Wie kam die Krippe unter den Tannenbaum?

krippe

 

Weihnachten, das Christkind, der Weihnachtsbaum und die Geburt Jesus.

Seit Langem beschäftigt es mich, wie hier Zusammenhang herzustellen sei. Ich bekam das einfach niemals auf die Reihe. Was sollte die Geburt des Hl. Kindes im vorderen Orient mit Schneelandschaft, Tannenbäumen und Geschenken zu tun haben …
Tja und tatsächlich, damit hat es absolut nichts zu tun.

Die Geschichte der Weihnacht wie sie in unseren Breitengraden gepflegt wird, begann erst Ende des 17. Jahrhunderts.
Und zwar mit einem Nikolausfest mit kleinen Geschenken. Für Kinder …
Eingeführt eher aus erzieherischen Gründen. Der Nikolaus prüfte, ob die Kinder brav gewesen waren. Da in dieser Zeit die Menschen ja nicht so viel hatten, bestanden diese kleinen Gaben meistens aus Nüssen, Äpfeln oder kleinen Süßigkeiten, mit denen die Kinder „belohnt“ wurden.

Das Weihnachtsfest an sich bestand aus dem Besuch der Christmette und vorheriger Zusammenkunft der Familie, bei der gegessen und getrunken wurde. Wenn möglich kräftig.

Mitte des 18. Jahrhunderts wurde im eher katholischen Süden das „Nikolausspiel“ ausgeweitet, der Nikolaus erschien oft in Begleitung des Krampus, um den Gehorsams-Dialog mit den Kindern noch effizienter zu gestalten. Und – dieser Nikolo brachte auch manchmal ein Bäumchen mit, weil er ja aus dem Wald kam. Dieses wurde mit Schleifen und Blumen aus Papier geschmückt.
Im Norden jedoch wurde von den Protestanten ein „Kindlein-Spiel“ eingeführt. Das eher dazu dienen sollte, die Geschichte der Geburt des Herrn Jesu nachzustellen. Und man verstärkte die Position dieses „Christkindes“ als anonymen Gabenbringer, aus den gleichen Gründen wie beim Nikolo.

Beide Rituale weckten zu dieser Zeit den Zorn der Theologen.
Und es wurde dann auch ein paar Jahrzehnte später massiv dagegen aufgetreten. Es kam zu den sogenannten „Nikolaus-Pamphleten“.
Wie man weiß, konnte aber den diversen Spektakeln kein Einhalt geboten werden. Bereits Ende des 18. Jahrhunderts wurde Nikolaus- und Krampusspielen bereits von kleinen Geschäftsleuten kommerziell angeboten.
Denn für Weihnachten kam es zum Wandel vom religiösen Kirchenfest zum profanen Familienfest.

Anfang des 19. Jahrhunderts begann in den gehobeneren Kreisen die Wende vom geschmückten Bäumchen mit Süßigkeiten für Kinder zum Ritual der Weihnachtsparty. Das war etwas Neues, war modern und begann in den Salons der großen Gastgeberinnen. Die berühmtesten Weihnachtspartys veranstaltete Fanny von Arnstein, die es damit Weihnachten 1814 (weil mit Teilnehmern des Wiener Kongresses) in einen Metternich-Sptzel-Bericht schaffte. Und damit allgemein als „Erfinderin“ des Christbaums gilt, der nun auch hell beleuchtet wurde.

Man begann ohne „Nikolauskomödie“ und ohne Limits (!) zu schenken.
Die „kleinen Leute“ zogen auf ihre Weise mit. Sie schenkten immer noch nur den Kindern, aber ebenfalls in einem Weihnachtsparty-Ritual und die Geschenke umfassten nun auch Kleidung, Bücher, Spielsachen, oder sonstiges Nützliches und Gebrauchtes.
Die alten Brauchtumsgeschenke verloren ihren Sinn, wurden zum Dekor degradiert und sind dort bis heute leider geblieben (wenn überhaupt).
Mit zunehmendem Wohlstand wurden auch vom Mittelstand die Gepflogenheiten der Oberschicht übernommen und das Geschenkverhalten immer weiter ausgeweitet, auf Erwachsene, auf Luxus und auch auf absolut Unnötiges.

Nun ist auch klar, warum Weihnachten mit Schneelandschaft, Wald, Schlitten und Kälte in Verbindung gebracht wird. Weil diese Bräuche im ländlichen Raum Mitteleuropas ihren Ursprung nahmen. Dass die Hofdamen und Salongastgeberinnen die Bräuche dann für ihre Feste abwandelten, konnte ihnen diesen Nimbus nicht mehr nehmen. Aber der Weg in die Kommerzialisierung der Weihnacht nahm bei ihnen seinen Anfang.

© evelyne w.

Sündenböcke gefunden

Wieder ist es so weit, dass ich auf meine Senftube drücken muss, auch wenn ich weiß, dass das sinnlos wie ein Kropf ist. Aber sonst krieg ich einen ebensolchen. Und das ist auch nicht Sinn der Sache.

Im Augenblick regt mich nämlich am meisten die Sündenbockmentalität meiner Mitmenschen auf.
Es sind angeblich die Leute schuld, dass wir einen Lockdown haben. Weil sich alle nicht halten …
Erstens halten sich nicht „alle“ nicht an die Maßnahmen und zweitens sind die Maßnahmen einfach falsch.
Beziehungsweise ist die Richtung falsch, aus der sie angesetzt werden.

Wir müssen lernen, MIT dem Virus zu leben. Lernen, so damit umzugehen, dass wir den größtmöglichen Schutz für unser Leben erreichen.
Wenn man die Situation von dieser Richtung andenkt, hätten sich andere Maßnahmen ergeben, die aber mit Sicherheit wesentlich effizienter gegriffen hätten.

Von der Führung meines Staates hätte ich mir gewünscht, dass sie mich auf den Umgang vorbereitet und vor den Folgen schützt, so gut es möglich ist. Doch unsere Regierung gaukelt uns vor, dass wir uns nur an die Maßnahmen zu halten haben und dann wird das Virus irgendwann im Kanal versinken und wir können unser Leben wieder aufnehmen wie vorher.
Und wenn wir das nicht tun, dann du, du, du, dann werden wir zur Strafe in die Ecke geschickt. Dann kommt nämlich der böse Lockdown und wenn wir dann noch nicht brav genug sind, müssen wir auf Holzscheiteln knien, die aus Spitalsbettenknappheit bestehen.
Doch – Es wird nie wieder sein wie vorher. Wer das glaubt, ist ein hoffnungsloser Träumer.

Wie wir leicht erkennen können, hat unsere Regierung also einen anderen Weg eingeschlagen. Und dass dies die halbe Welt ebenso tut, macht es um keinen Deut besser. Es war noch nie etwas richtig und wahr, weil viele Menschen es getan oder gefordert haben. Da braucht man nur ein paar Jahrzehnterln zurückdenken. Aber auch die Gegenwart gibt genügend Beispiel dafür her.

Unsere regierenden Politiker agieren mit Angstmache, Verboten und Strafenmaßnahmen. Und sie geben die Verantwortung an die Getreuen weiter. Nämlich an jene, die leider nicht mit der ganzen ihnen an sich zur Verfügung stehenden Gehirnmasse denken können. Denn ehrlich, sonst hätten sie sie wohl auch gar nicht gewählt, denn Inhalte hatten sie keine in ihren Wahlkampf eingebunden, nur Parolen.

Bevor wieder jemand schimpft, wie ich denn die Leute als dumm bezeichnen kann (das dürfen nämlich nur die Schuldzuweiser), für die möchte ich aus einem früheren Post von mir zitieren:

Wer sind sie?


Von all diesen Leuten wird nun plötzlich Selbstverantwortung und Fürsorge für die Anderen und die Umwelt verlangt. Und ich sehe es so, dass dieses Ansinnen nur von Realitätsverweigerern kommen kann.
Das heißt, es hätten Maßnahmen getroffen werden müssen, die dieser Masse den Einfluss nimmt.
Das wurde nicht getan und nun werden die armen Schweine als Sündenböcke an den Pranger gestellt und nicht diejenigen zur Verantwortung gezogen, die das auch tatsächlich zu verantworten haben. Das finde ich sowas von letztklassig, dass mir eben besagter Kropf ins Wachsen kam.

