lintschis filosofium

oder – die wichtigkeit des seins

Der Hauch der Weihnacht

 
So ganz ohne gehts halt auch nicht und deshalb habe ich nun doch einen alten Text zu diesem neuen Bild von meinem Mann eingesprochen

 

der hauch der weihnacht

 

 

Mein Weihnachtstexte-Dorf

 
In den Häuschen sind Textrollen und wird an jedem Tag eine entrollt.
An manchen Tagen lese ich die Texte auch vor.
Es sind halt leider alles alte Texte, aber ich werde mich freuen, wenn ihr trotzdem dabei seid!
Ich wünsche eine besinnliche und gemütliche Adventzeit!
 
dorf1_515

 

Weihnachtslesungspodcast

 
Liebe Freunde!

Wie schon voriges Jahr, fällt in diesem Jahr die Lintschi-Weihnachtslesung ebenfalls aus.
Auch heuer werde ich keinen Weihnachtslesungspodcast betreiben.
Die Ereignisse der letzten Monate lassen in mir einfach keine Weihnachtsstimmung aufkommen. Und das Umfeld, das ich erlebe, wenn ich aus dem Haus gehe, trägt auch nicht dazu bei, mir dabei behilflich zu sein, mich in Stimmung dafür zu bringen.
Dieses furchtbar hysterische Getue geht mir ja schon seit Jahren auf den Keks, wie aufmerksame Begleiter wissen, aber heuer bekommt es zusätzlich einen höchst bitteren Geschmack des puren Hohns.

Dieser Überfluss der Unnötigkeiten, der zelebriert wird und Unmengen an Geld verschlingt, das derzeit tatsächlich wesentlich sinnvoller und weihnachtsentsprechender angelegt werden könnte.
Diese Weihnachts- und Christkindlmärkte an jeder Ecke – etwas das an sich schon vollkommen anachronistisch ist und mit Weihnachten absolut nichts zu tun hat – mit ihrem Kitschgeblühe, Alkoholgepöble und X-Mas-Rock-Gedröhne.
Die Vergeudung der elektrischen Energie für schauerliches Lichtergeschrei, wo gerade die Einsparung im Energiebereich von vielseitigster Effizienz und deshalb höchst angebracht wäre.
Der religiöse Hintergrund, der einerseits den meisten Leuten gar nicht mehr geläufig ist, aber andererseits genau von diesen eingefordert wird, indem sie auf Werte pochen, deren Ursprung sie gar nicht kennen und selber schon seit Jahrzehnten nicht danach leben.
Eine Forderung, die verschärfend und äußerst verhängnisvoll dafür verwendet wird, Religionen, die man noch weniger kennt, einfach abzulehnen und Menschen pauschalen Vorurteilen und enormer Hetze auszusetzen.

Ich gehe da nicht mit.
Ich will mich dieser Scheinheiligkeit nicht nur nicht anschließen, sondern ich möchte auch keine Texte liefern, die den falschen Leuten die Möglichkeit geben könnten, sich in Heuchelei und Selbstlüge einzugaukeln.

Ich habe jahrzehntelang versucht aufzuzeigen, was Weihnachtsfrieden ist und wie wir ihn erreichen können. Wie wir ihn in die Welt tragen können.
Und muss nun mitansehen, dass ich in der Epoche meines Lebens angelangt bin, wo viel mehr Hass in die Welt getragen wird, als Liebe.
Da gibt es diesen Rückzug in mich und Erreichung meines persönlichen Friedens, auf Art und Weise des Schreibens davon, nicht mehr. Es wäre Verdrängung des Leids, das ich rund um mich in diesen letzten Monaten erkennen muss.

Ich brauche meine Kraft, um bei mir bleiben und dadurch versuchen zu können, dieses Leid zu lindern. Und dabei helfen mir weder anklagende, noch scheinschöne Texte etwas.

Ich bitte um Verständnis und wünsche euch einen besinnlichen Advent,
der von Menschenliebe getragen ist.
Und wie immer – Alles Liebe!

