{"id":2797,"date":"2013-05-29T12:46:28","date_gmt":"2013-05-29T10:46:28","guid":{"rendered":"http:\/\/filosofium.wordpress.com\/?p=2797"},"modified":"2013-05-29T12:46:28","modified_gmt":"2013-05-29T10:46:28","slug":"gedanken-uber-die-angst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/filosofium.evelyne-weissenbach.at\/?p=2797","title":{"rendered":"Gedanken \u00fcber die Angst &#8211; I. Jeder hat Angst"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<br \/>\n<font size=\"3\">Wie sch\u00f6n w\u00e4re das Leben ohne Angst \u2026<\/p>\n<p><strong>I.<\/strong><\/p>\n<p>Jeder hat Angst. Doch jeder glaubt, er hat ganz eigene, spezielle \u00c4ngste.<br \/>\nGemessen wird die Angst an der sogenannten Realangst, denn diese ist bewusst und bietet \u00fcberdies Vergleich.<br \/>\nDoch die Angst spielt sich nicht im Realen ab. Das ist lediglich ihr Ausdruck.<\/p>\n<p>Die Angst wohnt tief im Inneren des Menschen und wird dort t\u00e4glich gef\u00fcttert. Von ihm selbst und auch von Anderen. Meistens unbewusst.<\/p>\n<p>Es gibt eigentlich nur eine Angst, die menschlich fundiert ist: das ist die Ur-Angst vor der Einsamkeit. Der Mensch ist ein Herdenwesen, dem es aufgrund seines Bewusstseins klar ist, dass er auch ein Einzelwesen ist. Das bringt selbstverst\u00e4ndlich enorme Ambivalenz mit sich.<br \/>\nAlle anderen \u00c4ngste werden auf diese Urangst aufgepfropft. Aber durch Manipulation! Sie werden anerzogen und trainiert.<\/p>\n<p>Vielleicht muss man dort beginnen, was allen lebendigen Vorkommnissen zugrunde liegt, egal ob Lebewesen oder Pflanzen. Sie alle haben Sinn. Den Sinn, sich in ein Ganzes einzubringen und es auf diese Art und Weise weiter zu entwickeln. Deshalb gibt es auch einen nat\u00fcrlichen Kreislauf mit nat\u00fcrlichen Feinden. Weil ein Vogel z.B. Insekten frisst.<br \/>\nDoch die Insekten haben keine Angst. Und auch die V\u00f6gel nicht, die ja wieder andere nat\u00fcrliche Feinde haben.<br \/>\nTiere, das sieht man oft, entwickeln \u00c4ngste, wenn sie aus ihrem nat\u00fcrlichen Lebensraum, und vor allem aus ihren Lebensstrukturen herausgeholt werden. Wenn sie Ungekanntes erleben m\u00fcssen. Dann kann auch ein Vogel Angst zeigen. Oder ein Hund \u2026 Beispiele g\u00e4be es hier ganz viele, aber das w\u00fcrde hier nun alles zu sehr verbreitern. Ich schreibe das nur, damit man nicht glaubt, ich stelle einfach ein von mir so festgesetztes Statement in den Raum.<\/p>\n<p>Unter diesen Aspekten k\u00f6nnen wir erkennen, Herdenwesen empfinden es als selbstverst\u00e4ndlich, dass ihre Herde ihnen Schutz bietet. Wie <em>der Mensch<\/em> wei\u00df, gibt es wohl keine Sicherheit dadurch, es k\u00f6nnen auch ganze Herden vernichtet werden, aber sie haben keine Angst, die ihnen aus der Herde erw\u00e4chst.<br \/>\nDort gibt es Hierarchien und nat\u00fcrliche Abl\u00e4ufe, die daraus entstehen, doch Herdenwesen k\u00f6nnen nicht dar\u00fcber &#8222;nachdenken&#8220; und willk\u00fcrlich aus diesen Strukturen ausbrechen. Sie handeln intuitiv richtig, wie es f\u00fcr ihre Art wesentlich ist. Und haben bestimmte Instinkte, die sie bei Gefahren warnen.<br \/>\nSchafe z.B. haben keine Angst, wenn sie sich in der Herde bewegen k\u00f6nnen. Ein Schaf bekommt vermutlich erst Angst, wenn es sich als allein empfindet.<\/p>\n<p>Dies ist also die eine Grundlage des Menschen. Das Herdenwesen. Ein Mensch allein ist gar nichts. Ergibt keinen Sinn. Er braucht die Herde, um existieren und sich weiterentwickeln zu k\u00f6nnen. Und etwas Weiterf\u00fchrendes in das Ganze (des Universums \u2013 oder ich pers\u00f6nlich nenne es doch auch gerne die <em>Sch\u00f6pfung<\/em>) einbringen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nUnd \u2013 der Mensch hat keine nat\u00fcrlichen Feinde!<\/p>\n<p>Aber zum Unterschied von anderen Herdenwesen hat der Mensch ein Bewusstsein, das ihm Willk\u00fcr bietet.<br \/>\nEr erkennt, denkt nach und will ver\u00e4ndern. Zu seinen Gunsten.<br \/>\nUnd das wollen \u00fcber 7 Milliarden Einzelwesen.