Abschließend möchte ich noch etwas anmerken:
Wir haben wochenlange Maskenpflicht hinter uns, 2 Wochen Ausgangsbeschränkung, Gastronomie und Kulturverbote, auch Besuchsverbote, und was weiß ich nicht alles, und die Zahlen gehen durch den Plafond, dass man gar nicht so schnell schauen kann. Und das sollen wirklich die paar Leut sein, die sich nicht an die Maßnahmen halten? Selbst wenn es ein Prozentsatz von 10 % sein sollte …
Leider muss ich nämlich auch noch darauf hinweisen, dass die Leut, die sich zu Tausenden in der vergangenen Woche zu einer Möbelmarkt-Eröffnung drängten, glauben, dass sie sich an die Maßnahmen halten!
Weil sie sich ja in der erlaubten Zeit bewegten, außerdem eh ein Fetzerl umbanden (das halt leider keinerlei Nutzen hat, weil es keine Schutzmaske ist, aber so von der Regierung verlangt wird) und weil sie ja eh permanent auf die anderen schimpfen, die diese nicht tragen.

Und die Zahlen sind von dieser Großveranstaltung noch nicht betroffen! Also da ist schon vorher was schiefgelaufen!

 

Unfähigkeit, die uns ins Verderben führt

Immer wieder trifft man Entscheidungen und widerruft sie dann doch. Bei mir ist es die, dass ich zum Thema A nichts mehr schreiben wollte.
Doch wenn jetzt schon, dann wird es naturgemäß ein bissl länger …

Aber es trifft mich hart, zu lesen, wieviele meiner Freunde in den letzten Tagen „gekippt“ sind. Menschen, die bisher dem, was mit uns geschieht reflektierend und kritisch gegenüber gestanden sind. Die erkannt haben, dass etwas faul läuft im Staate Österreich und dass eine gefährliche Krankheit dafür verwendet wird, uns Sand in die Augen zu streuen. Sand in die Augen zu streuen darüber, dass die Unfähigkeit regiert und uns ins Verderben führt, nicht die Krankheit an sich.
Auf einmal gibt es keinerlei andere Perspektiven mehr, als das, was uns an Maßnahmen umgehängt wird. Fast alle sind dafür. Und wie gesagt, es trifft mich hart, dass dies auch auf Leute zutrifft, die ich in ihrer Denkfähigkeit bisher wesentlich höher eingeschätzt hatte und ich mich ihnen viel näher gefühlt hatte.

Da ich nun immer wieder auf die gleiche Argumentation treffe, nämlich „ja, sie müssen ja etwas tun und in ganz Europa machen sie es ebenso“ oder mir gesagt wird, „dagegen zu sein, ist zu wenig, hast du denn andere Vorschläge, wie man es anders machen könnte“, will ich darauf antworten mit:
Ja, ich habe andere Vorschläge. Hatte sie von Anfang an und werde mich davon auch nicht abbringen lassen, weil Viele etwas anderes sagen. Nicht das, was Viele sagen oder tun, ist die Wahrheit, oder gut und richtig, im Gegenteil. Und wer das nicht glaubt, der denke doch wirklich einmal ein paar Jährchen zurück, wieviele Leut da mir erhobener Hand herumgestanden sind und es war nicht die Wahrheit und Richtigkeit, die sie damit in die Welt gebracht haben.

Meine Denkweise kommt IMMER aus der Ecke der Menschlichkeit und des Miteinander, der Unterstützung und Hilfeleistung. Und da ist es selbstverständlich auch nicht möglich, die einen zugunsten der anderen zu opfern. Und diese Richtung kann bei mir nicht ausgehebelt werden, nur weil sich ein unbedarfter Bub an unserer Gemeinschaft ausprobiert.

Zuallererst hätte statt auf Angst- und Panikmache, auf richtige (!) Information und Prävention gesetzt werden müssen. Diese hätten mit der gleichen Vehemenz unter die Leute gebracht werden müssen, wie es mit Angst und Hetze passiert ist.
Angst zu machen ist die menschenverachtendste Handlung überhaupt.

Es hätte auf Unterstützung aufgebaut werden müssen und nicht auf Verbote. Dann hätten die Leute sich und ihre Problem ernst genommen gefühlt. Und wären nicht aufgrund dessen, dass ihnen von den Politikern noch dazu anderes vor Augen geführt wurde, was sie selber verlangten, in trotzige Opposition verfallen.

Es ist so, die Depperten sind zu jeder Zeit deppert, aber hier haben wir es mit einer großen Menge an Menschen zu tun, die einfach Angst haben un diese hätte man abholen und auf den richtigen Weg bringen müssen. Denn auch die, die man nun so gerne als Verleugner bezeichnet, tun dies doch nur aus Angst.
Verleugnung und Verdrängung ist ein höchst bekannter Faktor bei ängstlichen Menschen. Auch Partner, die betrogen werden, sehen das einfach oft nicht, weil sie es aus Angst vor dem Verlassenwerden nicht sehen wollen! Und viele der Ängstlichen wollen diese Gefahr nun auch nicht sehen und man treibt sie mit angstmachenden Szenarien nur weiter in ihre Verdrängungsmechanismen. Ich als mündiger Bürger wünsche mir von einer Regierung, dass sie mich in Krisenzeiten unterstützt, nicht, dass sie mich noch weiter in Konfusion und Abhängigkeit stürzt.

Und kann mir nun einer auch nur eine einzige unterstützende Maßnahme nennen, die gesetzt wurde?

Wer genau hinschaut sieht, dass ALLE Maßnahmen in der Öffentlichkeit nur ungenügend umgesetzt werden. Nicht aus mangelnder Eigenverantwortlichkeit, sondern weil die Welt so nicht funktioniert! Weil Eigenverantwortung nicht von anderen Verantwortung fordert! Das führt die Eigenverantwortung doch sofort ad absurdum. Und bringt nichts anderes als das Generieren von Sündenböcken und Vernaderern.
Und weil manche Anordnungen einfach so unlogisch sind, dass sich einem denkenden Menschen die Gehirnwindungen einkräuseln.

All diese Maßnahmen, die Grundrechte aushebeln
und uns der Menschwürde berauben,
oder auch die heißverteidigten Fetzerln,
haben in Europa nichts anderes gebracht,
als dass die Zahlen durch den Plafond krachen.


Also, liebe Leute, da läuft doch etwas in die falsche Richtung! Die Menschen müssen unterstützt werden in solchen Zeiten, nicht geschwächt und gegeneinander aufgebracht!

Ich z.B. kann und würde die Verantwortung für meine Gesundheit niemals in die Hände von Leuten legen, von denen ich weiß, dass der Großteil nicht einmal in der Lage ist, seine Papierln nicht auf der Straße wegzuwerfen.
Wie schon gesagt, die Depperten sind immer deppert und diese konnte man auch mit Verboten und Strafen nicht davon abhalten, die blödesten Sachen zu machen.
Und die, die man mit Angst bei der Stange halten wollte, haben die Weiterverbeitung nicht aufhalten können.

Eine Regierung, die ihre Maßnahmen auf ein solches Bevölkerungsgerüst aufbaut, in dem sie Schutzmaßnahmen für „die anderen“ einfordert, wo man wissen muss, dass ein Teil einfach geistig nicht dafür augerüstet ist, dem zu folgen, ist also schwer naiv oder stark berechnend auf andere Aspekte ausgerichtet.
Die verfügten Maßnahmen gingen locker und tänzelnd am erwünschten Erfolg vorbei.

In einer Gesellschaft, in der sich niemals jemand auch nur einen Deut um Alte, Kranke, Behinderte, Arme oder Armutsgefährdete und Minderheiten geschissen hat – und die auch von den Regierungen immer als Sud der Gesellschaft behandelt wurden – wird nun die Parole ausgegeben, dass wir zum Schutze genau dieser Leute den krausesten Bestimmungen folgen sollen, deren Unlogik noch dazu nicht mehr zu überbieten ist.