Eure Lintschi

advent

 

Meine neue Homepage

Ich habe mir eine neue Homepage gebastelt.
Auf der alten war so vieles schon nur mehr ein Fleckerlteppich.

Ich würde mich sehr freuen, wenn mir jemand Feedback gibt 😉
Danke im voraus!

www.evelyne-weissenbach.at

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Da gher i hin!

Da bin i zwar net her, aber DA GHER I HIN!
Goldener Okotober im Burgenland

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HIER Fotos größer anschauen

Fremde Nähe

 
Die Musikerin Mirjam Mikacs lud Autorinnen des Burgenlandes ein, für ihre neue CD  „Fremde Nähe – Stimmen zu Grenzen, Flucht und Krieg“ Texte beizusteuern. Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich an diesem Projekt beteiligt sein darf.
Am 13. Oktober 2016 fand in der NN-Fabrik in Oslip die sehr berührende Präsentation statt.
 
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Hier nun mein Beitragstext:
 
zufluchten

und dann kommt sie.
angst kriecht aus meinen zufluchten. krieg tritt in mein blickfeld. lächeln, wie geht das? zufriedenheit spüre ich als hohn. glück als naivität. freude erfriert an meinem gesicht.

und dann kommen sie.
aus den trümmern ihrer gegenwart. auf den nackten füßen der hoffnung. vorurteile fluten den menschenstrom. im schlamm der unbarmherzigkeit ertrinken ideale.

und dann sind sie da.
in den gehirnen hitzt die angst. die dürftigkeit der not lockt die notdurft der dummheit aus den ärschen des volkes. die unsicherheit bricht zacken aus der krone der menschlichkeit. wellen der unwissenheit stürzen als lüge und hatz über diffuse bedrohlichkeit. abwehr bläst zum angriff des pöbels. der überfluss regiert den wert.
mensch, wohin trägt dich die gier?

und dann sind sie da.
menschen erkennen menschen. nachbarn treten aus ihren schatten. springen über die zäune der feigheit in die pferche der ignoranz. reißen der oberflächlichkeit die masken vom gesicht. lichterketten zeigen den weg in eine kriegslose zukunft. schulter an schulter pflückt sich die blume der zuversicht leichter. hände öffnen sich zum geben. umarmungen legen sich um zitterndes erwachen. belohnung fällt aus augen. glück fällt aus gemeinsamkeit. angst kehrt sich zum mut.

und dann ist sie da.
leben ist entscheidung. nur dinge haben zwei seiten. eine lebenseinstellung ist kein ding. ich weiß mich zu entscheiden.

und dann bist du da.
du lächelst. wie geht’s? fragst du. und ich denke: mir geht es gut. aber wie geht es wohl dir? denn du kannst es mir nicht sagen. dein deutsch ist noch nicht gut genug dafür. doch du lächelst. mir freude ins gesicht.

 
© evelyne w.

lintschi liest

 

herbstahnung

herbstahnung
 
der herbst trägt
noch ein sommerkleid

grün schwingt es in den reben
die trauben schmiegen
ihre wangen an sonnenfinger

zwischen die rieden
knüpft die malve
ihre teppiche

nur leicht der wind
doch wühlt im see
er hoch den schlamm

weht seine würze
über die hänge

der frühe abend
legt sich als ahnung
auf das land

 

© evelyne w.

 

Kleinkunstmix vom Feinsten

 
Hab wieder mitmachen dürfen bei der Offenen Bühne Burgenland.
20. August 2016 beim KUKULA Lackenbach.
Und es war ein total geiler Abend 🙂

kukula

 

schmerznah

 
will nah mir sein
mich spüren
ertragen

mich bewegen
ohne angst

vom schmerz mir
nicht die freiheit
engen lassen

jahrzehntelange
starre aufzubrechen
kann sehr weh tun

doch
die belohnung ist

leben.

 

© evelyne w.

 

new wave

 
auf der welle meines lebens
liege ich

manchmal ganz hoch oben
greife nach der sonne
und trinke die gischt der freude

manchmal ganz tief unten
umspült vom schlamm des grundes
und trinke vom vertrauen in den sog

der mich nach oben ziehen wird

 

© evelyne w.

 

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