manche tage
filzen wie moos
neben der quelle
andere hüpfen
über die steine
fröhlich und frisch
und wieder welche
schlammen
den grund und boden
und sie versinken
in dunkler tiefe
eh aus den brunnen
man klares wasser
schöpft
© evelyne w.
manche tage
filzen wie moos
neben der quelle
andere hüpfen
über die steine
fröhlich und frisch
und wieder welche
schlammen
den grund und boden
und sie versinken
in dunkler tiefe
eh aus den brunnen
man klares wasser
schöpft
© evelyne w.

© evelyne w.
leg meine hand an deine wange
als kind schon hab ich das geliebt
immer hast du dann gelächelt
tust es auch jetzt mit leerem blick
stumm sitzen wir nebeneinander
die worte finden dich nicht mehr
ich mag die augen nicht abwenden
dein anblick bringt dich nah zu mir
ich sehe dich wie niemand anderer
für mich bist du nicht alt und grau
die schönste warst du für das kind
dein kind bin ich auch heut als frau
die menschen können nicht verstehen
was du in den momenten gibst
dass neben dir ich ruhig werde
weil mir die stille liebe spricht
sie alle sehen nur dein leiden
spüren nur ihre eigene angst
ihr menschenbild wird unmenschlich
dein leben zum unwert verdammt
leg meine hand an deine wange
fühl meine haut aus deiner haut
erinnere mein herzgewebe
das dich mit anderen augen schaut
© evelyne w.
Vom 15. Oktober bis zum 5. November 2012
kann für den Burgenländischen Buchpreis gevotet werden.
Mein Buch „in der Umarmung des Vergessens – Dementielles“ wurde nominiert! Und natürlich wäre es super, wenn ihr dafür voten würdet.
Ich glaube schon, dass es ein Buch ist, für das man ein bisschen um Stimmen bitten darf, geht es doch nicht um Eitelkeit, sondern um die besondere Idee, die dadurch verbreitet wird. Also nix für ungut, bitte.
Und danke im voraus!
Buchhandlungen, in denen Stimmzettel abgegeben werden können:
Weiterlesen
Du bist nicht
Was du tun willst
Du bist das
Was du tust
Du bist nicht
Was du sagst
Du bist das
Was du tust
Du bist nicht
Was du denkst
Du bist das
Was du tust
Du bist nicht
Einfach
Was du bist
Du bist das
Wofür du dich entscheidest
Es zu tun
© evelyne w.
aus:
Ich bin aus einem ganzen Stück
Best of Tagebuchgedichte
152 Seiten
Broschiert mit Klappen
Ja, da sind sich alle einig. Die Anderen sind blöd! Zumindest die meisten.
Und es gibt ja wohl nicht Schöneres, als darauf hinzuweisen. Zitate werden verbreitet, Kolumnen, Gedichte und Texte jeder sonstigen Art werden zu diesem Thema geschrieben oder in Umlauf gebracht. Und ein Rundum-Schulterklopfen setzt ein. Täglich. Überall.
Und besonders natürlich im Netz. Facebook und Twitter sind wunderbare Beete, aus denen solche Teilen-Texte blühen, die die Brillanz des Posters bestätigen sollen.
Und ich frage mich: Sind diese Menschen denn alle klug?
Ist es ein Zeichen für Intelligenz, in den Worten eines Brandmarkers Wahrheit zu erkennen?
Genügt es denn, um gescheit zu sein, das Anprangern der Dummheit der Anderen zu verbreiten?
Ist ein Schulterschluss zur Schadenfreude ein Zeichen für Denkvermögen?
Wo beginnt die „Dummheit“ der Menschen?
Die Dummheit der Menschen hängt nicht an der Bildung. Wissen hat noch niemals klug gemacht. Wissen manipuliert!
Intelligenz beginnt nicht im Kopf, sondern im Bauch.
Menschen, die sich korrumpieren lassen, sich Machtgefügen unterwerfen, sich von Parolen bestimmen lassen, werden auch diese Texte als Parolen an ihre Fahnen hängen.
Werden sich zur einen Seite drehen, um durch ein Nicken und Weiterverbreitung Intellekt bezeugen zu wollen und sich dann zur anderen Seite drehen, und genau das machen, das mit diesen Worten aufgezeigt wird.
Auch die selbsternannten Aufrüttler handeln nach dem gleichen Schema. Millionen von negativen Nachrichten und Gräuelfotos werden täglich durch die Medien geschleust. Und kein einziges hat jemals zur Verbesserung der Welt beigetragen.