Aber wie zu Beginn angekündigt, ich will nicht nur „dagegen“ sein, ich habe sehr wohl andere Vorschläge:

Anordnungen, mit denen Risikogruppen tatsächlich geschützt werden, bzw. sich Risikogruppen selber schützen können, nicht umgekehrt!
Anordnungen , Informationen und Unterstützungen, die es allen Bürgern ermöglichen, Schutz für sich selbst in Anspruch zu nehmen. Nicht auf das Goodwill anderer angewiesen sind.
Dazu gehört z.B. für mich die Subvention von tatsächlich schützenden Masken. Ganz Europa trägt Fetzerln, die gar nichts nützen, denn wenn das Virus das ein anderer abgibt, in die eigene Richtung durchkann, dann kann es mit Sicherheit auch in die Richtung zu den anderen durch!
Dazu gehören für mich sehr wohl Verordnungen, die in öffentlichen Bereichen Abstandhaltung ermöglichen, gehören für mich Schutzvorrichtungen für bestimmte Beschäftigtengruppen.
Gehört für mich eine Begrenzung, bzw. Ausdünnung von Teilnehmern bei Großveranstaltungen.
Es gehören faktenbasierte Informationen und auch der Ansatz der Regierenden für ihre Maßnahmen veröffentlicht. Damit sich nicht jeder irgendetwas zusammenreimen kann oder muss.

Mir geht’s halt so, wenn ich einem Ansinnen folgen kann, die Logik dahinter erkennen kann, dann fällt es mir um einiges leichter, dieses mitzutragen, als einfach unter Strafandrohung zu gehorchen. Noch dazu wenn man miterlebt, dass sich die Anordnenden selber und deren Freunderln nicht daran halten.

Und vor allem gehören Maßnahmen her, die das Gesundheitswesen unterstützen, nicht – es schwächen. Ausbau der Kapazitäten, Einstellung und Schulung von Personal.

Wegsperren und zusperren ist für mich keine Lösung! Selbst wenn die Zahlen (welche auch immer) nun sinken sollten, so steigen sie doch während des Winters mit Sicherheit sofort wieder, wenn der Lockdown gelöst wird. Wie oft soll das so gehen?
Wenn man Angst um die Spitalskapazitäten hat, dann hätte man erstens mit anderen Maßnahmen ein Ansteigen mindern können und zweitens, wie vorher angeführt, dann wäre es doch die richtige Maßnahme, für ausreichende Kapazitäten zu sorgen.
Es war einen ganzen Sommer lang Zeit dafür!

Noch einmal: Ich meine, es ist hoch an der Zeit, sich den Sand aus den Augen zu reiben und zu erkennen, dass die Unfähigkeit regiert und uns ins Verderben führt, nicht die Krankheit an sich.
Bitte lasst euch wenigstens gedanklich nicht mitziehen!

Zum Abschluss persönliche Hinweise, damit sich einige nicht unnötig ereifern:
Ich halte mich an die Vorschriften, weil ich mich in einer Demokratie befinde und mich nicht über die Gemeinschaft stelle. Und NUR aus diesem Grund. Nicht weil mir irgendjemand das Hirn verpicken und mir einreden kann, dass diese richtig sind. Und niemals werdet ihr von mir Aufforderungen hören, dass ihr das oder das machen sollt.

An sich gilt für mich: Ich schütze mich, wo ich nur kann. Ich lebe mein Leben selbstverständlich nicht, wie es vorher war. Und ich hadere nicht damit, weil ich weiß, warum ich es so mache.
Wenn das zu wenig ist, dann gilt der Auspruch Kästners: Leben ist immer lebensgefährlich.

Danke, dass du bis hierher gelesen hast 😇

 

Wer sind sie?

Wer sind sie? Diese Leute.
Die ihren Mist in die Landschaft werfen.
Meere mit Plastik zumüllen.
Menschen Hilfe verweigern. Sie mutwillig dem Tod aussetzen. Schweren Krankheiten und großer Not. Kinder verhungern lassen.
Die Tiere martern. Um ihr krankes Fleisch zu essen.
Zum billigsten Preis.
Die Obst und Gemüse tausende Kilometer anreisen lassen.
Künstlich halbreif gehalten. Um den Überfluss in Mülltonnen zu versenken.
Die an ihrer Gesundheit täglich Raubbau begehen.
Mit krankmachendem Essen, Rauchen, Drogen- und Medikamentenmissbrauch.
Die zerrissene Kleider tragen. Als obszönen Modegag.
Zum teuersten Preis.
Die Gärten zu Steinwüsten umbauen. Das Land versiegeln.
Wälder abholzen. Sich die Erde unter dem eigenen Hintern abgraben.
Die Führern zujubeln, die ihnen all das ermöglichen und erhalten.
Obwohl diese sie arm machen, um sich und ihren Kumpeln ein schönes Leben zu bereiten.
Das Volk entzweien. Hass säen. Angst schüren.
Menschen entwerten, sie einpferchen, isolieren, diffamieren, vernadern, aussortieren.
Die mit der Meute hecheln. Unreflektiert Lügen verbreiten.
Wer sind sie? Diese Leute.
Ich muss damit leben, dass mehr als die Hälfte der sogenannten Zivilisationsgesellschaft verantwortungslos und dumm ist. Dass ihre Gesellschafter die Welt zerstören.
Ich muss damit leben. Denn ich bin ein Mensch und somit Bestandteil der Menschheit. Und es gibt nur eine. Noch. Noch gibt es sie.
Aber ich werde mich niemals mit ihnen verbünden. Mich nicht von ihnen mit- oder hinunterziehen lassen.
Ich werde weiterhin selbst denken und mir mit meiner Liebe helfen.
Zum Leben, zu Menschen, zur Natur. Zu Gott und der Welt.
Doch wer sind sie? Diese Leute.
Die der Welt dieses Gesicht geben, das sie derzeit trägt.
Sie sind rund um mich. Ich sehe sie täglich.
Und dennoch weiß ich nicht, wer sie sind.
Weil sie Masken aufsetzen, wenn sie Menschen treffen.
Um in der Attitüde von selbsternannten Verantwortungsträgern aufzutreten.

 

Raumschiff Erde an die Menschen

Es fasziniert mich immer mehr, dass die Leute wirklich glauben, mit einer Tracing App und ein paar Masken ist dem wirklichen Problem beizukommen. Oder einer Impfpflicht.
Das Virus wird mutieren und es wird uns ein neues heimsuchen. Denn der Raubbau, den wir an der Welt begehen, schafft neue Bedingungen. Aber die Konstitution des Menschen kommt da nicht so schnell mit. Das Immunsystem des Menschen ist durch die Zerstörung lebenswichtiger ökologischer Grundlagen und Wirkungsweisen nicht mehr in der Lage, ihn ausreichend zu schützen.
Und – die Welt wehrt sich. Gegen die Menschen.

 

Dirk Steffens sagte bei Markus Lanz:
Zoonosen die von Tieren auf den Menschen überspringen, haben auch immer eine Umweltdimension und eine Seuche ist auch immer eine Umweltkrise. Wer die Natur zerstört, erhöht die Wahrscheinlichkeit von Pandemien.

 

dirk steffens

 

Martin Sprenger bei Peter Pelinka:
Wir haben ein Risiko, das die Medien und alles dominiert, als wäre es das einzige Risiko. Doch das bedeutendste Risiko ist die Klimakrise. Wir ruinieren das Raumschiff Erde, die ganzen lebenserhaltenden Systeme, wir steuern in Richtung einer Erde, die immer lebensfeindlicher wird. Und auch die Pandemie ist nur ein Symptom der Klimakrise.

 

martin sprenger

 

Und Martin Sprenger sagte auch:
Durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie sind mehr gesunde Lebensjahre in Österreich verloren gegangen als durch die Pandemie selber. Die Nebenwirkungen überwiegen deutlich.

Wie man weiß, auch meine Meinung …

 

Experten gibts für eh alles

Nun, ich bin keine Expertin, aber ich lese natürlich hin und wieder sogenannte Expertenmeinungen, bzw. Statements oder Empfehlungen irgendwelcher Institutionen.
Die widersprechen einander andauernd, also ziehe ich das für meine Meinung eigentlich dann nicht heran.
Ich schau mich einfach um.

