schält sich
der späte morgen
aus den schleiern
klärt die sonne
ihre kraft
der weinberg
glüht sich hoch
mein herbstlich laub
es glänzt
an deinen ästen
© evelyne w.
ihre lippen feuert sie
in hochgeglänzte nächte
kann doch das neonblaue
flackern ihrer blicke
nicht kaschieren
mit dürren fingern
greift sie nach gemeinschaft
in zerrissenen hosen
und erhöhtem schuhwerk
die kleinheit
ihres wertes
tippt schrille schreie
in die mutierte hand
© evelyne w.
tränen fallen
auf meinen flugschein
nach casablanca
das abendrot
verschwimmt in
violetten wolken
und in ricks bar
reicht mir
ein fremder mann
feuer
© evelyne w.
nimm mich mit
in die nacht
nimm mich mit
zu den tänzen deiner träume
den rosen deiner küsse
zum gesang deiner lust
der mich zum atemzug
des verlangens macht
zum körper deiner tanzenden blicke
zum weib aller weiber
und dann schmiege
mich in deine nacht
an die ufer deiner wärme
unter den sternen deines herzens
bette mich
in den gärten der zärtlichkeit
auf das lager der liebe
die mich zur deinen macht
zur frau aller frauen
© evelyne w.
in diesen tagen
bevor der winter
uns die farben nimmt
erscheint dein name
mir in roten lettern
er tropft von blättern
hüpft auf wegen
tanzt in den stürmen
die mich auf gipfel treiben
um in das land zu blicken
das golden sich
an ufer schmiegt
die perlenschimmernd
flimmern
am rande meines rufs
der aufsteigt
wie ein starenschwarm
von früchten
die an reben warten
auf des eisweins gunst
© evelyne w.
und niemand sieht dich
du hebst die arme
winkst
doch keiner gibt den gruß zurück
bindest ein rotes tuch
um deinen kopf
doch kannst du keinen blick
einfangen
du rufst
du schreist
du drohst
bleibst dennoch unhörbar
erschöpft legst du
die wange an die wand
kühlst deine angst
und
gehst endlich
auf dich selber zu
© evelyne w.