als ich weihnachten liebte

 

legte die freude auf die geburt
des menschenkindes
stille und einkehr über die welt

oft nur kurz
aber spürbar
immer wieder ein hauch
der mich streifte

von frieden
von hoffnung
von miteinander

hände öffneten sich
um zu geben

als ich weihnachten liebte
musste ich mich nicht fragen

was haben die menschen
aus der weihnacht gemacht?

 

© evelyne w.

eden

 

das glück ist
wo ich bin

ich pflücke es
mit beiden händen
streue seine samen
auf den weg meines lebens

an seinen rändern
ein blühen
üppiger dankbarkeit

und der fluss der liebe
flutet die wurzeln
meines seins

 

© evelyne w.

 

herbstahnung

herbstahnung
 
der herbst trägt
noch ein sommerkleid

grün schwingt es in den reben
die trauben schmiegen
ihre wangen an sonnenfinger

zwischen die rieden
knüpft die malve
ihre teppiche

nur leicht der wind
doch wühlt im see
er hoch den schlamm

weht seine würze
über die hänge

der frühe abend
legt sich als ahnung
auf das land

 

© evelyne w.