Heuer war mir nicht nach Schreiben von Weihnachtsgedichten, aber so ganz ohne gehts halt auch nicht und deshalb habe ich einen alten Text zu diesem Bild von meinem Mann eingesprochen

Heuer war mir nicht nach Schreiben von Weihnachtsgedichten, aber so ganz ohne gehts halt auch nicht und deshalb habe ich einen alten Text zu diesem Bild von meinem Mann eingesprochen


gedankenfunken
reibe ich in die nacht
um zu entzünden
ein lichtermeer
das wärme aus
herzen strömen lässt
die welt umfängt mit hellem glanz
in dem der frieden sichtbar wird
auch blinden augen
verirrte seelen wege finden
die armut sich voll scham
aus dunklen höhlen schleicht
wo weihnachtsbäume sich erheben
die mit dem gold offener hände
reich geschmückt
nehmt an die kerze dieser nacht
entzündet eine lichterkette
die allen menschen leuchtet
und nicht im stillen kämmerlein
an einsamkeit erlischt
lasst uns
einander die hände reichen
feiern das fest
das uns zu menschen macht
ist das glück?
das ist glück.
nicht euphorie
nicht romantik
glück.
es ist einfach da
man kann es nicht erzeugen
nicht festhalten
nur erkennen
und annehmen
gerne lacht es
manchmal weint es
meistens wärmt es
doch es kühlt auch die wut
verliert die angst
aus den augen
sammelt die freude
als mut ein
wächst in der stille
schreit sich aus dem bauch
teilt den nebel des alltags
für den blick ins licht
die seele auslüften
sie fliegen lassen
wie einen luftballon
und immer wieder
zurückholen
in die seel-igkeit meines lebens

die einförmigkeit der tage bringen mir puren genuss.
ruhe. dankbarkeit. zufriedenheit. spaziergangsglück.
umarmungen von natur und heim.
gedanken und gedenken in liebe.
freude auf die ankunft des herrn.
in besinnlichkeit.
und stille.
wahrhaftige weihnachtsstimmung.

die liebe zu spüren
zu dem das mich umgibt
ist mein beitrag
die liebe
in die welt zu bringen

ich spüre freiheit
obwohl die ganze welt
sich darauf einschwört
mir unfreiheit zu suggerieren
ich spüre lebenswillen
sinn
und liebe
mein blick ist offen
und darauf gerichtet
dahin zu geben
wo es gebraucht wird
die angst ist die begleiterin
der sich vor ihr duckenden
in mir
blüht zuversicht
und frieden
mein gang bleibt aufrecht

der nebel
weht seine fahnen
über das land
breitet sie
über kahle reben
mein schritt gedämpft
auch das gekrächz der krähen
wie ferne sinfonien
manchmal blinzelt
die sonne bleich
erhellt das grau
zu mattem weiß
ich trinke
die milch der lüfte
lächelnd begrüße ich die schemen
die meinen weg nach hause
säumen
