vernebelt

nebelsonne

 

der nebel
weht seine fahnen
über das land

breitet sie
über kahle reben

mein schritt gedämpft
auch das gekrächz der krähen
wie ferne sinfonien

manchmal blinzelt
die sonne bleich
erhellt das grau
zu mattem weiß

ich trinke
die milch der lüfte

lächelnd begrüße ich die schemen
die meinen weg nach hause
säumen

 

vernebelt

 

Sündenböcke gefunden

Wieder ist es so weit, dass ich auf meine Senftube drücken muss, auch wenn ich weiß, dass das sinnlos wie ein Kropf ist. Aber sonst krieg ich einen ebensolchen. Und das ist auch nicht Sinn der Sache.

Im Augenblick regt mich nämlich am meisten die Sündenbockmentalität meiner Mitmenschen auf.
Es sind angeblich die Leute schuld, dass wir einen Lockdown haben. Weil sich alle nicht halten …
Erstens halten sich nicht „alle“ nicht an die Maßnahmen und zweitens sind die Maßnahmen einfach falsch.
Beziehungsweise ist die Richtung falsch, aus der sie angesetzt werden.

Wir müssen lernen, MIT dem Virus zu leben. Lernen, so damit umzugehen, dass wir den größtmöglichen Schutz für unser Leben erreichen.
Wenn man die Situation von dieser Richtung andenkt, hätten sich andere Maßnahmen ergeben, die aber mit Sicherheit wesentlich effizienter gegriffen hätten.

Von der Führung meines Staates hätte ich mir gewünscht, dass sie mich auf den Umgang vorbereitet und vor den Folgen schützt, so gut es möglich ist. Doch unsere Regierung gaukelt uns vor, dass wir uns nur an die Maßnahmen zu halten haben und dann wird das Virus irgendwann im Kanal versinken und wir können unser Leben wieder aufnehmen wie vorher.
Und wenn wir das nicht tun, dann du, du, du, dann werden wir zur Strafe in die Ecke geschickt. Dann kommt nämlich der böse Lockdown und wenn wir dann noch nicht brav genug sind, müssen wir auf Holzscheiteln knien, die aus Spitalsbettenknappheit bestehen.
Doch – Es wird nie wieder sein wie vorher. Wer das glaubt, ist ein hoffnungsloser Träumer.

Wie wir leicht erkennen können, hat unsere Regierung also einen anderen Weg eingeschlagen. Und dass dies die halbe Welt ebenso tut, macht es um keinen Deut besser. Es war noch nie etwas richtig und wahr, weil viele Menschen es getan oder gefordert haben. Da braucht man nur ein paar Jahrzehnterln zurückdenken. Aber auch die Gegenwart gibt genügend Beispiel dafür her.

Unsere regierenden Politiker agieren mit Angstmache, Verboten und Strafenmaßnahmen. Und sie geben die Verantwortung an die Getreuen weiter. Nämlich an jene, die leider nicht mit der ganzen ihnen an sich zur Verfügung stehenden Gehirnmasse denken können. Denn ehrlich, sonst hätten sie sie wohl auch gar nicht gewählt, denn Inhalte hatten sie keine in ihren Wahlkampf eingebunden, nur Parolen.

Bevor wieder jemand schimpft, wie ich denn die Leute als dumm bezeichnen kann (das dürfen nämlich nur die Schuldzuweiser), für die möchte ich aus einem früheren Post von mir zitieren:

Wer sind sie?


Von all diesen Leuten wird nun plötzlich Selbstverantwortung und Fürsorge für die Anderen und die Umwelt verlangt. Und ich sehe es so, dass dieses Ansinnen nur von Realitätsverweigerern kommen kann.
Das heißt, es hätten Maßnahmen getroffen werden müssen, die dieser Masse den Einfluss nimmt.
Das wurde nicht getan und nun werden die armen Schweine als Sündenböcke an den Pranger gestellt und nicht diejenigen zur Verantwortung gezogen, die das auch tatsächlich zu verantworten haben. Das finde ich sowas von letztklassig, dass mir eben besagter Kropf ins Wachsen kam.

