{"id":6130,"date":"2020-02-07T12:49:46","date_gmt":"2020-02-07T11:49:46","guid":{"rendered":"http:\/\/filosofium.evelyne-weissenbach.at\/?p=6130"},"modified":"2020-02-10T17:30:40","modified_gmt":"2020-02-10T16:30:40","slug":"auf-der-suche-nach-der-freiheit-ii-machtlosigkeit-ii-1-wer-braucht-die-macht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/filosofium.evelyne-weissenbach.at\/?p=6130","title":{"rendered":"Auf der Suche nach der Freiheit <br>II. Machtlosigkeit <br> II.1 &#8211; Wer braucht die Macht"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Machtlosigkeit wird sehr oft mit Hilflosigkeit gleichgesetzt oder verwechselt.<br>\nDoch die Machtlosigkeit folgt ganz anderen Grundlagen. <br>\nWie im ersten Teil beschrieben, wird uns die Hilflosigkeit anerzogen und wird durch die pers\u00f6nliche Entscheidungspflicht aufgehoben. <br><br>\n\n\n<p>Die Machtlosigkeit wird uns nicht anerzogen, sondern erw\u00e4chst aus dem Gef\u00fcge des Machtwesens, welches keineswegs anerzogen ist, jedoch als Bestandteil unserer Gesellschaft unwidersprochen anerkannt und dadurch auch immer wieder weiter \u00fcbernommen wird.<br><br>\n\nDie Machtlosigkeit ist ein Produkt des Machtstrebens. Deshalb ist es wichtig, sich zuerst dem Machtwesen und dem damit verbundenen Machtstreben zuzuwenden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n<p><span style=\"font-size: 20px;\"><strong>II.1 &#8211; Wer braucht Macht?<\/strong><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div style=\"text-align: center\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/filosofium.evelyne-weissenbach.at\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/200207_macht1_5w.jpg\" height=\"500\" title=\"macht II\" alt=\"macht II\"><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n<p>Wie schon oft von mir, auch in anderen Artikeln erw\u00e4hnt, ist der Mensch ein Zwitterwesen.\nEinerseits ein Herdenwesen, das sich jedoch nicht auf intuitive, instinktive oder rein emotionale Weise mit seiner Herde verbunden f\u00fchlen kann, sondern sich durch sein Bewusstsein als getrennt von dieser Herde wahrnimmt. <br>\nAndererseits kann er sich aber nur \u00fcber seine Individualit\u00e4t in das Ganze der Sch\u00f6pfung wieder einf\u00fcgen, ist f\u00fcr die Qualit\u00e4t, die er einbringt, absolut selbst verantwortlich. <br><br>\nDeshalb ist die Individualit\u00e4t die wahre Grundlage f\u00fcr den Sinn des Lebens. Und nicht das Herdenwesen. <br><br>\nUnd es ist wesensentsprechend, dass dieses Einzelwesen seine Menschlichkeit hegt und pflegt, um einerseits seinem Leben Sinn zu geben und andererseits das Bestm\u00f6gliche zum Ganzen beizutragen.<br><br>\n\nDie Herde hat eine eigene Dynamik,  f\u00fcr den Einzelnen ist sie nicht zust\u00e4ndig. Sie ist f\u00fcr das \u00dcberleben der Herde zust\u00e4ndig, kann also jederzeit einzelne Bestandteile opfern. <br>\nDer Einzelne wiederum kann die Dynamik der Herde nur gering beeinflussen. <br><br>\n\nDie Herde kann den Einzelnen verrecken lassen und wird trotzdem weiter bestehen. <br>\nUnd wer sich umsieht, wird dies an dem Umgang mit den Fl\u00fcchtlingen sehr gut nachvollziehen k\u00f6nnen.<br><br>\n\nF\u00fcr den Einzelnen allerdings ist es wichtig, einen Weg IN die Herde zu suchen. Er ben\u00f6tigt die Verbindung mit der Herde, ohne sie ist er absolut schutzlos. Denn nicht nur die Herde kann ihn abwerfen, sondern auch die Welt! <br><br>\n\nDer daf\u00fcr vom Universum (oder von Gott) geplante ideale Weg w\u00e4re nat\u00fcrlich die Liebe. Aber leider hat das Bewusstsein des Menschen ihn dazu verleitet, sich als Gottes Ebenbild zu f\u00fchlen und diese Anma\u00dfung hat ihn vom Idealweg abgebracht. Er kreiert t\u00e4glich neue, eigene Wege. <br><br>\n\nUnd da er ein kleines \u00e4ngstliches Armleuchterchen ist, versucht er sich stark zu machen, anstatt sein Bestes einzubringen. Dabei kann er sich gar nicht so stark machen, dass er die Herde beherrschen