wenn mich
das glück
aus dem nichts anlächelt
weiß ich
dass du es mir gibst
wenn mich
das glück
aus dem nichts anlächelt
weiß ich
dass du es mir gibst
warm und weich
ist das bett meiner liebe.
ich kuschle mich hinein.
und drehe die welt
an einem anderen rad.

die zeit ist meine freundin.
bleibt mir auch von tag zu tag weniger
so gibt sie mir doch von tag zu tag immer mehr.
sie nimmt mir die verschwendung und schenkt mir das verschwenderische.
ich habe keine zeit mehr für den tanz der eitelkeiten und den stillstand auf dem berg des hasses, die mir die endlosgaukler in den schritt werfen wollen.
die tangowiege ist meine bewegung, geschmiegt an dich.
ich habe keine zeit mehr für neidgenossen und ausgrenzer, flachgeister und parolentrinker.
doch habe ich vielmehr zeit für menschen, deren licht ich nicht mehr unter ihren scheffel stelle. für menschen, die in die weisheit meiner seele lachen. für worte die uns berauschen, weil sie die liebe von unseren lippen tropfen.
die sinnlichkeit des herbstes legt mir nahe, die intensität der reife zu ernten.
es sind nicht die überschriften, die mir das leben zeigen, wie es ist.
die wege laufen durch die alleen der menschlichkeit, dort blühen inhalte, die gemeinschaft bilden, wächst die freude an der welt.
keine zeit ist zu wenig, um sie zu gehen.
denn sie gibt immer. und ihre freundschaft macht das leben lebenswert.
am morgen
wenn ich das erste mal
mein glück treffe
begrüße ich es freudig
und bitte es
den tag über
an meiner seite
zu bleiben

das gedicht
das ich nie schrieb
ist das von der
herzleere
denn damit
gibt es keine gedichte
und dann fielst du. und ich. kniete
am rande des schwarzen lochs.
und kämpfte um deine hände. bis du.
in der morgenröte. wieder
am kraterrand auftauchtest. und mich.
auf die füße zogst.

mich inmitten der blumen
wie eine von ihnen fühlen
dem licht zustreben
im winde schaukeln
aus der erde
kraft zum wachstum ziehen
und meine selbstverständlichkeit
als buntheit und duft
entfalten