lintschis filosofium

oder – die wichtigkeit des seins

Über meine „Winterblüten“

 
winterblueten

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Es war mir ein großes persönliches Anliegen, diesen Roman zu schreiben.
Seit Jahren verfolge ich, wie alte Menschen besonders gerne etikettiert werden. Wie sie lediglich als konsumträchtige Masse wahrgenommen, ansonsten aber gerne in einen Eintopf geworfen werden, in welchem es fad und geistig minderbemittelt zugeht.
Es erscheint mir logisch, dass dadurch die Angst vor dem eigenen Alter enorm geschürt wird.

Ich habe in den letzen Jahren vermehrt mit alten Menschen zu tun. Bin regelmäßig in Senioren-, auch Pflegeheimen unterwegs. Und wie man von mir weiß, bin ich jemand, der Menschen gerne ansieht, sich gerne mit ihnen auseinandersetzt, sich nicht einfach mit einem Massebrei füttern lässt.
Und so sehe ich auch dort, wie die Leute versuchen, ihr Leben auf die Reihe zu kriegen.
Und finde die gleichen Muster, die ich in allen Altersgruppen sehe.
Erkenne Machtstreben, Einsamkeit, Eitelkeit, Neid, aber auch Zuneigung und Liebe.
Und erotische Strömungen und Aktivität!

Ich weiß aus meinen Sachbüchern, das sexuelle Vermögen erlischt nicht automatisch durch das Alter. Sondern dort, wo es nicht sorglich gepflegt wird. Die Libido ist ein zartes Pflänzchen, das viel Pflege braucht.

Jetzt wo ich selber an der Tür zum Alter stehe, denke ich immer wieder: Wieso sollte sich mein Leben eigentlich in den nächsten zwanzig Jahren plötzlich umdrehen. Wieso sollte ich meine Selbstverantwortung abgeben wollen? Wieso sollte ich plötzlich Volksmusik hören wollen, wenn ich seit 50 Jahren Rockmusik bevorzuge. Wieso sollte ich plötzlich Heimatromane lesen, oder Deckerln sticken? Wieso sollte ich kein Interesse mehr an guter Lyrik haben? An Inhalten? Oder an schöner Wäsche?

Natürlich bringt auch mein Alter körperliche Veränderungen mit sich. Aber ändern sich deshalb auch meine Interessen? Selbstverständlich werde ich etwas verlangsamen, werde mehr Augenmerk auf meine körperlichen Befindlichkeiten legen müssen. Doch sollte ich nicht wirklich von schweren, bzw. persönlichkeits-verändernden Krankheiten betroffen werden, sehe ich diesem Vorgang äußerst gelassen entgegen. Ich denke, dass sich die Selbstverantwortung diesem Prozess einfach anpassen wird. Ich werde immer mehr Ballast abwerfen …

Die Lebenseinstellung wird unser Alter prägen, nicht das Alter unsere Lebenseinstellung.

Mit meinem Roman versuche ich, auf unterhaltsame Weise eine spannende Liebesgeschichte zu erzählen, die eigentlich altersunabhängig ist. Weil ihre Protagonisten mit den gleichen Unsicherheiten sich selbst und anderen gegenüber kämpfen, wie sie von der Pubertät an in zwischenmenschlichen Beziehungen auftreten.
Kein erhobener Zeigefinger, sondern Satire und Erotik, sollen dabei behilflich sein, diesen Grundsatz zu verfestigen und auf diese Art die Angst vor dem Alter zu verringern.

Ich wünsche gute Leseunterhaltung!

 

 

sag niemals nie

 
lange hats diesmal gedauert. über 3 jahre ist mein letzter roman schon fertig geschrieben. aber erst jetzt hat er den weg in die veröffentlichung gefunden.
ab montag lieferbar:

winterblueten

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und ja, ich glaube, es wird mein letzter sein.
romaneschreiben blockiert mich zeitlich und gedanklich viel zu lange.
ich bin nicht mehr so jung, dass mir nicht leid um die zeit täte, die ich mit so viel anderen spannenden sachen verbringen kann.

aber jetzt freu ich mich noch einmal an diesem baby.
und – sag niemals nie …