es lenzt mich
ein früher lingt mich
verkusst mich
lachelt
strichelt
stromert mich
erblaut
ergrunt
erotet mich
gekrokust liege ich
und hoffe
dass mich auch noch
ein später lingt
© evelyne w.
es lenzt mich
ein früher lingt mich
verkusst mich
lachelt
strichelt
stromert mich
erblaut
ergrunt
erotet mich
gekrokust liege ich
und hoffe
dass mich auch noch
ein später lingt
© evelyne w.
gewünscht
wird oft
von anderen was
man sich selber nicht
erfüllt
© evelyne w.

die mandel blüht
ihr weißer gruß
färbt meine sinne
um sie herum
versuchen nackte nachbarn
ihre blöße zu begrünen
sie wissen
um die erotik
schimmernd bedeckter zweige
© evelyne w.
in die röte
lehne ich mich
stütze meine gedanken
mit den fingern
einer hand
während die andere
am rocksaum nestelt
um dich
an mein knie
zu locken
gedankenlos.
© evelyne w.
glück
bist du das?
oh ja
ich bin’s
ich röte die wangen
deiner tage
und samte die haut
deiner nächte
ich lege deine finger
auf den puls des lebens
und klopfe dein herz
im takt der liebe
ich fliege dich
über die horizonte der lieder
und tauche dich
in die umarmung der stille
ich küsse dich
immer
wenn du mich erkennst
© evelyne w.

aus dem tunnel der angst
wankt bleichgesichtig
die hoffnungslosigkeit
am ausgang fällt sie auf die knie
reißt sich die losigkeit
vom leib
und blüht
den blick zur sonne
als blume der erwartung
in den frühling
© evelyne w.

wie flügel
spannen sich
meine gedanken
die tatsachen liegen tief
unter mir werfen schatten
dunkle flecken über die türme
der träume
auf die wege des erwachens
treten mit kreisenden armen
die hüter der worte
meine gedanken
spannen sich
wie flügel
© evelyne w.