lintschis filosofium

oder – die wichtigkeit des seins

Fotos, Fotos, Fotos

von den ersten Lesungen der Lesefrühling-Tour

18.3.2018 im Hallenbad Neusiedllesung hallenbad

 

23.3.2018 im Weinkulturhaus Gols anlässlich Gols.Ist.Buntlesung gols

 

30.3.2018 im Cafe Schopenhauer in Wien 18lesung schopenhauer

 

Frühlingserwachen

 

mit Lesefrühling!
Hach, wie freue ich mich doch darauf!

lesefrühling termine

 

 

Gespräch unter Freundinnen VI

Eigentlich dachte ich bisher, mein Freundeskreis sei doch mit mir eher gleichdenkend, was menschliche Belange angeht. Und ich hab das auch richtig gefunden, dass sich in meinem direkten Umfeld keine menschenverachtenden Leute befanden. Es gehörte für mich zu meiner Authentizität. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass ich Menschen „mögen“ könnte, die das blau/braune Gedankengut vertreten. Ich gehe viel vom Spüren aus und die Leute, die ich kenne, die sich dieser Richtung verschrieben haben, spüren sich ja auch tatsächlich ganz anders an, als meine Freunde und engen Bekannten.

Es gibt zwei, drei Männer von Freundinnen, die dem Sozialstaat skeptisch gegenüberstehen und auch schon manchmal in Diskussionen ziemlich unreflektiert darüber aushauen. Aber alles was ich dazu dachte war, dass ICH so einen Mann wohl nicht aushalten würde, aber meine Freundinnen waren davon nicht nicht betroffen und meine Freundschaft sowieso nicht.

In den letzten Tagen wurde ich zweimal überrascht. Sehr gute Freundinnen von mir outeten sich als Basti-Fans und dadurch natürlich auch als seine Wählerinnen. Ich verstand die Welt nicht mehr.

Und immer, wenn ich etwas nicht verstehe, und es mir überdies enormes Unbehagen bereitet … schreibe ich. Ich muss meine Gedanken sortieren, muss überprüfen, wo ICH vielleicht etwas (an Basti) übersehen habe.
Erfreulicherweise geht’s wenigstens nicht um den Bumsti. Also natürlich dann in weiterer Folge auch, aber den und die FPÖ mag wirklich in meinem engen Umfeld niemand. Nicht einmal die oben erwähnten Männer.

Diese beiden Freundinnen leben in sehr angenehmen Verhältnissen. Eine ist Pensionistin, und hat einen sehr begüterten Lebenspartner, die andere ist Teilzeitsekretärin mit Kindern, die vom Sozialsystem einige Förderungen erfahren. Sie leben in eigenen Häusern, haben mehrere Autos, es gibt schöne Urlaube …

Natürlich fragte ich nach Argumenten. Und es kristallisierte sich ein eigenartiges Phänomen heraus.
 
Es muss etwas verändert werden!
 
Aha. Und was?
Ich interessiere mich nicht für Politik, aber so geht’s nicht weiter.
Ja, aber was? Dir geht’s doch gut.
Mir schon, aber es gibt sehr viele Leute, denen es nicht so gut geht.
Und für die muss sich was verändern?
Ja.
Und was wird der Basti tun, dass es denen besser geht?
Er wird das System verändern.
Aber wir haben ein gutes System, ein demokratisches, ein Sozialsystem … also für Leute, die Unterstützung brauchen.
Ja, das wird er ja auch nicht verändern.
Also was wird er verändern?
Die Politik halt. Ich interessiere mich ja nicht dafür, aber da muss einiges verändert werden.
Und der Kern hätt das nicht gemacht?
Nein, der hätte nur wieder Unsummen für irgendwelche Sozialleistungen oder Förderungen an irgendwelche Leute ausgegeben.
Und das ist nicht sozial?
Schon, aber so geht’s nicht weiter. Das können wir uns nicht leisten. Es müssen die gefördert werden, die der Wirtschaft etwas bringen, nicht die, die sie was kosten.
Dafür braucht man doch kein Sozialsystem. Das wird immer kosten.
Schon. Aber es muss verändert werden.
Er hat Arbeitsplätze gefördert. Basti hat die Förderung zurückgenommen.
Weil wir sie uns nicht leisten können.
Wer genau jetzt nicht? Du? Ich?
Der Staat! Der geht so bankrott.
Was soll also gefördert werden?
No ja, das was der Staat braucht.
Also nicht die sozialen Belange, nicht die Kultur und Bildung.
O ja natürlich, das braucht der Staat ja auch.
Aber die will er doch kürzen.
Nein, die nicht.
Aber er hat ja schon begonnen.
Na, jetzt lass ihn doch einmal arbeiten.
Aber er kürzt bereits die Sozialleistungen. Er setzt eine große Gruppe unserer Bevölkerung größerer Armut aus.
Das gilt ja nur für die Ausländer.
Wie bitte? Seit wann bist du gegen Ausländer?
Natürlich bin ich nicht gegen Ausländer, aber so geht das auch nicht, dass wir alles für irgendwelche Leute zahlen, wir haben selber genug Arme.
Ja, aber denen nimmt er ja jetzt was weg.
Ich kenn mich da nicht so aus, aber es muss einfach was verändert werden. Lass ihn doch arbeiten.
Und da darf es Bauernopfer geben?
Nein, natürlich nicht. Aber allen kann man eben nicht helfen.
Wem wird aber jetzt geholfen?
Na, dem Staat.
Aha, und wer ist der Staat?
Na wir.
Und wie wird dir jetzt geholfen?
Mir braucht keiner helfen. Ich bin davon ja nicht betroffen.
Also weshalb bist du dann dafür?
Weil etwas verändert werden muss.

