aus dem lehm
aus dem wir
einst geboren
formt sie uns
zu dem werk
das aus dem staube
uns erhebt
das grün
auf dem asphalt
des alltags
die liebe.
© evelyne w.
aus dem lehm
aus dem wir
einst geboren
formt sie uns
zu dem werk
das aus dem staube
uns erhebt
das grün
auf dem asphalt
des alltags
die liebe.
© evelyne w.
Frau zu sein
Frau zu sein
bedarf es viel
im stets sich
bewegenden
Lebensspiel
ich brauch dazu
keinen einzigen
Frauentag, wenn
jeder Tag es
vermag, mir zu
bestätigen, was ich
lange schon weiß.
FrauSein ist toll,
FrauSein ist heiß
und wie wäre
ich “alt ” an Gefühlen,
ließe mich mein
FrauSein kalt
Danke liebe Bruni! Für diesen schulterschließenden „Kommentar“ so von Frau zu Frau!
schau ich den morgen
trage ich glut in die täler
des erwachens
erklimme mir den gipfel
auf dem ein sonnenwilder spielball
in den tag mich ruft
verweile auf den hängen
sattschläfriger gemeinsamkeit
und klettere hinab
in die weiden meines lebens
das keinen tagtraum braucht
weil es ein wachsein schenkt
mit dir
© evelyne w.
ich war so lang schon jung
und manchmal frage ich mich
wie könnte es sein wär ich so alt
wie mich mein spiegelbild mir zeigt
würde mein mund sich nicht erfreuen
an genüssen die lange zeit zur reife brauchen
mein blick nicht aussichtspunkte finden
die auf dem weg der jugend nicht zu sehen
sind denn die späten weine nicht die süßesten
blüten des herbstes so bunt wie nie zuvor im jahr
wird deine liebe nicht mit jedem tage schöner
und könnt deshalb entspannung meine wangen glätten
ich war so lang schon jung
und manchmal spüre ich
die sehnsucht nach den ernten
der erfahrung die mir mein alter gibt
© evelyne w.
Du bist der Mann
Der in mir
Die heilige Hure hat geweckt
Die das Kind in dir hätschelt
Und deine Männlichkeit leckt
Die voll mütterlichem Stolz
Vor deinen Eitelkeiten steht
Und deren Stolz in deinem Bett
Vor Lüsternheit vergeht
Die mit sorgender Nachsicht
Deine Spiele bewacht
Und dann spielt mit dem Feuer
Mit dir in der Nacht
Die mit zärtlichen Händen
Deine Seele gesundet
Und mit rotlackierten Krallen
Deinen Körper aufschrundet
Die mit samtweichen Lippen
Dich ins Träumeland bringt
Und mit fordernder Zunge
In deine Geilheit eindringt
Die mit heiliger Kraft
Vor das Söhnchen sich stellt
Und mit weiblicher Schwäche
In deine Manneskraft fällt
© evelyne w.
Kurzfassung des Plots meines Romans „… und Lena liebt“ 
meine liebe
samtet mich
sie weicht
und rosigt
blütet
glänzt
sternt und
schmiegt
mich.
sie frühlingt
und sonnt
leuchtet
und grünt
sprudelt
jubiliert
tanzt und
nackt
mich.
und lockt.
dich.
© evelyne w.
da ging ich also. ich
ging allein. sah den schlittschuh
laufenden kindern zu und den hunden
die im schnee herumtollten.
ein kleiner weißer punkt
schwebte auf mich zu und
ich dachte noch:
beginnt es wieder zu schneien?
da setzte er sich auf meine lippen
und wurde heiß. brennend heiß.
ich bin’s, flüsterte er, spürst du mich?
erschrocken sah ich mich um
doch niemand war zu sehen.
ich schob meine zungenspitze
ganz nahe an ihn heran.
jaaa, raunte er, jaaa aaah!
hast du mich nicht erwartet?
doch, stotterte ich, doch
aber nicht jetzt und hier.
ich schwebe immer um dich, sagte er
und sprang auf meine zunge.
ich rollte ihn in meinem
warmen mund hin und her
er seufzte glücklich
streckte sich wohlig
und lief dann in meinen hals
wo willst du hin, rief ich
und er sagte:
nach hause. in dich.
© evelyne w.