manchmal frage ich mich
wie es mir gelingt
in und mit meinem alltag
so glücklich zu sein
aber nicht lange
dann bin ich es einfach weiter

manchmal frage ich mich
wie es mir gelingt
in und mit meinem alltag
so glücklich zu sein
aber nicht lange
dann bin ich es einfach weiter

mein glück ist still
darin jedoch schaukelt
nur meine welt
der rest versinkt
in unzulänglichkeit
und hass
traurigkeit
spült wärme
in mein herz
auf dem sumpf
erblühen dotterblumen

wenn die sonne
mir die augen küsst
und der wind
die wangen streichelt
dann bricht das eis
in meinem winterherz
und aus ihm streben
bunte lebensblumen
in meinen neuen frühling
warm und weich
ist das bett meiner liebe.
ich kuschle mich hinein.
und drehe die welt
an einem anderen rad.
am morgen
wenn ich das erste mal
mein glück treffe
begrüße ich es freudig
und bitte es
den tag über
an meiner seite
zu bleiben

und dann fielst du. und ich. kniete
am rande des schwarzen lochs.
und kämpfte um deine hände. bis du.
in der morgenröte. wieder
am kraterrand auftauchtest. und mich.
auf die füße zogst.

mich inmitten der blumen
wie eine von ihnen fühlen
dem licht zustreben
im winde schaukeln
aus der erde
kraft zum wachstum ziehen
und meine selbstverständlichkeit
als buntheit und duft
entfalten
leben lieben lachen
so wird dein dasein
freude machen
liebe
schönheit
freiheit
sehen
erhobenen kopfes
darauf zugehen
hand in hand
mit anderen frauen
die mutig
in die zukunft schauen
sich nicht
in ihrer angst verstecken
sondern sich
entgegenstrecken
dem frohsinn
der begeisterung
das leben anzunehmen
wo es ist
und was es gibt
spüren
wie man richtig liebt
das lachen
in die welt bringen
im chor der frauen
lieder singen
die das frausein feiern
und keine populismen leiern
in der gemeinsamkeit
den sinn erkennen
und nicht am sein
vorbeirennen
dem dasein
freude machen
leben lieben lachen