 

Fazit: Wahlwerbung offensichtlich geglückt …

 

Vorherdenker statt Vordenker gesucht

Oft werde ich gefragt, warum ich mich „politisch“ so exponiere, da ichs doch eigentlich mit Politik gar nicht habe. Mich an sich nicht dafür interessiere. Also auch gar nicht mitreden könnte.

Nun, das ist leicht gesagt.

Ich richte mich nicht daran aus, was die Politiker so von sich geben. Was sie versprechen und dann halten oder nicht.
Ich richte mich danach aus, WIE sie es sagen. Welche Haltung sie Menschen gegenüber einnehmen, welche Sprache sie sprechen und nehme auch das Gesamtbild ihrer Erscheinungen her, also nicht Aussehen, sondern Körperhaltung, Gestik, Mimik. Aber das erst an letzter Stelle. Erst wenn es darum geht, ob ich ihnen ihre Aussagen bezüglich Menschenbehandlung abnehme oder nicht.
Denn es haben ja auch schon welche mit Kreide in der Stimme gesprochen.

Aber bei uns ist das gar nicht mehr nötig. Hier wird alles ausgesprochen. Die ganze furchtbare Menschenverachtung, der Hass auf Andersdenkende, Andershandelnde, AndersLEBENDE.

Und es wird in der Sprache ausgesprochen, die bei den Leuten mit der – wie es mein Mann ausdrückt – schlanken Intelligenz ankommt. Nämlich mit kleinem, aber reißerischem Wortschatz. Mit einem Deutsch, das gar nicht mehr Deutsch ist, sondern sich halt dem Bildungsniveau einer gewünschten Wählerschaft angleicht, von denen „verstanden“ wird. Einer Wählerschaft, die sich bisher nicht vertreten fand, weil sich Politiker oft in einer Sprache ausgedrückt haben, die ein Mindestmaß an Bildung erforderte. Oder tatsächlich Politisches von sich gaben.
Die Demaskierung, die dadurch auftritt, ist für mich klar ersichtlich, und daran richte ich mich aus. Mehr brauchts gar nicht.
Ich weiß genau, wem ich mich anschließen will und wem nicht.

Leuten, die Anderen etwas wegnehmen wollen, egal ob den „eigenen Leuten“ oder Fremden, die Andere ausgrenzen wollen, sie pauschal abstempeln und vorverurteilen, die zur Verfolgung von Menschengruppen aufrufen. Die natürlich auch von den entsprechenden Politikern repräsentiert werden.
Oder Menschen, die Frieden und Zusammenhalt im Auge behalten, oder zumindest ihren Wunsch dazu ausdrücken, die übergeordnete Zusammenhänge erkennen können, die etwas für Bildung und Kultur übrig haben, wozu auch die Sprachkultur gehört.
Somit auch nicht Politikern, die uns auf der ganzen Welt als unterbelichtete, blöd vor sich hin brabbelnde Wesen dastehen lassen, die keine Ahnung haben, was sie denn so eigentlich von sich geben. Das im Nachhinein erst kompliziert aufklären müssen, und es doch gar nicht können, weil es eben niemals unbeabsichtigt ist.
Die sind nämlich keineswegs naiv und ungebildet, sondern sie wollen nur diese Klientel erreichen, die keine andere Sprache annimmt. Weil sie nur mit denen stark werden können.

Ich möchte mich Menschen anschließen, mit denen ich mich weiterentwickeln kann, die dafür etwas vorgeben, auch wenn nicht alles für mich zutreffen muss. Etwas das sich lohnt, es weiter zu entwickeln. Neid lohnt sich nicht! Hass lohnt sich nicht! Die bringen keine Entwicklung, sondern Rückschritt. Rückschritt, von dem man aus der Geschichte erfahren könnte, wohin er führt, wenn man ein Mindestmaß an Bildung in sein Leben einbindet und sich aufmerksam umsieht. Diskutiert, statt streitet.
Aber für Diskussion braucht man Menschen, die ein bisschen Sprachkultur haben und nicht einfach nur unsensibel in die Welt grölen.

Nein, solchen Leute möchte ICH mich nicht anschließen, und darum ist es für mich sehr einfach, mich „politisch“ zu exponieren, obwohl ich mich für Politik gar nicht interessiere.

