lass mich
die seide
meiner fingerspitzen
über deine stirn
rieseln
und liebesstille träume
in deinen schlaf
knistern
© evelyne w.
lass mich
die seide
meiner fingerspitzen
über deine stirn
rieseln
und liebesstille träume
in deinen schlaf
knistern
© evelyne w.
es schneit.
kleine weiße kristalle
klopfen an meine sinne
filigranes zuckergespinst
versüßt mir den blick
ein schneeball
rollt mit meinem lachen
über die weiße decke
meiner winterliebe
auf die der schein
der bunten kerzen meines lebens
wundervolle arabesken malt
du fängst ihn auf
mit deinen warmen händen
steckst in sein lachen
dein gesicht
und glitzerst küsse
an mein ohr
aus unseren augen
tanzt die lust
rein und unschuldig
wie frischgefallener schnee
© evelyne w.
des menschen schönheit fällt als asche
aus den brieftaschen der skalpellierer
ein hintern und ein busen
ergibt noch lange keine frau
ein frauenleib ist schön
wenn er dem mann entgegen
blüht und nicht sich ihm entgegen
reckt zum austausch von besitz
das wesen einer frau
das keine eigenen grenzen zeigt
nicht spitzen, kanten, narben
wird sich verlieren als modell
in das die männer onanieren
© evelyne w.
Heute hat mich die Skulptur von Michael Hermann, wie sie im nächsten Beitrag „innere werte“ zu sehen ist,
zu diesem ganz anderen Text angeregt, als gestern.
Ist es nicht faszinierend, wie dieses Kunstwerk aus verschiedenen Perspektiven unterschiedlich inspiriert?
Danke Michael!
Lieber Michael, ich danke dir herzlichst für die Inspiration durch deine wunderbaren Skulpturen
und dass ich sie hier auch mit meinen Texten veröffentlichen darf!
wenn du gehst
werden die tage wie ein dunkler wald vor mir liegen
und erst die umkehr in erinnerungen
wird mich auf hellen lichtungen
an neuen morgen tanzen lassen
was ist zu tun
was jetzt nicht zu verabsäumen
lichter vor meine füße zu werfen
vor die kleinen schritte dieser tage
die dir leuchten
auf deinem weg in diese
dunkle nacht der angst
die aus deinem herzen in mein herz
aus deinen händen in meine hände
aus deinen blicken in meine augen
strömt
ich möchte alles sagen
alles was ich dir immer schon gesagt
noch einmal
und einmal noch
und immer wieder
mit meinen worten ewigkeit dir geben
die dich nie von mir brechen kann
wie frisch gefallenen schnee sie streuen
auf die süße unserer gemeinsamkeit
uns zu verschmelzen
in der stummen hitze des verstehens
© evelyne w.
Nur die Erinnerung gibt Unvergänglichkeit.
Wir sind die Schöpfer der Momente, die Beständigkeit erlangen.
Der Schmerz der Trennung ist kein Augenblick.
Die Trauer ist das Tal das wir durchschreiten, auf einem Weg
der zur Erinnerung sich weiten soll, an die Gelegenheiten
die wir gestalteten, um ihnen Ewigkeit zu geben.
Geschenk des Lebens, das wir selbst uns weihen
wenn wir der Freude und des Glücks gedenken
der Kostbarkeiten der Verbundenheit
die bei uns bleiben.
© evelyne w.