{"id":7240,"date":"2021-04-01T20:54:29","date_gmt":"2021-04-01T18:54:29","guid":{"rendered":"https:\/\/filosofium.evelyne-weissenbach.at\/?p=7240"},"modified":"2021-04-01T20:55:16","modified_gmt":"2021-04-01T18:55:16","slug":"regnose","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/filosofium.evelyne-weissenbach.at\/?p=7240","title":{"rendered":"Regnose"},"content":{"rendered":"\n<p>Ein Begriff, den ich nicht kannte. Und wahrscheinlich nicht nur ich.<br>\nUnd doch hat das Prinzip mein Leben ver\u00e4ndert. <br><br>\n\nREgnose steht f\u00fcr das Gegenteil von PROgnose. <br><br>\n\nEine Prognose erstellt man in der Gegenwart, also heute, und beleuchtet die M\u00f6glichkeiten, wie sich eine Situation ver\u00e4ndern wird oder kann. <br>\nSie ist in den meisten F\u00e4llen von negativen Einfl\u00fcssen beschwert und zeigt deshalb keinen klaren Weg. Man wei\u00df nicht, wie soll man sich verhalten. So oder so? Womit k\u00f6nnte man die negative Sicht ver\u00e4ndern, wie geht man damit um? Aber wahrscheinlich wird sich die Sicht nicht ver\u00e4ndern lassen, weil ja die Prognosen schlecht sind. Wo soll also eine positive Perspektive herkommen? <br>\nIch sags gleich: Mit zwanghaftem positiven Denken wird es nicht gehen \u2026<br><br><\/p>\n\n<p>Wenn man auf unsere Gegenwart schaut, also die Zeit der Pandemie, dann ist man hin und hergesch\u00fcttelt. Die Prognosen, wo immer man hinschaut sind nicht gut. Und was soll man jetzt tun? Wo selber weitergehen? <br><br>\n\nDie Regnose dreht den ganzen Prozess um. <br>\nMan stellt sich die Frage: Wo will ich mich in der Zukunft, nehmen wir als Zeitrahmen 2 Jahre, sehen? <br><br>\n\nUnd von diesem Ausgangspunkt geht man den WEG ZUR\u00dcCK und schaut darauf, ob man sich denn auf dem Weg befindet, um \u00fcberhaupt dorthin gelangen <i>zu k\u00f6nnen<\/i>. <br>\nUnd sofort wei\u00df man, was man zu tun hat. Denn, wenn man sich jetzt nicht auf diesen Weg macht, dann kann man dort nicht hingelangen, wo man hin will. <br><br>\n\nIch habe einige pers\u00f6nliche Ziele in die Zukunft gestellt und pl\u00f6tzlich wusste ich, dieses oder jenes ist gar kein Ziel. Weil es mir nicht wert ist, mich in der Sekunde auf den Weg zu machen. <br><br>\n\nDa die Prognose ausgeschaltet wird, ist es auch nicht relevant, was irgendjemand anderer tut. Es geht um MEINEN Weg, auf den ich mich konzentrieren muss und nicht darauf, eine Prognose umzusetzen, oder gar deren Umsetzung von jemandem anderen zu verlangen. <br> <br> <p>\n\n<p>Wenn ich mich also in dieser Zeit, wo die wirtschaftlichen Prognosen sehr schlecht aussehen, in zwei Jahren in einer stabilen wirtschaftlichen Situation sehen will, dann muss ich mir jetzt die \u00c4rmel aufkrempeln und mich nicht von irgendjemandem durch irgendwelche Prognosen aufhalten lassen, diesen Weg dorthin zu gehen. <br><br>\n\nMan beginnt also, von dort weg zur\u00fcck zu gehen. Und wird wahrscheinlich pl\u00f6tzlich erkennen, dass man diesen Weg ja gar nicht eingeschlagen hat. Auf das falsche Pferd gesetzt oder sich andere Wege offen gelassen hat. Den Weg von Ereignissen oder Personen abh\u00e4ngig macht. <br><br>\n\nWenn man das ernsthaft betreibt und nicht halbherzig damit kokettiert, wird das wahrscheinlich Ideen hervorbringen. Und es wird die Angst verringern. <br><br>\n\nIn Zeiten wie diesen wird man sich NICHT auf die Pandemie und die Ma\u00dfnahmen dieser uns\u00e4glichen Regierung konzentrieren, sondern darauf, wie man sich sch\u00fctzt, wie man kreativ wird, wie man seinem Leben Qualit\u00e4t gibt, usw.<br> <br> <\/p>\n\n<p>Wenn sich jemand allerdings in zwei Jahren krank und siech und ausgebeutet unter der Br\u00fccke sieht, weil er den Prognosen folgt und sich seine Angst dorthin verdichtet, dann wird er beim Zur\u00fcckgehen erkennen, dass er in der Gegenwart diesen Weg beschritten hat. Und dass er die M\u00f6glichkeit gehabt h\u00e4tte, sich anders zu entscheiden. <br><br>\n\nIch pers\u00f6nlich kann nur aus eigener Erfahrung sagen: Es wirkt! Und wie! Total befreiend. <br>\nIch f\u00fchle mich nicht mehr von au\u00dfen hergebeutelt. Das Au\u00dfen ist ja nur ein Konstrukt, das ich f\u00fcr mich erstelle! Und zwar aus dem erstelle, das mir das Au\u00dfen aufdr\u00e4ngen will. <br><br>\n\nIch habe so vieles loslassen k\u00f6nnen, von dem ich auf diese Weise erfahren habe, dass es f\u00fcr mich nicht von Belang ist, aber ein Klotz an meinem Bein war. Oder ich mich um die Prognosen im ewigen Kreis drehte. Die noch dazu meistens von anderen vorgegeben wurden. Meine pers\u00f6nlichen sahen oft ganz anders aus. Was aber nat\u00fcrlich nichts zu bedeuten hat, Prognose bleibt Prognose. Aber der Unsicherheitsfaktor ist sofort erkennbar.<br><br>\n\nIch habe vorgefasste Ziele aufgeben k\u00f6nnen, weil ich erkannt habe, dass sie gar nicht MEINE Ziele waren. Weil ich eben nicht bereit war, mein Leben daf\u00fcr zu ver\u00e4ndern, daf\u00fcr zu brennen. <br><br>\n\nAber es geht hier nicht um mich, um meine Geschichte. Die muss auch niemanden interessieren. Aber vielleicht findet es der eine oder andere interessant, mit diesem Prinzip bekannt gemacht zu werden. Denn ich glaube, dass es viel zu wenig bekannt ist. Und dabei so effizient. <br><br>\n\nUnd auf jeden Fall w\u00fcnsche ich viel Erfolg damit! <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zukunftsinstitut.de\/artikel\/zukunftsreport\/das-prinzip-regnose\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><u>Matthias Horx &#8211; Das Prinzip der Regnose<\/u><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Begriff, den ich nicht kannte. Und wahrscheinlich nicht nur ich. Und doch hat das Prinzip mein Leben ver\u00e4ndert. REgnose steht f\u00fcr das Gegenteil von PROgnose. Eine Prognose erstellt man in der Gegenwart, also heute, und beleuchtet die M\u00f6glichkeiten, wie sich eine Situation ver\u00e4ndern wird oder kann. 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