worte dösen
in meinem kopf
in meinem herz
schlagen sie purzelbäume
kollern aus meinem mund
als küsse
stumme liebe
hat ihren eigenen reiz
© evelyne w.
worte dösen
in meinem kopf
in meinem herz
schlagen sie purzelbäume
kollern aus meinem mund
als küsse
stumme liebe
hat ihren eigenen reiz
© evelyne w.
es ist dein leben
das meine tage küsst
und meine nächte knüpft
in das blaue band
geborgenheit
mir deine wärme
in den rücken gießt
die mir
in herz und augen steigt
um mir den alltag
zu erlieben
© evelyne w.
erwachen ohne dich.
kälte kriecht unter meine bettdecke und vor dem fenster stehen nebel.
aus dem spiegel höhnt mir ein graues gesicht entgegen. mit roten augen
und stumpfem wirrem haar.
und was ist das dort an der schläfe? oh!
der kaffee sieht aus als ob er sich verkleidet hat.
und in der vase hängen lustlos ein paar rosen.
endlich finde ich das zettelchen: bis abends! und drei kleine x-se.
die rosen straffen augenblicklich ihre schultern und röte schießt in ihre wangen.
das graue haar vergoldet sich im glanze meiner augen
und in meinem wäscheschrank gibts einen schweren schlagabtausch.
dort kämpft der rote fummel mit den schwarzen lederdessous.
nein, nein! viel zu abgedroschen und ideenlos um dich darin zu erwarten.
weiß? weiße spitze. warum nicht? schlagobersgarnitur an nunmehr wieder pfirsichhaut.
nein, nein! zu zuckersüß für die schärfe meines verlangens.
die apfelgrünen bänder würgen den kleinen leoparden
und rote herzchen erhängen sich an glitzernden perlenschnüren.
in diesem trubel werfen sich die dunkelblauen satinstrapse ihre strümpfe mit den cremefarbenen spitzen um den hals, machen sich auf den weg zu ihrem höschen
und den glänzenden körbchen und tuscheln:
kommt! macht euch bereit. sie wird uns nehmen.
sie könnten recht behalten …
© evelyne w.
wenn das mondlicht
auf deinen lippen tanzt
trinke ich
aus silberbechern
geküssten wein
wenn deine augen dann
im silbern mondlicht tanzen
schwebe ich
kussbetrunken
sternenwärts
© evelyne w.

eignungstest © Michael Hermann
auf dem weg von meinen händen
zu meinen füßen klopft mein herz
ich halte es fest
wenn ich zu dir laufe
damit es nicht überschwappt
und ich auf meinen wünschen abrutsche
in herzlosigkeit
© evelyne w.
Lieber Michael, ich danke dir herzlichst für die Inspiration durch deine wunderbaren Skulpturen
und dass ich sie hier auch mit meinen Texten veröffentlichen darf!
bevor
die liebe kam
sang ich
mein lied
der worte
seit
die liebe kam
bin ich
das lied
© evelyne w.
aus dem lehm
aus dem wir
einst geboren
formt sie uns
zu dem werk
das aus dem staube
uns erhebt
das grün
auf dem asphalt
des alltags
die liebe.
© evelyne w.
Frau zu sein
Frau zu sein
bedarf es viel
im stets sich
bewegenden
Lebensspiel
ich brauch dazu
keinen einzigen
Frauentag, wenn
jeder Tag es
vermag, mir zu
bestätigen, was ich
lange schon weiß.
FrauSein ist toll,
FrauSein ist heiß
und wie wäre
ich “alt ” an Gefühlen,
ließe mich mein
FrauSein kalt
Danke liebe Bruni! Für diesen schulterschließenden „Kommentar“ so von Frau zu Frau!
ich war so lang schon jung
und manchmal frage ich mich
wie könnte es sein wär ich so alt
wie mich mein spiegelbild mir zeigt
würde mein mund sich nicht erfreuen
an genüssen die lange zeit zur reife brauchen
mein blick nicht aussichtspunkte finden
die auf dem weg der jugend nicht zu sehen
sind denn die späten weine nicht die süßesten
blüten des herbstes so bunt wie nie zuvor im jahr
wird deine liebe nicht mit jedem tage schöner
und könnt deshalb entspannung meine wangen glätten
ich war so lang schon jung
und manchmal spüre ich
die sehnsucht nach den ernten
der erfahrung die mir mein alter gibt
© evelyne w.
Du bist der Mann
Der in mir
Die heilige Hure hat geweckt
Die das Kind in dir hätschelt
Und deine Männlichkeit leckt
Die voll mütterlichem Stolz
Vor deinen Eitelkeiten steht
Und deren Stolz in deinem Bett
Vor Lüsternheit vergeht
Die mit sorgender Nachsicht
Deine Spiele bewacht
Und dann spielt mit dem Feuer
Mit dir in der Nacht
Die mit zärtlichen Händen
Deine Seele gesundet
Und mit rotlackierten Krallen
Deinen Körper aufschrundet
Die mit samtweichen Lippen
Dich ins Träumeland bringt
Und mit fordernder Zunge
In deine Geilheit eindringt
Die mit heiliger Kraft
Vor das Söhnchen sich stellt
Und mit weiblicher Schwäche
In deine Manneskraft fällt
© evelyne w.
Kurzfassung des Plots meines Romans „… und Lena liebt“ 