Gespräch unter Freundinnen III

Hast du abgenommen?
Nein, wozu soll ich abnehmen?
Ja eben. Aber ich glaube, du bist noch dünner geworden.
Ich bin doch nicht dünn!
Du machst wohl viel Sport?
Nein, sicher weniger als du.
Was machst du dann?
Nichts.
Was heißt nichts? Wieviele Kalorien isst du am Tag?
Keine Ahnung!
Irgendetwas musst du doch tun?
Wofür?
So schlank ist man nicht von allein.
Bei mir funktioniert das offensichtlich schon.
Das gibt es nicht! In deinem Alter …

Nimm noch ein Stück Kuchen.
Nein danke, ich habe doch schon eines gegessen.
Na also.
Was heißt na also?
Du machst ja doch etwas.
Ja, wenn du das meinst. Ich esse so lange es mir schmeckt.
Dir schmeckt mein Kuchen nicht.
So habe ich das nicht gemeint. So lange, bis ich genug habe.
Wenn er dir schmecken würde, hättest du nicht nach einem Stück genug.
Das eine hat doch mit dem anderen nichts zu tun.
Aber wenn du eine solche Diät hältst, ist es kein Wunder.
Es ist doch keine Diät, wenn man nur ein Stück Kuchen zum Kaffee isst.
Wenn man eh schon so dünn ist wie du, dann kriegt man nur mehr Falten, wenn man Diät hält.

© evelyne w.

Gewinnspiel

 
Mein Verlag verlost Weihnachtslesungen!
Aber nicht nur für Buchhandlungen, Literaturveranstaltungen, Firmenfeiern, Vereine oder sonstige öffentliche Events .
Nein, auch für einen gemütlichen Adventnachmittag in Euren Wohnzimmern besteht die Möglichkeit zum Gewinn.

Und wer für eine Lesung keinen Platz hat, der kann an der Weihnachtsbuchverlosung teilnehmen und selber Weihnachtsgeschichten und -gedichte lesen oder jemandem vorlesen.

Gewinnspiel-Informationen

Übrigens

Ich mache seit Jahren Weihnachtslesungen. Und nicht nur in Buchhandlungen, Literaturzentren, Kurhäusern oder für offizielle, bzw. Firmen-Veranstaltungen.
Nein, auch in kleinen Cafes oder eben in Wohnzimmern.
So ab 8 Personen – und nach oben offen
Die mag ich ganz besonders, die sind immer besonders stimmungsvoll und nett!
Lesungsradius: Wien, Burgenland, südliches Niederösterreich.

Wer daran Interesse hat, der kann sich gerne mit mir in Verbindung setzen. Es wird niemanden „arm machen“ …

 

50-Euro-Büchergutschein zu gewinnen!

 
Vom 15. Oktober bis zum 5. November 2012
kann für den Burgenländischen Buchpreis gevotet werden.

Mein Buch „in der Umarmung des Vergessens – Dementielles“ wurde nominiert! Und natürlich wäre es super, wenn ihr dafür voten würdet.

in der umarmung des vergessens

Ich glaube schon, dass es ein Buch ist, für das man ein bisschen um Stimmen bitten darf, geht es doch nicht um Eitelkeit, sondern um die besondere Idee, die dadurch verbreitet wird. Also nix für ungut, bitte.

Und danke im voraus!

Buchhandlungen, in denen Stimmzettel abgegeben werden können:
Weiterlesen

Gespräch unter Freundinnen II

 
Hast du abgenommen?
Nein, zugenommen.
Also doch! Ich verstehe das sowieso nicht.
Was verstehst du nicht?
Da bist du so auf dein Äußeres bedacht, und dann achtest du nicht auf dein Gewicht.
Weil ich nicht schlank bin, müsste ich also auch ungewaschen sein?
Nicht ungewaschen, aber deine Klamotten …
Was ist damit?
Du gibst so viel Geld dafür aus.
Wer sagt das?
Das sieht man.
Und eigentlich sollte ich mich in einen Jutesack hüllen?
Nein, aber das widerspricht sich doch.
Zu deiner Beruhigung, das sieht nur so aus.
Was sieht nur so aus?
Dass ich viel Geld für meine Klamotten ausgebe.
Warum gehst du um das Geld nicht in ein Fitness-Center?
Weil ich keine Klamotten dafür habe.

Nimm ein Stück Kuchen.
Nein, danke, ich mag nichts Süßes.
Bei mir brauchst du aber keine Diät machen.
Ich mache keine Diät.
Ich habe extra für dich gebacken.
Du sagtest, ich soll abnehmen!
Aber doch nicht bei mir!

