Raumschiff Erde an die Menschen

Es fasziniert mich immer mehr, dass die Leute wirklich glauben, mit einer Tracing App und ein paar Masken ist dem wirklichen Problem beizukommen. Oder einer Impfpflicht.
Das Virus wird mutieren und es wird uns ein neues heimsuchen. Denn der Raubbau, den wir an der Welt begehen, schafft neue Bedingungen. Aber die Konstitution des Menschen kommt da nicht so schnell mit. Das Immunsystem des Menschen ist durch die Zerstörung lebenswichtiger ökologischer Grundlagen und Wirkungsweisen nicht mehr in der Lage, ihn ausreichend zu schützen.
Und – die Welt wehrt sich. Gegen die Menschen.

 

Dirk Steffens sagte bei Markus Lanz:
Zoonosen die von Tieren auf den Menschen überspringen, haben auch immer eine Umweltdimension und eine Seuche ist auch immer eine Umweltkrise. Wer die Natur zerstört, erhöht die Wahrscheinlichkeit von Pandemien.

 

dirk steffens

 

Martin Sprenger bei Peter Pelinka:
Wir haben ein Risiko, das die Medien und alles dominiert, als wäre es das einzige Risiko. Doch das bedeutendste Risiko ist die Klimakrise. Wir ruinieren das Raumschiff Erde, die ganzen lebenserhaltenden Systeme, wir steuern in Richtung einer Erde, die immer lebensfeindlicher wird. Und auch die Pandemie ist nur ein Symptom der Klimakrise.

 

martin sprenger

 

Und Martin Sprenger sagte auch:
Durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie sind mehr gesunde Lebensjahre in Österreich verloren gegangen als durch die Pandemie selber. Die Nebenwirkungen überwiegen deutlich.

Wie man weiß, auch meine Meinung …

 

Experten gibts für eh alles

Nun, ich bin keine Expertin, aber ich lese natürlich hin und wieder sogenannte Expertenmeinungen, bzw. Statements oder Empfehlungen irgendwelcher Institutionen.
Die widersprechen einander andauernd, also ziehe ich das für meine Meinung eigentlich dann nicht heran.
Ich schau mich einfach um.

 

Die Zahlen
Ich schaue auf die Zahlen, die veröffentlicht werden und kann darin keinerlei Aussagekraft entdecken. Es wird nichts differenziert und auch nichts in Relation gebracht. Wenn in Wien mit 2 Millionen Menschen plötzlich 100 Fälle auftreten (Infektionen, nicht Krankheitsfälle!), und für diese dann noch ein Cluster mit 60 Infizierten zuständig ist, dann kann ich den „Hotspot“ nicht erkennen. Es würde sicher anders auschauen, wenn bei mir im Ort mit ca. 2.500 Bewohnern 100 Fälle auftreten würden. Doch auch da wäre es wohl eher einem Cluster zuzuordnen, als dass sich die Leute im Supermarkt oder auf einer Parkbank angesteckt haben.

Weiters dann die Maßnahmen.
Ich möchte jetzt gar nicht von den strengen der ersten Wochen wieder anfangen, die teilweise sowas von krass und menschenverachtend waren, dass ich eben nicht mehr darüber diskutieren möchte. Weil es einfach nicht möglich ist.

Jetzt sind wir ja bei der Lockerung.
Wenn ich Facebook aufmache, sehe ich andauernd Bilder von irgendwelchen Zusammenkünften, wo nicht ein Fuzerl vom Einhalten von Abstand zu sehen ist – allen voran unsere Politiker und Prominenten. Aber ich lese auch bei etlichen „Freunden“ wie sehr sie für die Einhaltung der Maßnahmen sind, und natürlich für die Beibehaltung der Masken. Ihre Bilder zeigen aber dann ganz anderes. Für sie selber gilt das alles anscheinend nicht.

Masken.
Die Forderung nach Masken ist für mich sowieso das Kurioseste überhaupt.
Angeblich schützt die Maske in erster Linie die anderen. Und da treten natürlich dann alle gern als besonders verantwortungsbewusst auf, weil sie „die anderen“ schützen. Nur frage ich mich, wovor sie diese schützen. Sind die denn alle krank? Bei ca. 1.000 Erkrankten und meinetwegen nehmen wir noch die 18.000 positiv Getesteten dazu.
Wer aber nicht krank ist, kann logischerweise auch keinen anstecken, oder?

Und von denen die so ängstlich auf die Maske pochen, ist sicher keiner krank, denn würden die nur ein winziges Symptomerl entdecken, würden sie sofort auf “die anderen” vergessen und sich ihrer eigenen Infektion zuwenden. Und wenn sie verantwortungsvoll sind, nicht mehr unter die Leute gehen.
Ich also z.b. bin mit Sicherheit nicht krank und auch nicht infiziert. Woher ich das weiß?
Wo immer man etwas liest über Infizierte, so werden die einfach 2 Wochen nach Hause in Quarantäne geschickt. Die öffentlichen Personen tauchen nach ein paar Tagen wieder in der Öffentlichkeit auf und tun, als wäre nichts gewesen. Wahrscheinlich war ja auch nichts wirklich gefährliches.
Ich also war sozusagen 8 Wochen in Quarantäne, gehe nach wie vor nicht auf große Veranstaltungen und meide Orte, wo Gedränge zu erwarten ist. Ich achte auf Abstand, wo immer ich hingehe, schmuse niemanden ab und die Hygiene ist sowieso ein Bestandteil meines Lebens.

Also bitte, wozu soll jemand von mir eine Maske einfordern? Und wieso bin ich verantwortungslos, bzw. eine Lebensgefährderin?

Würde die Maske die Leut selber schützen, ok. Dann bin ich sofort dafür, sie zu tragen. Niemals werde ich jemandem raten, eine solche Maske nicht zu tragen. Übrigens auch nicht denen, die irgendwelche Fetzerl aus irgendwelchen Gründen tragen. Sowas würde ich mir nie anmaßen. Wenn einer will, soll er. Aber ich? Wieso maßen sich andere an, von mir eine zu verlangen?

Dann schau ich mir die Maskenträger an. Ich glaube, nicht einmal 10 % der Leute gehen mit den Masken richtig um. Die einen tragen sie am Hirn, die anderen am Kinn, die anderen wuzeln sie aus dem Hosensack. Von der Frische der Masken ganz zu schweigen.

Im Supermarkt sind es gerade die, die mir dann auf den Ar** gehen, im wahrsten Sinne des Wortes, denn sie drängen sich an der Kasse nah an meine Rückseite. Abstandsregeln gelten für sie nicht, sie tragen ja ihre ganze Verantwortung als Maske … Nun gut, ich denke dann, sollen sie mir das Virus dann eben in den Hintern blasen, diese rücksichtsvollen um andere so sehr besorgten Personen. Was soll mir letztendlich geschehen, wenn mir einer da hinten das Virus durch seine Maske in den Rücken schleudert. Es wird mir wohl nicht über die Schulter kriechen.

Ja, aber nicht böse sein, die alle schützen weder sich selbst damit, und schon gar nicht „die anderen“.

Strenge Auflagen
werden propagiert. Für die Supermärkte, für die Hotels und ich weiß nicht, für wen noch.
Die Desinfektionsmittelspender bei den Supermärkten sind meistens leer. Grad dass vor dem Supermarkt manchmal ein Flaschl steht, um die Wagerl einzusprühen. Andere Maßnahmen kann ich nicht erkennen.

Hotels. Ich habe einiges in Hotels zu tun. Gut, in den Hotels ist es schon so, dass etwas mehr Aufwand betrieben wird, das gebe ich zu. Für die Betreiber geht es aber auch um ihr Geschäft.

Doch unter den Gästen gibt’s keinerlei erkennbare Änderung des Verhaltens. Die Desinfektionsmittelspender hängen ziemlich unbeachtet in den Anlagen herum. Auf den Liegen räkeln sich die Leut weiterhin nebeneinander, vornehmlich in den Räumen. Im Garten teilen sie sich eh auf …
Im Restaurant sitzt man sowieso an seinem Tisch und der Abstand ist sonst auch nicht geringer, wenn es ein einigermaßen komfortables Hotel ist. Das Personal trägt Gesichtsschilder. Am Buffet gibt es kein Brot, das wird vorgelegt, aber sonst kann man alles selbst holen.

Nun sehen wir dann auch noch die Bilder, wo sich Leute in Bädern, an Stränden, in Einkaufsstraßen oder sonstwo drängen. Wir hatten eine Demonstration mit geschätzten 50.000 Teilnehmern, usw.
Natürlich höre ich jetzt schon die meisten schreien: Weil die Leute eben so unvernünftig sind, wird die nächste Welle kommen.

Aha.
Aber müsste die nicht schon da sein? Auf jeden Fall müssten die Zahlen bei diesen Verhaltensformen der Gesellschaft ja schon ins Uferlose gestiegen sein. Denn das geht schon länger als 2 Wochen so!
Bitte, was brauche ich dafür Expertenmeinungen? Und Zahlen, die nicht aussagekräftig sind? Weil sie nichts über die Kranken aussagen, wie schwer die Krankheit auftritt.
Die Zahlen für in Spitälern und gar Intensivstationen behandelte Personen fallen aber ständig, oder sind zumindest stabil niedrig.