Abschließend möchte ich noch etwas anmerken:
Wir haben wochenlange Maskenpflicht hinter uns, 2 Wochen Ausgangsbeschränkung, Gastronomie und Kulturverbote, auch Besuchsverbote, und was weiß ich nicht alles, und die Zahlen gehen durch den Plafond, dass man gar nicht so schnell schauen kann. Und das sollen wirklich die paar Leut sein, die sich nicht an die Maßnahmen halten? Selbst wenn es ein Prozentsatz von 10 % sein sollte …
Leider muss ich nämlich auch noch darauf hinweisen, dass die Leut, die sich zu Tausenden in der vergangenen Woche zu einer Möbelmarkt-Eröffnung drängten, glauben, dass sie sich an die Maßnahmen halten!
Weil sie sich ja in der erlaubten Zeit bewegten, außerdem eh ein Fetzerl umbanden (das halt leider keinerlei Nutzen hat, weil es keine Schutzmaske ist, aber so von der Regierung verlangt wird) und weil sie ja eh permanent auf die anderen schimpfen, die diese nicht tragen.

Und die Zahlen sind von dieser Großveranstaltung noch nicht betroffen! Also da ist schon vorher was schiefgelaufen!

 

Unfähigkeit, die uns ins Verderben führt

Immer wieder trifft man Entscheidungen und widerruft sie dann doch. Bei mir ist es die, dass ich zum Thema A nichts mehr schreiben wollte.
Doch wenn jetzt schon, dann wird es naturgemäß ein bissl länger …

Aber es trifft mich hart, zu lesen, wieviele meiner Freunde in den letzten Tagen „gekippt“ sind. Menschen, die bisher dem, was mit uns geschieht reflektierend und kritisch gegenüber gestanden sind. Die erkannt haben, dass etwas faul läuft im Staate Österreich und dass eine gefährliche Krankheit dafür verwendet wird, uns Sand in die Augen zu streuen. Sand in die Augen zu streuen darüber, dass die Unfähigkeit regiert und uns ins Verderben führt, nicht die Krankheit an sich.
Auf einmal gibt es keinerlei andere Perspektiven mehr, als das, was uns an Maßnahmen umgehängt wird. Fast alle sind dafür. Und wie gesagt, es trifft mich hart, dass dies auch auf Leute zutrifft, die ich in ihrer Denkfähigkeit bisher wesentlich höher eingeschätzt hatte und ich mich ihnen viel näher gefühlt hatte.

Da ich nun immer wieder auf die gleiche Argumentation treffe, nämlich „ja, sie müssen ja etwas tun und in ganz Europa machen sie es ebenso“ oder mir gesagt wird, „dagegen zu sein, ist zu wenig, hast du denn andere Vorschläge, wie man es anders machen könnte“, will ich darauf antworten mit:
Ja, ich habe andere Vorschläge. Hatte sie von Anfang an und werde mich davon auch nicht abbringen lassen, weil Viele etwas anderes sagen. Nicht das, was Viele sagen oder tun, ist die Wahrheit, oder gut und richtig, im Gegenteil. Und wer das nicht glaubt, der denke doch wirklich einmal ein paar Jährchen zurück, wieviele Leut da mir erhobener Hand herumgestanden sind und es war nicht die Wahrheit und Richtigkeit, die sie damit in die Welt gebracht haben.

Meine Denkweise kommt IMMER aus der Ecke der Menschlichkeit und des Miteinander, der Unterstützung und Hilfeleistung. Und da ist es selbstverständlich auch nicht möglich, die einen zugunsten der anderen zu opfern. Und diese Richtung kann bei mir nicht ausgehebelt werden, nur weil sich ein unbedarfter Bub an unserer Gemeinschaft ausprobiert.

Zuallererst hätte statt auf Angst- und Panikmache, auf richtige (!) Information und Prävention gesetzt werden müssen. Diese hätten mit der gleichen Vehemenz unter die Leute gebracht werden müssen, wie es mit Angst und Hetze passiert ist.
Angst zu machen ist die menschenverachtendste Handlung überhaupt.

Es hätte auf Unterstützung aufgebaut werden müssen und nicht auf Verbote. Dann hätten die Leute sich und ihre Problem ernst genommen gefühlt. Und wären nicht aufgrund dessen, dass ihnen von den Politikern noch dazu anderes vor Augen geführt wurde, was sie selber verlangten, in trotzige Opposition verfallen.

Es ist so, die Depperten sind zu jeder Zeit deppert, aber hier haben wir es mit einer großen Menge an Menschen zu tun, die einfach Angst haben un diese hätte man abholen und auf den richtigen Weg bringen müssen. Denn auch die, die man nun so gerne als Verleugner bezeichnet, tun dies doch nur aus Angst.
Verleugnung und Verdrängung ist ein höchst bekannter Faktor bei ängstlichen Menschen. Auch Partner, die betrogen werden, sehen das einfach oft nicht, weil sie es aus Angst vor dem Verlassenwerden nicht sehen wollen! Und viele der Ängstlichen wollen diese Gefahr nun auch nicht sehen und man treibt sie mit angstmachenden Szenarien nur weiter in ihre Verdrängungsmechanismen. Ich als mündiger Bürger wünsche mir von einer Regierung, dass sie mich in Krisenzeiten unterstützt, nicht, dass sie mich noch weiter in Konfusion und Abhängigkeit stürzt.

