2016

 
Ein friedvolles Miteinander ist mein gr├Â├čter Wunsch f├╝r 2016.
Dann haben auch unsere pers├Ânlichen W├╝nsche die beste Grundlage
und gr├Â├čte Chance auf Erf├╝llung.
Ich w├╝nsche euch allen ein gutes Ankommen im neuen Jahr!
 

lovieheart neujahr

 

Miteinander-Abend

so, ich hab mich bisher ÔÇô au├čer in meinen schnipseln ÔÇô zur├╝ckgehalten, etwas ├╝ber fl├╝chtlinge, asylanten und dgl. abzusondern. das tun eh alle anderen. und meine einstellung ist hinl├Ąnglich bekannt.
heute jedoch m├Âchte ich eine kleine ausnahme machen. aber ich m├Âchte nicht von not und tod, angst und krieg schreiben, oder mich mit unhaltbaren l├Âsungsans├Ątzen wichtig machen.
sondern dar├╝ber, was ich gestern erleben durfte.

in unserer nachbargemeinde gibt es ein fl├╝chtlingshaus mit 80 m├Ąnnlichen bewohnern.
ein unglaublich engagierter betreuer versucht, nicht nur im haus f├╝r betreuung zu sorgen, sondern auch kommunikation mit der bev├Âlkerung herzustellen.
er hat ein „cafe intercult“ eingerichtet. also im haus, nicht als lokal und gestern gab es einen miteinander-abend im seerestaurant. jeder teilnehmer lud einen fl├╝chtling zum gemeinsamen essen ein.
erfreulicherweise kamen sogar mehr eingesessene, als zuwanderer.

hier aber nun meine ganz pers├Ânlichen eindr├╝cke.

selten habe ich in dieser gr├Â├čenordnung eine ansammlung von derart freundlichen, netten, h├Âflichen, respektvollen und sogar gl├╝cklichen m├Ąnnern erlebt. und durchwegs alle h├Âchst gepflegt – mit wundersch├Ânen z├Ąhnen, z.b.

das absch├╝tteln der anspannung der flucht und auch des lagers traiskirchen haben die jungen m├Ąnner jetzt erstmals mit entspannung und gl├╝ck erf├╝llt.
es ist ihnen deutlich anzumerken, wie sehr sie es genie├čen, wieder mit menschen in ber├╝hrung zu kommen, akzeptiert zu werden. sie freuen sich, deutsch lernen zu k├Ânnen. sie m├Âchten kommunizieren.
sie sind offen, nicht verschlagenes ist an ihnen, und – meine damen! ÔÇô den frauen absolut nicht abwertend oder despektierlich gegen├╝ber. es ist auch so, dass viel der ehrenamtlichen betreuung von frauen bewerkstelligt wird. man merkt sofort, wie gut der emotionale draht funktioniert.
naturgem├Ą├č sind es ├Ąltere damen, aber diese werden nahezu verg├Âttert von ihren sch├╝tzlingen.
aber auch am umgang mit den j├╝ngeren frauen konnte ich nichts auff├Ąlliges entdecken. gerade bei uns am tisch waren welche zugegen.

selbstverst├Ąndlich ist klar, SO kann es nicht bleiben. auf dauer k├Ânnen wir erwachsene m├Ąnner nicht einfach wie kinder bet├╝teln. wenn die erste entspannung abflaut, werden die traumata hervorkommen. die unt├Ątigkeit zu der sie verdammt sind, wird ebenfalls ihr scherflein beitragen.
aber der weg muss eindeutig auf dieser linie basieren!
so funktioniert integration und ÔÇô pr├Ąvention!

wir m├╝ssen daf├╝r sorgen, dass diese menschen sich integrieren k├Ânnen, nicht umgekehrt!
wir k├Ânnen den politischen weg nur durch wahlen beeinflussen und beh├Ârdenwege nicht beschleunigen, aber wir k├Ânnen den unterst├╝tzung suchenden dabei helfen, die zeit nicht unt├Ątig zu verbringen. unsere sprache, etwas ├╝ber uns und unsere lebensweise zu lernen.
ihnen werte, wie akzeptanz und interesse am miteinander vermitteln.

