Leben braucht Mut

Wir glauben oft, der Menge zu folgen ist das Leben.
Aber nein, das Leben finden wir auf unbegangenen Wegen.
Dort wo nicht viele gehen, ist auch nichts zertrampelt.
Wir atmen den Wind
und lassen uns nicht die Darmwinde der anderen
als warmen Lufthauch verkaufen.
Wir hören den Gesang der Vögel
nicht den Lobgesang der Menge an ihre Populisten.
Wir spüren den Boden unter unseren Schritten, lassen uns von ihm erden
anstatt im Stechschritts des Zeitgeistes über Tote zu marschieren.

Leben braucht Mut.
Dem eigenen Weg zu folgen und nicht den Wegweisern der Macht.

 

 

 

echtheit vs. realität

 

in den kulissen der gegenwart tummeln sich die puppenspieler an den fäden der sogenannten realität. an einem bändel hängt ein neuer hintern. an einem anderen ein song, der nichts von seinem interpreten weiß. auf der bühne drängen sich worte die ihren zweck im wort verpuffen. pressen sich an ein ohr das sprache nur vom hörensagen kennt. ein inhalt sucht verzweifelt einen mund. offene hände blieben bei der maniküre. der boden unter den füßen wird ausgerollt als roter teppich für das hochverehrte publikum.

© evelyne w.