 

Die Zahlen
Ich schaue auf die Zahlen, die veröffentlicht werden und kann darin keinerlei Aussagekraft entdecken. Es wird nichts differenziert und auch nichts in Relation gebracht. Wenn in Wien mit 2 Millionen Menschen plötzlich 100 Fälle auftreten (Infektionen, nicht Krankheitsfälle!), und für diese dann noch ein Cluster mit 60 Infizierten zuständig ist, dann kann ich den „Hotspot“ nicht erkennen. Es würde sicher anders auschauen, wenn bei mir im Ort mit ca. 2.500 Bewohnern 100 Fälle auftreten würden. Doch auch da wäre es wohl eher einem Cluster zuzuordnen, als dass sich die Leute im Supermarkt oder auf einer Parkbank angesteckt haben.

Weiters dann die Maßnahmen.
Ich möchte jetzt gar nicht von den strengen der ersten Wochen wieder anfangen, die teilweise sowas von krass und menschenverachtend waren, dass ich eben nicht mehr darüber diskutieren möchte. Weil es einfach nicht möglich ist.

Jetzt sind wir ja bei der Lockerung.
Wenn ich Facebook aufmache, sehe ich andauernd Bilder von irgendwelchen Zusammenkünften, wo nicht ein Fuzerl vom Einhalten von Abstand zu sehen ist – allen voran unsere Politiker und Prominenten. Aber ich lese auch bei etlichen „Freunden“ wie sehr sie für die Einhaltung der Maßnahmen sind, und natürlich für die Beibehaltung der Masken. Ihre Bilder zeigen aber dann ganz anderes. Für sie selber gilt das alles anscheinend nicht.

Masken.
Die Forderung nach Masken ist für mich sowieso das Kurioseste überhaupt.
Angeblich schützt die Maske in erster Linie die anderen. Und da treten natürlich dann alle gern als besonders verantwortungsbewusst auf, weil sie „die anderen“ schützen. Nur frage ich mich, wovor sie diese schützen. Sind die denn alle krank? Bei ca. 1.000 Erkrankten und meinetwegen nehmen wir noch die 18.000 positiv Getesteten dazu.
Wer aber nicht krank ist, kann logischerweise auch keinen anstecken, oder?

Und von denen die so ängstlich auf die Maske pochen, ist sicher keiner krank, denn würden die nur ein winziges Symptomerl entdecken, würden sie sofort auf “die anderen” vergessen und sich ihrer eigenen Infektion zuwenden. Und wenn sie verantwortungsvoll sind, nicht mehr unter die Leute gehen.
Ich also z.b. bin mit Sicherheit nicht krank und auch nicht infiziert. Woher ich das weiß?
Wo immer man etwas liest über Infizierte, so werden die einfach 2 Wochen nach Hause in Quarantäne geschickt. Die öffentlichen Personen tauchen nach ein paar Tagen wieder in der Öffentlichkeit auf und tun, als wäre nichts gewesen. Wahrscheinlich war ja auch nichts wirklich gefährliches.
Ich also war sozusagen 8 Wochen in Quarantäne, gehe nach wie vor nicht auf große Veranstaltungen und meide Orte, wo Gedränge zu erwarten ist. Ich achte auf Abstand, wo immer ich hingehe, schmuse niemanden ab und die Hygiene ist sowieso ein Bestandteil meines Lebens.

Also bitte, wozu soll jemand von mir eine Maske einfordern? Und wieso bin ich verantwortungslos, bzw. eine Lebensgefährderin?

Würde die Maske die Leut selber schützen, ok. Dann bin ich sofort dafür, sie zu tragen. Niemals werde ich jemandem raten, eine solche Maske nicht zu tragen. Übrigens auch nicht denen, die irgendwelche Fetzerl aus irgendwelchen Gründen tragen. Sowas würde ich mir nie anmaßen. Wenn einer will, soll er. Aber ich? Wieso maßen sich andere an, von mir eine zu verlangen?

Dann schau ich mir die Maskenträger an. Ich glaube, nicht einmal 10 % der Leute gehen mit den Masken richtig um. Die einen tragen sie am Hirn, die anderen am Kinn, die anderen wuzeln sie aus dem Hosensack. Von der Frische der Masken ganz zu schweigen.

Im Supermarkt sind es gerade die, die mir dann auf den Ar** gehen, im wahrsten Sinne des Wortes, denn sie drängen sich an der Kasse nah an meine Rückseite. Abstandsregeln gelten für sie nicht, sie tragen ja ihre ganze Verantwortung als Maske … Nun gut, ich denke dann, sollen sie mir das Virus dann eben in den Hintern blasen, diese rücksichtsvollen um andere so sehr besorgten Personen. Was soll mir letztendlich geschehen, wenn mir einer da hinten das Virus durch seine Maske in den Rücken schleudert. Es wird mir wohl nicht über die Schulter kriechen.

Ja, aber nicht böse sein, die alle schützen weder sich selbst damit, und schon gar nicht „die anderen“.

Strenge Auflagen
werden propagiert. Für die Supermärkte, für die Hotels und ich weiß nicht, für wen noch.
Die Desinfektionsmittelspender bei den Supermärkten sind meistens leer. Grad dass vor dem Supermarkt manchmal ein Flaschl steht, um die Wagerl einzusprühen. Andere Maßnahmen kann ich nicht erkennen.

Hotels. Ich habe einiges in Hotels zu tun. Gut, in den Hotels ist es schon so, dass etwas mehr Aufwand betrieben wird, das gebe ich zu. Für die Betreiber geht es aber auch um ihr Geschäft.

Doch unter den Gästen gibt’s keinerlei erkennbare Änderung des Verhaltens. Die Desinfektionsmittelspender hängen ziemlich unbeachtet in den Anlagen herum. Auf den Liegen räkeln sich die Leut weiterhin nebeneinander, vornehmlich in den Räumen. Im Garten teilen sie sich eh auf …
Im Restaurant sitzt man sowieso an seinem Tisch und der Abstand ist sonst auch nicht geringer, wenn es ein einigermaßen komfortables Hotel ist. Das Personal trägt Gesichtsschilder. Am Buffet gibt es kein Brot, das wird vorgelegt, aber sonst kann man alles selbst holen.

Nun sehen wir dann auch noch die Bilder, wo sich Leute in Bädern, an Stränden, in Einkaufsstraßen oder sonstwo drängen. Wir hatten eine Demonstration mit geschätzten 50.000 Teilnehmern, usw.
Natürlich höre ich jetzt schon die meisten schreien: Weil die Leute eben so unvernünftig sind, wird die nächste Welle kommen.

Aha.
Aber müsste die nicht schon da sein? Auf jeden Fall müssten die Zahlen bei diesen Verhaltensformen der Gesellschaft ja schon ins Uferlose gestiegen sein. Denn das geht schon länger als 2 Wochen so!
Bitte, was brauche ich dafür Expertenmeinungen? Und Zahlen, die nicht aussagekräftig sind? Weil sie nichts über die Kranken aussagen, wie schwer die Krankheit auftritt.
Die Zahlen für in Spitälern und gar Intensivstationen behandelte Personen fallen aber ständig, oder sind zumindest stabil niedrig.

Nach wie vor sage ich, Maßnahmen ja, aber bitte die richtigen. Penetrantere Aufklärung dahingehend, dass die Leute auf ihre eigene Gesundheit achten und wie sie das tun können und Millardenfluss, um das Gesundheitswesen auf ähnliche kommende Fälle vorzubereiten.
Denn die Horrorzahlen erreichen uns vornehmlich aus Ländern, wo das Gesundheitswesen im Keller schimmelt. Und sind deshalb für mich nicht zum Vergleich heranziehbar.

Wenn jemand nicht erkennen will, dass es hier um Angst geht und sonst um gar nichts – wobei ich auch nicht mehr über die Hintergründe diskutieren will, warum diese Angst auch noch geschürt wird, auch das ist fruchtlos – dem kann ich leider nicht helfen. Der muss sich halt weiter fürchten, anstatt seine Energie für seine Gesundheit und ein intaktes Immunsystem zu verwenden.

Und wenn jemand glaubt, aus diesen Zeilen herauslesen zu müssen, dass ich Corona nicht für gefährlich halte, was sehr wohl einen besonderen Umgang miteinander einfordert, oder mir die Erkrankten oder Toten egal sind, dann kann ich ihm leider auch nicht helfen.
Ich sage nur: so ist es absolut nicht! Ich lasse mich nur nicht gern vor irgendjemandes Denkwägelchen spannen.