denn in diesem zusammenspiel wird bald erkennbar, wer nicht lernen will, wer sich mit den gegebenheiten nicht anfreunden will. und ich glaube, dass diese zuwanderer dann selber eine distanzierung zu ihren schwarzen schafen herstellen werden.
zu gern m├Âchten diese m├Ąnner ihr leben in die hand nehmen, es auf positive beine stellen, eine perspektive haben.

man muss ihnen zeigen, wie es bei uns l├Ąuft, wie die gesellschaft funktioniert.
wie bei kindern darf man nicht davon ausgehen, dass sie es einfach von selbst wissen. sie kommen aus einem anderen kulturkreis. aber sie sind nicht gekommen, um uns hier ihren stempel aufzudr├╝cken, sondern um mit uns zu leben. sie wollen perspektiven!
keineswegs m├Âchte ich erwachsene m├Ąnner auf kinderniveau pressen, doch das prinzip ist einfach das gleiche:
antiautorit├Ąre erziehung ist genauso schlecht wie streng autorit├Ąre.
forderung f├╝hrt leicht zu ├╝berforderung und wird zu abwehr und aggression.
je empathischer wir vorgehen, desto besser wird das problem bew├Ąltigt werden k├Ânnen ÔÇô das unser aller ist. DAGEGEN werden wir absolut NICHTS tun k├Ânnen.
aber dass wir es bew├Ąltigen, DAF├ťR k├Ânnen wir sehr viel tun.

und noch etwas: wir in unserer ├╝bers├Ąttigten gesellschaft kennen dieses tolle gef├╝hl ja gar nicht mehr, wie es ist, wenn sich jemand ├╝ber das, was man ihm gibt, freut. unsere kinder und enkel nehmen ihre geschenke und nach minimalster zeit sind sie uninteressant. meistens wissen wir gar nicht mehr, was man ihnen schenken soll und es werden nur mehr geldbetr├Ąge abgegeben.

hier haben menschen an gebrauchten dingen freude, an einem glas cola, auf das man sie einl├Ądt, kinder freuen sich ├╝ber ein bisschen schokolade oder zuckerl. wo gibt es das bei uns denn noch?
alle sind so ├╝berfressen, dass sie nur mehr di├Ątcola trinken und die so toll beworbene schokolade (weil konsum ja funktionieren muss) nur mehr im geheimen fressen. von freude weit und breit keine spur.

ach ja: ihre vielzitierten smartphones verwenden sie, um zu ├╝bersetzen …

ich jedenfalls bin sehr dankbar f├╝r diesen tollen abend, den ich miterleben durfte. SP├ťREN durfte, wie es l├Ąuft und deshalb in zukunft nicht erst meine gedanken vom m├╝ll trennen muss, der mir t├Ąglich ├╝ber den kopf geleert wird.
ich bin froh, in solcher nachbarschaft zu leben und und ich kann euch sagen, es gibt einen haufen leute in meinem umfeld, von denen ich das absolut nicht sagen kann. und das sind keine zuwanderer …

 

Lesung

Ja, ich schreibe noch immer an meinen Krimis.
Zwei habe ich schon. Bin also schon beim dritten.
Deshalb gibt es nicht viel von mir zu berichten.
Dazwischen mache ich hin und wieder eine Lesung.
Und bei der letzten wurde ein Mitschnitt gemacht und den will ich euch nat├╝rlich gerne zeigen.
Es kommt ├╝brigens auch noch der 2. Teil!

