auch darin eine Verpflichtung mein Leben anzunehmen, und angstfrei und mit Freude zu gestalten.
Weil ich die Möglichkeit dazu habe!

Ich sprach in diesen Tagen schon mehrmals von Gnade und Demut. Denn es gibt viele Menschen, die nicht die Möglichkeit vorfinden, in dieser Situation so dazustehen wie ich.
Und dennoch sind auch all diese Menschen, die es nun so viel schwerer haben als ich, keineswegs hilflos. Ihre Entscheidungen, wie sie mit den Bedingungen umgehen und ihr Leben weiter gestalten, bleiben trotzdem ihre eigenen.

Sie alle haben in meinen Gedanken und meinem Gefühl eine Heimat, aber ich kann ihnen nicht helfen. Das liegt in der Natur der Sache, nicht am Prinzip der Hilflosigkeit. Wir können nicht ALLEN helfen. Dem Menschen sind nun einmal Grenzen gesetzt. Er ist nicht Gott und nicht allmächtig und er tut gut daran, dies anzuerkennen.

Indem ich mein Leben annehme und so gut wie möglich gestalte, schaffe ich Raum und Kraft in mir, um die Anderen nicht aus mir hinausdrängen zu müssen, ihr Leid, ihre Sorgen usw.

Und es gibt mir auch freie Sicht und dadurch Möglichkeiten zu erkennen, die ich vielleicht umsetzen kann. Weil mein Blick nicht von Angst, Hilflosigkeit oder Ohnmacht, Verdrängung oder Abstumpfung getrübt wird.

Viele Menschen die ich kenne, fühlen sich zwar als Opfer der Maßnahmen, lassen sich aber gerne von den öffentlichen Vorgaben einlullen. Sie glauben, wenn sie diese brav umsetzen, wird die Welt oder die Situation sich als Lohn darstellen und alles wieder gut werden.
Sie folgen dem Gehorsam!
Und kaum tritt jemand aus diesem Muster heraus, wird Sanktion gefordert.

Der Ruf nach Strafen, Blockwartmentaliät und Naderei sind die Begleiter dieser ach so wohlmeinenden Mitbürger.

Wie man sofort sieht, wollen sie nur Verantwortung abgeben und folgen ihrer Angst – und in ihrer Angst einem Führer – und nicht der eigenen freien Entscheidung zum Wohle der Gemeinschaft. Was dann auch zu ihrem eigenen Wohle wäre.

Aber das kennen wir ja auch aus anderen Situationen sehr gut. Da hat sich nur das Erscheinungsbild geändert. Die Einstellung der Leute ist ja immer dieselbe. Diese Ansinnen richten sich nun halt gegen „unsere eigenen Leut“.

Was sich nicht geändert hat ist, dass wir nach wie vor eigene Entscheidungen treffen und deshalb keinerlei Hilflosigkeit auftritt.

Wer sich hilflos oder als Opfer fühlt, täte meiner Meinung nach gut daran, dies nicht auf die Gesellschaft abwälzen zu wollen. Es wäre weitaus gesünder, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen, um erkennen zu können, warum man Verantwortung abgeben will. Das würde nämlich auch das Immunsystem stärken.

Kommt gut durch diese herausfordernde Zeit!

meins!

ich hab zwei versionen. aber für mich gehts nicht um entweder/oder. sondern ich mag beide und zeig sie euch deshalb auch beide 😀

 

 

meins!

da wo ich lebe
liegt das glück
offen in der flur

ich hebe es auf
fülle es in mich

meins

tanze
lache
singe

ich schreie
es in die welt:

meins!

 

* * *

 

meins!

da wo ich lebe
liegt das glück
offen in der flur

ich hebe es auf
fülle es in mich

tanze
auf den gräsern

singe
zwischen den rieden

lache
in unendliche weite

und schreie
in die welt:

meins!

 

© evelyne w.

 

Auf der Suche nach der Freiheit
II. Machtlosigkeit
II.3 –Freiheit ist machtlos

Was ich bisher über die Machtausübung geschrieben habe, ist wohl den meisten ziemlich logisch erschienen. So gut wie niemand möchte sich erklärtermaßen irgendeiner Macht beugen. Allerdings haben viele die Ansicht, dass es nicht anders geht. Aber das stimmt so nicht, wie aufgezeigt.

