
Ich glaube, dass ein großes Missverständnis rund
um die Freiheit besteht. Immer wieder werde ich mit diesen konfrontiert.
Die Freiheit wird mit verschiedensten
Komponenten gekoppelt oder an sie.
Das geht aber nicht. Freiheit ist Freiheit und
sonst nix. In dem Augenblick, wo sie an etwas gebunden wird, ist es keine
Freiheit mehr. Das ist doch logisch, oder?
Ich sprach in meinen ersten beiden Beiträgen von der Freiheit des Menschen!
Nicht von der Freiheit des Menschenwesens. Ich glaube dort entstehen diese Missverständnisse.
Der Mensch ist ein Gemeinschaftswesen und als
solches selbstverständlich von seiner Gemeinschaft abhängig! Wie ich
geschrieben habe: ein Mensch allein ist nicht überlebensfähig. Ja, er könnte
nicht einmal geboren werden!
Deshalb ist es selbstverständlich vonnöten,
dass er sich den Bedingungen der Gemeinschaft aussetzt, wenn er auf dieser Erde
verweilen und leben will. Aber dann – hat er die Möglichkeit sich frei zu
entscheiden! Was er mit diesen Bedingungen macht. ER entscheidet! Was er
annimmt, was er übernimmt, was er mit dem Angenommenen tut. Was er ablehnt und
was er damit tut.
Ein Mensch kann sich voll in Abhängigkeit
seiner Gemeinschaft begeben und dennoch frei sein!
Er kann sämtliche Annehmlichkeiten annehmen,
wie ein von anderen gebautes Haus, ein von jemandem geliefertes warmes Bett,
oder seine Morgendusche, die er sicher auch nicht selbst angefertigt hat. Er
kann in Flugzeuge steigen, oder auf Autobahnen fahren. Er kann das Angebot von
Ärzten und Spitälern annehmen, von weither importiertes Gemüse oder Obst essen,
oder sich von der Großmutter einen warmen Schal für den Winter stricken lassen.
Zu all dem entscheidet er sich selbst! Es ist eine Entscheidung seines freien Willens. Vornehmlich selbstverständlich beim erwachsenen Menschen.
Aber auch Babys treffen bereits ihre eigenen
Entscheidungen. Leider werden diese von den Erwachsenen dann konditioniert. Und
oft ergibt das eben leider eine enorme Ambivalenz, die dazu führt, dass diese
Erwachsenen vieles nicht mehr so erkennen können, wie es ihrem Wesen eigentlich
entspricht.
Wie z.B. die persönliche Freiheit. Die wird
als erstes aberzogen.
Doch als Erwachsener hat man immer die
Möglichkeit, sich auf den Weg der Freiheit zu begeben. Natürlich muss man ihn
suchen, ihn erkennen und das könnte mühsam sein.
Für viele erscheint es einfacher, irgendjemandem
zu folgen: Eltern, Wissenschaftern, Ärzten, Politikern, Idolen, Parolen.
Viele beugen sich freudig einer Mehrheit, doch
was viele meinen, muss noch lange nicht richtig sein. Und führt oft in
Unmenschlichkeit, Krankheit oder Tod. Oder zu Hass, wie wir derzeit sehr gut erkennen
können.
Und Hass ist mit Freiheit absolut nicht
kompatibel.
Deshalb ist es so wichtig, die individuelle
Freiheit zu erkennen. Sie ist die einzige perfekte Freiheit! Denn in der
Abhängigkeit von der Gemeinschaft gibt es sie nicht, wie vorher angeführt.
Aber jeder Mensch hat in jedem Augenblick seines Lebens die Freiheit, seinen nächsten Schritt zu wählen. Ob er jemandem folgt oder nicht. Und wem er folgt, ist dabei von großer Bedeutung, wie man wohl nun leicht erkennen kann.
Doch Vorsicht, auch Opposition ist keine
Freiheit. Das Gegenteil ist immer an den Ausgangspunkt gebunden. Doch auch das
kollektive Unbewusste tut hier sein verhängnisvolles Werk.
Wo liegt also die Freiheit des Menschen in
seiner Gemeinschaft?
Im WOLLEN, ein Mensch zu sein! In der
Entscheidung zur Menschlichkeit.
Da kann man alles selbst spüren, was man zum Leben braucht und muss niemandem folgen, sondern kann sich immer und überall für sich und sein Menschsein entscheiden. Und alle Einflüsse von außen verlieren ihre Macht!
Die Freiheit des Menschen I
Die Freiheit des Menschen II