 

Leben mit der Angst

Am Anfang stand mein ausgesprochener Wunsch, den Menschen die Angst nehmen zu können. Viele der Reaktionen haben mich erstaunt. Obwohl ich eh schon viel darüber wusste …

Doch es ist unglaublich faszinierend für mich, wie viele Menschen erklärtermaßen ihre Angst behalten wollen. Sie sehen sie als Schutz. Doch selbstverständlich ist sie dadurch ein enormes Machtmittel und nimmt den Schutz, anstatt ihn zu geben.

Und auch wir selbst sind selber nur allzugern bereit, dieses Machtmittel in unseren Beziehungen anzuwenden. Und viele erkennen gar nicht, dass sie es tun.

Natürlich ist ein Leben ohne Angst Hypothese. Aber umso mehr wir erkennen können, dass die Angst ein anerzogenes Konstrukt ist, desto besser können wir uns in vielen Bereichen davon befreien.

Das Kuriosum ist, dass den Menschen die Freiheit die allergrößte Angst bereitet. Was ja nichts anderes ist, als die Angst vor der Selbstverantwortung. Deshalb können wir uns auch nur selbst davon befreien. Niemand kann uns die Angst nehmen!

Angst ist ein beliebter Schulterschluss. Der Mensch sucht immer Verbündete. Und Angst bildet die größte Gruppe an Verbündeten. Aus diesem Grund lässt sie nur wenig Spielraum für eigene Entscheidungen zu.
Doch es gibt eine Entscheidung, die man immer selber treffen kann. Nämlich nach der Angst zu suchen und zu hinterfragen, woher sie kommt.

Ängste sind feig. Sie verschanzen sich oft hinter sogenannten Realängsten. Doch Realängste sind nur Kulissen. Man muss sie zur Seite schieben, um die wahren – leider anerzogenen – Ängste aufzuspüren. Das mögen die gar nicht, wenn sie erkannt werden. Sie möchten niemandem von Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen. Eben weil sie feig sind. Und deshalb suchen sie dann rasch das Weite.
Wenn wir ihnen aber eine Bühne geben, dann werden sie immer hinter den Kulissen die Fäden ziehen und wir werden unter ihrer Regie auf dieser Bühne durch unser Leben taumeln.

Natürlich beschäftigt es mich, warum das so ist.

Für mich ist es ein Indiz dafür, dass wir einfach so erzogen sind. Über Generationen. Es wird auch nicht möglich sein, dies umzudrehen.

Die Angst gehört für die meisten von uns einfach zum Leben. Sie ist vertraut und wenn etwas Vertrautes wegbricht, dann erzeugt das Angst. Es ist also eine Katze, die sich in den Schwanz beißt. Wenn etwas Vertrautes wegbricht … das bedeutet Verlust, das bedeutet weniger Halt, das bedeutet oft plötzliche Sinnentleertheit.

Man weiß, dass es Menschen gibt, die von ihren Partnern unterdrückt, erniedrigt und gemartert werden. Und dennoch bricht für sie die Welt zusammen, wenn dieser Partner sie verlässt. Sie sind daran gewöhnt, sie kennen nichts anderes, was wird jetzt auf sie zukommen?

Kinder, die so aufwachsen, z.b. auch mit Alkoholikern, die suchen nur in sehr kleinem Ausmaß später Wege aus diesem Dilemma. Viele werden selbst zu Alkoholikern und prügeln ihre Kinder ihrerseits. Einfach, weil es für sie das Vertraute ist. Vielleicht nicht das richtig Erscheinende, aber das Vertraute. Da kennen sie sich aus, da wissen sie, wie es läuft.

Man kennt auch genügend Geschichten, wo es Menschen gibt, die sich hingebungsvoll bemühen, solche Leuten zu helfen. Doch die Anwender dieser Lebensrituale können es nicht annehmen, betrügen diese Menschen, oder wenden sich weiter dem Alkohol- oder Drogenkonsum zu.

Das alles liegt nur daran, dass ihnen ihre Lebensweise derart geläufig ist, dass ein Heraustreten daraus jenseits ihrer Vorstellungswelt ist. Eben nicht vertraut. Keinen Halt bietet, die Sinnhaftigkeit nicht erkennbar ist, weil sie es gewöhnt sind, alle diese negativen Aspekte in ihrem Leben irgendwie zu verarbeiten. Es gibt keine anderen Perspektiven. Sie können deshalb mit der „Freiheit“ nichts anfangen.

Und genauso ist es mit der Angst als Phänomen an sich. Den Menschen ist sie vertraut. Sie macht in ihren Augen Sinn, sie gibt Halt und bringt Verbündete. Man kann auch vieles an Verantwortung auf sie abschieben.

Aber tatsächliche Funktion hat sie in unserem Leben keine. Wenn es keine Angst gäbe, könnten wir alles mit Selbstverantwortung, Instinkt, Intuition und auch Respekt (z.b. vor Gefahren) genausogut bewältigen.

Erst die Ängste deklarieren bestimmte Menschengruppen zu Feinden. Gäbe es keine Angst, hätten wir keine Feinde. Es gibt nicht einen logischen Grund dafür, warum Menschen untereinander Feinde sein müssten. Nur in der Abarbeitung ihrer Ängste kommen entsprechende Verhaltensmuster zum Vorschein.

Da die Angst feig ist, macht sie auch die Ängstlichen feig, die plustern sich dann mit Machtmäntelchen auf. Je feiger, desto aufgebauschter die Röcke, breiter die Schulterpolster, länger die Ärmel. Was sie natürlich zur Gefahr für andere macht.
Doch unter diesen Machtmäntelchen möchten dann auch andere Ängstliche einfach Schutz suchen. Wollen die Macht der anderen für sich nutzen, weil sie schon für eigenes Machtstreben zu feig sind.

Und all das wird uns – wahrscheinlich seit Menschengedenken – mit der Muttermilch mitgeliefert. Es ist uns so vertraut, dass für den Einzelnen ein Leben ohne Angst unmöglich ist.

Und dennoch ist es möglich, aus diesem Kreislauf herauszutreten. Vielleicht nicht alle Ängste abzubauen oder aufzulösen, aber zumindest einige zu erkennen und sich von ihnen nicht die Augen verpicken zu lassen.
Jede einzelne Angst, die man auflösen kann, schafft höhere Lebensqualität. Und der nächste Schritt kann der erste in diese Richtung sein!

Wie gesagt, ich würde den Menschen gerne die Angst nehmen. Das geht nicht. Man kann einem anderen Ängste nicht nehmen. Aber man kann Perspektiven anbieten, damit sich der andere selbst befreit.

Und gelingts mir nur für einen, ist mein Wunsch erfüllt.

Ohne Angst wärs nicht gegangen

Was mich sehr stark beschäftigt ist, wie nach wie vor das Phänomen der Angst von unserer Regierung missbraucht wurde und wird.
Am faszinierendsten für mich ist es aber, dass so viele Leute das nicht einmal erkennen.
Angst ist ein so normaler anerzogener Faktor für sie, dass sie wie selbstverständlich in ihr Leben gehört.

Die Erziehungsmethoden lassen auch gut erkennen, woher diese Selbstverständlichkeit kommt.
Bereits kleinen Kindern wird Angst gemacht. Mit Krampussen, schwarzen Männern (der ist gut … 😉 ) oder dem lieben Gott, der gar nicht so lieb ist und schimpft, indem er den Donner schickt, wenn die Kinder nicht brav sind. Oder auch Krankheiten und Verdammnis über die Menschen ausschüttet, wenn sie sich nicht wunschgemäß verhalten.

angstmache

Wie wir wissen, gibt es dennoch eine Unzahl von „schlimmen“ Kindern und treten dennoch viele eine Karriere in die Kriminalität an. Und Krankheiten verbreiten sich nach wie vor.

Mit Angstmachen ist da also nicht wirklich was erreicht worden.