Doch der wesentliche Teil meiner Machtlosigkeits-Trilogie ist nun dieser letzte.
Denn für mich geht es ja um die Suche nach der Freiheit und auch darum, wie man sich bei Störfällen in der Befindlichkeit durch Einsichten selbst aus misslichen Stimmungslagen und Situationen befreien kann.

Es war aber wichtig, diese „Einleitungen“ zu schreiben, weil das Machtwesen an sich aufgedeckt werden musste. Sonst würde das Verbindungsglied fehlen.

Bisher haben wir uns also mit der Machtausübung anderer beschäftigt. Wie diese wirkt und vor allem auf uns einwirkt. Wir konnten aufdecken, wie wir besser aus Machtgefügen heraustreten können, die uns Beschwerden machen oder denen wir vermeintlich nicht freiwillig folgen.
Weiters, wo unsere wahre Positionierung im Leben sein sollte, und dass diese wesentlich mehr Sinn macht, als die von der Gesellschaft praktizierte.

Um frei werden zu können, bedarf es jedoch einer ganz besonderen Befreiung vom Machtstreben. Nämlich vom eigenen!

freiheit ist machtlos

 

Wir alle wollen Macht ausüben! Ja, ja, auch wir!

Wir bilden uns eine Meinung, ein Lebenskonzept, setzen uns Ziele für die Verbesserung unserer Lebensqualität – und offiziell auch für die der anderen. Und schwupps, schon wollen wir Verbündete dafür rekrutieren.

Wir sind nicht frei genug, uns zu vertrauen. Nicht unseren Wahrnehmungen, nicht unseren Entscheidungen, nicht unserem Geschmack, nicht unseren Ideen und Ansinnen, einfach nicht uns selbst.
Wir orientieren uns an den anderen, anstatt an uns selbst und möchten deshalb natürlich, dass die anderen, das was wir machen gutheißen und mittragen.

Würden wir uns an uns orientieren, könnten wir frei agieren. Schielen wir nach den anderen, ist die Freiheit futsch. Wir geben die Macht an sie ab, indem wir Macht über sie ausüben wollen, bzw. die Macht an uns reißen wollen.


Unser eigenes Machtstreben tritt mit gut ausgebildeter Familie auf.

Fast unerkannt ist die dicht verschleierte Tochter Erwartungshaltung!

Sie ist diejenige, die Kommunikation erschwert, Frust aufbaut, Streit und Hader erzeugt, auch Gewalt hervorrufen kann und die Menschen oft sehr unglücklich macht.

Wie man sofort erkennen kann, ist die Erwartungshaltung wieder etwas, wozu wir uns selbst entscheiden!

Ein paar Beispiele:

Wir wollen das Beste für unsere Kinder, eh klar, aber wir erwarten, dass sie das erkennen, annehmen und sich danach verhalten. Die Nachkommenden wollen aber oft ganz etwas anderes. Da wir nicht gelernt haben, auf die Bedürfnisse unserer Kinder einzugehen, sondern sie mit unseren Ideen zu erziehen versuchen, bringt uns diese Erwartungshaltung dann tiefe Konflikte.

Wir geben das Beste in unserem Job, und erwarten, dass der Chef das zumindest erkennt, uns vielleicht sogar lobt, befördert usw. Doch wir haben ein grindiges Arschloch als Chef und der meckert nur an uns herum. Da wir nicht gelernt haben, das was wir tun einfach einzubringen, den Typen zu durchschauen und loszulassen, werden wir mit Krampf in die Arbeit gehen und womöglich ein Magengeschwür aufbauen.

Beispiel aus einem Autorinnenleben gefällig?
Man schreibt ein tolles Manuskript und hängt viele Erwartungshaltungen daran. Verlagsveröffentlichung, Publikumserfolg, Pressejubel uvm.
Dann liegts zu Hause herum und keiner will es haben. Verlage antworten nicht einmal, Lesungsangebote werden ebenfalls einfach ignoriert. Die Medien? Die interessiert ganz was anderes. Das Publikum muss man sich mühsam zusammennetzwerken, usw.
Wenn man da nicht geschrieben hat, um sich selbst zu erkennen, zu unterhalten, seine grauen Zellen zu beschäftigen, na, dann können die Frustbeulen leicht bis in den Himmel wachsen.

