in der gewissheit
dämmerstunde
blase ich silben
aus meinem mund
auf deinen
sie platzen
in deinem atem
feuchten deinen schlund
zur gier
nach dem
was hinter meinen worten
schwelt
wie der gewissheit
nacht
© evelyne w.
in der gewissheit
dämmerstunde
blase ich silben
aus meinem mund
auf deinen
sie platzen
in deinem atem
feuchten deinen schlund
zur gier
nach dem
was hinter meinen worten
schwelt
wie der gewissheit
nacht
© evelyne w.
wie hände sind wir
du und ich
die einander finden
vor dem herzen
um das des anderen
zu tragen weit
in diese zeit
die vor dem uns
nicht war
© evelyne w.
nimm mich mit
in die nacht
nimm mich mit
zu den tänzen deiner träume
den rosen deiner küsse
zum gesang deiner lust
der mich zum atemzug
des verlangens macht
zum körper deiner tanzenden blicke
zum weib aller weiber
und dann schmiege
mich in deine nacht
an die ufer deiner wärme
unter den sternen deines herzens
bette mich
in den gärten der zärtlichkeit
auf das lager der liebe
die mich zur deinen macht
zur frau aller frauen
© evelyne w.
an heißen nächten
bilden sich kühle ränder
der morgenausblick
verschleiert den horizont
die schwüle weicht
aus atemlosen tagen
die sonne zieht
blasse kreise über uns
© evelyne w.
gedankenastern
sonnengelb
herbstzeitlosen
lilaflüsternd
weißtröstende
chrysanthemen
duftige
streichelanemonen
binde ich
mit samtnen blättern
aus der mitte
meines herzens
zu einem strauß
des angedenkens
an dich
die du nun in mir wohnst
© evelyne w.
für meine mutter …
vorbei die tage
als die hitze uns
die worte raubte
wir seufzten
stöhnten
uns luft zufächelten
als zeichen des verstehens
jetzt sprudeln
die gespräche wieder
in flammend rot
leuchtendem gelb
und sattem violett
aus unseren mündern
tropft die hitze
die der junge wein
noch nicht vermag
zu kühlen
und unsere augen
spiegeln noch immer
sommer
© evelyne w.