auf der suche
nach der freiheit
fand ich
mich.
die freiheit
tanzte
lachte
und rief:
na endlich!
© evelyne w.
auf der suche
nach der freiheit
fand ich
mich.
die freiheit
tanzte
lachte
und rief:
na endlich!
© evelyne w.
an der tür
zu meinem leben
klebt eine notiz.
an mich:
tritt ein!


es liegen herbste
in meinem herzen
stürmische erinnerungen
rütteln an den ästen
meiner gedanken
blätter fallen.
mein weg ist bunt.
© evelyne w.
der herbst
schüttelt sein gefieder
paradiert
bunt
ehe der nebel fällt

und dann ist da die liebe
und es fehlen die worte sie zu beschreiben
sie ist da und sie ist anders
sie ist nicht so wie alle sagen
dass sie sein sollte
oder könnte
nein, sie IST einfach.
ohne worte
ohne beschreibung
und manchmal
werfe ich die frage auf
wieso weiß ich eigentlich so genau
dass sie da ist?
und ihre antwort?
sie gibt keine
nein, sie ist einfach da.
© evelyne w.
wortlos
stehe ich
vor mir und
schreie mir dennoch ins
gesicht
© evelyne w.
zeilen
will ich
in mein leben
bringen um gerade zu
gehen
© evelyne w.
jedes erwachen
ist ein portal
zur galerie des tages
am handlauf gehen wir
entlang der wände
bilder wie fenster
ins zurück
ein gestern ruft uns
sonniges gelb zu
im vorgestern
war es noch rot
siehst du die montage
ins blau gemalt
des mittwochs hälften
tanzen zur fusion
und dort die jahre
die müde lehnen
an der treppe
die wir gestiegen
bevor die wolken
unseren fuß erreicht
hier winken hände
fingerzeige
in mattes rosa
noch kein ausgang
wir bleiben
bis zur nacht
© evelyne w.


wie weit das auge
reicht
es glänzt der frühling
die reben strecken
ihre kahlen arme
dem sonnentuch entgegen
am horizont des sees
versinkt der blick
im dunstig blau
mandelbäume paradieren
im taufkleid der natur
entstreben dunkler nacktheit
es lockt der knospe aufbruch
und erstes gelb am strauch
ich trinke wärme
die tief aus meinem herzen
in den boden wurzelt
tränke das land
dies land an see und wein
das meiner liebe
heimat gibt
© evelyne w.