Und kann mir nun einer auch nur eine einzige unterstützende Maßnahme nennen, die gesetzt wurde?

Wer genau hinschaut sieht, dass ALLE Maßnahmen in der Öffentlichkeit nur ungenügend umgesetzt werden. Nicht aus mangelnder Eigenverantwortlichkeit, sondern weil die Welt so nicht funktioniert! Weil Eigenverantwortung nicht von anderen Verantwortung fordert! Das führt die Eigenverantwortung doch sofort ad absurdum. Und bringt nichts anderes als das Generieren von Sündenböcken und Vernaderern.
Und weil manche Anordnungen einfach so unlogisch sind, dass sich einem denkenden Menschen die Gehirnwindungen einkräuseln.

All diese Maßnahmen, die Grundrechte aushebeln
und uns der Menschwürde berauben,
oder auch die heißverteidigten Fetzerln,
haben in Europa nichts anderes gebracht,
als dass die Zahlen durch den Plafond krachen.


Also, liebe Leute, da läuft doch etwas in die falsche Richtung! Die Menschen müssen unterstützt werden in solchen Zeiten, nicht geschwächt und gegeneinander aufgebracht!

Ich z.B. kann und würde die Verantwortung für meine Gesundheit niemals in die Hände von Leuten legen, von denen ich weiß, dass der Großteil nicht einmal in der Lage ist, seine Papierln nicht auf der Straße wegzuwerfen.
Wie schon gesagt, die Depperten sind immer deppert und diese konnte man auch mit Verboten und Strafen nicht davon abhalten, die blödesten Sachen zu machen.
Und die, die man mit Angst bei der Stange halten wollte, haben die Weiterverbeitung nicht aufhalten können.

Eine Regierung, die ihre Maßnahmen auf ein solches Bevölkerungsgerüst aufbaut, in dem sie Schutzmaßnahmen für „die anderen“ einfordert, wo man wissen muss, dass ein Teil einfach geistig nicht dafür augerüstet ist, dem zu folgen, ist also schwer naiv oder stark berechnend auf andere Aspekte ausgerichtet.
Die verfügten Maßnahmen gingen locker und tänzelnd am erwünschten Erfolg vorbei.

In einer Gesellschaft, in der sich niemals jemand auch nur einen Deut um Alte, Kranke, Behinderte, Arme oder Armutsgefährdete und Minderheiten geschissen hat – und die auch von den Regierungen immer als Sud der Gesellschaft behandelt wurden – wird nun die Parole ausgegeben, dass wir zum Schutze genau dieser Leute den krausesten Bestimmungen folgen sollen, deren Unlogik noch dazu nicht mehr zu überbieten ist.

Aber wie zu Beginn angekündigt, ich will nicht nur „dagegen“ sein, ich habe sehr wohl andere Vorschläge:

Anordnungen, mit denen Risikogruppen tatsächlich geschützt werden, bzw. sich Risikogruppen selber schützen können, nicht umgekehrt!
Anordnungen , Informationen und Unterstützungen, die es allen Bürgern ermöglichen, Schutz für sich selbst in Anspruch zu nehmen. Nicht auf das Goodwill anderer angewiesen sind.
Dazu gehört z.B. für mich die Subvention von tatsächlich schützenden Masken. Ganz Europa trägt Fetzerln, die gar nichts nützen, denn wenn das Virus das ein anderer abgibt, in die eigene Richtung durchkann, dann kann es mit Sicherheit auch in die Richtung zu den anderen durch!
Dazu gehören für mich sehr wohl Verordnungen, die in öffentlichen Bereichen Abstandhaltung ermöglichen, gehören für mich Schutzvorrichtungen für bestimmte Beschäftigtengruppen.
Gehört für mich eine Begrenzung, bzw. Ausdünnung von Teilnehmern bei Großveranstaltungen.
Es gehören faktenbasierte Informationen und auch der Ansatz der Regierenden für ihre Maßnahmen veröffentlicht. Damit sich nicht jeder irgendetwas zusammenreimen kann oder muss.

Mir geht’s halt so, wenn ich einem Ansinnen folgen kann, die Logik dahinter erkennen kann, dann fällt es mir um einiges leichter, dieses mitzutragen, als einfach unter Strafandrohung zu gehorchen. Noch dazu wenn man miterlebt, dass sich die Anordnenden selber und deren Freunderln nicht daran halten.

