Frauenkirchen/Boldogasszony

Der Kriegsgefangenenfriedhof auf dem Areal des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers.

Ich halte nichts davon, Grauen zu transportieren und deshalb soll meiner Meinung nach eine Gedenkstätte dem Besucher die Möglichkeit geben, dem Geschehenen in ruhiger, meditativer Umgebung nachgehen, ja, ohne Angst nachspüren zu können. Das bringt Besinnung und Gedenken in Liebe und nicht die Abwendung von den Menschen, denen dort Leid widerfahren ist, weil der Besucher die Bilder nicht erträgt.

Frauenkirchen/Boldogasszony ist eine solche Gedenkstätte!
Man kann sich über die Geschichte des Lagers informieren und bei einem Rundgang sein Herz weitmachen, es wird einem nicht die Luft zum Atmen genommen. Dieser Friedhof birgt keine Anklage, sondern man kann Frieden finden und ihn den dort Begrabenen geben.

Zur Geschichte von Frauenkirchen/Boldogasszony

 

Die Gedenktafel:

gedenken und erinnern

 

 

 

Die Gedenkstätte:

 

Die Brücke von Andau

Der nächste Ausflug, über den ich euch berichten möchte:
Die Brücke und die Fluchtstraße von Andau.
Geschichte, Kultur und Kunst auf einem unglaublich berührenden Weg.

1956 wurd in Ungarn der Volksaufstand niedergeschlagen. Die Brücke über den Einserkanal nach Österreich wurde gesprengt. Aber 70.000 Menschen kämpften sich durchs Wasser und über Pfosten und Balken nach Andau und wurden dort von der Bevölkerung herzlichst aufgenommen und erstversorgt.
(Andau hat ca. 2.000 Einwohner)

Die Straße von der Brücke in den Ort ist 9 km lang und wurde von zahlreichen Künstlern entlang dieser Fluchtstraße eine berührende Freiluftgalerie gestaltet.

 

>>> Wikipedia – Die Brücke von Andau

 

 

Schloss Hof

Im Zuge des Lockdowns haben wir vor ein paar Wochen begonnen, die Schlösser in unserem Umland anzufahren, halt wenigstens von außen anzuschauen und wenn möglich, in den Parks spazieren zu gehen. Es geht nicht um Bildungsausflüge, sondern darum hinauszukommen, und andere Bilder vor die Augen und andere Spazierwege als üblich unter die Füße zu bekommen.

Diesmal waren wir in Schloss Hof. Und dieses war nicht nur das bisher größte und weitläufigste, und sehr schön gepflegt, es bot als Überraschung, dass man schon wieder ein wenig auch drinnen besichtigen konnte. Und so konnten wir uns eine Ausstellung „Sisis Sohn Rudolf“ anschauen und anschließend auch noch in der Orangerie Orangenduft schnuppern.

Ein wirklich gelungener Ausflug, an dem ich euch gerne teilhaben lassen möchte.

 

 

winterwunderweinland

aus dem nebel
lichtzaubrische gestalten

das land
umhüllt mit zuckerguss

süß schmilzt das weiß
auf meinen lippen

perlenschnüre
entlang der wege

reif knistert
wundersame lieder

mit pracht im auge
tanze ich durch das
winterwunderweinland