Denken denn die Gescheiten und Guten nicht?
Wer sieht sich denn diese Bilder an? Wer liest denn diese Horrornachrichten?
Entweder begeilen sich die Psychopathen daran oder die Aufmerksamkeitshascher lachen sich in die knallharte Faust, finden sie sich als Mittelunkt der Teiler-Gemeinde.
Der gesunde Mensch sucht andere Nachrichten, überfliegt deshalb diese Hiobsbotschaften mit halbgeschlossenen Lidern.
Denn der Mensch ist mit einem ganz wichtigen Instrument ausgerüstet, um die Tragik der Menschheit überleben zu können: mit der Abstumpfung!
Abstumpfung, Verdrängung und Rationalisierung sind Überlebensmechanismen der Menschen. Sonst müssten wir uns alle schon längst vor lauter Angst und Schrecken gemeinschaftlich über die Klippe des Endes der Welt in die Tiefe gestürzt haben. Wenn wir das ganze Ausmaß der menschlichen Nachtseite, ohne Filterung und Abwehrautomatik wahrnehmen müssten.
Verbreitung von Parolen über Dummheit oder Fotos von gemarterten Kindern oder Tieren zeugen nicht von besonderer Klugheit oder besonderer Güte, sondern verleiten zum Schulterschluss der Nickergemeinde. Und zum hilflosen Achselzucken der Randgruppe von Willigen.
Ich habe eine wunderbare FB-Freundin, die sich dem Tierschutz widmet. Sie holt gequälte und kranke Tierchen zu sich, pflegt sie auf ihre Kosten gesund und sucht dann gute Plätze für sie. Unermüdlich. Sie braucht keine Horrorfotos, um Willige zu finden, die ihr zur Seite stehen. Sie braucht keine Anschuldigungen an den „Rest der Menschheit“, dass er sich um nichts kümmert. Sie braucht ihre ganze Energie für die Taten die SIE setzt!
DAS erscheint MIR klug. Das Verstärken positiver Energie. Damit könnte man die Welt retten!
Und genauso sehe ich das auch bei Texten. Überheblichkeit zu demonstrieren, indem man die Dummheit der Anderen pauschal anprangert, macht für mich noch lange keinen gescheiten Menschen aus. Abgesehen davon, dass die faschistische Grundlage mir immer ein Gruseln verursacht. Und Menschengruppen pauschal abzuurteilen, IST immer faschistoid!
© evelyne w.
Ich rezensiere gern. Allerdings mache ich das sozusagen als schreiberische Fingerübung. Ich schreibe über etwas, worüber ich mir Gedanken mache. Schreiben ist nun mal mein täglich Brot. Ohne Schreiben würde ich verhungern. Also denke ich, das ist eine gute Übung, wieder einmal in eine andere Art von Texten einzusteigen. Sozusagen eine textliche Herausforderung.
Bei Theaterstücken ist alles so weit klar. Da habe ich etwas vorgegeben. Eine Aufführung, die ich besucht habe. Das kommt nur ein paar Mal im Jahr vor. Da liegt meine persönliche Herausforderung darin, das auszudrücken, was ich dort empfunden habe. Auch wenn die Aufführung nicht meinem Geschmack entsprach. Ich bin dort neutraler Besucher.
Aber bei Büchern? Da gibt es so viele mehr in meinem Leben. Auch begleiten mich doch einige Autoren. Da muss ich auswählen, was ich rezensiere. Und ich arbeite mit Büchern. Weiß ein bisschen was von der Arbeit daran.
Da ich ein Mensch bin, der sich nicht gern zu lange mit Negativem aufhält, bzw. das Negative nicht in den Vordergrund rücken will, ergibt es sich von allein, dass ich nur Bücher rezensiere, die mir gefallen.
Obwohl die Anzahl derer, die mir NICHT gefallen, wesentlich größer ist …
Immer wieder mache ich die Erfahrung, dass ich damit in einen Sog gerate, in dem ich eigentlich gar nicht sein möchte.
Heute wird rezensiert, dass sich die Balken biegen.
Aber nicht mehr um des Austauschs willen, sondern aus Marketinggründen.
