Familienweihnachten

 

familienweihnachten

Und nun ist er vorbei, der Hl. Abend. Und wie jedes Jahr habe ich ihn auf höchst angenehme Weise verbracht. Es ist DER Familienabend bei uns. Wir haben ein gutes Verhältnis zueinander, aber wir treffen einander während des Jahres nur selten und wenn, dann meistens nicht alle miteinander, sondern einmal mit denen, einmal mit den anderen.

Deshalb ist der Weihnachtsabend für mich immer etwas ganz Besonderes. Auch diesmal war alles festlich geschmückt, es gab kleine, aber liebevolle Geschenke und der diesjährige Gastgeber zauberte ein Menü der Sonderklasse. Ein für mich sehr emotionaler Abend!

Und immer wieder dachte ich: wie gut geht es mir doch, wie groß ist doch die Gnade, nicht nur ein kuscheliges Zuhause zu haben, sondern auch meine Familie um mich haben zu können und mit ihnen harmonisch und ohne Not feiern zu können.

Heute sind meine Gedanken dazu nicht ganz so harmonisch. Denn mir fallen all die Buberln ein, die dafür sorgen wollen, dass es Menschen, denen es nicht so gut geht, noch schlechter gehen wird. Nicht mir wird es vermutlich schlechter gehen, sondern Menschen, die erst gar nicht in den Dunstkreis dieser Gnade kommen, die keine Familie um sich scharen können und für die das Notwendigste schon hinter einer unüberbrückbaren Hürde liegt.

Mir fällt meine Lesung bei der Pannonischen Tafel ein und wie dort fieberhaft daran gearbeitet wird, abzumildern, was die Politik mit ihrem Machtgehabe und die Gesellschaft in ihrer Genusssucht anrichtetn

Leute, die dafür sind, dass man Anderen etwas wegnimmt, ohne daraus überhaupt nur selber einen Vorteil ziehen zu können. Ich meine, es ist auch nicht sehr menschlich für mich, anderen etwas wegzunehmen, dass es einem selber besser geht. Aber es überhaupt einzig deshalb zu tun, um Anderen zu schaden, das ist so grindig, dass ich keine Worte dafür finde. Wie nieder eine Gesinnung sein und wie sie sich wie eine Seuche ausbreiten kann.

Und es beschert mir immenses Unbehagen. Denn die Politiker handeln im Auftrag des „Volkes“. Es sind meine Mitbürger und auch Nachbarn, die sie und dieses System der Unmenschlichkeit gewählt haben. Sie sind rund um mich und grinsen hinter ihren Weihnachtsmannbärten mit hämischen Fratzen.
Ich denke an die Verschwendungsparade in der Vorweihnachtszeit, an diese Unmengen von Energie, die vergeudet wurden, an die Berge von Lebensmitteln, Verpackungen und wohl auch unsinnigen Geschenken, die heute die Mistkübel übergehen lassen.

Und denke daran, dass mir jemand einreden will, wir leben in einem so armen Land, das Menschen ausgrenzen muss, sie zur Not verdammen muss, sie zu Bettlern und Hassgestalten machen muss.

An all jene, die heute ihren Kater pflegen und mit der abgenagten Ganslkeule drohend herumfuchteln und mundfäulige Sprüche loslassen über „christliche Werte“, Heimatschutz, Traditionsbewahrung, oder solchen Schmarrn.

Nein, abgesehen davon, dass das keine christlichen Werte sind – Jesus wollte ganz was anderes von uns – das sind keine Traditionen, die ich bewahrt haben möchte! Und Heimatschutz betreibt man auf diese Art auch nicht. Denn genau so wird unsere Heimat untergehen!

Deshalb meine Weihnachtsbitte an euch: Verwendet euer Hirn zum Denken, euer Herz zum Fühlen und die Weihnacht dafür, um Einkehr zu halten und Umkehr einzuleiten.

Zu menschlichen Werten, zur Pflege unserer schönen Heimat und zur Linderung der Not Anderer. Denn nur das wird auch unsere eigene Not verhindern, niemals vergrößern!

Frohe Weihnachten!

 

 

Über meine geliebte Luise

 

 

Originelle Ermittler gibt es wenige.
Die einen sind selber kaputt, die anderen abgehoben. Manche versuchen den Spagat zwischen Familie und Beruf – und werden dann gerne in Regiokrimis als leichte Halbdodeln im Privatbereich dargestellt.
Ermittlerinnen sind meistens toughe Wesen, oft alleinerziehend.

Ich wollte keine junge, tolle Person mit aufmerksamkeitswirksamem Sexualleben als Kommissarin kreieren, sondern eine Frau, die nach langjähriger Dienstzeit in diesem oft so desillusionierenden Beruf, einfach ein liebevoller Mensch geblieben ist.
Ihre Selbstliebe und Selbstsicherheit manifestieren sich darin, dass sie sich von ihrer Umwelt nicht beeindrucken lässt, was Leben und Aussehen betrifft.

Ich selber lese gerne um mich zu unterhalten, mich zu entspannen, kann dies aber nicht auf allzu seichter Ebene. Ich möchte in die Psyche der handelnen Personen Einblick nehmen können.

Ich betätige mich nicht als Voyeur am Sexualleben anderer, und schon gar nicht geile ich mich an exzessiver und perverser Gewalt auf. Deshalb möchte ich auch in meinem Schreiben diesen Voyeuren keinerlei Vorschub leisten.
Es ist nicht mein Anliegen, Angst durch Schrecken und Grauslichkeiten in die Welt zu tragen.
Ich möchte die Sinne ein wenig schärfen für die Abläufe des Alltags. Für die oft unbeachteten Gefahren, in die wir uns durch Gedankenlosigkeit in den Beziehungen zu unserer Familie, unseren Mitmenschen und unserer Umwelt begeben.

Auch wollte ich von Land und Leuten meiner wunderschönen „neuen“ Heimat erzählen.

Das ist meine Motivation, Unterhaltungskrimis zu schreiben, die ihr besonderes Augenmerk auf das Gebiet um den Neusiedlersee im österreichischen Burgenland legen.
Eigenheiten dieser in Europa einzigartigen Region und deren Bewohnern werden berücksichtigt, die Landschaft und Architektur einbezogen. Selbstverständlich auch die Kulinarik.
Humor ist mir ebenfalls wichtig, deshalb spielt neben dem Spannungsaufbau der Fälle auch die Satire eine wesentliche Rolle.

 

Ich wünsche angenehme Leseunterhaltung mit dem „Tod eines Surfers“, Luise Pimpernells erstem Fall. Weitere Fälle sind schon in den Startlöchern, hängen aber natürlich vom Erfolg des ersten ab …

Also wenn ihr Unterhaltungskrimis mögt, dann
bitte, bitte, bitte kauft, lest und (ganz wichtig) rezensiert!
Dann wirds auch weitergehen mit der „guten Luise“ 😉