 

Familienweihnachten

 

familienweihnachten

Und nun ist er vorbei, der Hl. Abend. Und wie jedes Jahr habe ich ihn auf höchst angenehme Weise verbracht. Es ist DER Familienabend bei uns. Wir haben ein gutes Verhältnis zueinander, aber wir treffen einander während des Jahres nur selten und wenn, dann meistens nicht alle miteinander, sondern einmal mit denen, einmal mit den anderen.

Deshalb ist der Weihnachtsabend für mich immer etwas ganz Besonderes. Auch diesmal war alles festlich geschmückt, es gab kleine, aber liebevolle Geschenke und der diesjährige Gastgeber zauberte ein Menü der Sonderklasse. Ein für mich sehr emotionaler Abend!

Und immer wieder dachte ich: wie gut geht es mir doch, wie groß ist doch die Gnade, nicht nur ein kuscheliges Zuhause zu haben, sondern auch meine Familie um mich haben zu können und mit ihnen harmonisch und ohne Not feiern zu können.

Heute sind meine Gedanken dazu nicht ganz so harmonisch. Denn mir fallen all die Buberln ein, die dafür sorgen wollen, dass es Menschen, denen es nicht so gut geht, noch schlechter gehen wird. Nicht mir wird es vermutlich schlechter gehen, sondern Menschen, die erst gar nicht in den Dunstkreis dieser Gnade kommen, die keine Familie um sich scharen können und für die das Notwendigste schon hinter einer unüberbrückbaren Hürde liegt.

Mir fällt meine Lesung bei der Pannonischen Tafel ein und wie dort fieberhaft daran gearbeitet wird, abzumildern, was die Politik mit ihrem Machtgehabe und die Gesellschaft in ihrer Genusssucht anrichtetn

Leute, die dafür sind, dass man Anderen etwas wegnimmt, ohne daraus überhaupt nur selber einen Vorteil ziehen zu können. Ich meine, es ist auch nicht sehr menschlich für mich, anderen etwas wegzunehmen, dass es einem selber besser geht. Aber es überhaupt einzig deshalb zu tun, um Anderen zu schaden, das ist so grindig, dass ich keine Worte dafür finde. Wie nieder eine Gesinnung sein und wie sie sich wie eine Seuche ausbreiten kann.

Und es beschert mir immenses Unbehagen. Denn die Politiker handeln im Auftrag des „Volkes“. Es sind meine Mitbürger und auch Nachbarn, die sie und dieses System der Unmenschlichkeit gewählt haben. Sie sind rund um mich und grinsen hinter ihren Weihnachtsmannbärten mit hämischen Fratzen.
Ich denke an die Verschwendungsparade in der Vorweihnachtszeit, an diese Unmengen von Energie, die vergeudet wurden, an die Berge von Lebensmitteln, Verpackungen und wohl auch unsinnigen Geschenken, die heute die Mistkübel übergehen lassen.

Und denke daran, dass mir jemand einreden will, wir leben in einem so armen Land, das Menschen ausgrenzen muss, sie zur Not verdammen muss, sie zu Bettlern und Hassgestalten machen muss.

An all jene, die heute ihren Kater pflegen und mit der abgenagten Ganslkeule drohend herumfuchteln und mundfäulige Sprüche loslassen über „christliche Werte“, Heimatschutz, Traditionsbewahrung, oder solchen Schmarrn.

Nein, abgesehen davon, dass das keine christlichen Werte sind – Jesus wollte ganz was anderes von uns – das sind keine Traditionen, die ich bewahrt haben möchte! Und Heimatschutz betreibt man auf diese Art auch nicht. Denn genau so wird unsere Heimat untergehen!

Deshalb meine Weihnachtsbitte an euch: Verwendet euer Hirn zum Denken, euer Herz zum Fühlen und die Weihnacht dafür, um Einkehr zu halten und Umkehr einzuleiten.

Zu menschlichen Werten, zur Pflege unserer schönen Heimat und zur Linderung der Not Anderer. Denn nur das wird auch unsere eigene Not verhindern, niemals vergrößern!

Frohe Weihnachten!

 

 

Luiselige Weihnachten

wünsche ich euch allen!
Möge es bei euch doch überall so zugehen wie bei meinem Luiserl!
Habts es schön, lassts es euch gut schmecken und seid lieb zueinander!

Und wenn ihr wissen wollt, warum „luiselig“, dann könnt ihr das hier erfahren  

video weihnachtslesung

 

Lesungen im Advent

 

weihnachtslesungen termine

 

Luise Pimpernell – Fernsehstar

 

„Burgenland heute“ 18.11.2017

burgenland heute

 

Aller guten Dinge sind drei

Buchpräsentation im Kloster Frauenkirchen

fotos frauenkirchen

 

Und das war

die Buchpräsentation von Tod eines Surfers im Schloss Esterhazy.

Es war einfach umwerfend, welch herzlicher Empfang meiner Luise und mir dort bereitet wurde. Danke!

 

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