© evelyne w.
wenn dicke nebel
wie kalter schweiß
dein antlitz netzen
im grau
dein sommerlachen
sich selbst erstickt
deine hände
steif und klamm
ins dunkle greifen
will ich dich betten
auf die blüten
meiner haut
deine hände wärmen
an der hitze
meiner brüste
und mit ernteduft
aus meinem munde
deinen atem nähren
fürchte
weder schatten
noch kälte
bunt und warm
ist der november
unserer liebe
© evelyne w.
leis
ist das glück
weiß
ein wort
schwebt
rot
wir lachen
bunt
laut
© evelyne w.
ich lege tage
auf deinen mund
die du mir
in die nächte küsst
evelyne w.
Bin eben über mein erstes selbstgebasteltes Video gestolpert.
Vielleicht mögt Ihr es heute ja auch noch …
und dort am hang
das muschellicht
schwappt um den rand
verletzungsgleich an meines
meeres burgen
strandgesandet fließen
minuten in die nacht
im sterngeflecht saugen
sich worte
an deiner lippen
schwarzgerötet tor
an dem die hagebutte
sich ein nest gebaut
aus der vergangenheit
die rosend sich verweitet
am dornenkuss
der deine hände netzt
zu blutend schatten die
im schutze meiner dunkelheit
mir schirmenfingernd
gleiten in die kiesel
die du streust
gefußt
geh ich dahin
getragen
auf dem weg
den ich erschlafe mir
in dir
© evelyne w.
herzmittig
duftest du mir
sternweiß
gefiedert
an den ufern
meiner wimpern
ins rot gelüftet
weit
© evelyne w.
ein kleines lied in meinem kopf
trällert ohne unterlass
jubelt von meinen lippen
und hämmert einen wilden bass
es dröhnt ganz tief hinab
und singt in höchsten tönen
es tanzt auf meiner zunge
vibriert in meinen zähnen
geigt an meinem busen
trommelt in meinem bauch
flötet dann etwas tiefer
und dort vibriert es auch
der text ist denkbar einfach
und einprägsam dazu
sein herrliches libretto
hat eine zeile:
du!
© evelyne w.