mit der kraft der worte
übertünche ich
die schwäche meiner gedanken
wände aus fantasie
bauen mein haus
in schwebende leere
auf dem kargen hof
tummeln sich
die freunde der kindheit
in einem blumenmeer
das dort niemals geblüht
trüge die welt das kleid
das jeder einzelne ihm gibt
wär es ein lumpenwerk
in das sich keiner hüllen mag
die welt ist jedem eigen
der den himmel schaut
die wirklichkeit
ist nicht ihr einz’ger schoß
das selbst zu finden
nicht das ich
wäre der webstuhl
für das prächtige tuch
das uns alle kleidet
sie malen in mein gesicht. auf meine augen ein blind. auf meinen mund ein stumm. versuchen den schädel zu öffnen. zähfarbigen tod in mein gehirn zu gießen. doch ich blitze ein grün und speie ein rot. male mein leben. und schließe die ausstellung.
© by evelyne w.
lese ich verse
trag sie ans licht
schneide das wortgeflecht
mit feuchter zunge
versilb’re
silbentrennung
zur klinge
meines schwertes
das aus den felsen
der einsamkeit
mein herz schlägt
an deines
© evelyne w.
ich danke den damen marina zwetajewa, mo und diana für die inspiration >>> schlüsselworte-blog