Das alles sind Beispiele, wo wir Macht über andere ausüben wollen! Wir wollen sie auf unsere Seite ziehen, um von ihnen Bestätigung für unser Tun zu erhalten, oder dass sie sich dafür stark machen, unsere Projekte zu verwirklichen.

Wie wir schon gelesen haben, ist der Einfluss auf andere meistens sehr gering und diesen anzustreben äußerst energieraubend.

Also gibt es nur einen Weg in die Freiheit: Die Aufgabe der Erwartungshaltung.

Wir können in jeder Situation unseres Lebens die Perspektive ändern! Das ist unsere Entscheidung! Umso öfter wir das Machtstreben aus unseren Entscheidungen entfernen (egal ob das anderer oder das eigene), desto freier werden wir logischerweise werden.


Es gibt aber noch einen ganz besonderen Faktor: Die Machtausübung über uns selbst!

So hat das Machststreben z.B. noch eine wesentlich sympathischer erscheinende Tochter: Die Disziplin!

So gut wie jeder glaubt, Disziplin ist das Allheilmittel für den Ablauf des Lebens. Vergessen wird dabei jedoch, dass jeder Zwang, auch der den wir auf uns selbst ausüben, eben Zwang bleibt und sich mit Freiheit deshalb nicht verträgt.

Wir glauben, wenn wir uns der Freiheit ergeben, bricht das Chaos in unserem Leben aus. Wir wachsen wie die Rüben auf und es gibt keine Ordnung, und deshalb keinen Halt.
Das ist aber nur bei Menschen so, die in sich keinen Halt finden.

Jeder kennt den Spruch „Wenn du etwas wirklich willst, dann kannst du es auch erreichen“. Und die Idole, die wir bewundern, zeigen das höchst eindrucksvoll.
Doch niemand sieht, was in deren Leben alles auf der Strecke bleibt, weil sie sich nur einem Ziel verschrieben haben.

Im Außenbereich kann man den Prozess leicht erkennen. Wenn ein Politiker etwas erreichen will und sich diesem Ziel verschreibt, dann wird das wichtigste sein, andere zu beherrschen.
Wenn ein Sportler oder ein Künstler tolle Erfolge erzielen will, dann wird er viele Menschen brauchen, die ihn unterstützen. Nun würde sicher niemand sagen wollen, dass er diese beherrschen will. Und dennoch ist das Prinzip dasselbe. Er braucht diese Leute, also muss er sie auf seine Seite ziehen.

Ich will das jetzt nicht abwerten! Nein, wir sind eben keine Einzelwesen und wie wir bereits wissen, können sich alle zu ihrer Beteiligung frei entscheiden.

Doch das Machtgefüge wird transparent.

Mir geht es aber hier um eine noch einmal andere Ebene. Nämlich um die persönliche. Dort läuft das nämlich ganz genauso.

Wir wollen etwas erreichen, das nur uns betrifft. Abnehmen, fit sein, gesund sein oder werden usw.

Wir wollen aber Schokolade essen, oder auf dem Sofa lümmeln, oder sonstwas, das nach gängiger Meinung nicht zu dem gewünschten Ergebnis führen kann.
Wir lassen jetzt einmal die Unfreiheit durch die Manipulation der Werbung oder Gesellschaft beiseite. Die ist eh so weit klar. Die Motivation zu unseren Ansinnen zu beleuchten, wäre ein eigenes Thema und würde dieses nur verbreitern.

Wir steigen direkt in die vorgegebene Situation ein.

Was werden die meisten Leute machen, um an ihr vorgefasstes Ziel zu kommen?
Sie werden sich eine Diät, ein Fitnessprogramm, Therapien oder ähnliches suchen.
Und für diese dann die hochangesehene Machttochter Disziplin anwenden wollen.

Wie wir alle wissen, sind diese Aktionen äußerst selten von bleibenden Erfolgen gekrönt.

Es ist nun nicht so, dass es etwas Negatives ist, sich ein Ziel zu setzen. Nur der Weg dahin kann leicht nach hinten führen, wenn wir nicht erkennen, dass Ziele nicht nur auf einem vorgefassten – und womöglich noch von anderen vorgefertigten – Weg erreichbar sind und vor allem, dass sie sich während des Weges ändern können!

