{"id":1516,"date":"2012-08-31T11:10:15","date_gmt":"2012-08-31T09:10:15","guid":{"rendered":"http:\/\/filosofium.wordpress.com\/?p=1516"},"modified":"2012-08-31T11:10:15","modified_gmt":"2012-08-31T09:10:15","slug":"was-macht-lena-heute-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/filosofium.evelyne-weissenbach.at\/?p=1516","title":{"rendered":"Was macht Lena heute II."},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<br \/>\n<font size=\"3\">&#8222;Ich hasse Max&#8220;, schrieb <em>hesse&#8217;s hermann<\/em>. &#8222;Wie konnte er dir nur solchen Schmerz zuf\u00fcgen?&#8220;<br \/>\n&#8222;Lieber, er hat mir keinen Schmerz zugef\u00fcgt! Es war meine Romanheldin, der er Schmerz zugef\u00fcgt hat.&#8220;<br \/>\n&#8222;Manchmal sch\u00e4me ich mich, ein Mann zu sein. Einer Frau, wie du eine bist &#8230; Ich entschuldige mich f\u00fcr alle M\u00e4nner bei dir. Es ist gut, dass du nun mich kennen gelernt hast. Ich werde mit meiner Liebe deine Wunden heilen.&#8220;<br \/>\n&#8222;Ich habe keine Wunden, h\u00f6chstens ein paar Narben. Mein Mann ist einf\u00fchlsam, belastbar und intelligent. Und er findet meine Narben ebenso sch\u00f6n wie ich. Sie sind Zeugen meiner Liebe zum Leben, und des Mutes, der mich so lange suchen lie\u00df, bis ich ihn gefunden habe&#8220;.<br \/>\n&#8220; Ich liebe deine spr\u00f6de Zur\u00fcckhaltung. Liebste, komm in meine Arme. Ach, du Vollweib du!&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ich kenne deinen Roman nicht&#8220;, schrieb <em>blohi<\/em>.<br \/>\n&#8222;Aber ich kenne die M\u00e4nner. Ich bin anders, glaube es mir endlich. Ich werde dir, was sie dir angetan haben, aus dem K\u00f6rper massieren. Ich werde dir warmes Massage\u00f6l auf deinen R\u00fccken tr\u00e4ufeln und es ganz langsam verlaufen lassen. Es wird in der Spalte deines Arsches eine duftende Spur zu deiner hei\u00dfen Liebesrose legen.&#8220;<br \/>\nLena las den Satz mehrere Male.<br \/>\nKonnte sie den f\u00fcr ihren neuen Roman brauchen?<br \/>\nNein!<br \/>\nLiebesrose! Ohgott, ohgott! Liebesrose! Neiiin!<\/p>\n<p>Mal sehen, ob sie <em>hesse&#8217;s hermann<\/em> etwas passenderes entlocken konnte.<br \/>\n&#8222;Sp\u00fcrst du meine warmen H\u00e4nde auf deinem R\u00fccken? Ich massiere dich mit seidenen Fingerkuppen, immer im Kreis, immer im Kreis, ganz langsam immer weiter abw\u00e4rts, immer im Kreis. Meine Kreise werden neugieriger. Sp\u00fcrst du die Lust, die ich dir in deine sehns\u00fcchtig ge\u00f6ffnete, feucht beschlagene Grotte massiere?&#8220;<br \/>\nAuch nicht das Gelbe vom Ei. Aber wenigstens etwas besser.<\/p>\n<p>&#8222;Ach, mein Schwanz zuckt bei jedem Gedanken an dich&#8220;, kam <em>blohi<\/em> zur Sache.<br \/>\n&#8222;Ich w\u00fcnsche mir, dass du es nicht schaffst, wenn du dies liest, die H\u00e4nde von deiner<br \/>\nBl\u00fcte zu lassen. Oh die ersten Tropfen verlassen das rote K\u00f6pfchen meines zum Bersten bereiten &#8230;&#8220;<br \/>\n(Hoffentlich schrieb er jetzt nicht Liebesrosenstiel, dachte Lena)<br \/>\n&#8222;&#8230; Liebesturmes&#8220; (nun, das war auch nicht besser).<br \/>\n&#8222;Ah, Geliebte, der Gedanke an deinen l\u00fcsternen Blick l\u00e4sst ihn dir seine Liebe entgegen spritzen.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Lieber blohi&#8220;, schrieb Lena. &#8222;So geht das nicht. Ich habe dich gebeten, diese Spielchen nicht mit mir zu versuchen. Ich mag das nicht. Du kannst mir gerne schreiben, aber bitte respektiere meine Abneigung gegen diese Form der Mailkommunikation.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Oh Liebste, entschuldige, aber meine Liebe hat mich einfach mitgerissen. Du hast eine Ausstrahlung auf mich, die Tag und Nacht in mir pocht und pulsiert! Ich kann an gar nichts anderes mehr denken, als &#8230; ach, ich bin schon still &#8230;&#8220;<\/p>\n<p>Ihre beste Freundin Katharina schrie wieder einmal:<br \/>\n&#8222;Bitte kannst du endlich mit dieser kranken Mailerei aufh\u00f6ren. Die sind doch alle nicht dicht. Georg erz\u00e4hlte, sein Freund hatte mit einer charmanten Braut geflirtet und kam nach Monaten dahinter, dass sie ein Mann war &#8230; Das sind doch alles Schreibwichser.&#8220;<\/p>\n<p>Nun, diesmal konnte Lena nur wenig erwidern, denn &#8230;<br \/>\n&#8222;Geliebte, die Glut in deinen Augen erhitzt meine M\u00e4nnlichkeit ins Unertr\u00e4gliche&#8220;, schrieb <em>hesse&#8217;s hermann<\/em>. &#8222;Ich rei\u00dfe dich in meine Arme, meine K\u00fcsse treffen jede Stelle deines K\u00f6rpers hundertfach. Meinen Armen wachsen tausende H\u00e4nde, mit denen ich jeden Millimeter deines K\u00f6rpers liebkose. Dein woll\u00fcstiges Winden unter meinen z\u00e4rtlichen H\u00e4nden und l\u00fcsternen Blicken dr\u00e4ngt zur Entladung. Ja, \u00f6ffne dich, \u00f6ffne dich, du G\u00f6ttliche, damit ich dir meine Liebe in den Leib sprengen kann.