diese unermessliche zärtlichkeit
die mich durchströmt
am morgen
wenn dein zerknautschtes ich
versucht sich ins erwachen
zu kämpfen
rollt aus den roten teppich
auf dem die liebe
in den tag schreitet
diese unermessliche zärtlichkeit
die mich durchströmt
am morgen
wenn dein zerknautschtes ich
versucht sich ins erwachen
zu kämpfen
rollt aus den roten teppich
auf dem die liebe
in den tag schreitet
es trägt die zeit
das kreuz
beugt sich unter
seiner last
stürzt in den schlamm
aus sand und blut
der wunden
die jene
der erde schlugen
die sie geißeln
mit der unverfrorenheit
obszöner schreie
nach der macht
ein opferfest
bricht an mit
tanz auf kahlen hügeln
johlender menge
im gelichterkleid
wird sich das grab
auch diesmal leeren
die menschheit
– wie oft noch –
zu erretten
© evelyne w.
noch schüchtern
blinzelt die mandel
über die nackten reben
ich lächle ihr zu
und sie erzählt mir
vom nahenden frühling

solange
ein tag in mein leben drängt
sehe ich am horizont das glück
und gehe freudig darauf zu
erst
wenn das leben stehen bleibt
verschließe ich meine augen

Weihnachten
ist der Liebe Geburtstagsfest.
Die Nacht, die uns darauf besinnen lässt,
dass an diesem Tag vor ca. 2.000 Jahren
die Welt das große Glück erfahren,
dass Jesus auf die Erde kam
um die Menschen zu lehren, was die Liebe kann.
Und gesegnet ist jeder der nie vergisst,
dass Jesus Christus die Liebe selber ist.
Weil er immer nur liebt
und immer nur gibt.
Christus
den als Baby man Christkind nennt.
Den im heutigen Christkind man fast nicht mehr erkennt,
weil die Menschen lieben durch besitzen ersetzen
und geben mit dem Kauf von Geschenken gleichsetzen.
Weil so viele Menschen durch die Weihnachtszeit jagen
Und in ihrer Hast niemals danach fragen:
Wie geb‘ ich Geborgenheit?
Wie gebe ich Halt?
Wie gebe ich Wärme, wenn jemandem kalt?
Wie gebe ich Hoffnung?
Wie gebe ich Mut?
Wie gebe ich Freude?
Wie gebe ich gut?
Die Frage, die durch unsere Weihnachtszeit schwingt
ist die Frage danach, wieviel das Christkind uns bringt.
Wir tauschen Geschenke – wir geben sie nicht.
Das Geschenkte bekommt nur durch Wert Gewicht.
Wir tauschen auch die Liebe – wir lieben sie nicht.
Die Liebe trägt nicht mehr Jesus’ Gesicht.
Und doch
ist Weihnachten für mich die Zeit,
in der immer wieder ich zur Hoffnung bereit mich finde,
dass noch nicht alles verloren.
Weil am Hl. Abend das Christkind geboren!
Das Christkind,
das doch auch Herzen aufmacht mit seinem Liebreiz
der strahlt durch die Nacht
und viele Menschen darauf besinnen lässt,
wie man richtig feiert der Liebe Fest.
Und die Liebe
dann das Wunder vollbringt
zu spüren was Weihnachten wirklich ist.
Dass das was uns das Christkind bringt
Nur in uns selbst zu finden ist.
Aus meinem Buch