{"id":1441,"date":"2012-07-25T12:06:25","date_gmt":"2012-07-25T10:06:25","guid":{"rendered":"http:\/\/filosofium.wordpress.com\/?p=1441"},"modified":"2012-07-25T12:06:25","modified_gmt":"2012-07-25T10:06:25","slug":"uber-mich-sprechen-wir-ein-andermal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/filosofium.evelyne-weissenbach.at\/?p=1441","title":{"rendered":"\u00dcber mich sprechen wir ein andermal"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<br \/>\n<font size=\"3\"><strong>Rezension &#8211; &#8222;\u00dcber mich sprechen wir ein andermal&#8220;<br \/>\nvon Edna Mazya<\/strong><\/p>\n<p>Nach langer Zeit wieder einmal ein Roman, der mich begeistert hat. Mich mitnahm auf die emotionale Reise dreier Frauen durch verschiedene Generationen, deren Geschichte so dicht miteinander verkn\u00fcpft ist und die Dynamik gut her\u00fcberbringt, aus der Lebensabl\u00e4ufe erwachsen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3462042076\/ref=as_li_qf_sp_asin_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3462042076&amp;linkCode=as2&amp;tag=selbstliebefo-21\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/i274.photobucket.com\/albums\/jj272\/lin_tschi\/blogs\/mazya.jpg\" height=\"300\" width=\"195\" border=\"0\" alt=\"edna mazya\" title=\"ueber mich sprechen wire in andermal\" class=\"alignleft\" \/><\/a><strong>Die Handlung:<\/strong><\/p>\n<p>Nomi hat eine durch ein kleines Erbe gesicherte Existenz als Verlegerin in Tel Aviv und viele Jahre ein befriedigendes Verh\u00e4ltnis mit einem irischen Theaterregisseur, mit dem sie nur wenige Wochen im Jahr zusammenkommt. Sie wuchs bei ihrer geliebten Gro\u00dfmutter Ruth auf, wollte sich aber nie n\u00e4her mit dem Warum und der Geschichte ihrer Familie besch\u00e4ftigen.<br \/>\nIn einem Alter, wo sie dar\u00fcber nachdenkt, ob eine \u00c4nderung ihrer Beziehung nicht doch angebracht scheint, macht sie sich, wenn auch etwas halbherzig, auf die Suche nach der Vergangenheit.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nUnd der Leser erf\u00e4hrt, dass die liebevolle Gro\u00dfmutter einst in Deutschland eine h\u00f6chst glamour\u00f6se und dekadente Rolle einnahm, die Familie zugunsten ihres Liebhabers vernachl\u00e4ssigte und sich rauschhaft aus der Fadesse des Mittelstandes ihrer Ehe entfernen wollte. Die obsessive Liebschaft zerbricht, aber Ruths Leben wird dennoch nach wie vor davon bestimmt.<br \/>\nIm Zuge der geschichtlichen Ereignisse wandert die Familie nach Pal\u00e4stina aus.<br \/>\nDort gibt es ein Wiedersehen mit Robert, jedoch auf ganz anderer Basis, als Ruth sich diese vorstellte.<br \/>\nDie Tochter wendet sich vom bourgeoisen Leben ihrer Eltern ab, l\u00e4sst die eigene Tochter in der Obhut der Gro\u00dfmutter, die die Erziehung der Enkelin nun zu ihrem neuen Lebensinhalt macht. <\/p>\n<p><strong>Meine Meinung zum Inhalt:<\/strong><\/p>\n<p>Ich selbst besch\u00e4ftige mich sehr viel mit ungel\u00f6sten Mutterbindungen (u.a. auch in meinen eigenen Romanen) und hier werden diese ganz besonders gut herausgearbeitet.<br \/>\nFaszinierend, wie eine Tochter die Probleme, die sie mit ihrer Mutter hatte, in ihrem Muttersein noch mehr ausbaut, anstatt ihrer Tochter das eigene Schicksal ersparen zu wollen. Und diese Tochter die Muster von Mutter und Gro\u00dfmutter dann einfach auf der ganzen Linie ins absolute Gegenteil verkehrt.<\/p>\n<p>Die Egozentrik der Protagonisten, ihre daraus erwachsenden Abh\u00e4ngigkeiten, die sie ihr Umfeld nicht wahrnehmen lassen, sogar die tragischen geschichtlichen Ereignisse lediglich zur Bel\u00e4stigung der eigenen Befindlichkeit degradieren, werden so gut her\u00fcber gebracht, dass man mit der eigenen Sympathie zwischen den Personen hin- und herschwankt.<br \/>\nDie Geschichte nimmt einen herein, sodass man sie nicht von au\u00dfen beurteilt, sondern mitf\u00fchlt. Einmal mit der\/m Einen, dann wieder mit einer\/m Anderen. Man bangt, man leidet, w\u00fctet, m\u00f6chte die Leutchen sch\u00fctteln und manchmal aus Peinlichkeit weglaufen.<br \/>\nWas mir besonders gut gefallen hat, sind die Szenen, wo aus der Sicht der Kinder geschrieben wird.<\/p>\n<p>Auch wenn der Einstieg ein wenig flach, bzw. die Erwachsenengeschichte der Enkelin die schw\u00e4chste ist, die nur in Verbindung mit der Opposition zu den Mustern von Mutter und Gro\u00dfmutter Bedeutung erlangt, habe ich dieses Buch in einem Rutsch gelesen.<br \/>\nUnd wie ich eingangs schrieb, hat es mich echt begeistert.<\/font><\/p>\n<p>evelyne w.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Rezension &#8211; &#8222;\u00dcber mich sprechen wir ein andermal&#8220; von Edna Mazya Nach langer Zeit wieder einmal ein Roman, der mich begeistert hat. 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