Nach wie vor sage ich, Maßnahmen ja, aber bitte die richtigen. Penetrantere Aufklärung dahingehend, dass die Leute auf ihre eigene Gesundheit achten und wie sie das tun können und Millardenfluss, um das Gesundheitswesen auf ähnliche kommende Fälle vorzubereiten.
Denn die Horrorzahlen erreichen uns vornehmlich aus Ländern, wo das Gesundheitswesen im Keller schimmelt. Und sind deshalb für mich nicht zum Vergleich heranziehbar.

Wenn jemand nicht erkennen will, dass es hier um Angst geht und sonst um gar nichts – wobei ich auch nicht mehr über die Hintergründe diskutieren will, warum diese Angst auch noch geschürt wird, auch das ist fruchtlos – dem kann ich leider nicht helfen. Der muss sich halt weiter fürchten, anstatt seine Energie für seine Gesundheit und ein intaktes Immunsystem zu verwenden.

Und wenn jemand glaubt, aus diesen Zeilen herauslesen zu müssen, dass ich Corona nicht für gefährlich halte, was sehr wohl einen besonderen Umgang miteinander einfordert, oder mir die Erkrankten oder Toten egal sind, dann kann ich ihm leider auch nicht helfen.
Ich sage nur: so ist es absolut nicht! Ich lasse mich nur nicht gern vor irgendjemandes Denkwägelchen spannen.

 

Leben mit der Angst

Am Anfang stand mein ausgesprochener Wunsch, den Menschen die Angst nehmen zu können. Viele der Reaktionen haben mich erstaunt. Obwohl ich eh schon viel darüber wusste …

Doch es ist unglaublich faszinierend für mich, wie viele Menschen erklärtermaßen ihre Angst behalten wollen. Sie sehen sie als Schutz. Doch selbstverständlich ist sie dadurch ein enormes Machtmittel und nimmt den Schutz, anstatt ihn zu geben.

Und auch wir selbst sind selber nur allzugern bereit, dieses Machtmittel in unseren Beziehungen anzuwenden. Und viele erkennen gar nicht, dass sie es tun.

Natürlich ist ein Leben ohne Angst Hypothese. Aber umso mehr wir erkennen können, dass die Angst ein anerzogenes Konstrukt ist, desto besser können wir uns in vielen Bereichen davon befreien.

Das Kuriosum ist, dass den Menschen die Freiheit die allergrößte Angst bereitet. Was ja nichts anderes ist, als die Angst vor der Selbstverantwortung. Deshalb können wir uns auch nur selbst davon befreien. Niemand kann uns die Angst nehmen!

Angst ist ein beliebter Schulterschluss. Der Mensch sucht immer Verbündete. Und Angst bildet die größte Gruppe an Verbündeten. Aus diesem Grund lässt sie nur wenig Spielraum für eigene Entscheidungen zu.
Doch es gibt eine Entscheidung, die man immer selber treffen kann. Nämlich nach der Angst zu suchen und zu hinterfragen, woher sie kommt.

Ängste sind feig. Sie verschanzen sich oft hinter sogenannten Realängsten. Doch Realängste sind nur Kulissen. Man muss sie zur Seite schieben, um die wahren – leider anerzogenen – Ängste aufzuspüren. Das mögen die gar nicht, wenn sie erkannt werden. Sie möchten niemandem von Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen. Eben weil sie feig sind. Und deshalb suchen sie dann rasch das Weite.
Wenn wir ihnen aber eine Bühne geben, dann werden sie immer hinter den Kulissen die Fäden ziehen und wir werden unter ihrer Regie auf dieser Bühne durch unser Leben taumeln.

Natürlich beschäftigt es mich, warum das so ist.

Für mich ist es ein Indiz dafür, dass wir einfach so erzogen sind. Über Generationen. Es wird auch nicht möglich sein, dies umzudrehen.

Die Angst gehört für die meisten von uns einfach zum Leben. Sie ist vertraut und wenn etwas Vertrautes wegbricht, dann erzeugt das Angst. Es ist also eine Katze, die sich in den Schwanz beißt. Wenn etwas Vertrautes wegbricht … das bedeutet Verlust, das bedeutet weniger Halt, das bedeutet oft plötzliche Sinnentleertheit.

Man weiß, dass es Menschen gibt, die von ihren Partnern unterdrückt, erniedrigt und gemartert werden. Und dennoch bricht für sie die Welt zusammen, wenn dieser Partner sie verlässt. Sie sind daran gewöhnt, sie kennen nichts anderes, was wird jetzt auf sie zukommen?

Kinder, die so aufwachsen, z.b. auch mit Alkoholikern, die suchen nur in sehr kleinem Ausmaß später Wege aus diesem Dilemma. Viele werden selbst zu Alkoholikern und prügeln ihre Kinder ihrerseits. Einfach, weil es für sie das Vertraute ist. Vielleicht nicht das richtig Erscheinende, aber das Vertraute. Da kennen sie sich aus, da wissen sie, wie es läuft.

Man kennt auch genügend Geschichten, wo es Menschen gibt, die sich hingebungsvoll bemühen, solche Leuten zu helfen. Doch die Anwender dieser Lebensrituale können es nicht annehmen, betrügen diese Menschen, oder wenden sich weiter dem Alkohol- oder Drogenkonsum zu.

Das alles liegt nur daran, dass ihnen ihre Lebensweise derart geläufig ist, dass ein Heraustreten daraus jenseits ihrer Vorstellungswelt ist. Eben nicht vertraut. Keinen Halt bietet, die Sinnhaftigkeit nicht erkennbar ist, weil sie es gewöhnt sind, alle diese negativen Aspekte in ihrem Leben irgendwie zu verarbeiten. Es gibt keine anderen Perspektiven. Sie können deshalb mit der „Freiheit“ nichts anfangen.

Und genauso ist es mit der Angst als Phänomen an sich. Den Menschen ist sie vertraut. Sie macht in ihren Augen Sinn, sie gibt Halt und bringt Verbündete. Man kann auch vieles an Verantwortung auf sie abschieben.

Aber tatsächliche Funktion hat sie in unserem Leben keine. Wenn es keine Angst gäbe, könnten wir alles mit Selbstverantwortung, Instinkt, Intuition und auch Respekt (z.b. vor Gefahren) genausogut bewältigen.

Erst die Ängste deklarieren bestimmte Menschengruppen zu Feinden. Gäbe es keine Angst, hätten wir keine Feinde. Es gibt nicht einen logischen Grund dafür, warum Menschen untereinander Feinde sein müssten. Nur in der Abarbeitung ihrer Ängste kommen entsprechende Verhaltensmuster zum Vorschein.

Da die Angst feig ist, macht sie auch die Ängstlichen feig, die plustern sich dann mit Machtmäntelchen auf. Je feiger, desto aufgebauschter die Röcke, breiter die Schulterpolster, länger die Ärmel. Was sie natürlich zur Gefahr für andere macht.
Doch unter diesen Machtmäntelchen möchten dann auch andere Ängstliche einfach Schutz suchen. Wollen die Macht der anderen für sich nutzen, weil sie schon für eigenes Machtstreben zu feig sind.

Und all das wird uns – wahrscheinlich seit Menschengedenken – mit der Muttermilch mitgeliefert. Es ist uns so vertraut, dass für den Einzelnen ein Leben ohne Angst unmöglich ist.

Und dennoch ist es möglich, aus diesem Kreislauf herauszutreten. Vielleicht nicht alle Ängste abzubauen oder aufzulösen, aber zumindest einige zu erkennen und sich von ihnen nicht die Augen verpicken zu lassen.
Jede einzelne Angst, die man auflösen kann, schafft höhere Lebensqualität. Und der nächste Schritt kann der erste in diese Richtung sein!

Wie gesagt, ich würde den Menschen gerne die Angst nehmen. Das geht nicht. Man kann einem anderen Ängste nicht nehmen. Aber man kann Perspektiven anbieten, damit sich der andere selbst befreit.

Und gelingts mir nur für einen, ist mein Wunsch erfüllt.

Ohne Angst wärs nicht gegangen

Was mich sehr stark beschäftigt ist, wie nach wie vor das Phänomen der Angst von unserer Regierung missbraucht wurde und wird.
Am faszinierendsten für mich ist es aber, dass so viele Leute das nicht einmal erkennen.
Angst ist ein so normaler anerzogener Faktor für sie, dass sie wie selbstverständlich in ihr Leben gehört.

Die Erziehungsmethoden lassen auch gut erkennen, woher diese Selbstverständlichkeit kommt.
Bereits kleinen Kindern wird Angst gemacht. Mit Krampussen, schwarzen Männern (der ist gut … 😉 ) oder dem lieben Gott, der gar nicht so lieb ist und schimpft, indem er den Donner schickt, wenn die Kinder nicht brav sind. Oder auch Krankheiten und Verdammnis über die Menschen ausschüttet, wenn sie sich nicht wunschgemäß verhalten.

angstmache

Wie wir wissen, gibt es dennoch eine Unzahl von „schlimmen“ Kindern und treten dennoch viele eine Karriere in die Kriminalität an. Und Krankheiten verbreiten sich nach wie vor.