&#8220;<br \/>\nWow!<br \/>\nWurden die M\u00e4nner nun vielleicht doch origineller?<\/p>\n<p>&#8222;Liebe Lena&#8220;, schrieb <em>rumpelstilz<\/em>.<br \/>\n&#8222;Die Gedichte auf deiner Homepage lassen mich Sehnsucht versp\u00fcren. Noch niemals zuvor habe ich mich einerseits so gut verstanden gef\u00fchlt und andererseits so stark den Wunsch versp\u00fcrt, diese Frau besch\u00fctzen zu wollen. Besch\u00fctzen vor meiner eigenen Spezies.<br \/>\nBitte wirf mir kleine Krumen deiner Wortw\u00e4rme zu, die mich beim Zusammenklauben in deiner N\u00e4he sein lassen.<br \/>\nF\u00fcrchte nicht, dass ich einer dieser Spinner im Netz sein k\u00f6nnte, ich will nichts von dir. Aber bitte sto\u00dfe mich nicht in das Dunkel zur\u00fcck, in welchem ich mich bis zum Blick in das Licht deiner Liebe befand.&#8220;<br \/>\nWie viele Mails w\u00fcrde der wohl brauchen, um seine Hand unter den Schreibtisch zu f\u00fchren, um seinem Rumpelstilzchen Erleichterung zu verschaffen? dachte Lena und holte den B\u00fcgeltisch. Sie b\u00fcgelte so gern. Die W\u00e4sche duftete immer so gut und vertrieb augenblicklich den unangenehmen Geruch, der von ihrem Bildschirm aus in ihre Nase gestiegen war. <\/font><\/p>\n<p>\u00a9 evelyne w.<\/p>\n<p><font size=\"3\"><a href=\"http:\/\/filosofium.wordpress.com\/2012\/08\/31\/was-macht-lena-heute-i\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong><u>Zu Teil I.<\/u><\/strong><\/a><\/font><br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.evelyne-weissenbach.at\/lena.htm\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/filosofium.evelyne-weissenbach.at\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/cover_ule140x223.jpg\" alt=\"cover lena 140x223\" title=\"cover lena\" width=\"140\" height=\"223\" class=\"alignleft size-full wp-image-1517\" \/><\/a><br \/>\n<strong>Die Vorgeschichte<br \/>\nund die erw\u00e4hnten Gedichte f\u00fcr Max<br \/>\nbefinden sich in meinem Roman<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.hs-verlage.at\/programm\/info_lena.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8230; und Lena liebt<\/a><\/strong><\/p>\n<p style=\"clear:left;\">&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &#8222;Ich hasse Max&#8220;, schrieb hesse&#8217;s hermann. &#8222;Wie konnte er dir nur solchen Schmerz zuf\u00fcgen?&#8220; &#8222;Lieber, er hat mir keinen Schmerz zugef\u00fcgt! Es war meine Romanheldin, der er Schmerz zugef\u00fcgt hat.&#8220; &#8222;Manchmal sch\u00e4me ich mich, ein Mann zu sein. Einer Frau, wie du eine bist &#8230; Ich entschuldige mich f\u00fcr alle M\u00e4nner bei dir. Es [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":false,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2},"jetpack_post_was_ever_published":false},"categories":[236],"tags":[353,381,131,447,516],"class_list":["post-1516","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-satirisches","tag-internet","tag-kurzgeschichte","tag-literatur","tag-satire","tag-weblog"],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p3ZwSb-os","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_likes_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/filosofium.evelyne-weissenbach.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1516","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/filosofium.evelyne-weissenbach.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/filosofium.evelyne-weissenbach.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/filosofium.evelyne-weissenbach.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/filosofium.evelyne-weissenbach.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1516"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/filosofium.evelyne-weissenbach.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1516\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/filosofium.evelyne-weissenbach.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1516"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/filosofium.evelyne-weissenbach.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1516"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/filosofium.evelyne-weissenbach.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1516"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}