weinbergbaden

ist das glück?
das ist glück.
nicht euphorie
nicht romantik
glück.

es ist einfach da
man kann es nicht erzeugen
nicht festhalten
nur erkennen
und annehmen

gerne lacht es
manchmal weint es
meistens wärmt es
doch es kühlt auch die wut

verliert die angst
aus den augen
sammelt die freude
als mut ein
wächst in der stille
schreit sich aus dem bauch

teilt den nebel des alltags
für den blick ins licht

 

weinbergbaden

 

aufrecht

kraehenflug

 

ich spüre freiheit
obwohl die ganze welt
sich darauf einschwört
mir unfreiheit zu suggerieren

ich spüre lebenswillen
sinn
und liebe

mein blick ist offen
und darauf gerichtet
dahin zu geben
wo es gebraucht wird

die angst ist die begleiterin
der sich vor ihr duckenden

in mir
blüht zuversicht
und frieden

mein gang bleibt aufrecht

 

vernebelt

nebelsonne

 

der nebel
weht seine fahnen
über das land

breitet sie
über kahle reben

mein schritt gedämpft
auch das gekrächz der krähen
wie ferne sinfonien

manchmal blinzelt
die sonne bleich
erhellt das grau
zu mattem weiß

ich trinke
die milch der lüfte

lächelnd begrüße ich die schemen
die meinen weg nach hause
säumen

 

vernebelt

 

fußstapfen

meinen fußstapfen
auf deinem boden
folge ich in die weite
der gedanken

die sich nähren
von dem grün
das du in meine augen streust
von blicken in die freiheit

von den düften der reben
die aus satter furche steigen
vom jubilieren
das über das land weht

vom streicheln des windes
auf meinem gesicht
der ein jauchzen
von meinen lippen holt

fest ist mein schritt
so fest wie der weg
den du
vor mich legst

 

fussstapfen

 

 

genuss pur

genuss pur
mein gang durch die rieden
in die weiten

zwischen den reben
glühen malven

wogende meere
aus margariten
gesäumt von rainen
in wilder pracht

der wind
streicht blaugrüne wellen
über das korn

glitzernd am horizont
der see
getupft von weißen segeln

ich berausche mich
am duft
des blühenden weines