tage der fülle

tage der fuelle

 

allein zu sein
bedeutet keineswegs
einsamkeit

allein auf meinem weg
sind mir die menschen näher
als unter vielen leuten

keine einflüsterungen
keine schreie
trüben die klarheit
meines gefühls

die weite der sicht
bringt nähe mir zur welt

die natur umarmt mich
gibt mir halt
und geleitet mich
an ihrer warmen hand

in tage der fülle

 

der osterhase lacht sich eins

osterhase

 

wie bunte ostereier im nest
liegen gedanken
in meinem kopf

jeden tag färbt irgendjemand
sie mit seinen reden ein

da schreit mein bauch
glaub mir!
meine farben sind die deinen

auch die sonne
spricht zu mir
mit anderen worten
als die menschen

der wind
treibt den kern der wahrheit
sichtbar vor mir her

mitten auf meinem weg
sitzt der osterhase
und lacht schallend

wer bin ich?
fragt er

und ich nicke
erkennend

 

der einsame weg

der einsame weg

 

einsam. ist mein weg. ich bin es nicht. meine gedanken. meine gefühle. dicht bevölkert. nicht nur von den liebsten. auch von jenen. deren dasein so beschwert. in dieser zeit. ich trage sie. durch meine welt. in der die gnade mir ermöglicht. frieden. freiheit. freude. zu erfahren. für mich gibt es. zu euch keine grenze. keine abwehr. meine gedanken. meine gefühle. sorge und liebe. schicke ich zu euch. auch materielles. wo es mir möglich. ich lasse euch nicht. einsam. auf meinem wege liegen.

 

meins!

ich hab zwei versionen. aber für mich gehts nicht um entweder/oder. sondern ich mag beide und zeig sie euch deshalb auch beide 😀

 

 

meins!

da wo ich lebe
liegt das glück
offen in der flur

ich hebe es auf
fülle es in mich

meins

tanze
lache
singe

ich schreie
es in die welt:

meins!

 

* * *

 

meins!

da wo ich lebe
liegt das glück
offen in der flur

ich hebe es auf
fülle es in mich

tanze
auf den gräsern

singe
zwischen den rieden

lache
in unendliche weite

und schreie
in die welt:

meins!

 

© evelyne w.