{"id":2869,"date":"2013-06-09T13:16:50","date_gmt":"2013-06-09T11:16:50","guid":{"rendered":"http:\/\/filosofium.wordpress.com\/?p=2869"},"modified":"2013-06-09T13:16:50","modified_gmt":"2013-06-09T11:16:50","slug":"gedanken-uber-die-angst-v-angst-schutzt-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/filosofium.evelyne-weissenbach.at\/?p=2869","title":{"rendered":"Gedanken \u00fcber die Angst &#8211; V. Angst sch\u00fctzt nicht"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<br \/>\n<font size=\"3\"><strong>V.<\/strong><\/p>\n<p>Oft bekomme ich als Argument gesagt, Angst sei lebensnotwendig, Angst besch\u00fctzt.<br \/>\nAber meine Meinung ist anders. Angst sch\u00fctzt nicht!<br \/>\nUmsicht sch\u00fctzt, Vorsicht sch\u00fctzt, auch R\u00fccksicht, aber Angst nicht.<\/p>\n<p>Angst vor dem Tod hat noch niemanden lebendig gehalten. Angst vor Krankheiten hat niemanden davor bewahrt, Angst vor Kriegen, vor \u00dcberf\u00e4llen, vor Hundebissen, vor Lebensmittelvergiftungen, usw. kann nicht vor diesen Ereignissen oder deren Folgen sch\u00fctzen!<\/p>\n<p>Im Gegenteil, Angst f\u00f6rdert in pers\u00f6nlichen Bereichen den Eintritt von Ereignissen, vor denen wir uns \u00e4ngstigen! Oft wird erst sie zur wirklichen Gefahr, weil sie Menschen in Panik st\u00fcrzt und dadurch jede Vorsicht und intuitive Abwehr untergr\u00e4bt.<\/p>\n<p>Menschen, die Angst vor Hunden haben, werden viel \u00f6fter von ihnen gebissen als jene, die keine Angst vor ihnen haben. Menschen, die Angst vor Krankheiten haben, werden ungleich \u00f6fter krank, als jene, die keine Angst davor haben.<br \/>\nDas ist nicht von mir! Das sind Entwicklungen, die jederzeit belegbar sind.<br \/>\nNur, will sich diesen Ergebnissen viel zu selten jemand zuwenden.<br \/>\nWeil sie die Selbstverantwortlichkeit in den Vordergrund r\u00fccken w\u00fcrden.<br \/>\nUnd daran sind leider viel zu wenige Menschen interessiert.<\/p>\n<p>Warum das Interesse daran so gering ist, das liegt an den dynamischen Abl\u00e4ufen zwischen Ur-Angst und Triebverhalten.<br \/>\nWie ich schon schrieb &#8211; der Mensch ist ein Herdenwesen, dem aber verh\u00e4ngnisvollerweise sein nicht selbstverst\u00e4ndliches Einssein mit der Herde bewusst ist. Seine (Ur)Angst ist deshalb unermesslich. Und sein Triebverhalten dr\u00e4ngt in die Herde. Seine Individualit\u00e4t wird dadurch an zweite Stelle ger\u00fcckt. Und geh\u00f6rt dort aber nicht hin. Weil der Mensch f\u00fcr sich selbst von allergr\u00f6\u00dfter Wichtigkeit ist. Weil es ohne ihn f\u00fcr ihn selbst <strong>nichts<\/strong> gibt.<br \/>\nEs beginnt ein Kreislauf, der in einen Kreis der Angst m\u00fcndet.<br \/>\nLeider wird diese Ambivalenz zus\u00e4tzlich von Anderen ausgen\u00fctzt &#8230;<\/p>\n<p>Wenn wir unsere Pers\u00f6nlichkeit sch\u00fctzen wollen, dann m\u00fcssen wir uns auch wirklich unserer Pers\u00f6nlichkeit zuwenden! Menschen sind meines Wissens die einzigen Herdenwesen, die Mitgliedern ihrer Herde wissentlich Schaden zuf\u00fcgen. Wobei f\u00fcr mich das Unterbewusste auch immer zum Bewusstsein geh\u00f6rt, weil diese nur miteinander menschliches Bewusstsein ergeben.<br \/>\nZum Unterschied von intuitiven (ebenfalls unbewussten) Handlungen anderer Herdenwesen, die ihren Sinn aber in der Herde finden und nicht in der Pers\u00f6nlichkeit!<\/p>\n<p>Nur der Mensch tr\u00e4gt diese Ambivalenz in sich. Sinn f\u00fcr sich nur in seiner Individualit\u00e4t zu finden, aber auch zu <em>wissen<\/em>, Sinn f\u00fcr die Herde nur in der Gemeinschaft zu ergeben. <\/p>\n<p>Nun steht der Mensch also vor der fatalen Aufgabe, sich in so manchen Bereichen vor seiner Herde sch\u00fctzen zu m\u00fcssen, in der er eigentlich Schutz finden sollte. Selbstverst\u00e4ndlich steigert dies seine Ur-Angst im Unbewussten noch immer weiter.<\/p>\n<p><strong>Die Bewusstmachung dieser Vorg\u00e4nge und die Hinwendung zum Einsatz seiner pers\u00f6nlichen F\u00e4higkeiten f\u00fcr sich und in weiterer Folge dann erst f\u00fcr die Herde, ist der einzige Schutz, den sich der Mensch geben kann.<\/strong><\/p>\n<p>Das Wesentliche daran ist, dass der Mensch auch f\u00fcr die Herde arbeiten muss, weil er ja ein untrennbarer Bestandteil ist und deshalb auf diese Art an dem beteiligt ist, was aus der Herde auf ihn zur\u00fcckkommt. <\/p>\n<p>Und am besten kann er dies, indem er seine Indivualit\u00e4t st\u00e4rkt und sie f\u00fcr positive Prozesse, sich selbst, aber auch unbedingt die Herde betreffend, einsetzt. Sich auf diese Weise in die Gemeinschaft einbringt. Logischerweise ist es daf\u00fcr jedoch notwendig, diese Strukturen zu erkennen.<br \/>\nStellt er sich in einem der beiden Bereiche dagegen, schadet er sich in jedem Fall selbst. Und dann muss er sogar Angst vor sich selber haben.<\/p>\n<p>Und die Angst vor sich selbst ist leider eine der am weitesten verbreiteten \u00c4ngste.<br \/>\nAber dazu in einem sp\u00e4teren Kapitel &#8230;<br \/>\n<\/font><\/p>\n<p>\u00a9 evelyne w.<\/p>\n<p><u><strong>Fortsetzung folgt<\/strong><\/u><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; V. Oft bekomme ich als Argument gesagt, Angst sei lebensnotwendig, Angst besch\u00fctzt. Aber meine Meinung ist anders. Angst sch\u00fctzt nicht! Umsicht sch\u00fctzt, Vorsicht sch\u00fctzt, auch R\u00fccksicht, aber Angst nicht. Angst vor dem Tod hat noch niemanden lebendig gehalten. 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