© evelyne w.

 

2 Bücher in 2 Tagen

mit Begeisterung gelesen …
Das muss mir Rezensionen wert sein!
 
 
Die Liebe ist nicht rot
Lyrik deluxe
von Christa Issinger


 
 
 
Dicht, ohne zu verdichten. das ist für mich ganz große Textkunst.
Für mich, die ich nicht so ein Fan der Kurzlyrik bin, schreibt Christa Issinger ganz besondere Gedichte. Kurz gehalten und doch nicht zur Unkenntlichkeit verdichtet. keinerlei verstümmelte Satzfetzen, die unmotiviert in der Gegend stehen, in denen man erst nach dem Sinn oder Zusammenhang suchen muss. Auch nicht krampfhaft auf bedeutungsschwer hingedrimmt.

Nein, Gefühle, kurz und prägnant an- und ausgesprochen, auf eine Art und Weise, die Gefühle erzeugt. Und dabei fließend zu lesen, oft originell wortgeschöpft.

Einfach fünf-Sterne-toll!

 
Dann reden wir von Liebe
Erzählungen & Gedichte
von Elsa Rieger


Geschichten von Elsa Rieger – bergen Suchtfaktor für mich.
Einmal begonnen, konnte ich dieses Buch erst aus der Hand legen, als ich es bis zum letzten Buchstaben in mir aufgesogen hatte.
Wenn Elsa Rieger von Liebe redet, dann schickt sie ihre Protagonisten in den Alltag. In einen Alltag, der köstlich angereichert ist mit ihrem Blick für Herz und Witz und ich glaube, auch mit ein bisschen Selbstironie. Niemals ganz genau zu wissen, ob nicht ein wenig Autobiografisches dabei ist, bringt zusätzliche Spannung und Sympathie für die Autorin.
 
Ich mag Geschichten, die authentisch sind. Diese sind es und nähren doch mit ihrer tollen Sprache auch den literarischen Anspruch.

Die Gedichte dazu bereichern den Gesamtgenuss.

 
 

Von der Dummheit der Menschheit

 
Ja, da sind sich alle einig. Die Anderen sind blöd! Zumindest die meisten.
Und es gibt ja wohl nicht Schöneres, als darauf hinzuweisen. Zitate werden verbreitet, Kolumnen, Gedichte und Texte jeder sonstigen Art werden zu diesem Thema geschrieben oder in Umlauf gebracht. Und ein Rundum-Schulterklopfen setzt ein. Täglich. Überall.
Und besonders natürlich im Netz. Facebook und Twitter sind wunderbare Beete, aus denen solche Teilen-Texte blühen, die die Brillanz des Posters bestätigen sollen.

Und ich frage mich: Sind diese Menschen denn alle klug?
Ist es ein Zeichen für Intelligenz, in den Worten eines Brandmarkers Wahrheit zu erkennen?
Genügt es denn, um gescheit zu sein, das Anprangern der Dummheit der Anderen zu verbreiten?
Ist ein Schulterschluss zur Schadenfreude ein Zeichen für Denkvermögen?

Wo beginnt die „Dummheit“ der Menschen?
Die Dummheit der Menschen hängt nicht an der Bildung. Wissen hat noch niemals klug gemacht. Wissen manipuliert!
Intelligenz beginnt nicht im Kopf, sondern im Bauch.

Menschen, die sich korrumpieren lassen, sich Machtgefügen unterwerfen, sich von Parolen bestimmen lassen, werden auch diese Texte als Parolen an ihre Fahnen hängen.
Werden sich zur einen Seite drehen, um durch ein Nicken und Weiterverbreitung Intellekt bezeugen zu wollen und sich dann zur anderen Seite drehen, und genau das machen, das mit diesen Worten aufgezeigt wird.

Auch die selbsternannten Aufrüttler handeln nach dem gleichen Schema. Millionen von negativen Nachrichten und Gräuelfotos werden täglich durch die Medien geschleust. Und kein einziges hat jemals zur Verbesserung der Welt beigetragen.

Denken denn die Gescheiten und Guten nicht?

Wer sieht sich denn diese Bilder an? Wer liest denn diese Horrornachrichten?
Entweder begeilen sich die Psychopathen daran oder die Aufmerksamkeitshascher lachen sich in die knallharte Faust, finden sie sich als Mittelunkt der Teiler-Gemeinde.