Mit Angstmachen ist da also nicht wirklich was erreicht worden.

Würde man nicht bei Kindern viel mehr erreichen, wenn man sich mehr Zeit dafür nehmen würde, sie aufzuklären, sie zu lehren, wie sie sich schützen können, sie aufzubauen, sie zu unterstützen, nicht gleich die Geduld zu verlieren, wenn was nicht auf Anhieb klappt, usw.? Würde man sie so nicht viel besser auf ein gesundes, sicheres und erfülltes Erwachsenenleben vorbereiten?

Ja. Aber wie wir alle wissen, so läuft es nur in vereinzelten Bereichen und Familien.

Leider wollen die meisten Eltern ihre Kinder mit Macht zu modernen Menschen erziehen, mit Strafandrohung oder Liebesentzug, mit Schwarzmalerei und Angstmache. Und die Eigenverantwortung wird von klein auf untergraben.
Denn auf diese Weise wird es diesen Menschen auch so ziemlich unmöglich gemacht, wirkliche Gefahren zu erkennen und damit umzugehen. Sie folgen nur der Angst, die ihnen gemacht wird und achten nicht auf die tatsächliche Gefahr, vor der sie die gesunde Angst schützen sollte.

Deshalb wird das Vielverbreitete einfach zur richtigen Methode erhoben.

Und genau deshalb finden so wenige Leute etwas daran, dass wir eine Regierung haben, die genau dieses Muster wählt, um ihre Machtmütchen zu kühlen, und verteidigen deren Praktiken auch noch als richtig.

Doch auch hier ist es ganz genauso.
Wäre das Prinzip richtig, dürfte es keine Kriminalität geben, denn Strafen werden ja genügend angedroht und auch verhängt. Auch keinen Krebs, oder Herzinfarkt, denn Angst davor wird ja auch genug gemacht. Und dennoch handeln die Leute, wie es ihnen gefällt, egal ob es rauchen oder essen ist, oder die Vergiftung der Umwelt …

Und die Sanktionen bei Nichteinhaltung der Corona-Maßnahmen haben auch viel zu viele Leute keineswegs abgeschreckt. Im Gegenteil, ein nicht zu kleiner Teil der Gesellschaft wurde erst recht aufmüpfig.

Die Leute, die alles brav mitmachten, waren nur die, denen es geläufig ist, dass sie mit Angst geführt werden. Wie kleine Kinder, die falsch erzogen werden. Vielleicht haben sie sich auf diese Weise gerade dieses verhängsnisvolle Stück ihrer Kindheit bewahrt.
Also die hätten sowieso alles gemacht, was ihnen die Angst vor Corona (!) eingeflößt hätte. Denen hätte man keine Angst machen müssen.

Dann gab es, wie gesagt, noch jene, die auf die Angstmache mit Trotz reagierten.
Aber auch die Gruppe, die sich selbst informierte und eigenverantwortliche Entscheidungen traf. In erster Linie zum persönlichen Schutz. Denn dadurch wurden ja ALLE geschützt, auch die anderen … Und diese werden es auch sein, die die Zahlen zum Sinken brachten.

Wenn ich mich selbst vor Corona schütze, gefährde ich damit niemand anderen, aber wenn ich versuche, die anderen zu schützen, kann ich mich selbst sehr wohl gefährden. *)

Da auch darauf verzichtet wurde, die Leute vorrangig darüber zu informieren, wie sie sich selbst schützen sollten, und schon gar nicht die Geduld aufgebracht wurde, dies mit der nötigen Eindringlichkeit oftmals zu wiederholen, wissen bis heute ganz viele Leute nicht, wie sie selber richtig handeln könnten. Das sah man z.B. ja auch sehr deutlich daran, dass der Großteil der Leute mit der Maske total falsch umgegangen ist und dadurch keinerlei Schutz für irgendjemanden erreicht wurde.

Sie wissen nur, was eigentlich verboten ist und was sie tun sollten, um angeblich Andere zu schützen. Und dafür bei Nichteinhaltung bestraft werden.
Das Hauptaugenmerk wurde darauf gelenkt, wie gefährlich die Mitbürger sind, die sich nicht an die Verordnungen halten. Also schon wieder Angst geschürt. Aber der persönliche Schutz war so gut wie kein Thema.

Und als nun der Lockdown aufgehoben wurde, da wurde die Bevölkerung plötzlich auf Eigenverantwortung umgestellt, und keineswegs weiter begleitet, damit ein geordnetes Miteinander wieder anlaufen konnte. Die Bürger wurden mit der gnädigst erlassenen Freiheit einfach allein gelassen.

Wie aber schon eingangs erwähnt, sind viel zu wenige Menschen zur Eigenverantwortung erzogen und können danach handeln. Das wurde ja von der Regierung auch so vorausgesetzt, denn sonst hätte es die vielen angstmachenden Pressekonferenzen und Regeln und Verordnungen nicht gebraucht.
Also wäre es doch wieder angebracht gewesen, die Leute mit Erinnerungen und Anregungen in die richtige Richtung leiten zu wollen.

Nach wie vor wird von den Politikern aber nur von der hohen Kanzel heruntergewettert und werden Sanktionen jeder Art angedroht.

Würde es nun zu einem neuerlichen Ansteigen der Infektionsrate kommen, läge die Verantwortung auf jeden Fall bei den ungehorsamen Bürgern. Nicht bei einer unfähigen Regierung, die es in so vielen Wochen nicht geschafft hat, die Bevölkerung richtig zu führen und wahren Beistand zu leisten. Deren Mitglieder würden dann mit viel Geschrei und sämtlichen Fingern auf jene zeigen, die für neuerliche Sanktionen verantwortlich wären.

Doch – Verbote sind einfach keine Unterstützung!
Und Angst ist der schlechteste Berater überhaupt.

 

 

*) Edit:
Dieser Satz wurde ersetzt, weil er zweideutig ausgelegt werden könnte. (Siehe in den Kommentaren):
Man kann sich vor Corona nicht selbst schützen und dabei die anderen gefährden. Aber man kann versuchen, die anderen zu schützen, und sich dabei selbst gefährden.

Meine Corona-Maßnahmenpakete

Die Lemminge und ihre Vor-Lemminge
 
Immer wieder tauchen diese Stehsätze auf:
Wie hätte man es denn anders machen sollen? Es wurde ja überall so gemacht.
Und wenn dann noch nahe Freunde, mit denen ich mich eigentlich auf einer Linie sah, plötzlich sogar sagen: Ohne Angstmache wäre es nicht gegangen … dann krieg ich jedesmal die Krise.
 
Ich bin keine Politikerin und ich bin absolut nicht dafür zuständig, fertige Pläne auszuarbeiten und zu präsentieren, aber Gedanken mach ich mir trotzdem, wie es meiner Meinung nach sehr wohl anders gegangen wäre. Ich werde ja auch immer wieder zynisch danach gefragt, weil die Leut tatsächlich glauben, es hätte keinen anderen Weg gegeben. Und mir vorwerfen, ich sei „nur einfach gegen den Kanzler und seine Truppe“, dabei hätte der seine Arbeit ja sowas von gut gemacht.
 
Aber genau wie sich ein Großteil des Volkes als Lemminge präsentiert, hat es auch unsere Regierung getan. Sich einfach mit den Maßnahmen der anderen Länder irgendwo hinein- oder hinuntergestürzt.
Hat geglaubt, härter und krasser würde ihr tolles Krisenmanagment berühmt machen.
 
Wie ich allerdings gern drastisch ausdrücke: Ein bissl Hirn im Kopf und ein paar Eier in der Hose, hätten da wahre Wunder wirken können, um sich tatsächlich berühmt zu machen.
 
Zu sagen, wir haben die besten Zahlen, ist KEIN Erfolg! Wenn doch dafür die Gesundheit und die Existenz so vieler Menschen gefährdet und untergraben wurde.
Um es bildlich auszudrücken: Es kann doch nicht wirklich als Erfolg gewertet werden, wenn ein großer Teil der Bevölkerung nun ohne Arme und Beine leben muss, Hauptsache sie haben kein Corona? Das grenzt sehr stark an die satirische Aussage: Operation gelungen, Patient gestorben.
 
Erfolge wären zu verzeichnen, wenn mehrere Bereiche der Gesellschaft DURCH die Krise geführt worden wären, nicht nur die Vielleicht-Corona-Gefährdeten, und nicht alles andere in Schutt und Asche gelegt würde.
 
Am steilsten finde ich ja immer die Kritikabwehrer, die dann so salbungs- bzw. vorwurfsvoll sagen, die Leute, die anderes vorschlagen, würden sich nichts um ihre Mitmenschen scheren. Dabei sind gerade sie es, die sich lediglich um ihre eigene Angst im Kreis drehen und sich um den Rest der Bevölkerung nicht einen Deut scheren.
 
