
aus kristall
scheinen die kleinen tropfen
die erstarrt an pflanzenfingern
hängen
sie glitzern funkeln
brechen farben aus dem blick
der kälte
© evelyne w.

aus kristall
scheinen die kleinen tropfen
die erstarrt an pflanzenfingern
hängen
sie glitzern funkeln
brechen farben aus dem blick
der kälte
© evelyne w.

sein zeitfenster verteidigt
in diesen tagen
der winter
sonst nichts
er kann
seinem namen einfach
nicht gerecht werden
die winde wehen lau
die sonne strahlt
auf dem see boote
statt eisläufern
und der wein
summt sich
unter kupferfarbenen drähten
zur süße
© evelyne w.
im ungefallenen schnee
das hungrige gekrächz der raben
auf dem abgegierten feld
will samen streuen
in die dunklen furchen
dass demut wächst
und wir der erde
auch wärme geben
die nicht nur weiß
vom himmel fällt
© evelyne w.
wärmen
will ich dich
in diesen zeiten
wo das eis in zapfen
von deinen blicken hängt
der schnee
dein haar bedeckt
und deine starren finger
nach meiner wange suchen
und dann finden wir
das glück des frühlings
in diesem winter
der keine kälte kennt
und wir hängen
die sterne
in einen himmel
voller geigen
© evelyne w.

wenn die hölle
ihre flammen
aus dem himmel schleudert
regnet es blut
auf der erde
© evelyne w.
ganz tief drinnen
dieser funke
an winterstarren tagen
glüht er löcher
in das eis
durch welche
deine blicke
wärmen
© evelyne w.
zum himmel gebogen
erscheint das lächeln
meiner winterseele
sie trägt einen kranz
aus schneekristallen
der in der herberge
deiner gedanken
schmilzt
zu freudentränen
des erkennens
© evelyne w.
das neue jahr
trägt einen rucksack
und schwere stiefel
um auf dem glatten weg
weiter zu gehen
mit den geschenken
der vergangenheit
die uns ernähren
bis wir barfuß
durch die felder
der gegenwart laufen
ohne gepäck
© evelyne w.