Auch hier ein Beispiel, und zwar ein ziemlich gängiges:

Ein Mensch ist Single und plant eine große Karriere. Er arbeitet konzentriert und diszipliniert fast ausschließlich darauf hin, weil er zu wissen glaubt, dass dies zum Erreichen seines Zieles notwendig ist.
Dann trifft er jemanden und verliebt sich. Oj oj oj oj, nun wird’s ein bissl stressig. Konzentration und Disziplin werden wahrscheinlich etwas löchrig werden.
Womöglich kommt auch noch ein Kind. Ach, noch einmal passt da was so absolut gar nicht zu seinem ersten Ziel.

Was wäre denn nun wohl der dem Menschsein entsprechendere Weg?

Der, den so viele gehen, und wo versucht wird, die anderen auf die Karriere einzuschwören, die Familienaktivitäten minimalst zu halten und die Verantwortung an den Partner oder sonstjemanden – Kindergarten, Schule usw. – zu übergeben?
Oder sein Ziel unterwegs zu ändern? Die Karriere an die Familie anzupassen, sie vielleicht nicht in ganz so lichten Höhen anzusetzen?

Wie wir schon gehört haben, sollen unsere persönlichen, wie auch unsere gemeinschaftlichen Ziele immer im Einklang mit uns, aber auch mit unserem Umfeld getroffen werden.

Das heißt, dass die Wege dorthin jeden Augenblick neu erarbeitet werden müssen, weil sich die Situation ja dauernd ändert. Sich also mit Disziplin auf nur einen Weg zu machen, lässt sofort die Starre in dem Ansinnen erkennen. Das Leben am Wegrand bleibt unbeachtet und wir können nicht rechtzeitig darauf reagieren, wenn etwas aus dem Ruder läuft! Und mit Starre wird man niemals frei, auch klar.


Und noch ein fast unerkanntes Töchterlein gibt es: Die Selbstermächtigung!

Wenn Leute sagen: „Ich will die Macht über mich behalten“, oder „nur ich habe die Macht über mich“, dann haben sie die Macht bereits abgegeben. Denn sie orientieren sich an dem Machtstreben anderer und setzen das eigene Machtstreben nur dagegen!

Doch In der Machtlosigkeit liegt die wahre Freiheit!

Das wars.
Für jetzt ist hier wieder einmal Schluss mit Hilf- und Machtlosigkeit
😉

 

 

Doch noch ein paar Worte zum Abschluss:

Mir haben all diese Erkenntnisse viel gebracht. Und ich habe mir das deshalb alles aufgeschrieben und in Zusammenhänge zueinander gebracht, damit ich mich immer wieder daran orientieren kann, wenn es grad wo bei mir hakt und ich mich unfrei oder nicht ganz in meinem Leben zu Hause fühle.

Es wäre schön für mich, wenn ich auch anderen damit Denkanstöße für ein freieres persönliches Leben geben könnte. Aber Macht will ich keine ausüben. Wer mir nicht folgen will oder kann, ist dennoch immer gern auf meinem Blog oder auch sonstwo gesehen!

 

Auf der Suche nach der Freiheit
II. Machtlosigkeit
II.2 – Wer hat die Macht

Das Gefühl der Machtlosigkeit befällt uns wohl alle täglich mehr oder weniger oft. Wir schauen in die Welt und sehen Krieg, Unterdrückung, Hungersnot, Eingriffe in Umwelt und Klima, Manipulationen an Lebensmitteln, bei Krankheitsbildern, u.v.m.

Man steht und denkt, was soll ich kleines Würschtel dagegen nur unternehmen?
Und das stimmt. Jede unserer persönlichen Anstrengungen verdunstet als Tropfen bereits beim Hinunterfallen auf den heißen Stein.

Man muss sich das einmal vor Augen führen, wieviele Milliarden täglich gespendet werden, wieviele Hilfsgüter jeder Art durch die Welt transportiert werden, wieviel freiweillige Helfer unter oft lebensbedrohlichen Bedingungen Hilfe leisten – das tägliche Erscheinungsbild ändert sich dadurch in keinster Weise. Die Not wird nicht weniger auf der Welt. Verlagert sich nur manches Mal in andere Gebiete.
Denn die Machthaber stecken noch mehr Geld und Energie in die Gegenseite. Die Wirtschaft ist der moderne Götze und diesem wird alles Menschliche untergeordnet oder geopfert. Da kann einen schon das Gefühl der Machtlosigkeit überfallen.

