lintschis filosofium

oder – die wichtigkeit des seins

Der Hauch der Weihnacht

 
So ganz ohne gehts halt auch nicht und deshalb habe ich nun doch einen alten Text zu diesem neuen Bild von meinem Mann eingesprochen

 

der hauch der weihnacht

 

 

Die Heimat der Weihnacht

 
Wo ist die Weihnacht zu Hause?
Dort wo es das Christkind gibt?
In den Ländern wo Christus lehrt
wie man die Menschen liebt?

Doch die Menschen aus seiner Geburt
ein Fest der Konsumwut gestalten?
Oder sich selbstgerecht
für das Zünglein der Weltwaage halten?

Oder in den Gräben der Angst
des Leids und der bitteren Not
ohne Lamettaglanz
von des Weihnachtsmanns Kindern bedroht?

Nein, nicht hier und nicht dort.
Die Heimat der Weihnacht ist an dem Ort
wo auch immer die Geburt der Liebe geschieht.
So dem Hass und der Angst
jede Macht entzieht.

Deshalb ist die Weihnacht zu Hause in mir
und ich bitte dich:
Gib ihr auch Heimat in dir!
Lass in Demut uns unseren Frieden leben

Den wir an die Welt
nur so
weitergeben
 

© evelyne w.

weihnachtspodcast

 

 

Wie kam die Krippe unter den Tannenbaum?

 
krippe

Weihnachten, das Christkind, der Weihnachtsbaum und die Geburt Jesus.

Seit Langem beschäftigt es mich, wie hier Zusammenhang herzustellen sei. Ich bekam das einfach niemals auf die Reihe. Was sollte die Geburt des Hl. Kindes im vorderen Orient mit Schneelandschaft, Tannenbäumen und Geschenken zu tun haben …
Tja und tatsächlich, damit hat es absolut nichts zu tun.

Die Geschichte der Weihnacht wie sie in unseren Breitengraden gepflegt wird, begann erst Ende des 17. Jahrhunderts.
Und zwar mit einem Nikolausfest mit kleinen Geschenken. Für Kinder …
Eingeführt eher aus erzieherischen Gründen. Der Nikolaus prüfte, ob die Kinder brav gewesen waren. Da in dieser Zeit die Menschen ja nicht so viel hatten, bestanden diese kleinen Gaben meistens aus Nüssen, Äpfeln oder kleinen Süßigkeiten, mit denen die Kinder „belohnt“ wurden.

Das Weihnachtsfest an sich bestand aus dem Besuch der Christmette und vorheriger Zusammenkunft der Familie, bei der gegessen und getrunken wurde. Wenn möglich kräftig.

Mitte des 18. Jahrhunderts wurde im eher katholischen Süden das „Nikolausspiel“ ausgeweitet, der Nikolaus erschien oft in Begleitung des Krampus, um den Gehorsams-Dialog mit den Kindern noch effizienter zu gestalten. Und – dieser Nikolo brachte auch manchmal ein Bäumchen mit, weil er ja aus dem Wald kam. Dieses wurde mit Schleifen und Blumen aus Papier geschmückt.
Im Norden jedoch wurde von den Protestanten ein „Kindlein-Spiel“ eingeführt. Das eher dazu dienen sollte, die Geschichte der Geburt des Herrn Jesu nachzustellen. Und man verstärkte die Position dieses „Christkindes“ als anonymen Gabenbringer, aus den gleichen Gründen wie beim Nikolo.

Beide Rituale weckten zu dieser Zeit den Zorn der Theologen.
Und es wurde dann auch ein paar Jahrzehnte später massiv dagegen aufgetreten. Es kam zu den sogenannten „Nikolaus-Pamphleten“.
Wie man weiß, konnte aber den diversen Spektakeln kein Einhalt geboten werden. Bereits Ende des 18. Jahrhunderts wurde Nikolaus- und Krampusspielen bereits von kleinen Geschäftsleuten kommerziell angeboten.
Denn für Weihnachten kam es zum Wandel vom religiösen Kirchenfest zum profanen Familienfest.