 
Das gefährliche Virus
 
Ich beginne damit, dass ich – trotz oder wegen so vieler Expertenmeinungen – selbstverständlich über die medizinische Komponente nichts weiß. Das Virus ist gefährlich, das erscheint mir logisch. Wie es sich verbreitet, ist anscheinend klar. Wie man es behandelt, darüber schweigt die Chronik.
 
Ich bestreite also nicht die Gefährlichkeit des Virus, doch finde ich, dass diese Gefährlichkeit definiert werden und Aufklärung darüber an die Menschen gebracht muss.
 
Besondere Gefährlichkeit, die bis zum Tod führen kann, gibt es für Menschen mit schwachem Immunsystem, sei es durch Alter, Krankheit oder psychische Konstellation.
Weiters ist dieses Virus gefährlich, wenn das Gesundheitswesen nicht in der Lage ist unterstützend einzugreifen. Wenn also infizierte Personen sich selbst überlassen werden, weil es keine Kapazitäten gibt, um sie einer medizinischen Betreuung zuzuführen.
 
Eine Besonderheit und wesentlicher Faktor für die gefährliche Verbreitung ist, dass man Träger dieses Virus sein kann, ohne selbst Symptome zu entwickeln und deshalb selbstverständlich die Möglichkeit einer Streuung viel größer ist, als wenn jemand z.B Grippesymptome hat. Dem geht man einfach aus dem Weg. Und er weiß auch selbst, wie er sich und die Anderen schützt.
Das oberste Gebot: Distanz.
 
Und wie wir wissen, ist auch beim Corona-Virus der effizienteste Schutz die Distanz.
 
Das sind einmal für mich die Grundlagen, die wesentlich sind, was die gesundheitliche Perspektive betrifft und dafür brauche ich keinerlei Experten. Doch selbst die Experten sind sich in diesen Punkten allesamt einig.
 
Was mir allerdings auch noch wesentlich erscheint, um darüber aufgeklärt zu werden ist, wie das Virus von einem zum anderen gelangt.
Ich habe das Gefühl, die meisten Leut glauben, es springt einen schon an, wenn jemand einfach zu knapp an einem vorbeigeht. Schwirrt in der Luft herum, wie eine Gelse und sucht sich einen Landeplatz.
 
Nein! Wenn uns ein Infizierter nicht anhustet, anniest, anrotzt oder zu nah feucht anspricht, passiert da überhaupt nix. Beim normalen Ausatmen und Reden fällt das Virus nach ca. einem Meter einfach zu Boden. Und über die Zehen kann man sich nicht anstecken. Wie auch nicht an sich über die Haut. Was auch viele glauben. Nein, auch hier, da muss man das angerotzte, angehustete oder angespuckte Virus erst vom Einkaufswagerl über die Haut in die Hals- und Nasenschleimhäute bringen. Was man dann ja aber selber tut. Deshalb das geforderte Händewaschen und dringend empfohlene Nichtberühren des Gesichts.
 
 
Selbstverständlich waren und sind Maßnahmen wichtig, um eine Eindämmung der Krankheitsfälle zu erreichen.
Ich denke aber, wenn diesen Maßnahmen als oberste Prämisse zugrunde liegt, den Menschen Angst zu machen, dann ist das der verkehrte Ansatz. Ich gehe sogar so weit, dann ist das ein Ansatz, der nicht nur absolut kontraproduktiv ist, sondern eher von gewissen Personengruppen ausgenützt wird.
 
Wenn man schon davon ausgeht, dass die Verantwortung der Menschen durch Angst eine größere werden könnte, dann wäre auch hier der Weg gewesen, den Menschen Angst vor dem Virus bezogen auf sich selbst zu machen. Nicht, in Bezug auf andere Menschen.
 
Wie bereits oben geschrieben, das ist eine Krankheit, vor der man sich weitgehendst selbst schützen kann und wer sich selbst schützt, der steckt auch niemanden an. Und das zu forcieren, wäre für mich der richtige Weg gewesen.
 
Hätten unsere Politiker mit der gleichen Vehemenz, mit der sie Panik und Angst verbreitet haben, eine Aufklärung auf Augenhöhe angeboten, hätte es mit Sicherheit das gleiche Ergebnis der Krankheitsverbreitung gebracht. Und das, ohne ein Wüstenfeld zu hinterlassen.
 
Eine bestimmte Gruppe (ich möchte sie nicht die Dummen nennen, aber es ist halt tatsächlich so, dass sie nicht sehr intelligent gehandelt haben) konnte auch mit der Angstmacherei nicht in Schach gehalten werden. Die haben trotzdem die Verordnungen ignoriert und nicht zu wenige haben sich das sogar was kosten lassen.
 
Die gleichen nicht so differenziert handelnden Personen hätten natürlich auch der Aufklärung auf Augenhöhe vielleicht nicht Folge geleistet. Aber das ist keineswegs ganz sicher. Denn Menschen, die vielleicht nicht ganz so übergescheit sind, aber sich ernst genommen und auf Augenhöhe behandelt fühlen, sind oft wesentlich empfänglicher dafür, Einsicht gewinnen und zeigen können, als jene die sich durch Verbote bereits ins Abseits gedrängt fühlen.

„Dumme“ Menschen unter Zwang haben jedoch keinerlei Möglichkeit zur Einsicht.
 
Es ist auch nicht so, dass ich den Shutdown als solchen verdammenswert finde.
2-3 Wochen hätte der schon einige wichtige Funktionen gehabt.
Erstens, tatsächlich mögliche Herde zu einzukreisen. Zitat Google: Im Durchschnitt vergehen ab der Infektion mit dem Virus 5–6 Tage, bis bei einer Person Symptome auftreten. Es kann jedoch auch bis zu 14 Tage dauern.
Alle Menschen, die sich aus wie immer gearteten Gründen zu Hause in Quarantäne begeben mussten, durften auch nach 2 Wochen wieder unter Leute.
 
Zweitens eine Übergangsphase zu schaffen, um Maßnahmen zu koordinieren und nicht chaotisch zu streuen und
 
drittens wäre es mit Sicherheit ein eindrückliches Argument gewesen, um die Leute darauf aufmerksam zu machen, was sie erwarten könnte, wenn sie sich nicht an Verordnungen zum Gemeinwohl halten. Da hätte man dann wirklich gut die Nachbarländer als Beispiele anführen können.
 
Aber die Leute gleich von Haus aus als Volldeppen zu behandeln, die nur mit Angst bei der Stange gehalten werden können, das zeugt meiner Meinung nach nur von einer grenzenlosen Überheblichkeit und Schulmeisterei und absolut nicht vom Bestreben, das Beste für Land und Leute zu wollen. Weil es echt kontraproduktiv ist. Viele lehnen sich einfach gegen Verbote auf, ohne diese zu hinterfragen – so wie natürlich auch viele Verboten einfach folgen, ohne diese zu hinterfragen. Nun kann man darüber nachdenken, welche nun diese Volldeppen sind. Vielleicht doch beide Gruppen?
 
 
Meine Maßnahmenpakete
 
Für mich wäre es beispielsweise logisch gewesen, große Veranstaltungen mit einer nicht zu ordnenden Ballungsdichte von Menschen abzusagen und vorläufig auszusetzen.
Für kleinere Veranstaltungen hätte man leicht gezielte Regelungen treffen können, die Ausnützung des zur Verfügung stehenden Raumes betreffend.
 
Ebenso ergibt für es für mich keinerlei Sinn, die Wirtschaft in dieser Form abzudrehen, wie es passiert ist.

Eintritte in Geschäft hätte man regeln können, sie – wie ja jetzt auch – an Personenzahlen zu binden, wäre doch eine gute Idee gewesen. Und immer wieder den Leuten die Distanzregel in die Hirne hämmern.
 
Die schreiende Unlogik: Die Offenhaltung der Supermärkte.
Die lange Zeit, die es dauerte Schutzmaßnahmen für das Personal zu installieren. Und dann noch, bis heute, vollkommen unzureichende, also wieder unlogische.
Und dennoch hat man von keinen Clustern in diesem Bereich etwas gehört oder gelesen!
 
Oder eben auch Schulklassen zu teilen, um mehr Platz in den Räumen zu bieten und wie es ja auch jetzt geschieht, in zwei Gruppen – und eventuell auch im Schichtbetrieb – zu unterichten.
 
Kreativität wäre gefragt und nicht feiges Nachmachen was andere Länder tun und da noch einen draufzusetzen.
 
Für Bereiche, wo es nicht möglich ist, die nötigen Abstände zu wahren, wie beispielsweise in Öffis, hätte ein Maskenzwang sehr wohl Sinn gemacht. Allerdings hätten es Masken sein müssen, die auch tatsächlich schützen. Und zwar die Träger. Denn dann stecken sie ja auch niemanden anderen an. Aber die Fetzerl, die mehr schädlich als nützlich sind … Bis heute erschließt sich mir nicht, was damit erreicht werden soll. Außer natürlich, weitere Angst und gegenseitiges Misstrauen in der Bevölkerung zu schüren.
 
