… von dem ausblick, die auslöser für mein gedicht waren …
© evelyne w.
ich weiß
was eine kirche ist
dieser turm
den ich dir baue
in laue abendlüfte
aus stille und aus glück
und dann der glockenklang
aus vogelsang
aus herzgeflüster
aus wahrheit wie nur
du sie gibst
im gefühl
erkennen
ER
fassen
der größe
deines seins
und
meines …
© evelyne w.
küsse purzeln aus meinen augen
fallen auf deinen mund
gleiten deinen hals hinab
verteilen sich auf deiner brust
versinken in deinem bauch
und …
ich schließe die lidvorhänge
und küsse
unter ausschluss der öffentlichkeit
weiter
© evelyne w.
still liegt der see
meiner liebe
meine worte verhallten ohne echo
in den schluchten des lebens
die gipfel meiner lust verglühen
in der sinkenden abendsonne
das glück schweigt
doch warm ist die quelle die
die stille flutet
© evelyne w.
du
ich bin heut so …
die nacht ist schwarz
meine gedanken
dunkelgrün
der dschungel schläft.
dunkelgrün
im mitternachtsblau
rotglühender sonnenaufgang
violetter sonnenuntergang
rote mittagshitze
schattiger gastgarten
duftender abendspaziergang
wolkiger nachthimmel
gezählter sternenglanz
der tiger in freier wildbahn
giftgrün.
der dschungel schläft.
du!
ich bin heut so …
© evelyne w.
Und hier der Klappentext zu meinem neuen Lieblingsbuch 
Evelyne Weissenbach
Und steigt der Eros aus dem Weinberg
Erotisches(+)Burgenland
ab 15.5.2013 im hs-LiteraturverlaG
Nun, dann wollen wir doch auch ein bisschen in das neue Buch hineinschauen.
Hier die Seite 5 und das Gedicht, das ihm den Namen gab:

Text © evelyne w.
Bild © Heinz Spicka
es ist der tag
der das glück
in seinem lichte
hält
ihm buntheit
in den blick
des lächelns legt
es ist die nacht
die ihren traum
in das
erwachen streut
und glück
dem tag in
seine wiege legt
© evelyne w.
ich ziehe meine wolkenschuhe an
und laufe über den himmel
steppe damit auf eisbergen
ein heißes schubidu
ziehe die samthandschuhe an
und fass mich bei den händen
tanz‘ ringelreihen um dein herz
schubidududu
zuletzt setze ich die brille auf
aus sonne und ich strahle
in dein buntes augentreiben
schubidudu dideldidei
© evelyne w.
zuerst war ich ein wenig bestürzt. als du mich in die mitte der tanzfläche zogst, einen schritt von mir zurücktratest und mich den augen aller so ganz allein preisgabst. dein blick fixiert am horizont hinter der rose in meinem haar. und deine starken arme fest an die hosennaht gesenkt. doch dann brandete applaus auf. unter dem ansteigenden stakkato deiner tritte bebte der boden. ein heißes schnauben drängte mir sand in die augen. mit einem einzigen ruck schwangst meine röcke du, warfst meine beine dieser ungezähmten kraft entgegen. locktest die wut der gier auf meine spur, mich zu ergeben dem strom des blutes.
© evelyne w.