bei mir sein
mich spüren
im atem der natur
trinken
die süße milch
aus dem gefäß
des ichs
schreien
aus den tiefen
des glücks
mich aufrichten
am sinn
den nur
zu leben
gibt
© evelyne w.
bei mir sein
mich spüren
im atem der natur
trinken
die süße milch
aus dem gefäß
des ichs
schreien
aus den tiefen
des glücks
mich aufrichten
am sinn
den nur
zu leben
gibt
© evelyne w.

raureifgespinst
liegt über dem land
wintergaukler
im spitzenkleid
der feuchten kühle
der wind beißt
mir die wangen rot
die träne glitzert
wie kristall
mein lachen
schmilzt den frost
zu glück
© evelyne w.
der winter
schneelos
karg steht der wein
am grauen stock
kupfern leuchten
in der sonne
seine reben
die drähte summen
ihm ein schlaflied
für süße träume
unter der grünen decke
© evelyne w.
Ich habe mir einen besonderen Weihnachtskalender gebaut.
Er besteht aus einem kleinen Schachtel-Dorf.
In jedem Häuschen ist eine Textrolle versteckt.
Ich werde jeden Tag in eines der Häuschen gehen und den Text herausholen. Manchmal werde ich ihn auch vorlesen.
Ich lade euch herzlichst ein, mit mir in meinem Dorf eine besinnliche Adventzeit zu erleben!

der duft von frieden
breitet sich
über das land
minutenkurz nur
und doch
riecht es nach hoffnung
ein augenblick
der besinnung
streift über die welt
als atemzug
der hl. nacht
* * * * *
Mit diesen hoffnungsvollen Worten bedanke ich mich für eure Begleitung durch die Adventzeit. ich hoffe, ihr habt in meinem Weihnachtstextedorf ein bisschen Stimmung tanken können.
Und nun – Frohe Weihnachten!

kannst du
das kindlein sehen?
wie seine händchen
dir wege weisen
und wie sein blick
dein herz erleuchtet
kannst du innehalten
um nachzuspüren
was es dir sagen will
wie man den frieden findet
ihn weitergibt
und so vermehrt
nur dann
kannst du sie öffnen
die geschenke
die es dir gebracht

lasst uns die nacht weihen
die nacht
wo liebe wächst
wo sich in uns
der frieden formt
und unseren herzschlag
als glockenklang
über die erde schickt
lasst uns die blicke weihen
mit denen wir
die menschen sehen
damit wir ihren hader
und die hoffnungslosigkeit
umwandeln können
zu mut und zuversicht
lasst uns die hände weihen
damit aus ihnen
stärke strömt
wenn wir sie anderen reichen
um zu geben
vertrauen und den glauben
an der menschheit zukunft
lasst uns die freude weihen
die uns mit offenen augen schauen
mit warmen händen geben lässt
lasst uns gemeinsam feiern
das fest
der geweihten nacht