Würde man nicht bei Kindern viel mehr erreichen, wenn man sich mehr Zeit dafür nehmen würde, sie aufzuklären, sie zu lehren, wie sie sich schützen können, sie aufzubauen, sie zu unterstützen, nicht gleich die Geduld zu verlieren, wenn was nicht auf Anhieb klappt, usw.? Würde man sie so nicht viel besser auf ein gesundes, sicheres und erfülltes Erwachsenenleben vorbereiten?

Ja. Aber wie wir alle wissen, so läuft es nur in vereinzelten Bereichen und Familien.

Leider wollen die meisten Eltern ihre Kinder mit Macht zu modernen Menschen erziehen, mit Strafandrohung oder Liebesentzug, mit Schwarzmalerei und Angstmache. Und die Eigenverantwortung wird von klein auf untergraben.
Denn auf diese Weise wird es diesen Menschen auch so ziemlich unmöglich gemacht, wirkliche Gefahren zu erkennen und damit umzugehen. Sie folgen nur der Angst, die ihnen gemacht wird und achten nicht auf die tatsächliche Gefahr, vor der sie die gesunde Angst schützen sollte.

Deshalb wird das Vielverbreitete einfach zur richtigen Methode erhoben.

Und genau deshalb finden so wenige Leute etwas daran, dass wir eine Regierung haben, die genau dieses Muster wählt, um ihre Machtmütchen zu kühlen, und verteidigen deren Praktiken auch noch als richtig.

Doch auch hier ist es ganz genauso.
Wäre das Prinzip richtig, dürfte es keine Kriminalität geben, denn Strafen werden ja genügend angedroht und auch verhängt. Auch keinen Krebs, oder Herzinfarkt, denn Angst davor wird ja auch genug gemacht. Und dennoch handeln die Leute, wie es ihnen gefällt, egal ob es rauchen oder essen ist, oder die Vergiftung der Umwelt …

Und die Sanktionen bei Nichteinhaltung der Corona-Maßnahmen haben auch viel zu viele Leute keineswegs abgeschreckt. Im Gegenteil, ein nicht zu kleiner Teil der Gesellschaft wurde erst recht aufmüpfig.

Die Leute, die alles brav mitmachten, waren nur die, denen es geläufig ist, dass sie mit Angst geführt werden. Wie kleine Kinder, die falsch erzogen werden. Vielleicht haben sie sich auf diese Weise gerade dieses verhängsnisvolle Stück ihrer Kindheit bewahrt.
Also die hätten sowieso alles gemacht, was ihnen die Angst vor Corona (!) eingeflößt hätte. Denen hätte man keine Angst machen müssen.

Dann gab es, wie gesagt, noch jene, die auf die Angstmache mit Trotz reagierten.
Aber auch die Gruppe, die sich selbst informierte und eigenverantwortliche Entscheidungen traf. In erster Linie zum persönlichen Schutz. Denn dadurch wurden ja ALLE geschützt, auch die anderen … Und diese werden es auch sein, die die Zahlen zum Sinken brachten.

Wenn ich mich selbst vor Corona schütze, gefährde ich damit niemand anderen, aber wenn ich versuche, die anderen zu schützen, kann ich mich selbst sehr wohl gefährden. *)

Da auch darauf verzichtet wurde, die Leute vorrangig darüber zu informieren, wie sie sich selbst schützen sollten, und schon gar nicht die Geduld aufgebracht wurde, dies mit der nötigen Eindringlichkeit oftmals zu wiederholen, wissen bis heute ganz viele Leute nicht, wie sie selber richtig handeln könnten. Das sah man z.B. ja auch sehr deutlich daran, dass der Großteil der Leute mit der Maske total falsch umgegangen ist und dadurch keinerlei Schutz für irgendjemanden erreicht wurde.

Sie wissen nur, was eigentlich verboten ist und was sie tun sollten, um angeblich Andere zu schützen. Und dafür bei Nichteinhaltung bestraft werden.
Das Hauptaugenmerk wurde darauf gelenkt, wie gefährlich die Mitbürger sind, die sich nicht an die Verordnungen halten. Also schon wieder Angst geschürt. Aber der persönliche Schutz war so gut wie kein Thema.

Und als nun der Lockdown aufgehoben wurde, da wurde die Bevölkerung plötzlich auf Eigenverantwortung umgestellt, und keineswegs weiter begleitet, damit ein geordnetes Miteinander wieder anlaufen konnte. Die Bürger wurden mit der gnädigst erlassenen Freiheit einfach allein gelassen.

Wie aber schon eingangs erwähnt, sind viel zu wenige Menschen zur Eigenverantwortung erzogen und können danach handeln. Das wurde ja von der Regierung auch so vorausgesetzt, denn sonst hätte es die vielen angstmachenden Pressekonferenzen und Regeln und Verordnungen nicht gebraucht.
Also wäre es doch wieder angebracht gewesen, die Leute mit Erinnerungen und Anregungen in die richtige Richtung leiten zu wollen.

Nach wie vor wird von den Politikern aber nur von der hohen Kanzel heruntergewettert und werden Sanktionen jeder Art angedroht.

Würde es nun zu einem neuerlichen Ansteigen der Infektionsrate kommen, läge die Verantwortung auf jeden Fall bei den ungehorsamen Bürgern. Nicht bei einer unfähigen Regierung, die es in so vielen Wochen nicht geschafft hat, die Bevölkerung richtig zu führen und wahren Beistand zu leisten. Deren Mitglieder würden dann mit viel Geschrei und sämtlichen Fingern auf jene zeigen, die für neuerliche Sanktionen verantwortlich wären.

Doch – Verbote sind einfach keine Unterstützung!
Und Angst ist der schlechteste Berater überhaupt.

 

 

*) Edit:
Dieser Satz wurde ersetzt, weil er zweideutig ausgelegt werden könnte. (Siehe in den Kommentaren):
Man kann sich vor Corona nicht selbst schützen und dabei die anderen gefährden. Aber man kann versuchen, die anderen zu schützen, und sich dabei selbst gefährden.

Meine Corona-Maßnahmenpakete

Die Lemminge und ihre Vor-Lemminge
 
Immer wieder tauchen diese Stehsätze auf:
Wie hätte man es denn anders machen sollen? Es wurde ja überall so gemacht.
Und wenn dann noch nahe Freunde, mit denen ich mich eigentlich auf einer Linie sah, plötzlich sogar sagen: Ohne Angstmache wäre es nicht gegangen … dann krieg ich jedesmal die Krise.
 
Ich bin keine Politikerin und ich bin absolut nicht dafür zuständig, fertige Pläne auszuarbeiten und zu präsentieren, aber Gedanken mach ich mir trotzdem, wie es meiner Meinung nach sehr wohl anders gegangen wäre. Ich werde ja auch immer wieder zynisch danach gefragt, weil die Leut tatsächlich glauben, es hätte keinen anderen Weg gegeben. Und mir vorwerfen, ich sei „nur einfach gegen den Kanzler und seine Truppe“, dabei hätte der seine Arbeit ja sowas von gut gemacht.
 
Aber genau wie sich ein Großteil des Volkes als Lemminge präsentiert, hat es auch unsere Regierung getan. Sich einfach mit den Maßnahmen der anderen Länder irgendwo hinein- oder hinuntergestürzt.
Hat geglaubt, härter und krasser würde ihr tolles Krisenmanagment berühmt machen.
 
Wie ich allerdings gern drastisch ausdrücke: Ein bissl Hirn im Kopf und ein paar Eier in der Hose, hätten da wahre Wunder wirken können, um sich tatsächlich berühmt zu machen.
 
Zu sagen, wir haben die besten Zahlen, ist KEIN Erfolg! Wenn doch dafür die Gesundheit und die Existenz so vieler Menschen gefährdet und untergraben wurde.
Um es bildlich auszudrücken: Es kann doch nicht wirklich als Erfolg gewertet werden, wenn ein großer Teil der Bevölkerung nun ohne Arme und Beine leben muss, Hauptsache sie haben kein Corona? Das grenzt sehr stark an die satirische Aussage: Operation gelungen, Patient gestorben.
 
Erfolge wären zu verzeichnen, wenn mehrere Bereiche der Gesellschaft DURCH die Krise geführt worden wären, nicht nur die Vielleicht-Corona-Gefährdeten, und nicht alles andere in Schutt und Asche gelegt würde.
 