Anfang des 19. Jahrhunderts begann in den gehobeneren Kreisen die Wende vom geschmückten Bäumchen mit Süßigkeiten für Kinder zum Ritual der Weihnachtsparty. Das war etwas Neues, war modern und begann in den Salons der großen Gastgeberinnen. Die berühmtesten Weihnachtspartys veranstaltete Fanny von Arnstein, die es damit Weihnachten 1814 (weil mit Teilnehmern des Wiener Kongresses) in einen Metternich-Sptzel-Bericht schaffte. Und damit allgemein als „Erfinderin“ des Christbaums gilt, der nun auch hell beleuchtet wurde.

Man begann ohne „Nikolauskomödie“ und ohne Limits (!) zu schenken.
Die „kleinen Leute“ zogen auf ihre Weise mit. Sie schenkten immer noch nur den Kindern, aber ebenfalls in einem Weihnachtsparty-Ritual und die Geschenke umfassten nun auch Kleidung, Bücher, Spielsachen, oder sonstiges Nützliches und Gebrauchtes.
Die alten Brauchtumsgeschenke verloren ihren Sinn, wurden zum Dekor degradiert und sind dort bis heute leider geblieben (wenn überhaupt).
Mit zunehmendem Wohlstand wurden auch vom Mittelstand die Gepflogenheiten der Oberschicht übernommen und das Geschenkverhalten immer weiter ausgeweitet, auf Erwachsene, auf Luxus und auch auf absolut Unnötiges.

Nun ist auch klar, warum Weihnachten mit Schneelandschaft, Wald, Schlitten und Kälte in Verbindung gebracht wird. Weil diese Bräuche im ländlichen Raum Mitteleuropas ihren Ursprung nahmen. Dass die Hofdamen und Salongastgeberinnen die Bräuche dann für ihre Feste abwandelten, konnte ihnen diesen Nimbus nicht mehr nehmen. Aber der Weg in die Kommerzialisierung der Weihnacht nahm bei ihnen seinen Anfang.

© evelyne w.

 

 

wieder advent

 
nun ist sie wieder da
die zeit
wo uns der kerze schein
den weg
zur liebe weisen soll

lasst uns
den hader und die hast
in ihrem glanz zerstreuen
lauschen dem glöckchen
das in uns schwingt

und folgen seinem klang
der uns die richtung läutet
um frieden
in die welt zu tragen
 
© evelyne w.

weihnachtspodcast

 

 

das lächeln der weihnacht

 
xm_laecheln2

 
wenn sterne fallen
aus dunkler nacht
um wege zu erleuchten

und sich die wärme
weiß und weich
über das land breitet

wenn aus den glocken
der jubel läutet
ihn zu erhören

und in den lüften
die botschaft weht
die uns befreit

wenn sich der himmel öffnet
um uns zu zeigen
gottes angesicht

dann hat das lächeln
der weihnacht
uns erreicht

© evelyne w.

weihnachtspodcast

Schön, dass du heute noch hereinschaust!
Mein Wunsch für dich:
Lächelnde Weihnachten!

laechelnde weihnachten

 

vierter advent

 
vier kerzen
auf dem weg
uns zu versammeln
vor dem liebeskind

geschenke ihm zu reichen
die zum geschenk uns machen
seinen blick

der uns erhellung bringt
die gaben reifen lässt
zum band
der menschlichkeit

© evelyne w.

weihnachtspodcast

 

weihnachtsengel

 
die liebe
ist der engel
der mich auf flügeln
der gedanken trägt
dir himmlisch nah zu sein
wo du auch bist

und meine augen
schimmern lässt
im lichte deines da
sein
für mich

© evelyne w.

weihnachtspodcast

 

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