Aber wie wir alle wissen, gibt es die wirklich schützenden Masken erst kurze Zeit. Nicht einmal die Ärzte und ihre Ordinationshilfen, oder Therapeuten und anderes Personal im Gesundheitswesen wurden rechtzeitig damit ausgerüstet. Manche warten heute noch. Ich kenne eine Physiotherapeutin, die hat sich nun selbst entsprechende Masken bei einer Brandschutzfirma besorgt, weil sie sonst ihre Praxis nach der Lockerung noch immer nicht aufsperren hätte dürfen. Und überraschenderweise waren sie dort aber auch prompt lieferbar!

Dass sie nach ihrem eh schon Verdienstentgang für 8 Wochen nun dafür ganz schön tief in die Tasche greifen muss, interessiert dabei auch niemanden.
 
Also von verantwortungsvollem und tollem Krisenmanagment ist da weit und breit keine Spur!
 
Dazu käme natürlich auch ein effizientes Testverfahren, mit dem man Sport- oder sonstige Vereine regelmäßig testet. Oder die Personen bei wiederkehrenden Veranstaltungen, wie z.B. Bühnenauftritten. Die hätte man dann auch nicht alle abdrehen müssen, man hätte die Cluster perfekt nachverfolgen können.

Und vor allem – man hätte den Menschen nicht Angst vor Sport und Theater- und Kulturbetrieb eingeimpft.
Aber nein, eine App sollte es sein, mit der man die Menschen überwachen kann!
 
Bei uns wurden lange Zeit nur die Leute getestet, die bei der Hotline angerufen hatten und auch schon von möglichen Symptomen berichtet haben.
Freiwillige Tests waren nicht möglich, und wenn, dann mit hohen Kosten für den Testwilligen verbunden. Beziehungsweise wurde vielen AnruferInnen mit Symptomen einfach eine freiwillige Quarantäne geraten, ohne sie zu testen. Und nach 14 Tagen durften sie einfach wieder aus dem Haus.
Und dennoch blieben die Zahlen überschaubar!
 
Es wäre meiner Meinung nach, viel effizienter und auch wichtiger gewesen, den Menschen immer wieder nahezubringen, dass die BussiBussi-Gesellschaft eine große Pause machen sollte. Dass Großeltern mit ihren Enkelkindern möglichst nicht kuscheln, aber sich doch zumindest in einem Raum befinden können, mit der nötigen Distanz. Und schon überhaupt im Garten oder bei Spaziergängen.
 
Isolation ist ein verheerendes Instrument. Und sollte deshalb nur als allerletzte Möglichkeit angewendet werden.
 
Zu guter Letzt, wäre es wohl auch gut investiertes Geld gewesen, das man dafür in die Hand hätte nehmen können, um das Gesundheitswesen vorzubereiten und entsprechend aufzurüsten, damit kein Kollaps desselben zu erwarten gewesen wäre.
Kosten und Aufwand wären mit Sicherheit auch nicht größer gewesen, als für das, was unsere selbsternannten Top-Krisenmanager veranstaltet haben. Allein wenn ich denke, wieviel Akribie sie dafür aufwendeten, um ihre Nasen in Bereiche zu stecken, die sie überhaupt nix angehen und am liebsten sogar für die Klogänge der Bevölkerung Regeln aufgestellt und deren Einhaltung überwacht hätten. Wieviel Zeit und Energie da drauf ging.
 
 
Gemeinschaftssinn
 
Wie gesagt, wenn schon Angst, dann um sich selbst! Angst davor, angesteckt zu werden, wenn man sich nicht genügend schützt. Und nicht einmal für diese bin ich! Die Eindrücklichkeit zu untermauern wäre die Aufgabe gewesen.
 
Denn wir leben in einem Zeitalter, wo es viel zu vielen Menschen echt egal ist, wie es anderen geht. Das können wir gut daran erkennen, wievielen Leuten das Wissen um Notsituationen, in denen viele Menschen leben, am fettgefressenen Allerwertesten vorbeigehen. Die Leut sollen in ihrer Armut verrecken, auf der Flucht sterben, im Krieg gefoltert, vergewaltigt oder sonstwas werden. Kinder ausgebeutet oder ihrem Schicksal überlassen oder verhungern. Und? Was kratzt das die Konsumgesellschaft schon.
 
Und da glauben Politiker, dass sie durch Methoden, die angeblich dem Schutz der anderen dienen, irgendetwas erreichen können?
Damit haben sie lediglich erreicht, dass sich die Not in der Bevölkerung enrom vergrößert hat, dass öffentliche Feindbilder geschaffen wurden und die Gemeinschaft auseinandergetrieben wurde.
Ein Schelm, der Böses dabei denkt.
 
Aber ich werde den Eindruck nicht los, dass sie das gemacht haben, um ihre Machtgelüste zu nähren, ihre eigenen Mütchen zu kühlen, oder ihre Selbstunsicherheit zu überspielen.
Wenn nicht, dann gibt es auch noch die Möglichkeit, dass sie einfach strunzendumm sind.
 
*
 
Man muss meine Meinung selbstverständlich nicht teilen. Aber nachdem mir öfter der Vorwurf gemacht wurde, ich hätte nichts anderes anzubieten, als gegen die Regierung zu wettern, die doch so tolle Arbeit leistet und niemand es besser machen hätte können, habe ich mir nun die Mühe gemacht, meine Argumente zum Thema zu sammeln. Für mich ergibt sich daraus:
Ob es jemand anders gemacht hätte, weiß ich nicht, aber dass es anders möglich gewesen wäre, ist fix.
Aber dafür hätts halt Hirn im Kopf und Eier in der Hose gebraucht …
 
 
 
 
 
PS: Und jeder kriegt einen persönlichen Tapferkeitsorden von mir, der diese Lintschi-Meter bis zum Schluss gelesen hat

Gedankengänge

Denken ist meine Lieblingsbeschäftigung. Ich liebe es zu beobachten. Das Innen, das Außen. Zusammenhänge herzustellen. Wirkung zu durchschauen. Das Zusammenspiel der Wirkung auf mich zu ergründen. Schlüsse zu ziehen. Mich zu erkennen. Die Auseinandersetzung mit dem, was mir widerfährt. Dann Zusammenhänge zu verstehen. Und wieder: im Innen und im Außen.
Mich einerseits dem Gefühl hingeben zu können, es aber andererseits auch im Denken nachvollziehen zu können.

Spüren ist die Grundlage meines Lebens, meine Leidenschaft.
Denken ist eine andere Qualität. Die Qualität der Aktion, des Erfassenkönnes.

Gefühl ist keine Beschäftigung. Gefühl ist in uns vorhanden. Man braucht es nur anzunehmen. Es ist auch nicht zu verändern. Es ist einfach da. Und es kommt nur darauf an, was man davon zulässt.

Gedanken sind erzeugt. Man kann sie formen. Man kann sie durch Lernen erweitern, durch Fantasien beflügeln. Und man kann sie auch für sich behalten.

Schreiberlinge, wie ich, tun das allerdings selten füdilü

 

Aus meiner Kindheit

kindheit

 

Vor ca. 70 Jahren lebte ich mit meiner Mutter in einer winzigen Einraumwohnung. Sie konnte nur wenig arbeiten, weil es keine Betreuung für mich gab, die finanzielle Unterstützung reichte oft nicht einmal bis zur Mitte des Monats. Mein Radius war extrem eingeschränkt. Ich musste die meiste Zeit in dieser winzigen Wohnung verbringen. Manchmal (auch schon im Vorschulalter) halbe Tage ganz allein und wenn meine Mutter da war, war es auch nicht so, dass sie viel Zeit dafür aufbringen konnte, um mir Ausgang und Bewegung zu verschaffen.

Sie führte im Austausch für ein paar Lebensmittel Näharbeiten für Nachbarn durch, und um ins Grüne zu gelangen, benötigte man nicht nur Zeit, sondern auch Geld für Fahrscheine und dies war nicht vorhanden. Denn wir wohnten in einem hohen Mietshaus in einer dicht besiedelten Gegend und auch Parks gab es keine. Das Haus hatte zwar einen Hofgarten, aber der war lediglich dem Hausbesitzer vorbehalten.

Ich saß also in der Wohnung, sollte brav sein und keine Bedürfnisse äußern, damit meine Mama in Ruhe arbeiten konnte und auch – sowas spürt man als Kind -, dass sie kein schlechtes Gewissen bekam.

So flüchtete ich in meine Fantasiewelt.
Obwohl wir nur wenig und ganz einseitig zu essen hatten, wurde ich ein dickes Kind.

An meiner Umwelt nahm ich keinen Anteil. Kommunikation war für mich mit Maßregelung und Verstärkung meiner Minderwertigkeit und daraus resultierender Unwichtigkeit verbunden, deshalb versuchte ich, ihr weitgehendst aus dem Wege zu gehen.

Die Zukunft wirkte bedrohlich, meine Mutter war nicht ganz gesund und zu einer Großmutter durfte ich aus familiären Gründen nicht und die andere war zu weit weg. Wobei mich die Bedrohlichkeit der Zukunft nicht beschäftigte, weil ich ja gar nicht wusste, was Zukunft überhaupt ist und nicht darüber nachdachte. Aber die Bedrohlichkeit, die war stark spürbar.