Am steilsten finde ich ja immer die Kritikabwehrer, die dann so salbungs- bzw. vorwurfsvoll sagen, die Leute, die anderes vorschlagen, würden sich nichts um ihre Mitmenschen scheren. Dabei sind gerade sie es, die sich lediglich um ihre eigene Angst im Kreis drehen und sich um den Rest der Bevölkerung nicht einen Deut scheren.
 
 
Das gefährliche Virus
 
Ich beginne damit, dass ich – trotz oder wegen so vieler Expertenmeinungen – selbstverständlich über die medizinische Komponente nichts weiß. Das Virus ist gefährlich, das erscheint mir logisch. Wie es sich verbreitet, ist anscheinend klar. Wie man es behandelt, darüber schweigt die Chronik.
 
Ich bestreite also nicht die Gefährlichkeit des Virus, doch finde ich, dass diese Gefährlichkeit definiert werden und Aufklärung darüber an die Menschen gebracht muss.
 
Besondere Gefährlichkeit, die bis zum Tod führen kann, gibt es für Menschen mit schwachem Immunsystem, sei es durch Alter, Krankheit oder psychische Konstellation.
Weiters ist dieses Virus gefährlich, wenn das Gesundheitswesen nicht in der Lage ist unterstützend einzugreifen. Wenn also infizierte Personen sich selbst überlassen werden, weil es keine Kapazitäten gibt, um sie einer medizinischen Betreuung zuzuführen.
 
Eine Besonderheit und wesentlicher Faktor für die gefährliche Verbreitung ist, dass man Träger dieses Virus sein kann, ohne selbst Symptome zu entwickeln und deshalb selbstverständlich die Möglichkeit einer Streuung viel größer ist, als wenn jemand z.B Grippesymptome hat. Dem geht man einfach aus dem Weg. Und er weiß auch selbst, wie er sich und die Anderen schützt.
Das oberste Gebot: Distanz.
 
Und wie wir wissen, ist auch beim Corona-Virus der effizienteste Schutz die Distanz.
 
Das sind einmal für mich die Grundlagen, die wesentlich sind, was die gesundheitliche Perspektive betrifft und dafür brauche ich keinerlei Experten. Doch selbst die Experten sind sich in diesen Punkten allesamt einig.
 
Was mir allerdings auch noch wesentlich erscheint, um darüber aufgeklärt zu werden ist, wie das Virus von einem zum anderen gelangt.
Ich habe das Gefühl, die meisten Leut glauben, es springt einen schon an, wenn jemand einfach zu knapp an einem vorbeigeht. Schwirrt in der Luft herum, wie eine Gelse und sucht sich einen Landeplatz.
 
Nein! Wenn uns ein Infizierter nicht anhustet, anniest, anrotzt oder zu nah feucht anspricht, passiert da überhaupt nix. Beim normalen Ausatmen und Reden fällt das Virus nach ca. einem Meter einfach zu Boden. Und über die Zehen kann man sich nicht anstecken. Wie auch nicht an sich über die Haut. Was auch viele glauben. Nein, auch hier, da muss man das angerotzte, angehustete oder angespuckte Virus erst vom Einkaufswagerl über die Haut in die Hals- und Nasenschleimhäute bringen. Was man dann ja aber selber tut. Deshalb das geforderte Händewaschen und dringend empfohlene Nichtberühren des Gesichts.
 
 
Selbstverständlich waren und sind Maßnahmen wichtig, um eine Eindämmung der Krankheitsfälle zu erreichen.
Ich denke aber, wenn diesen Maßnahmen als oberste Prämisse zugrunde liegt, den Menschen Angst zu machen, dann ist das der verkehrte Ansatz. Ich gehe sogar so weit, dann ist das ein Ansatz, der nicht nur absolut kontraproduktiv ist, sondern eher von gewissen Personengruppen ausgenützt wird.
 
Wenn man schon davon ausgeht, dass die Verantwortung der Menschen durch Angst eine größere werden könnte, dann wäre auch hier der Weg gewesen, den Menschen Angst vor dem Virus bezogen auf sich selbst zu machen. Nicht, in Bezug auf andere Menschen.
 
Wie bereits oben geschrieben, das ist eine Krankheit, vor der man sich weitgehendst selbst schützen kann und wer sich selbst schützt, der steckt auch niemanden an. Und das zu forcieren, wäre für mich der richtige Weg gewesen.
 
Hätten unsere Politiker mit der gleichen Vehemenz, mit der sie Panik und Angst verbreitet haben, eine Aufklärung auf Augenhöhe angeboten, hätte es mit Sicherheit das gleiche Ergebnis der Krankheitsverbreitung gebracht. Und das, ohne ein Wüstenfeld zu hinterlassen.
 
Eine bestimmte Gruppe (ich möchte sie nicht die Dummen nennen, aber es ist halt tatsächlich so, dass sie nicht sehr intelligent gehandelt haben) konnte auch mit der Angstmacherei nicht in Schach gehalten werden. Die haben trotzdem die Verordnungen ignoriert und nicht zu wenige haben sich das sogar was kosten lassen.
 
Die gleichen nicht so differenziert handelnden Personen hätten natürlich auch der Aufklärung auf Augenhöhe vielleicht nicht Folge geleistet. Aber das ist keineswegs ganz sicher. Denn Menschen, die vielleicht nicht ganz so übergescheit sind, aber sich ernst genommen und auf Augenhöhe behandelt fühlen, sind oft wesentlich empfänglicher dafür, Einsicht gewinnen und zeigen können, als jene die sich durch Verbote bereits ins Abseits gedrängt fühlen.

„Dumme“ Menschen unter Zwang haben jedoch keinerlei Möglichkeit zur Einsicht.
 
Es ist auch nicht so, dass ich den Shutdown als solchen verdammenswert finde.
2-3 Wochen hätte der schon einige wichtige Funktionen gehabt.
Erstens, tatsächlich mögliche Herde zu einzukreisen. Zitat Google: Im Durchschnitt vergehen ab der Infektion mit dem Virus 5–6 Tage, bis bei einer Person Symptome auftreten. Es kann jedoch auch bis zu 14 Tage dauern.
Alle Menschen, die sich aus wie immer gearteten Gründen zu Hause in Quarantäne begeben mussten, durften auch nach 2 Wochen wieder unter Leute.
 
Zweitens eine Übergangsphase zu schaffen, um Maßnahmen zu koordinieren und nicht chaotisch zu streuen und
 
drittens wäre es mit Sicherheit ein eindrückliches Argument gewesen, um die Leute darauf aufmerksam zu machen, was sie erwarten könnte, wenn sie sich nicht an Verordnungen zum Gemeinwohl halten. Da hätte man dann wirklich gut die Nachbarländer als Beispiele anführen können.
 
Aber die Leute gleich von Haus aus als Volldeppen zu behandeln, die nur mit Angst bei der Stange gehalten werden können, das zeugt meiner Meinung nach nur von einer grenzenlosen Überheblichkeit und Schulmeisterei und absolut nicht vom Bestreben, das Beste für Land und Leute zu wollen. Weil es echt kontraproduktiv ist. Viele lehnen sich einfach gegen Verbote auf, ohne diese zu hinterfragen – so wie natürlich auch viele Verboten einfach folgen, ohne diese zu hinterfragen. Nun kann man darüber nachdenken, welche nun diese Volldeppen sind. Vielleicht doch beide Gruppen?
 
 
Meine Maßnahmenpakete
 
Für mich wäre es beispielsweise logisch gewesen, große Veranstaltungen mit einer nicht zu ordnenden Ballungsdichte von Menschen abzusagen und vorläufig auszusetzen.
Für kleinere Veranstaltungen hätte man leicht gezielte Regelungen treffen können, die Ausnützung des zur Verfügung stehenden Raumes betreffend.
 
Ebenso ergibt für es für mich keinerlei Sinn, die Wirtschaft in dieser Form abzudrehen, wie es passiert ist.

Eintritte in Geschäft hätte man regeln können, sie – wie ja jetzt auch – an Personenzahlen zu binden, wäre doch eine gute Idee gewesen. Und immer wieder den Leuten die Distanzregel in die Hirne hämmern.
 