Bei etablierten Autoren und Verlagen ist es selbstverständlich, dass gute Rezensionen den Verkauf eines Buches fördern können und klarerweise auch sollen. Andererseits hat es sich aber schon oft erwiesen, dass ein Verriss einen noch größerer Kaufanreiz darstellen kann. Da geht es also in erster Linie um Medienpräsenz. Darum, in aller Munde zu sein. Egal wie.
Doch wie wir alle wissen, gibt es ja eine ganz neue Szene. Die sogenannten Indie-Autoren. Und dort geht es nicht um „aller Munde“, nicht um neutrale Leser, die angereizt werden sollen, sondern um die Dunstkreise der Autoren.
Und unter diesen wurde eine eigene Rezensionsform geschaffen: Die Gefälligkeitsrezension.
Wie du mir, so ich dir.
Das Verhängnis bei diesen Rezensionen ist genau das gleiche, wie bei den Büchern selbst. Werden von einem Autor die Fehler seines Manuskriptes nicht erkannt und selbstbewusst ein Buch damit und daraus veröffentlicht, so habe ich die Erfahrung gemacht, dass der Rezensent dieses einfach auf diesem Niveau übernimmt. Kritik ist nicht gefragt.
Und oft auch gar nicht möglich. Einerseits weil der sprachliche Ausdrucksrahmen fehlt, den Eindruck eines Buches konstruktiv zu kritisieren, andererseits natürlich, weil dies nicht dem Sinn des Anliegens entspräche. Und die Retourkutsche das eigene Werk in den Schlamm fahren könnte.
Aber ein höchst faszinierender Aspekt war für mich dennoch, als ich erkennen musste, dass Rezensenten diese Bücher oft gar nicht gelesen haben! Oder nur Teile davon.
Aber auch das ist ja nicht nötig, Hauptsache, sie haben ihren Netzwerkdienst geleistet.
Als Kritiker eines solchen Buches wird man sofort als Nestbeschmutzer angesehen. Die Lobby des Autors und seines Dunstkreises kehrt augenblicklich alles ins Gegenteil und stampft die Rezension, wie natürlich auch ein mögliches Buch des Rezensenten in Grund und Boden.
Mich fasziniert es immer wieder, wie unsere Gesellschaft heute tickt. Und selbstverständlich deshalb auch die Schreiblandschaft. Niemand ist mehr interessiert daran, sich weiterzuentwickeln. Wofür konstruktive Kritik unbedingt erforderlich ist. Nein, es wird sofort dem Anderen der Schwarze Peter zugespielt und wir tanzen weiter auf dem Vulkan der Eitelkeit und der daraus resultierenden Unantastbarkeit.
An seinem Rand wahrscheinlich auch ich … 
Aber mit Gefälligkeitsrezensionen habe ich nichts am Hut! Da täte mir leid um die Zeit, die ich dafür aufwenden müsste. Und über ein Buch, das ich weglegen musste, weil es so langweilig war, dass ich nicht weiterlesen wollte oder gar, weil die Fehler meine Augen beleidigten, werde ich nie und nimmer öffentlich etwas schreiben, auch wenn es aus meinem Bekanntenkreis kommt.
In diesem Fall würde ich still und leise versuchen, im direkten Kontakt auf die Mängel hinzuweisen. Wenn möglich. Wenn der Autor das zulässt. Mein Freundschaftsdienst bestünde in diesem Fall in KEINER Rezension.
Wenn ich eine Rezension schreibe, dann tue ich meine persönliche Meinung kund, dazu will und muss ich stehen können. Ich tausche mich gerne darüber aus, aber es ist niemals eine Kaufaufforderung! Das möchte ich aus aktuellen Gründen hier unbedingt vermerken!
Ach ja, und selbstverständlich: Auch umgekehrt ist das so. Ich lege ebenfalls für meine Bücher keinen Wert auf Gefälligkeitsrezensionen! Und freue mich darüber, wenn mir jemand Kritik persönlich zukommen lässt. Ich vertrage sie und hinterfrage meine Texte IMMER danach!

Regen fällt
Sonne scheint
Es steigt ein
Regenbogen
In den Himmel
Blätter tropfen
Wege glänzen
Es steigt ein
Regenbogen
In den Himmel
Wolken tanzen
Winde streicheln
Es steigt ein
Regenbogen
In den Himmel
Ich geh‘ spazieren
Und dabei steige ich
Auf dem Regenbogen
In den Himmel
© evelyne w.
Dementia-Poetry aus meinem Buch In der Umarmung des Vergessens – Dementielles