Und vor allem gehören Maßnahmen her, die das Gesundheitswesen unterstützen, nicht – es schwächen. Ausbau der Kapazitäten, Einstellung und Schulung von Personal.

Wegsperren und zusperren ist für mich keine Lösung! Selbst wenn die Zahlen (welche auch immer) nun sinken sollten, so steigen sie doch während des Winters mit Sicherheit sofort wieder, wenn der Lockdown gelöst wird. Wie oft soll das so gehen?
Wenn man Angst um die Spitalskapazitäten hat, dann hätte man erstens mit anderen Maßnahmen ein Ansteigen mindern können und zweitens, wie vorher angeführt, dann wäre es doch die richtige Maßnahme, für ausreichende Kapazitäten zu sorgen.
Es war einen ganzen Sommer lang Zeit dafür!

Noch einmal: Ich meine, es ist hoch an der Zeit, sich den Sand aus den Augen zu reiben und zu erkennen, dass die Unfähigkeit regiert und uns ins Verderben führt, nicht die Krankheit an sich.
Bitte lasst euch wenigstens gedanklich nicht mitziehen!

Zum Abschluss persönliche Hinweise, damit sich einige nicht unnötig ereifern:
Ich halte mich an die Vorschriften, weil ich mich in einer Demokratie befinde und mich nicht über die Gemeinschaft stelle. Und NUR aus diesem Grund. Nicht weil mir irgendjemand das Hirn verpicken und mir einreden kann, dass diese richtig sind. Und niemals werdet ihr von mir Aufforderungen hören, dass ihr das oder das machen sollt.

An sich gilt für mich: Ich schütze mich, wo ich nur kann. Ich lebe mein Leben selbstverständlich nicht, wie es vorher war. Und ich hadere nicht damit, weil ich weiß, warum ich es so mache.
Wenn das zu wenig ist, dann gilt der Auspruch Kästners: Leben ist immer lebensgefährlich.

Danke, dass du bis hierher gelesen hast 😇

 

unmöglich

bilder, die sich unter die haut brennen
und dort nie vergehen
sich in träumen herumwälzen
keine worte hervorbringen
und sich dennoch ausdrücken müssen
weil es unmöglich ist sie zu beschreiben

schreie, die bilder mit blut färben
und seen der angst blickdicht machen
die ufer der träume überfluten
und sich über die tage ergießen
weil es unmöglich ist zu verstummen

tränen, deren salz
immer wieder
die offenen wunden der hilflosigkeit vereitert
weil es unmöglich ist sie zu heilen

 

 

Die Ente der Hedi P.

Hab eine – wie ich finde – höchst originelle Geschichte für euch.
Ich hab wieder einen Roman geschrieben. Das an sich ist nicht besonders originell, ich schreib ja dauernd irgendetwas. Aber in dem Roman geht es um ein kleines Mädchen, das nur ein einziges Spielzeug hat, nämlich eine kleine gelbe Plastikente. Die ist auch so ziemlich ihr einziger Kommunikationspartner. Die Geschichte handelt in weiterer Folge davon, welche Art großer Mädchen aus einsamen kleinen Mädchen leider werden können. Es ist wieder ein Krimi …

Ich selber hatte in meinem Leben noch nie eine Plastikente. Bis heute!

Ich habe von meiner Versicherung ein paar Wellnesstage im Hotel Larimar bekommen, ich habe diese Versicherung seit fast 50 Jahren, also da können die schon hin und wieder einmal ein bissl in die Tasche greifen. Und ich nahm die gleich in Anspruch, denn man weiß ja wieder einmal nicht, wie lange man noch verreisen kann 🙁

Als ich dorthin fuhr, haben mir gerade noch ein paar Absätze im letzten Kapitel gefehlt.
Nun tu ich ja nicht fernsehen und wenn ich den ganzen Tag außer schwimmen und lesen nicht viel mache, muss ich ja nicht auch noch des Nächtens lesen. Abgesehen davon, ist das Schreiben für mich ja größtenteils eher Hobby als unangenehme Aufgabe. Also habe ich mein Notebook mitgenommen, das Geschehen beim Schwimmen noch fertig ausgetüftelt und tatsächlich dort den letzten Punkt unter das Manuskript gesetzt.

Als ich zur Rezeption kam, um auszuchecken, bekam ich ein kleines Gastgeschenk zur Erinnerung: Eine süße kleine gelbe Plastikente!
Na, ist das eine Geschichte? Und wenn das kein gutes Omen ist, dann weiß ich nicht …
Ein Maskottchen hat meine Hedi jetzt auf jeden Fall für ihre Reise in eine eventuelle Öffentlichkeit.

 

die ente der hedi p.