an den grenzen
der gehirne
drängen sich parolen
im schulterschluss
ängste
krallen sich daran
untertänigster gehorsam
baut einbahnen
mit hohen schallschutzmauern
kein ton von außen
darf den widerhall
der eignen worte stören
und den singsang
der gemeinschaftschöre
die mit einlullenden
„gute nacht, welt“-liedern
die klagelieder leidender
und die grabesstille
in den hohlräumen der köpfe
übertönen
Kategorie: ° Lebensgedichte
der luxus meines alters
täglich öffne ich die kassette
mit den schätzen an erfahrungen
wühle mit beiden händen
in den kleinodien der gegenwart
lasse erinnerungen
wie funkelnde juwelen
durch meine finger rieseln
ich schwimme
im warmen infinity-pool
meiner liebe zum dasein
den blick gerichtet auf
die landschaften der zufriedenheit
mein gelebtes märchen
heißt aschenbrödel
kindheit in not
alter in luxus
erbsenzähler, schmeichler
und parolenschleuderer
werfe ich in ihre töpfchen
und!
ich habe den prinzen geheiratet!
* * *
und solange wir nicht gestorben sind … ![]()
der traum kein leben
das leben ist kein traum
leben ist
wachheit
lebendigkeit
und liebe
stillhalten
und hass
machen dich leblos
träume
lassen dich schlafwandeln
auf den dächern
der unwirklichkeit
öffne die augen
schau auf deinen weg
und auf diejenigen
die dich erkennen
und begleiten
und gehe mit ihnen
auf ziele zu
nicht auf träume
infinity pool
nach einem jahr endlich wieder eine mini-auszeit genossen ![]()

getragen
ich trage den tag
auf offenen händen
in die das leben
seine gaben legt
ein wir
ich bin.
ein wir.
körper
geist
gefühl
liebe
mut
angst
inneres kind
erwachsene auf dem weg
alterslose mit ausblick
wüstenblume
tänzerin im sturm
schwebende am horizont
vielleicht
wärs richtiger
ein ich zu sein
aber
wir.
sind glücklich.
badetag
es küsst die sonne
mein gesicht
wasser umschmeichelt
meinen körper
fließend bewege ich mich
schmerzfrei
kinder lachen
bademeister pfeifen
der tag schenkt
freude pur
meine gedanken
springen vom trampolin
mitten ins glück
und baden mit mir
im bassin der liebe
traumleben
mein traum vom leben
zieht mich ins erwachen
auf einem sonnenstrahl
balanciere ich
in die weiten meiner möglichkeiten
mein frühstück
ein glas freude
und häppchen spannender erwartung
der tag kann kommen
tageswalzer
lebenssäfte strömen. in mir.
das leben drängt. aus mir.
an meinen zweigen
treiben blüten
und in meiner krone
bauen bunte vögel
ihre nester
ihr jubilieren
übertönt den lärm der zeit
verdichtet sich
zur sinfonie der liebe
meine füße können
nicht länger stillhalten
sie schlüpfen
aus den erdigen wurzelschuhen
barfuß
tanze ich den walzer
dieses tages
tragfähig
getragen werde ich
von meinem leben
weil ich ihm füße gebe
die fest auf der erde stehen
und doch so leichtfüßig
in die tage laufen
weil ich ihm arme gebe
die täglich stärker werden
mich hochheben können
um über zäune zu springen
und mich sicher auffangen
wenn ich auf dem boden der tatsachen lande