Der gesunde Mensch sucht andere Nachrichten, überfliegt deshalb diese Hiobsbotschaften mit halbgeschlossenen Lidern.
Denn der Mensch ist mit einem ganz wichtigen Instrument ausgerüstet, um die Tragik der Menschheit überleben zu können: mit der Abstumpfung!

Abstumpfung, Verdrängung und Rationalisierung sind Überlebensmechanismen der Menschen. Sonst müssten wir uns alle schon längst vor lauter Angst und Schrecken gemeinschaftlich über die Klippe des Endes der Welt in die Tiefe gestürzt haben. Wenn wir das ganze Ausmaß der menschlichen Nachtseite, ohne Filterung und Abwehrautomatik wahrnehmen müssten.

Verbreitung von Parolen über Dummheit oder Fotos von gemarterten Kindern oder Tieren zeugen nicht von besonderer Klugheit oder besonderer Güte, sondern verleiten zum Schulterschluss der Nickergemeinde. Und zum hilflosen Achselzucken der Randgruppe von Willigen.

Ich habe eine wunderbare FB-Freundin, die sich dem Tierschutz widmet. Sie holt gequälte und kranke Tierchen zu sich, pflegt sie auf ihre Kosten gesund und sucht dann gute Plätze für sie. Unermüdlich. Sie braucht keine Horrorfotos, um Willige zu finden, die ihr zur Seite stehen. Sie braucht keine Anschuldigungen an den „Rest der Menschheit“, dass er sich um nichts kümmert. Sie braucht ihre ganze Energie für die Taten die SIE setzt!

DAS erscheint MIR klug. Das Verstärken positiver Energie. Damit könnte man die Welt retten!

Und genauso sehe ich das auch bei Texten. Überheblichkeit zu demonstrieren, indem man die Dummheit der Anderen pauschal anprangert, macht für mich noch lange keinen gescheiten Menschen aus. Abgesehen davon, dass die faschistische Grundlage mir immer ein Gruseln verursacht. Und Menschengruppen pauschal abzuurteilen, IST immer faschistoid!

© evelyne w.

 

Gespräch unter Freundinnen

 
Hast du abgenommen?
Ich weiß nicht.
Was heißt, ich weiß nicht.
Ich weiß es nicht.
Was sagt die Waage?
Ich steige nicht auf die Waage.
Du steigst nicht auf die Waage?
Nein, wozu?
Man muss doch wissen, wieviel man wiegt.
Wer muss das wissen?
Na jeder.
Ich nicht.
Aber du hast Übergewicht.
Wieso weißt du das?
Das sieht man.
Wofür brauche ich dann eine Waage?

Um zu wissen, wieviel du abnehmen musst.
Ich muss nicht abnehmen.
Aber du hast Übergewicht.
Ja und?
Das kann dir doch nicht egal sein.
Wieso nicht?

Aber du hast vielleicht abgenommen.
Ja und?
Dann weißt du es nicht.
Ich weiß es dann, wenn ich es spüre.
Spüren?
Oder mir die Hose zu weit wird.
Aber du weißt dann nicht wieviel.
Das interessiert mich nicht.
Dann nimmst du dir das Erfolgserlebnis.
Welches Erfolgserlebnis?
Dass die Kilos purzeln.

Und wenn ich zunehme?
Dann weißt du, dass du abnehmen musst.
Ich muss nicht abnehmen.
Wenn du zunimmst, musst du abnehmen.
Wer sagt das?
Das ist so.
Aha, und wenn ich abnehme, muss ich zunehmen?
Nein wieso?
Damit ich ein Erfolgserlebnis habe.
Das ist doch kein Erfolg!
Wofür brauche ich dann eine Waage?

© evelyne w.

 

Nominiert!

 
Da komme ich so herrlich entspannt und vollkommen ahnungslos vom Urlaub nach Hause und erfahre so irgendwie nebenbei, dass mein Buch „In der Umarmung des Vergessens – Dementielles“ für den Burgenländischen Buchpreis nominiert ist.
Ich kann es nicht anders beschreiben, es fühlt sich einfach geil an.
Nominiert! Das klingt ja wie bei Oskar am Sofa.
Ich muss schon gar nicht mehr gewinnen. Ich bin damit allein auch schon glücklich.
Aber vielleicht …
Wenn beim Lotto alles möglich ist, was weiß man, was dann im Burgenland noch so alles möglich ist …

Also, liebe Burgenländer, wenn ihr an einer Buchhandlung vorbeikommt, dann bitte geht doch hinein und füllt einen Stimmzettel aus. Ihr könnt dort Büchergutscheine gewinnen.
Und ich … vielleicht die große Ehre …

 

in der umarmung des vergessens