Als ich in die Schule kam war ich die klassische Außenseiterin. Unfähig zur Kommunikation oder zu spielen, bis heute kann ich Spielen aber auch schon gar nichts abgewinnen; mein Enkel kann ein Lied davon singen. Die meisten Kinder damals waren schüchtern und unsicher, also ging niemand auf mich zu. Und ich blieb stumm, auch trotzig, ich wollte mit niemandem Kontakt haben, weil der durch meine Unsicherheit immer schmerzlich für mich verlief. Sport war eine Tortur für mich. Ich war es nicht gewöhnt mich zu bewegen, und konnte keine Freude dafür aufbringen.

Ich brauchte 40 Jahre, eine schwere Krankheit und mehrere Therapien, um mich aus den Fängen des Musters zu befreien, das mir die damalige Isolation und das Unterdrücken meiner Bedürfnisse eingebracht hatte.

Heute bin ich ein gesunder und glücklicher Mensch, aber ich kenne viele meiner ZeitgenossInnen, die sich aus diesen Strukturen nicht befreien konnten. Denn es war ja kein Einzelschicksal, das ich durchlief, nach dem Krieg ging es den meisten Kindern so. Diese verbringen nun ihr Leben in Abhängigkeit, Krankheit, Depression und mangelnder Empathie und denken, das wäre richtig, weil eben das Leben.

Warum ich das schreibe? Ich glaube das erklärt sich von selbst. Aber für jene, die das nicht erkennen wollen, erkläre ich es gern:

Ich möchte unbedingt darauf aufmerksam machen, dass es keineswegs richtig sein kann, eine ganze Generation zu brechen, ihre psychische und auch teilweise physische Ausrichtung in eine Richtung zu leiten, die ihnen ein solches Muster für ihr weiteres Leben vorgibt: In einer Gesellschaft zu leben, die sich nicht um sie, ihr Wohlbefinden und gesundes Aufwachsen schert, und dass ihre Bedürfnisse das Unwichtigste auf der Welt sind.

Psychische Krankheiten sind die Folge und auch die körperliche Auswirkung wird noch in Jahrzehnten unser Gesundheitssystem belasten.

Darüberhinaus werden sie über Isolation dazu erzogen, sich mit Selbstverständlichkeit der Masse anzuschließen, weil ihre persönliche Unsicherheit ihr ganzes Leben nach Führung verlangen wird.
Und dies ist sehr gefährlich für eine demokratische Gesellschaft!

Also bitte, wo sind unsere Kinderschutzprogramme in dieser Krisensituation?
Derzeit kann ich leider nur den Fokus auf einen einzigen Aspekt erkennen.

 

Ich bin nicht hilflos

Des öfteren bereits wurde ich in den letzten Tagen auf meine Abhandlungen über Hilf- und Machtlosigkeit angesprochen.
„Na, was machst jetzt mit deiner Theorie? Jetzt fühlst dich aber schon auch hilflos, oder?“
Meine Antwort:
Nein! Ich fühle mich auch jetzt nicht hilflos und da ich keine Macht ausüben will, ist die Machtlosigkeit eigentlich gewollt.

Wenn ich Macht ausüben wollte, dann wäre es selbstverständlich, um Frieden in der Welt und Gesundheit für die Menschen zu etablieren. Aber ehrlich, diese Macht ist utopisch, und mit dem Streben danach werde ich mit Sicherheit nicht meine Energie vergeuden.
Auch nicht, wenn es als Aussage dann so schön klingt, wie man oft in diesen wunderbaren Spruchbildern lesen kann, die dann von einem sensiblen, mitfühlenden Gemüt zeugen sollen.

Nein, nicht ich, bitte!

Eigentlich ist es eher so, dass meine damalige ja-nur-Theorie nun auch in der Praxis Bestätigung erfährt.

Was war mein Ausgangpunkt, als es um die Abstraktheit der Hilflosigkeit ging?
Das grundsätzliche Ja zum Leben, zu meinem und zum Lebendingen an sich.
Ereignisse sind davon nicht betroffen. Die Ereignisse bestimmen nicht meine Einstellung, meinen Zugang zum Leben.
Sie bilden den Rahmen. Der Rahmen wiederum stellt Herausforderungen an mich. Die ich dann einzig mit meinen eigenen Entscheidungen bewältige.

Wie schon auch seinerzeit geschrieben, sind meine Entscheidungen nicht so zu fällen, dass sie nur mein eigenes Wohl im Blickpunkt haben, sondern sie müssen mein Wohl und das Wohl der Gemeinschaft auf einer Achse bedienen.

Nun gibt es derzeit Vorgaben für die Allgemeinheit, deren Richtigkeit ich in keinem Fall verifizieren kann. Deshalb ist es für mich logisch, mich den gemeinschaftlichen Forderungen anzuschließen, weil ich eben nicht entscheiden kann, ob sie richtig oder falsch sind.
Experten gibt es für eh alles (wie Günther Paal so schön sagt) und deshalb für alle Richtungen. Denen ist also nicht zu vertrauen.

Zu vertrauen ist mir und meinem eigenen Wollen. Dieses wird nach meinem Ansatz, und deshalb auch nach meiner Einstellung, davon bestimmt, nicht nur mir sondern auch der Gemeinschaft nicht zu schaden. Also bleibt doch eindeutig nur eine einzige Entscheidungsmöglichkeit übrig.
Ich trage die Entscheidung für die Allgemeinheit mit.

Meine Gedanken sind frei und sie bringen einiges an Zweifel und Kritik mit sich. Für mich ist das, was passiert, nicht wirklich denkfähig. Ich kann an dem Virus, mit dem sich Millionen anstecken, die dann leichte Beschwerden haben, das aber für eine bestimmte Gruppe, nämlich für die „Alten und Kranken“ tödliche Auswirkungen haben kann, nichts Ungewöhnliches erkennen. Das ist sogar bei Erkältungen so.

Dass sich irgendein Staatschef nun auf einmal für die Alten und Kranken einsetzt, und dafür sogar die Wirtschaft, das goldene Kalb, schlachtet, ist allerdings absolut absurd für mich. Das haben die alle miteinander bisher nicht einmal nur ansatzweise getan. Also muss was anderes dahinterstehen. Was auch immer. Ich werde mich nicht in Verschwörungstheorien ergehen.

Denn wie ich schrieb:
Zum Unterschied von ich glaube, es besser zu wissen, folge ich meinem Wissen, dass ich es eben NICHT weiß.

 

nicht hilflos

 

Da es mir logisch erscheint, dass in der Distanzhaltung der größte Schutz für mich liegt – ich bin auch nicht an anderen Infektionen interessiert -, ist es ein Leichtes für mich, den entsprechenden Anordnungen zu folgen und die dadurch entstehenden Beschwerlichkeiten mitzutragen.

Über sonstige Gründe zum Auseinanderdividieren der Gesellschaft möchte ich aber lieber nicht nachdenken. Weil sie eben aufgrund meines „Nichtbesserwissens“ in Verschwörungstheorien münden würden. Doch die Auswirkungen zeigen sich ja bereits.

Meine Gefühle sind frei und ich fühle mit den Menschen an die ich denke und trage sie in mir. Egal ob Alte oder Kranke, aber auch nach wie vor Flüchtlinge und alle, die leiden, mit und ohne Zutun anderer. Sie gehören zu mir, zu meinem Menschsein, sie machen mich zu „meinem Ganzen“.

Deshalb sehe ich auch darin eine Verpflichtung mein Leben anzunehmen, und angstfrei und mit Freude zu gestalten.
Weil ich die Möglichkeit dazu habe!

Ich sprach in diesen Tagen schon mehrmals von Gnade und Demut. Denn es gibt viele Menschen, die nicht die Möglichkeit vorfinden, in dieser Situation so dazustehen wie ich.
Und dennoch sind auch all diese Menschen, die es nun so viel schwerer haben als ich, keineswegs hilflos. Ihre Entscheidungen, wie sie mit den Bedingungen umgehen und ihr Leben weiter gestalten, bleiben trotzdem ihre eigenen.

Sie alle haben in meinen Gedanken und meinem Gefühl eine Heimat, aber ich kann ihnen nicht helfen. Das liegt in der Natur der Sache, nicht am Prinzip der Hilflosigkeit. Wir können nicht ALLEN helfen. Dem Menschen sind nun einmal Grenzen gesetzt. Er ist nicht Gott und nicht allmächtig und er tut gut daran, dies anzuerkennen.

Indem ich mein Leben annehme und so gut wie möglich gestalte, schaffe ich Raum und Kraft in mir, um die Anderen nicht aus mir hinausdrängen zu müssen, ihr Leid, ihre Sorgen usw.

Und es gibt mir auch freie Sicht und dadurch Möglichkeiten zu erkennen, die ich vielleicht umsetzen kann. Weil mein Blick nicht von Angst, Hilflosigkeit oder Ohnmacht, Verdrängung oder Abstumpfung getrübt wird.

