
ein schmetterling
mein leben
ein gelber schmetterling
sitzt auf meiner fingerspitze
fächelt mit den flügeln
wir lächeln
nun hebt er ab
entflattert in die lüfte
ich fliege mit
© evelyne w.

ein schmetterling
mein leben
ein gelber schmetterling
sitzt auf meiner fingerspitze
fächelt mit den flügeln
wir lächeln
nun hebt er ab
entflattert in die lüfte
ich fliege mit
© evelyne w.
tage
fließen aus dem krug
der mein leben ist
tiefrot und süß
der wein
aus später ernte
der zum genießen
einlädt im kreise
von vertrauten
und nicht mehr
glas um glas
voll fusel
mich leeren lässt
auf den partys
einsamer eitelkeit
© evelyne w.
bin ich der herbst?
bin ich noch bunt?
bin ich noch warm?
und sonnig?
die füße kalt
die träne blinkt
farblos mein kleid
das haar zerdünnt
und doch bin ich
kein winter
denn auch
in kalten füßen
wohnt der tanz
und meine tränen
lachen
© evelyne w.

es liegen herbste
in meinem herzen
stürmische erinnerungen
rütteln an den ästen
meiner gedanken
blätter fallen.
mein weg ist bunt.
© evelyne w.
zeilen
will ich
in mein leben
bringen um gerade zu
gehen
© evelyne w.
glück
bist du das?
oh ja
ich bin’s
ich röte die wangen
deiner tage
und samte die haut
deiner nächte
ich lege deine finger
auf den puls des lebens
und klopfe dein herz
im takt der liebe
ich fliege dich
über die horizonte der lieder
und tauche dich
in die umarmung der stille
ich küsse dich
immer
wenn du mich erkennst
© evelyne w.

aus dem tunnel der angst
wankt bleichgesichtig
die hoffnungslosigkeit
am ausgang fällt sie auf die knie
reißt sich die losigkeit
vom leib
und blüht
den blick zur sonne
als blume der erwartung
in den frühling
© evelyne w.

wie flügel
spannen sich
meine gedanken
die tatsachen liegen tief
unter mir werfen schatten
dunkle flecken über die türme
der träume
auf die wege des erwachens
treten mit kreisenden armen
die hüter der worte
meine gedanken
spannen sich
wie flügel
© evelyne w.
spiele suchen
gelebte und geträumte
gespielt
an den tagen
als die verzweiflung
die schwarzen rössl
vor die weiße dame
spannen wollte
sie brauchte keine bauern
das spiel zu kennen
genügte zu gewinnen
gespielt
in den nächten
als die einsamkeit
den könig rief
und er
auf weißen pferden anritt
zum schach matt
© evelyne w.

in die strömung
lasse ich mich fallen
und ich fließe
und fließe
vorbei
an den hartgepressten
ineinander verwobenen wurzeln
vorbei
an den rutschigen abstiegen
der machtregulierten ufer
vorbei
an den schwarzen fahnen
die im herzloswind flattern
und fließe
und fließe
und verströme mich
tief in der mitte
meines mit wärme umspülten
lebenssinns
© evelyne w.