kann oder ihre Dynamik gro\u00dfartig ver\u00e4ndert. <br><br>\n\nEr strebt also die Eingliederung mit seiner Herde nicht durch Liebe an, die die einzig m\u00f6gliche und auch f\u00fcr ihn pers\u00f6nlich sinnbringende Vereinigung \u00fcberhaupt ist. Er will Macht \u00fcber andere andere aus\u00fcben, um Verb\u00fcndete f\u00fcr seine Lebensweise zu finden, um sich vorgaukeln zu k\u00f6nnen, dass er nicht allein ist. <br><br>\n\nMan kann dies auch sehr leicht an den Machthabern erkennen. Die Gemeinschaft, also die Menschheit w\u00fcrde ohne Donald Trump sehr gut weiterexistieren k\u00f6nnen, aber Trump ohne die Gemeinschaft w\u00fcrde als das armselige W\u00fcrschtel, das er tats\u00e4chlich ist, durch den Rost in den Kanal von Abrahams Wurschtkessel fallen k\u00f6nnen und daf\u00fcr m\u00fcsste nicht einmal der Deckel ge\u00f6ffnet werden. <br><br>\n\nEs gab schon so viele Machthaber und die Welt dreht sich immer noch und die Menschheit ist immer noch nicht ausgestorben. Obwohl so viele von ihnen schon sehr viele Menschen ermordet haben und es noch immer tun. <br>\nVielleicht wird so einem Typen einmal ein Machtmittel in die Hand gespielt, das die Welt und die Menschheit mit ihr ausl\u00f6scht. Das kann passieren. Aber so lange die Menschheit und ihre weltliche Grundlage besteht, kann auch ein Trump oder Erdogan locker aus der Herde entfernt werden, ohne dass in China oder sonstwo auch nur ein Sack Reis umf\u00e4llt. <br><br>\n\nMan sieht also auf den ersten Blick sofort die Ungleichgewichtung der Macht. <br>\nUnd auch die Richtung, auf die wir unser Augenmerk legen m\u00fcssen, um an unsere Freiheit zu gelangen. <br><br>\n\nWir m\u00fcssen unser Augenmerk auf unsere pers\u00f6nliche Freiheit legen und nicht auf die Freiheit der Gesellschaft! Nach diesem Prinzip ergibt sich die Freiheit der Gesellschaft von selbst! <br>\nAber wenn wir unser Augenmerk auf die Freiheit der Gesellschaft legen, sind wir selbst logischerweise unfrei. <br><br>\n\nIn unserem Leben sind nun einmal wir das wichtigste. Wenn wir sterben, ist f\u00fcr uns die weltliche Existenz und somit das menschliche Leben zu Ende. Aber die Herde wird weiter existieren.\nWenn wir also das Wohl der Herde \u00fcber unser eigenes stellen, ergibt unser Leben keinen Sinn. <br><br>\n\nDas Verh\u00e4ngnis dabei ist, dass sich so viele Menschen diese Richtung gar nicht zu denken trauen. So viel Egoismus und wenn jeder so egoistisch ist, dann gibt es in ihren Augen keinen Zusammenhalt und kein Gemeinschaftswesen. <br><br>\n\nDoch das stimmt so nicht! <br>\nEgoismus ist das ges\u00fcndeste f\u00fcr den Menschen. Doch m\u00fcssen wir ihn von der Egozentrik unterscheiden, denn die wiederum ist das verh\u00e4ngnisvollste. <br><br>\nDenn zum Wohle des Einzelnen geh\u00f6rt es einfach, dass er nichts Trennendes zur Herde lebt. Also Hass oder Ausgrenzung haben da keinen Platz. Es KANN einem Menschen einfach nicht gutgehen, wenn er einen anderen verhungern oder ermorden l\u00e4sst! Das entspricht nicht seiner Menschlichkeit.<br>\nDeshalb erzeugen diese Vorg\u00e4nge Angst in ihm, die alles andere \u00fcberlagert. <br><br>Da es sich um ein gemeinschaftliches Ph\u00e4nomen handelt, wird das meistens gar nicht wahrgenommen, die \u00c4ngste werden verdr\u00e4ngt und Rationalisierungen treten an ihre Stelle, die das alles als vollkommen normal erscheinen lassen. <br>\nDoch die Empathie ist ein wesentlicher Bestandteil des Menschsein. Nur leider meistens sehr verk\u00fcmmert und muss deshalb auf irgendeine Weise kompensiert werden. <br><br>\n\nParolen von Machthabern bieten daf\u00fcr die besten M\u00f6glichkeiten an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<i>Fortsetzung folgt<\/i>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Machtlosigkeit wird sehr oft mit Hilflosigkeit gleichgesetzt oder verwechselt. Doch die Machtlosigkeit folgt ganz anderen Grundlagen. 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