Viele Menschen die ich kenne, fühlen sich zwar als Opfer der Maßnahmen, lassen sich aber gerne von den öffentlichen Vorgaben einlullen. Sie glauben, wenn sie diese brav umsetzen, wird die Welt oder die Situation sich als Lohn darstellen und alles wieder gut werden.
Sie folgen dem Gehorsam!
Und kaum tritt jemand aus diesem Muster heraus, wird Sanktion gefordert.

Der Ruf nach Strafen, Blockwartmentaliät und Naderei sind die Begleiter dieser ach so wohlmeinenden Mitbürger.

Wie man sofort sieht, wollen sie nur Verantwortung abgeben und folgen ihrer Angst – und in ihrer Angst einem Führer – und nicht der eigenen freien Entscheidung zum Wohle der Gemeinschaft. Was dann auch zu ihrem eigenen Wohle wäre.

Aber das kennen wir ja auch aus anderen Situationen sehr gut. Da hat sich nur das Erscheinungsbild geändert. Die Einstellung der Leute ist ja immer dieselbe. Diese Ansinnen richten sich nun halt gegen „unsere eigenen Leut“.

Was sich nicht geändert hat ist, dass wir nach wie vor eigene Entscheidungen treffen und deshalb keinerlei Hilflosigkeit auftritt.

Wer sich hilflos oder als Opfer fühlt, täte meiner Meinung nach gut daran, dies nicht auf die Gesellschaft abwälzen zu wollen. Es wäre weitaus gesünder, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen, um erkennen zu können, warum man Verantwortung abgeben will. Das würde nämlich auch das Immunsystem stärken.

Kommt gut durch diese herausfordernde Zeit!

Auf der Suche nach der Freiheit
II. Machtlosigkeit
II.3 –Freiheit ist machtlos

Was ich bisher über die Machtausübung geschrieben habe, ist wohl den meisten ziemlich logisch erschienen. So gut wie niemand möchte sich erklärtermaßen irgendeiner Macht beugen. Allerdings haben viele die Ansicht, dass es nicht anders geht. Aber das stimmt so nicht, wie aufgezeigt.

Doch der wesentliche Teil meiner Machtlosigkeits-Trilogie ist nun dieser letzte.
Denn für mich geht es ja um die Suche nach der Freiheit und auch darum, wie man sich bei Störfällen in der Befindlichkeit durch Einsichten selbst aus misslichen Stimmungslagen und Situationen befreien kann.

Es war aber wichtig, diese „Einleitungen“ zu schreiben, weil das Machtwesen an sich aufgedeckt werden musste. Sonst würde das Verbindungsglied fehlen.

Bisher haben wir uns also mit der Machtausübung anderer beschäftigt. Wie diese wirkt und vor allem auf uns einwirkt. Wir konnten aufdecken, wie wir besser aus Machtgefügen heraustreten können, die uns Beschwerden machen oder denen wir vermeintlich nicht freiwillig folgen.
Weiters, wo unsere wahre Positionierung im Leben sein sollte, und dass diese wesentlich mehr Sinn macht, als die von der Gesellschaft praktizierte.

Um frei werden zu können, bedarf es jedoch einer ganz besonderen Befreiung vom Machtstreben. Nämlich vom eigenen!

freiheit ist machtlos

 

Wir alle wollen Macht ausüben! Ja, ja, auch wir!

Wir bilden uns eine Meinung, ein Lebenskonzept, setzen uns Ziele für die Verbesserung unserer Lebensqualität – und offiziell auch für die der anderen. Und schwupps, schon wollen wir Verbündete dafür rekrutieren.

Wir sind nicht frei genug, uns zu vertrauen. Nicht unseren Wahrnehmungen, nicht unseren Entscheidungen, nicht unserem Geschmack, nicht unseren Ideen und Ansinnen, einfach nicht uns selbst.
Wir orientieren uns an den anderen, anstatt an uns selbst und möchten deshalb natürlich, dass die anderen, das was wir machen gutheißen und mittragen.

Würden wir uns an uns orientieren, könnten wir frei agieren. Schielen wir nach den anderen, ist die Freiheit futsch. Wir geben die Macht an sie ab, indem wir Macht über sie ausüben wollen, bzw. die Macht an uns reißen wollen.


Unser eigenes Machtstreben tritt mit gut ausgebildeter Familie auf.

Fast unerkannt ist die dicht verschleierte Tochter Erwartungshaltung!

Sie ist diejenige, die Kommunikation erschwert, Frust aufbaut, Streit und Hader erzeugt, auch Gewalt hervorrufen kann und die Menschen oft sehr unglücklich macht.

Wie man sofort erkennen kann, ist die Erwartungshaltung wieder etwas, wozu wir uns selbst entscheiden!

Ein paar Beispiele:

Wir wollen das Beste für unsere Kinder, eh klar, aber wir erwarten, dass sie das erkennen, annehmen und sich danach verhalten. Die Nachkommenden wollen aber oft ganz etwas anderes. Da wir nicht gelernt haben, auf die Bedürfnisse unserer Kinder einzugehen, sondern sie mit unseren Ideen zu erziehen versuchen, bringt uns diese Erwartungshaltung dann tiefe Konflikte.

Wir geben das Beste in unserem Job, und erwarten, dass der Chef das zumindest erkennt, uns vielleicht sogar lobt, befördert usw. Doch wir haben ein grindiges Arschloch als Chef und der meckert nur an uns herum. Da wir nicht gelernt haben, das was wir tun einfach einzubringen, den Typen zu durchschauen und loszulassen, werden wir mit Krampf in die Arbeit gehen und womöglich ein Magengeschwür aufbauen.

Beispiel aus einem Autorinnenleben gefällig?
Man schreibt ein tolles Manuskript und hängt viele Erwartungshaltungen daran. Verlagsveröffentlichung, Publikumserfolg, Pressejubel uvm.
Dann liegts zu Hause herum und keiner will es haben. Verlage antworten nicht einmal, Lesungsangebote werden ebenfalls einfach ignoriert. Die Medien? Die interessiert ganz was anderes. Das Publikum muss man sich mühsam zusammennetzwerken, usw.
Wenn man da nicht geschrieben hat, um sich selbst zu erkennen, zu unterhalten, seine grauen Zellen zu beschäftigen, na, dann können die Frustbeulen leicht bis in den Himmel wachsen.

Das alles sind Beispiele, wo wir Macht über andere ausüben wollen! Wir wollen sie auf unsere Seite ziehen, um von ihnen Bestätigung für unser Tun zu erhalten, oder dass sie sich dafür stark machen, unsere Projekte zu verwirklichen.

Wie wir schon gelesen haben, ist der Einfluss auf andere meistens sehr gering und diesen anzustreben äußerst energieraubend.

Also gibt es nur einen Weg in die Freiheit: Die Aufgabe der Erwartungshaltung.

Wir können in jeder Situation unseres Lebens die Perspektive ändern! Das ist unsere Entscheidung! Umso öfter wir das Machtstreben aus unseren Entscheidungen entfernen (egal ob das anderer oder das eigene), desto freier werden wir logischerweise werden.


Es gibt aber noch einen ganz besonderen Faktor: Die Machtausübung über uns selbst!

So hat das Machststreben z.B. noch eine wesentlich sympathischer erscheinende Tochter: Die Disziplin!

So gut wie jeder glaubt, Disziplin ist das Allheilmittel für den Ablauf des Lebens. Vergessen wird dabei jedoch, dass jeder Zwang, auch der den wir auf uns selbst ausüben, eben Zwang bleibt und sich mit Freiheit deshalb nicht verträgt.

Wir glauben, wenn wir uns der Freiheit ergeben, bricht das Chaos in unserem Leben aus. Wir wachsen wie die Rüben auf und es gibt keine Ordnung, und deshalb keinen Halt.
Das ist aber nur bei Menschen so, die in sich keinen Halt finden.

Jeder kennt den Spruch „Wenn du etwas wirklich willst, dann kannst du es auch erreichen“. Und die Idole, die wir bewundern, zeigen das höchst eindrucksvoll.
Doch niemand sieht, was in deren Leben alles auf der Strecke bleibt, weil sie sich nur einem Ziel verschrieben haben.

Im Außenbereich kann man den Prozess leicht erkennen. Wenn ein Politiker etwas erreichen will und sich diesem Ziel verschreibt, dann wird das wichtigste sein, andere zu beherrschen.
Wenn ein Sportler oder ein Künstler tolle Erfolge erzielen will, dann wird er viele Menschen brauchen, die ihn unterstützen. Nun würde sicher niemand sagen wollen, dass er diese beherrschen will. Und dennoch ist das Prinzip dasselbe. Er braucht diese Leute, also muss er sie auf seine Seite ziehen.

Ich will das jetzt nicht abwerten! Nein, wir sind eben keine Einzelwesen und wie wir bereits wissen, können sich alle zu ihrer Beteiligung frei entscheiden.

Doch das Machtgefüge wird transparent.

Mir geht es aber hier um eine noch einmal andere Ebene. Nämlich um die persönliche. Dort läuft das nämlich ganz genauso.

Wir wollen etwas erreichen, das nur uns betrifft. Abnehmen, fit sein, gesund sein oder werden usw.