Und nicht zu vergessen: Wir alle finanzieren all das mit. D.h. wir werden auf der einen Seite zur Kasse gebeten, um Großmächte zu unterstützen, Waffen zu kaufen, die unnötigsten und gefährlichsten Aktionen zu sponsern und dgl.
Und werden dann zur Kasse gebeten, um freiwillig genau dagegen zu wirken.

Sehen wir uns nur um. Wie sähe es allein in unserem Land aus, wenn es die Unmengen an ehrenamtlichen Helfern und freiwilligen Unterstützern nicht gäbe?

Das bedeutet, Eigeninitiativen werden dafür verwendet, um den Machthabern noch mehr Macht zu ermöglichen! Aber ändern tut sich nichts.

Dem Einwirken von Mächten auf uns geben wir selbst Raum.

 

Eines Tages stand ich vor diesen täglich auf mich einstürmenden Informationen und dem Gefühl , nichts aber auch schon gar nichts verändern zu können und dachte, da kann etwas nicht stimmen.
Der Mensch ist ein Entscheidungswesen und lebt seine Entscheidungspflicht am besten, wenn er sie in Aktionen ausdrückt.
Wie wir im ersten Teil nachlesen können, gibt es die Hilflosigkeit nicht. Nun aber stoßen wir an Außengrenzen und glauben, wir müssen uns einer Macht beugen, weil wir am Ganzen nichts bewirken können.

Doch dann erkannte ich, dass es nur die falsche Perspektive ist, die uns bereits das Machtwesen mit ihrem Machtstreben diktiert.

Der Fokus wird von der Allgemeinheit auf die Herde gelenkt! An der wir, wie vorher erklärt, nur äußerst schwer und zäh etwas verändern können.
Selbstverständlich können wir uns Verbündete suchen, die dem gängigen Modell entgegen wirken wollen und mit ihren Handlungen auch tun, und dennoch wird sich die Menschheit im ganzen dadurch nicht verändern. Zu sehr sind diese Prozesse in ihren Bahnen verankert.

Was also kann der Einzelne tun?

wer hat die macht

 

Er muss sich auf seine Individualität besinnen! Das ist die richtige Perspektive!
Sich darauf zu besinnen, WAS ein Mensch tatsächlich ist, WAS deshalb Menschsein bedeutet, und WAS uns die Menschlichkeit dafür vorgibt.

Und das ist nicht das Streben, Macht über andere ausüben zu wollen. Sich auf diese Weise mit ihnen verbinden zu wollen. Dieses Vorgehen dient immer nur dem Machthaber! Niemals der Gemeinschaft. Machthaber scharen ihre Anhänger und Truppen um sich, um einen Wall zwischen sich und ihre Angst zu bauen.
Doch wie wir vorher aufgezeigt haben, nützt ihnen das gar nichts. Auch Hitlers Bunker gab ihm keinen Schutz vor seiner Angst und seinem psychischen Desaster. Er konnte sich niemals sicher und schon gar nicht jemals frei fühlen!

Deshalb ist es wichtig, Machtstreben richtig zu erkennen und Macht nicht zu geben!Andere können nur die Macht über uns ausüben, die wir ihnen einräumen!

Dort haben wir auch wieder die Verbindung zur Hilflosigkeit. Es ist unsere eigene Entscheidung! Und die fällen IMMER wir!

Die Machtstrebenden sind interessiert daran, uns in Abhängigkeit zu halten. Am besten gelingt das, indem sie unsere Energie auf etwas lenken, das diese nur vergeudet. Umso mehr wir unsere Energie dafür verwenden, unabhängig oder gar frei sein zu wollen, desto mehr verlieren sie an Macht.

Wie vorher aufgezeigt, ist es die größte Energieverschwendung, sich auf die Rettung der Welt zu konzentrieren. Dort rennen wir wie die Hamster im Rad und betreiben damit lediglich die Windmaschine der Propaganda und bringen sonst nichts, aber auch schon gar nichts zustande.

