fühle ich mich fern
der erinnerung
an dich
wohl nagt das vergessen
an dem trugbild
das du auf
mein kaminsims
stelltest
ins feuer geworfen
wärmt es dennoch nicht
© evelyne w.
© evelyne w.
© evelyne w.
© evelyne w.
© evelyne w.
Ich habe aber etwas anderes ausgewählt.
2011 habe ich mich ausführlich mit dem Umgang des Gedenkens auseinandergesetzt. Unterstützung für meine Idee bekam ich bei einem Rundgang durch die Gedenkstätte Flossenbürg. Ich habe diese in ein Booklet verpackt und glaube, sie unterscheidet sich in vielem von dem, was man sonst zur angeblichen Aufarbeitung vorgesetzt bekommt.
Mein Weg ist ein anderer:
Nicht Gedenken in Grauen, sondern Gedenken in Liebe.
Und es gibt eine Lesung, die ich euch heute gerne zu Gemüte führen möchte. Es wäre schön, wenn ein paar von euch sich ein bisschen Zeit für meine Gedanken nehmen würden.
Denn
© evelyne w.
spann meine flügel
in die weite
meiner gedanken
die tatsachen liegen tief
unter mir werfen schatten
dunkle flecken über die türme
der träume
auf die wege der hoffnung
treten mit kreisenden armen
die hüter der worte
um meine gedanken
zu spannen weit
wie flügel
© evelyne w.
© evelyne w.
an manchen tagen
strömt das unbekannte
in die finger mir
das aus abgründen
steiler aufsteigt
und aus lichten höhen
immer tiefer fällt
als das
was ich gerade denke
© evelyne w.