<br \/>\nAnderen Herdenwesen ist diese Willk\u00fcr nicht gegeben.<\/p>\n<p>Deshalb bietet die Herde dem Menschen keinen Schutz, sondern vielmehr geht Gefahr von ihr aus. Weil es keine gewachsenen Hierarchien gibt, sondern machtvoll angestrebte. <\/p>\n<p>Eigentlich scheint nun alles klar.<br \/>\nDas Herdenwesen Mensch sucht unbewusst und unwillk\u00fcrlich Schutz in der Herde. Durch Bewusstseinsmissbrauch kann aber willk\u00fcrlich diese Schutzsuche ausgen\u00fctzt werden, um zu manipulieren. <\/font><\/p>\n<p>\u00a9 evelyne w.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>nachtrag:<\/strong><br \/>\nich muss einen begriff erl\u00e4utern:<br \/>\n&#8222;nat\u00fcrliche feinde&#8220;. unter nat\u00fcrlichen feinden verstehe ich (und nicht nur ich \ud83d\ude09 ) jene, die f\u00fcr ihre nat\u00fcrlichen bed\u00fcrfnisse andere lebenwesen t\u00f6ten, z.b. essen.<br \/>\nv\u00f6gel also fressen insekten. katzen fressen v\u00f6gel, usw.<br \/>\ndas ist ein zahnradprinzip, das f\u00fcr die erhaltung der welt erforderlich ist.<\/p>\n<p>wenn ein tiger einen menschen frisst, dann ist er &#8222;nur&#8220; st\u00e4rker.<br \/>\ner ist einfach ein fleischfresser. <\/p>\n<p>deshalb gilt der mensch f\u00fcr mich z.b. als nat\u00fcrlicher feind der nutztiere. weil er ein fleisch- und pflanzenfresser ist. und wie sollte er sonst zu fleisch kommen?<br \/>\noder wenn in fr\u00fcheren zeiten menschen tieren das fell abgezogen haben, um sich zu w\u00e4rmen, oder auch heute noch, wenn irgendwo die not so gro\u00df ist, dann ist das &#8222;nat\u00fcrlich&#8220;.<br \/>\naber wenn jemand aus lust und laune tiere qu\u00e4lt oder t\u00f6tet, oder um sich damit zu schm\u00fccken, dann f\u00e4llt das keineswegs in diese kategorie! dann ist er ein echter feind, kein nat\u00fcrlicher.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Wie sch\u00f6n w\u00e4re das Leben ohne Angst \u2026 I. Jeder hat Angst. Doch jeder glaubt, er hat ganz eigene, spezielle \u00c4ngste. Gemessen wird die Angst an der sogenannten Realangst, denn diese ist bewusst und bietet \u00fcberdies Vergleich. Doch die Angst spielt sich nicht im Realen ab. Das ist lediglich ihr Ausdruck. Die Angst wohnt [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":false,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2}},"categories":[7,229,233],"tags":[261,338,352,396,398,402,405,170,439,441,467,505],"class_list":["post-2797","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-die-wichtigkeit-des-seins","category-gedanken-uber","category-kolumne-2","tag-angst","tag-gemeinschaft","tag-individuation","tag-macht","tag-manipulation","tag-masse-und-macht","tag-medien","tag-psychologisches-training","tag-psychosomatik","tag-realangst","tag-sicherheit","tag-urangst"],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p3ZwSb-J7","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_likes_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/filosofium.evelyne-weissenbach.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2797","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/filosofium.evelyne-weissenbach.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/filosofium.evelyne-weissenbach.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/filosofium.evelyne-weissenbach.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/filosofium.evelyne-weissenbach.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2797"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/filosofium.evelyne-weissenbach.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2797\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/filosofium.evelyne-weissenbach.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2797"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/filosofium.evelyne-weissenbach.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2797"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/filosofium.evelyne-weissenbach.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2797"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}