Die Energie auf die persönliche Freiheit zu lenken, und diese dafür zu verwenden, die eigene Menschlichkeit zu leben, würde bedeuten, dass wir nichts Trennendes zwischen uns und die Gemeinschaft stellen wollten. Das heißt, alles was wir für uns erarbeiten und leben, muss als Positivum in die Gemeinschaft eingebracht werden können.
Es kann also nicht sein, dass ich einem anderen etwas wegnehme, damit es mir gut geht! Dass ich einen anderen bekämpfe, dass es mir gut geht. Dass ich gar jemanden umbringe, dass es mir gut geht.

Egoismus kann sich also niemals gegen die Gemeinschaft richten!
Wer nur auf sein eigenes Wohl bedacht ist und dieses ohne Rücksicht auf Verluste durchsetzen will, handelt niemals egoistisch, sondern zentriert alles auf sein Ego, und sein Handeln ist deshalb egozentrisch. Und benötigt dafür Macht!

Dasselbe Prinzip gilt aber auch für eine Gemeinschaft! Wer das Wohl einer Gruppe über das Wohl des Einzelnen stellt, kann dies ohne Machtausübung nicht bewerkstelligen.

Selbst wenn ich Vereinigungen gründe, die anderen helfen sollen und sich die Humanität groß auf ihre Banner malen, so wird es niemals möglich sein, sicher sein zu können, dass ihre Mitglieder auch tatsächlich der Humanität folgen. Wie oft haben wir schon davon gelesen, dass humanitäre Projekte und auch Gesellschaften, missbräuchlich verwendet wurden?

Dass kein Missverständnis entsteht: Ich finde es unbedingt gut und wichtig, dass es Menschen gibt, die solche Gruppen gründen, betreuen und auch sich solchen anschließen.

Aber das fällt eindeutig unter persönlicher Lebenssinn und menschliche Gesinnung. Folgt also dem vorher aufgezeigten menschlichen Streben, bei persönlichen Einstellungen und Entscheidungen das Wohl der Gemeinschaft im Auge halten zu müssen, weil es mit trennenden Ansinnen keine individuelle Freiheit geben kann.

Und bewirkt natürlich auch im tatsächlichen Aktionsbereich Gutes und das ist enorm wichtig! Keine Frage. Aber immer nur im persönlichen Sinn, sei es für denjenigen, der tut, und natürlich auch für den, dem dadurch geholfen wird.
Aber im Gesamtgefüge ist es nicht von Bedeutung!
Wenn also jemand die Anliegen der Gemeinschaft über seine eigenen Bedürfnisse stellt, dann folgt er dem Machtstreben. Dem anderer, aber auch seinem eigenen!

Das größte Verhängnis dabei ist aber überhaupt, dass diese Richtung als die richtige propagiert wird – und ich verwende mit Absicht die Ableitung von Propaganda. Denn das ist nichts anderes!
Und Propaganda ist eines der beliebtesten Machtmittel, weil sie vom Großteil der Menschen nicht als solches erkannt wird!

Das heißt, die Machtstrebenden stellen an die oberste Stelle des kollektiven Unbewussten eine unlösbare Aufgabe für den Einzelnen und halten ihn in durch die Unwahrheit in Abhängigkeit, dass er durch sein persönliches Verhalten die WELT und die GEMEINSCHAFT ändern kann. Und dass dies die nobelste und deshalb oberste Aufgabe für den Menschen ist.

Dadurch wird sein Ich in die Bedeutungslosigkeit verschoben und damit selbstverständlich enorme Angst geschürt.

Denn ein Mensch allein IST ein Nichts, wenn man ihn aus der Perspektive der Gemeinschaft ansieht. Er kann jederzeit ersetzt werden, bzw. hinterlässt sein Wegfall wahrscheinlich nicht einmal eine kleine Lücke.

Doch der Mensch ist das Wesen, das selbst entscheidet, wer er ist und welche Bedeutung er in der Welt hat! Nämlich das, was er in die Gemeinschaft einbringt. Auf diese Weise Bausteine für Welt und Gesellschaft beiträgt und damit sehr wohl an der Gesamtheit zu Veränderungen beitragen kann und wird.
Aber in einem Ausmaß, das mit freiem Auge nicht erkennbar ist. Wird nun aber von dieser Seite Ausschau danach gehalten, dann wird die Bürde unermesslich groß und die Machtstrebenden haben leichtes Spiel, weil die Energie in die falsche Richtung läuft und für das Wesentliche ungenutzt verpufft.

 

Ein Teil kommt noch …