{"id":297,"date":"2011-08-09T21:56:50","date_gmt":"2011-08-09T19:56:50","guid":{"rendered":"http:\/\/filosofium.wordpress.com\/?p=297"},"modified":"2011-08-09T21:56:50","modified_gmt":"2011-08-09T19:56:50","slug":"gedanken-uber-die-mutterliebeii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/filosofium.evelyne-weissenbach.at\/?p=297","title":{"rendered":"Gedanken \u00fcber die Mutterliebe\/II"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p><font size=\"4\"><strong>2.<\/strong><\/font><\/p>\n<p><font size=\"3\">Daraus ergibt sich nat\u00fcrlich logischerweise, dass andererseits eine Mutter, die ihr Kind &#8222;perfekt&#8220; betreut, dies noch lange nicht aus Liebe machen muss.<br \/>\nSie kann das aufgrund von Neurosen machen<br \/>\n\u2022\taus Minderwertigkeitsgef\u00fchl &#8211; um anderen etwas beweisen zu wollen<br \/>\n\u2022\twas auch oft vorkommt: um ihren Besitz zu pflegen<br \/>\n\u2022\tkann ihre eigenen Defizite damit decken wollen <\/p>\n<p>und da gibts noch einiges, wie sich denken l\u00e4sst.<br \/>\nUnd all das, um sich selbst den Schmerz der Erkenntnis sparen zu m\u00fcssen, nicht lieben zu k\u00f6nnen.<br \/>\nUnd wie wir vorher schon &#8222;gelernt&#8220; haben, sich selbst nicht lieben zu k\u00f6nnen.  Denn das ist der gr\u00f6\u00dfte Schmerz im Leben eines Menschen.<\/p>\n<p>Nicht, wenn ihn seine Mutter nicht liebt, oder der Ehepartner. Schon gar nicht, wenn das Kind ihn nicht liebt, sondern wenn die Selbstliebe fehlt, dann gibt es keine Liebe im Leben eines Menschen und er setzt mehr oder weniger Ersatzhandlungen, um sich diesen Schmerz zu ersparen. F\u00fcllt sein Leben mit Ersatz, weil die wesensgerechte F\u00fclle fehlt.<\/p>\n<p>Aber ein erwachsener Mensch ist f\u00fcr seine Selbstliebe selbst verantwortlich!<br \/>\nWenn ihn seine Eltern diese also nicht lehren oder vorleben konnten, dann kann er sie als Erwachsener noch jederzeit lernen und ist dann auch daf\u00fcr zust\u00e4ndig. Und nicht mehr die Mutter &#8230;<\/p>\n<p>Da die Mutter eines <em>Erwachsenen<\/em> nicht mehr in dem Einssein-Paket enthalten ist, kann er sich eindeutig selbst daf\u00fcr und dazu entscheiden, WIE er liebt.<br \/>\nNur &#8211; wenn es LIEBE sein soll, und nicht das Weiterf\u00fchren der dynamischen Vorg\u00e4nge, die die Altvorderen in ihn abgesenkt haben, dann muss aus der Selbstliebe Liebe erwachsen, also auch die Liebe zur Mutter &#8211; egal was sie getan hat &#8230; DAS w\u00e4re das ANDERE. <\/p>\n<p>Die Liebe zur Mutter ist deshalb so wichtig, weil sie Liebe zu den Wurzeln eines Menschen ist, weil er ohne seine Mutter ja nicht in und auf dieser Welt w\u00e4re. Da ist keine Dankbarkeit vonn\u00f6ten, wie das leider von so vielen M\u00fcttern &#8222;gefordert&#8220; wird, aber die Liebe schon.<br \/>\nLieben ist ein Prozess der Weiterentwicklung. wo eines aus dem anderen erw\u00e4chst. Wenn wir also das nicht lieben, woraus wir erwachsen sind, dann fehlt uns eindeutig die Grundlage unserer Liebe. Denn wie wir sofort erkennen k\u00f6nnen, die Grundlage zur Selbstliebe.<\/p>\n<p>Und noch etwas:<br \/>\nIn der gesamten Sch\u00f6pfung ist es so, dass Eltern ihre Kinder bis zu ihrem Erwachsensein begleiten und dann werden sie losgel\u00f6st.<br \/>\nNur dem Menschen ist diese selbstverst\u00e4ndliche Losl\u00f6sung verstellt und zwar aufgrund seines Bewusstseins, aufgrund der M\u00f6glichkeit, bewusst eingreifen zu k\u00f6nnen. Nun k\u00f6nnte der Mensch sich bewusst zur Liebe entscheiden, zu seiner menschlichsten F\u00e4higkeit. Das tut er leider aber meistens nicht. Und zwar aufgrund von dynamischen Vorg\u00e4ngen! Nicht aus Mangel an Mutterliebe!<\/p>\n<p>Aber Pflege, Betreuung, Bet\u00fcdelung kommen aus dem Sozialbed\u00fcrfnis und sind kein unbedingtes Indiz daf\u00fcr, lieben und Liebe weitergeben, bzw. ausdr\u00fccken zu k\u00f6nnen.<\/font><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; 2. Daraus ergibt sich nat\u00fcrlich logischerweise, dass andererseits eine Mutter, die ihr Kind &#8222;perfekt&#8220; betreut, dies noch lange nicht aus Liebe machen muss. 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