Ich liebe es, bei der Offenen B├╝hne Burgenland aufzutreten.
Ich begebe mich dann quasi auf das Kleink├╝nstler-Territorium, also wieder einmal etwas ganz anderes.
Jeder der Teilnehmer kriegt 2x 10 Minuten und kann dort machen, was er will.
Meistens sind es Musiker und Kabarettisten.
Diesmal waren es nur Musiker und ich die einzige Frau dabei.
Aber es hat riesigen Spa├č gemacht. Die jungen Kollegen haben mich irgendwie als Maskottchen herzlichst in ihrer Mitte aufgenommen und die Darbietungen waren wirklich vom Feinsten.

obb_schattendorf

 

Ihr Lieben!

 

Dass es hier so ruhig geworden ist, hat keinen besorgniserregenden Grund!
Das m├Âchte ich vermelden, nachdem mich einige besorgte Zuschriften erreicht haben.
Ich schreibe nur derzeit keine Gedichte und auch keine Kurzprosa. Nicht einmal „Abhandlungen“.

Ich schreibe … tatata … an einer Serie von Neusiedlersee-Krimis!

Keine Thriller, sondern just for fun.
Denn ich habe nicht vor, sie zu ver├Âffentlichen.

Wie ich schon ├Âfter geschrieben habe, bin ich ein Blockmensch.
Wenn ich also Romane schreibe, blockiert mich das f├╝r alle anderen Texte.
Weil ich mich gedanklich nat├╝rlich im Fluss halten muss.
Und da es gerade flie├čt, muss ich das ausn├╝tzen.
Ich habe viel Spa├č damit und es geht mir ausgezeichnet.

Und so danke ich f├╝r Euer Interesse und hoffe, dass ihr mich nicht ganz vergesst, wenn da mal ein bisschen Ruhe im Blog-Karton ist.

Ich kenne meine Bl├Âcke. Die ├Ąndern sich immer wieder.
Es wird also wieder anders kommen …

Alles Liebe!
Eure lintschi

 

lintschi goes amerika

 
ich wei├č nicht, ob ich beschreiben kann, wie ich mich gerade f├╝hle ÔÇŽ
nachdem es 2012 schon meinem flossenb├╝rg-b├╝chlein gelungen ist, als unterrichtsstoff an der austin peay state university in amerika f├╝r einen deutschkurs verwendung zu finden, wurde nun meine kleine geschichte
„von der zufriedenheit“ in das deutsch-lehrbuch f├╝r amerikanische universit├Ąten aufgenommen.
ich kann es euch leider nicht empfehlen, weil es nicht zum verkauf bestimmt ist und wenn erh├Ąltlich, dann nur in amerika und dort sage und schreibe ├╝ber 170 euro kostet, aber –
wie war das noch mit dem prophet im eigenen land?

wie gehts

 

Und so wars . . .

 
Endlich komme ich dazu, einen kleinen Bericht zu schreiben. Obwohl es eigentlich unbeschreiblich war.
Nahezu 100 Besucher (und 2 Hunde) kamen in das wunderbare Dorfmuseum und trugen mich durch meine Lesung, samt unglaublichem Hoppala. Manche von ganz sch├Ân weit her. Das beste Publikum der Welt feierte mit mir die Geschichte der Fanny, die mir so am Herzen liegt.

Ein kleiner Wermutstropfen: bei so vielen Besuchern ist es mir viel zu wenig m├Âglich, mit allen ausgiebig zu plaudern. Auch bin ich dann so ├╝berdreht, dass ich sowieso nicht wei├č, wie mir geschieht. Aber wenn ich mir die Fotos und Videos ansehe, dann wei├č ich, es war nicht nur ein f├╝r mich so emotionaler Abend, sondern auch ein gelungener.

Ich bin sehr dankbar!

buchpraesentation winterblueten

zugabe
Wahrscheinlich wird es auch ein Video geben. Aber das dauert noch. Hier jedoch ein weiterer Akt aus dem Peinlichkeiten-Kabarett der Lintschi W.
Aber wie gesagt, wenn man das beste Publikum der Welt hat, ist nicht einmal sowas ein Problem