Regnose

Ein Begriff, den ich nicht kannte. Und wahrscheinlich nicht nur ich.
Und doch hat das Prinzip mein Leben verändert.

REgnose steht für das Gegenteil von PROgnose.

Eine Prognose erstellt man in der Gegenwart, also heute, und beleuchtet die Möglichkeiten, wie sich eine Situation verändern wird oder kann.
Sie ist in den meisten Fällen von negativen Einflüssen beschwert und zeigt deshalb keinen klaren Weg. Man weiß nicht, wie soll man sich verhalten. So oder so? Womit könnte man die negative Sicht verändern, wie geht man damit um? Aber wahrscheinlich wird sich die Sicht nicht verändern lassen, weil ja die Prognosen schlecht sind. Wo soll also eine positive Perspektive herkommen?
Ich sags gleich: Mit zwanghaftem positiven Denken wird es nicht gehen …

Wenn man auf unsere Gegenwart schaut, also die Zeit der Pandemie, dann ist man hin und hergeschüttelt. Die Prognosen, wo immer man hinschaut sind nicht gut. Und was soll man jetzt tun? Wo selber weitergehen?

Die Regnose dreht den ganzen Prozess um.
Man stellt sich die Frage: Wo will ich mich in der Zukunft, nehmen wir als Zeitrahmen 2 Jahre, sehen?

Und von diesem Ausgangspunkt geht man den WEG ZURÜCK und schaut darauf, ob man sich denn auf dem Weg befindet, um überhaupt dorthin gelangen zu können.
Und sofort weiß man, was man zu tun hat. Denn, wenn man sich jetzt nicht auf diesen Weg macht, dann kann man dort nicht hingelangen, wo man hin will.

Ich habe einige persönliche Ziele in die Zukunft gestellt und plötzlich wusste ich, dieses oder jenes ist gar kein Ziel. Weil es mir nicht wert ist, mich in der Sekunde auf den Weg zu machen.

Da die Prognose ausgeschaltet wird, ist es auch nicht relevant, was irgendjemand anderer tut. Es geht um MEINEN Weg, auf den ich mich konzentrieren muss und nicht darauf, eine Prognose umzusetzen, oder gar deren Umsetzung von jemandem anderen zu verlangen.

Wenn ich mich also in dieser Zeit, wo die wirtschaftlichen Prognosen sehr schlecht aussehen, in zwei Jahren in einer stabilen wirtschaftlichen Situation sehen will, dann muss ich mir jetzt die Ärmel aufkrempeln und mich nicht von irgendjemandem durch irgendwelche Prognosen aufhalten lassen, diesen Weg dorthin zu gehen.

Man beginnt also, von dort weg zurück zu gehen. Und wird wahrscheinlich plötzlich erkennen, dass man diesen Weg ja gar nicht eingeschlagen hat. Auf das falsche Pferd gesetzt oder sich andere Wege offen gelassen hat. Den Weg von Ereignissen oder Personen abhängig macht.

Wenn man das ernsthaft betreibt und nicht halbherzig damit kokettiert, wird das wahrscheinlich Ideen hervorbringen. Und es wird die Angst verringern.

In Zeiten wie diesen wird man sich NICHT auf die Pandemie und die Maßnahmen dieser unsäglichen Regierung konzentrieren, sondern darauf, wie man sich schützt, wie man kreativ wird, wie man seinem Leben Qualität gibt, usw.

Wenn sich jemand allerdings in zwei Jahren krank und siech und ausgebeutet unter der Brücke sieht, weil er den Prognosen folgt und sich seine Angst dorthin verdichtet, dann wird er beim Zurückgehen erkennen, dass er in der Gegenwart diesen Weg beschritten hat. Und dass er die Möglichkeit gehabt hätte, sich anders zu entscheiden.

Ich persönlich kann nur aus eigener Erfahrung sagen: Es wirkt! Und wie! Total befreiend.
Ich fühle mich nicht mehr von außen hergebeutelt. Das Außen ist ja nur ein Konstrukt, das ich für mich erstelle! Und zwar aus dem erstelle, das mir das Außen aufdrängen will.

Ich habe so vieles loslassen können, von dem ich auf diese Weise erfahren habe, dass es für mich nicht von Belang ist, aber ein Klotz an meinem Bein war. Oder ich mich um die Prognosen im ewigen Kreis drehte. Die noch dazu meistens von anderen vorgegeben wurden. Meine persönlichen sahen oft ganz anders aus. Was aber natürlich nichts zu bedeuten hat, Prognose bleibt Prognose. Aber der Unsicherheitsfaktor ist sofort erkennbar.

Ich habe vorgefasste Ziele aufgeben können, weil ich erkannt habe, dass sie gar nicht MEINE Ziele waren. Weil ich eben nicht bereit war, mein Leben dafür zu verändern, dafür zu brennen.

Aber es geht hier nicht um mich, um meine Geschichte. Die muss auch niemanden interessieren. Aber vielleicht findet es der eine oder andere interessant, mit diesem Prinzip bekannt gemacht zu werden. Denn ich glaube, dass es viel zu wenig bekannt ist. Und dabei so effizient.

Und auf jeden Fall wünsche ich viel Erfolg damit!

 

Matthias Horx – Das Prinzip der Regnose

 

 

4 Gedanken zu „Regnose“

  1. Das ist so ähnlich wie mit diesem Gedankenaustausch: was willst du denken, wenn du denkst… Ok, das nicht! Und das auch nicht! Aber was dann? Da muss dann ein positiver Gedanke her, der auch das negative Gefühl wegnimmt. Übungssache.
    Schöne Ostern, liebe Lintschi.
    Lieber Gruß (;👒

    1. es ist in erster linie ein erkenntnisprinzip.. wo man erkennen kann, was man wirklich SELBER will. wenn man nicht bereits ist, sich auf den weg dahin zu begeben, wo man sich sehen will, dann ist es eben nichts, was man selber, bzw. genug will. und das schöne ist, wenn man die prognose ausschalten kann, nimmt das angst und macht frei.
      danke fürs damit beschäftigen!
      und allerherzlichsten gruß
      und liebe osterwünsche

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