Die schreiende Unlogik: Die Offenhaltung der Supermärkte.
Die lange Zeit, die es dauerte Schutzmaßnahmen für das Personal zu installieren. Und dann noch, bis heute, vollkommen unzureichende, also wieder unlogische.
Und dennoch hat man von keinen Clustern in diesem Bereich etwas gehört oder gelesen!
 
Oder eben auch Schulklassen zu teilen, um mehr Platz in den Räumen zu bieten und wie es ja auch jetzt geschieht, in zwei Gruppen – und eventuell auch im Schichtbetrieb – zu unterichten.
 
Kreativität wäre gefragt und nicht feiges Nachmachen was andere Länder tun und da noch einen draufzusetzen.
 
Für Bereiche, wo es nicht möglich ist, die nötigen Abstände zu wahren, wie beispielsweise in Öffis, hätte ein Maskenzwang sehr wohl Sinn gemacht. Allerdings hätten es Masken sein müssen, die auch tatsächlich schützen. Und zwar die Träger. Denn dann stecken sie ja auch niemanden anderen an. Aber die Fetzerl, die mehr schädlich als nützlich sind … Bis heute erschließt sich mir nicht, was damit erreicht werden soll. Außer natürlich, weitere Angst und gegenseitiges Misstrauen in der Bevölkerung zu schüren.
 
Aber wie wir alle wissen, gibt es die wirklich schützenden Masken erst kurze Zeit. Nicht einmal die Ärzte und ihre Ordinationshilfen, oder Therapeuten und anderes Personal im Gesundheitswesen wurden rechtzeitig damit ausgerüstet. Manche warten heute noch. Ich kenne eine Physiotherapeutin, die hat sich nun selbst entsprechende Masken bei einer Brandschutzfirma besorgt, weil sie sonst ihre Praxis nach der Lockerung noch immer nicht aufsperren hätte dürfen. Und überraschenderweise waren sie dort aber auch prompt lieferbar!

Dass sie nach ihrem eh schon Verdienstentgang für 8 Wochen nun dafür ganz schön tief in die Tasche greifen muss, interessiert dabei auch niemanden.
 
Also von verantwortungsvollem und tollem Krisenmanagment ist da weit und breit keine Spur!
 
Dazu käme natürlich auch ein effizientes Testverfahren, mit dem man Sport- oder sonstige Vereine regelmäßig testet. Oder die Personen bei wiederkehrenden Veranstaltungen, wie z.B. Bühnenauftritten. Die hätte man dann auch nicht alle abdrehen müssen, man hätte die Cluster perfekt nachverfolgen können.

Und vor allem – man hätte den Menschen nicht Angst vor Sport und Theater- und Kulturbetrieb eingeimpft.
Aber nein, eine App sollte es sein, mit der man die Menschen überwachen kann!
 
Bei uns wurden lange Zeit nur die Leute getestet, die bei der Hotline angerufen hatten und auch schon von möglichen Symptomen berichtet haben.
Freiwillige Tests waren nicht möglich, und wenn, dann mit hohen Kosten für den Testwilligen verbunden. Beziehungsweise wurde vielen AnruferInnen mit Symptomen einfach eine freiwillige Quarantäne geraten, ohne sie zu testen. Und nach 14 Tagen durften sie einfach wieder aus dem Haus.
Und dennoch blieben die Zahlen überschaubar!
 
Es wäre meiner Meinung nach, viel effizienter und auch wichtiger gewesen, den Menschen immer wieder nahezubringen, dass die BussiBussi-Gesellschaft eine große Pause machen sollte. Dass Großeltern mit ihren Enkelkindern möglichst nicht kuscheln, aber sich doch zumindest in einem Raum befinden können, mit der nötigen Distanz. Und schon überhaupt im Garten oder bei Spaziergängen.
 
Isolation ist ein verheerendes Instrument. Und sollte deshalb nur als allerletzte Möglichkeit angewendet werden.
 
Zu guter Letzt, wäre es wohl auch gut investiertes Geld gewesen, das man dafür in die Hand hätte nehmen können, um das Gesundheitswesen vorzubereiten und entsprechend aufzurüsten, damit kein Kollaps desselben zu erwarten gewesen wäre.
Kosten und Aufwand wären mit Sicherheit auch nicht größer gewesen, als für das, was unsere selbsternannten Top-Krisenmanager veranstaltet haben. Allein wenn ich denke, wieviel Akribie sie dafür aufwendeten, um ihre Nasen in Bereiche zu stecken, die sie überhaupt nix angehen und am liebsten sogar für die Klogänge der Bevölkerung Regeln aufgestellt und deren Einhaltung überwacht hätten. Wieviel Zeit und Energie da drauf ging.
 
 
Gemeinschaftssinn
 
Wie gesagt, wenn schon Angst, dann um sich selbst! Angst davor, angesteckt zu werden, wenn man sich nicht genügend schützt. Und nicht einmal für diese bin ich! Die Eindrücklichkeit zu untermauern wäre die Aufgabe gewesen.
 
Denn wir leben in einem Zeitalter, wo es viel zu vielen Menschen echt egal ist, wie es anderen geht. Das können wir gut daran erkennen, wievielen Leuten das Wissen um Notsituationen, in denen viele Menschen leben, am fettgefressenen Allerwertesten vorbeigehen. Die Leut sollen in ihrer Armut verrecken, auf der Flucht sterben, im Krieg gefoltert, vergewaltigt oder sonstwas werden. Kinder ausgebeutet oder ihrem Schicksal überlassen oder verhungern. Und? Was kratzt das die Konsumgesellschaft schon.
 
Und da glauben Politiker, dass sie durch Methoden, die angeblich dem Schutz der anderen dienen, irgendetwas erreichen können?
Damit haben sie lediglich erreicht, dass sich die Not in der Bevölkerung enrom vergrößert hat, dass öffentliche Feindbilder geschaffen wurden und die Gemeinschaft auseinandergetrieben wurde.
Ein Schelm, der Böses dabei denkt.
 
Aber ich werde den Eindruck nicht los, dass sie das gemacht haben, um ihre Machtgelüste zu nähren, ihre eigenen Mütchen zu kühlen, oder ihre Selbstunsicherheit zu überspielen.
Wenn nicht, dann gibt es auch noch die Möglichkeit, dass sie einfach strunzendumm sind.
 
*
 
Man muss meine Meinung selbstverständlich nicht teilen. Aber nachdem mir öfter der Vorwurf gemacht wurde, ich hätte nichts anderes anzubieten, als gegen die Regierung zu wettern, die doch so tolle Arbeit leistet und niemand es besser machen hätte können, habe ich mir nun die Mühe gemacht, meine Argumente zum Thema zu sammeln. Für mich ergibt sich daraus:
Ob es jemand anders gemacht hätte, weiß ich nicht, aber dass es anders möglich gewesen wäre, ist fix.
Aber dafür hätts halt Hirn im Kopf und Eier in der Hose gebraucht …
 
 
 
 
 
PS: Und jeder kriegt einen persönlichen Tapferkeitsorden von mir, der diese Lintschi-Meter bis zum Schluss gelesen hat

Gedankengänge

Denken ist meine Lieblingsbeschäftigung. Ich liebe es zu beobachten. Das Innen, das Außen. Zusammenhänge herzustellen. Wirkung zu durchschauen. Das Zusammenspiel der Wirkung auf mich zu ergründen. Schlüsse zu ziehen. Mich zu erkennen. Die Auseinandersetzung mit dem, was mir widerfährt. Dann Zusammenhänge zu verstehen. Und wieder: im Innen und im Außen.
Mich einerseits dem Gefühl hingeben zu können, es aber andererseits auch im Denken nachvollziehen zu können.

Spüren ist die Grundlage meines Lebens, meine Leidenschaft.
Denken ist eine andere Qualität. Die Qualität der Aktion, des Erfassenkönnes.

Gefühl ist keine Beschäftigung. Gefühl ist in uns vorhanden. Man braucht es nur anzunehmen. Es ist auch nicht zu verändern. Es ist einfach da. Und es kommt nur darauf an, was man davon zulässt.

Gedanken sind erzeugt. Man kann sie formen. Man kann sie durch Lernen erweitern, durch Fantasien beflügeln. Und man kann sie auch für sich behalten.

Schreiberlinge, wie ich, tun das allerdings selten füdilü