wie das meer
ziehst du mich
unaufhörlich in deinen sog
selbstverständlichkeit
kennt keine fragen
und meine antworten
fließen aus mir
© evelyne w.
wie das meer
ziehst du mich
unaufhörlich in deinen sog
selbstverständlichkeit
kennt keine fragen
und meine antworten
fließen aus mir
© evelyne w.
lass uns ein haus bauen
mit einem dach
aus händehalten
fenstern aus blicken
und diesem tor
aus küssen
das immer offen
für uns ist
dann lass uns laufen
in den garten
und von den süßen
früchten naschen
weil vor dem apfelbaum
es keine schlange gibt
© evelyne w.
spannst deinen bogen
der verführung
lockst mich an gatter
um die sich rosen ranken
ihr dornenschutz reizt
meine knospen
mit früchten köderst du
aus nachbars garten
mit weinen aus den kelchen
deines leibs
streust würzigen samen
über das brot
mit dem du
meinen hunger stillst
© evelyne w.
in der gewissheit
dämmerstunde
blase ich silben
aus meinem mund
auf deinen
sie platzen
in deinem atem
feuchten deinen schlund
zur gier
nach dem
was hinter meinen worten
schwelt
wie der gewissheit
nacht
© evelyne w.
wie hände sind wir
du und ich
die einander finden
vor dem herzen
um das des anderen
zu tragen weit
in diese zeit
die vor dem uns
nicht war
© evelyne w.