Wir wollen aber Schokolade essen, oder auf dem Sofa lümmeln, oder sonstwas, das nach gängiger Meinung nicht zu dem gewünschten Ergebnis führen kann.
Wir lassen jetzt einmal die Unfreiheit durch die Manipulation der Werbung oder Gesellschaft beiseite. Die ist eh so weit klar. Die Motivation zu unseren Ansinnen zu beleuchten, wäre ein eigenes Thema und würde dieses nur verbreitern.

Wir steigen direkt in die vorgegebene Situation ein.

Was werden die meisten Leute machen, um an ihr vorgefasstes Ziel zu kommen?
Sie werden sich eine Diät, ein Fitnessprogramm, Therapien oder ähnliches suchen.
Und für diese dann die hochangesehene Machttochter Disziplin anwenden wollen.

Wie wir alle wissen, sind diese Aktionen äußerst selten von bleibenden Erfolgen gekrönt.

Es ist nun nicht so, dass es etwas Negatives ist, sich ein Ziel zu setzen. Nur der Weg dahin kann leicht nach hinten führen, wenn wir nicht erkennen, dass Ziele nicht nur auf einem vorgefassten – und womöglich noch von anderen vorgefertigten – Weg erreichbar sind und vor allem, dass sie sich während des Weges ändern können!

Auch hier ein Beispiel, und zwar ein ziemlich gängiges:

Ein Mensch ist Single und plant eine große Karriere. Er arbeitet konzentriert und diszipliniert fast ausschließlich darauf hin, weil er zu wissen glaubt, dass dies zum Erreichen seines Zieles notwendig ist.
Dann trifft er jemanden und verliebt sich. Oj oj oj oj, nun wird’s ein bissl stressig. Konzentration und Disziplin werden wahrscheinlich etwas löchrig werden.
Womöglich kommt auch noch ein Kind. Ach, noch einmal passt da was so absolut gar nicht zu seinem ersten Ziel.

Was wäre denn nun wohl der dem Menschsein entsprechendere Weg?

Der, den so viele gehen, und wo versucht wird, die anderen auf die Karriere einzuschwören, die Familienaktivitäten minimalst zu halten und die Verantwortung an den Partner oder sonstjemanden – Kindergarten, Schule usw. – zu übergeben?
Oder sein Ziel unterwegs zu ändern? Die Karriere an die Familie anzupassen, sie vielleicht nicht in ganz so lichten Höhen anzusetzen?

Wie wir schon gehört haben, sollen unsere persönlichen, wie auch unsere gemeinschaftlichen Ziele immer im Einklang mit uns, aber auch mit unserem Umfeld getroffen werden.

Das heißt, dass die Wege dorthin jeden Augenblick neu erarbeitet werden müssen, weil sich die Situation ja dauernd ändert. Sich also mit Disziplin auf nur einen Weg zu machen, lässt sofort die Starre in dem Ansinnen erkennen. Das Leben am Wegrand bleibt unbeachtet und wir können nicht rechtzeitig darauf reagieren, wenn etwas aus dem Ruder läuft! Und mit Starre wird man niemals frei, auch klar.


Und noch ein fast unerkanntes Töchterlein gibt es: Die Selbstermächtigung!

Wenn Leute sagen: „Ich will die Macht über mich behalten“, oder „nur ich habe die Macht über mich“, dann haben sie die Macht bereits abgegeben. Denn sie orientieren sich an dem Machtstreben anderer und setzen das eigene Machtstreben nur dagegen!

Doch In der Machtlosigkeit liegt die wahre Freiheit!

Das wars.
Für jetzt ist hier wieder einmal Schluss mit Hilf- und Machtlosigkeit
😉

 

 

Doch noch ein paar Worte zum Abschluss:

Mir haben all diese Erkenntnisse viel gebracht. Und ich habe mir das deshalb alles aufgeschrieben und in Zusammenhänge zueinander gebracht, damit ich mich immer wieder daran orientieren kann, wenn es grad wo bei mir hakt und ich mich unfrei oder nicht ganz in meinem Leben zu Hause fühle.

Es wäre schön für mich, wenn ich auch anderen damit Denkanstöße für ein freieres persönliches Leben geben könnte. Aber Macht will ich keine ausüben. Wer mir nicht folgen will oder kann, ist dennoch immer gern auf meinem Blog oder auch sonstwo gesehen!

 

Ein Schulterbruch ist kein Beinbruch

Ich hab eine unglaublich gute Zeit!
Unglaublich deshalb, weil die meisten Leut das nicht glauben können.
Mein derzeitiges Motto: Ein Schulterbruch ist kein Beinbruch!
Es lässt sich glücklich damit leben!

 
weinberg
 

Ich weiß gar nicht, wo ich beginnen soll, zu beschreiben, wo auf einmal Glück hervorspringt.

Also beginne ich bei den Grundbedingungen. Die rechte Schulter ist gebrochen. Das erste Glücksbüschel: Ein wunderschöner glatter Bruch, der super aufeinanderliegt und keine Korrektur oder Operation erfordert.
Der rechte kleine Finger ist zum Glück – gegen die Erstprognose – doch nicht gebrochen und die Prellung der ganzen Hand und die blaue Geschwulst verliert sich bereits in schlankes grünlich-gelb.
Der rechte Oberarm ist mit einem festen Gurt für 4 Wochen an den Körper fixiert, der nicht abgenommen werden darf. Da geht nicht viel, bis gar nix. Und vor allem die Körperpflege stellt große Herausforderungen. Aber gerade diese Herausforderungen machen das Leben spannend!

Es ist unerwartet viel, das ich auf einmal ausschließlich mit der linken Hand bewältige, mit der ich früher nicht einmal Nase bohren konnte.
Weiters bin ich äußerst kreativ geworden, wie ich Situationen meistern kann. Und geduldig!

 

Mein inneres Kind springt und tanzt um mich herum. Es lernt und ist aufgeregt, und möchte dauernd noch was probieren.

Mein Alltag hat sich selbstverständlich verändert. Das meiste das vorher so wichtig schien, hat sich aufgelöst, ist es also offensichtlich gar nicht gewesen.

Ich habe das große Glück, einen wunderbaren Mann zu haben! Der mich am liebsten derzeit wo hinsetzen und in Watte packen würde, und alles machen tät.
Das geht aber mit der Lintschi nicht so leicht. Denn siehe oben: Da will was in mir lernen, springen und tanzen.
Aber natürlich ist es glückstreibend, dass er so ist, weil es halt wirklich ein paar Sachen gibt, die ich allein und nur mit der linken Hand nicht hinbringen würde, kochen z.B. Und da habe ich eben dieses große Glück, dass er dann „einfach“ da ist.

 

Doch ich habe gelernt, mich mit einer kleinen Ausnahme, nämlich linke Achsel und Rücken, selbst zu pflegen – hab dafür eigene Hilfsmittel entwickelt – mich anzuziehen, die Betten zu machen, das Bad normal zu putzen (ohne Böden, die wischt er – und für besonderes Putzing habe ich ja eh alle zwei Wochen eine Hilfe), kleine oder Küchenhilfsarbeiten zu erledigen, Wäsche schrankfertig zusammen zu legen. Waschmaschine und Geschirrspüler einräumen ist ja sowieso nicht das Problem. Es läuft alles recht gut – was sehr befriedigend ist. Und das macht glücklich!
Wann wart ihr das letzte Mal bei diesen Arbeiten glücklich?

 

Natürlich kann ich einiges, das vorher so unabdingbar wichtig für mich schien, derzeit nicht. Na und? Zeit für Neues oder Wiederentdeckungen.

 

Ich kann meine Maus mit links bedienen und wie man sieht, mit der Linken saubere Texte schreiben.
Außerdem habe ich begonnen, Klavier, bzw. Keyboard spielen zu lernen, was ich schon einige Zeit vor mir herschob (Keine Zeit …). Nun, ich bin wohl einer der wenigen Menschen, die mit der linken Hand beginnen.
Auf einmal ist auch wieder Zeit da, um klassische Musik zu hören – die ich mir leider auch schon viel zu lange nicht mehr genommen hatte.

 

Und da ich nicht schwimmen kann, gehe ich halt wieder in den Weinbergen herum. Als ich hierher gezogen bin, bin ich viele Jahre hier herumgelatscht und hab dabei hunderte Gedichte aus mir herausgeholt. Z.B die erotischen Burgenlandtexte. Und viel sonstige Poesie, auch weihnachtliche.
Dann kam die Luise – und auf einmal rannte nur mehr sie da herum. Ich hatte keine Zeit mehr dafür. Bin schon gespannt, ob jetzt auch wieder Gedichte kommen, die ja bei mir immer Gefühlsausdruck sind. Ich schreibe sie nicht, sondern lediglich nieder.

 

Und Gehen in der Natur löst enorme Glücksgefühle, ja Euphorie in mir aus, wie ich wieder draufgekommen bin.
Also bin ich sehr glücklich.

 

Und all das verdanke ich meinem kleinen Fehltritt.
Mein Motto lautet derzeit also nicht: Des Glück is a Luiserl, sondern ein Schulterbruch ist kein Beinbruch, nein, kann vielmehr sogar ein Glücksbringer sein.